Sparkonto verstehen: Verzinsung, Kündigungsfrist, Vorschusszinsen
Das klassische Sparkonto (Sparbuch oder SparCard) ist eine Spareinlage mit variablem Zinssatz und dreimonatiger Kündigungsfrist: Pro Kalendermonat kannst du bis 2.000 Euro ohne Kündigung abheben, für höhere Auszahlungen berechnet die Bank Vorschusszinsen oder verlangt die fristgerechte Kündigung. Ein- und Auszahlungen laufen über das verknüpfte Girokonto; für den Zahlungsverkehr (Überweisungen an Dritte, Lastschriften) ist das Sparkonto nicht gedacht. Die Verzinsung liegt bei den meisten Banken spürbar unter Tagesgeld-Niveau, das Guthaben ist dafür genauso über die Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt.
Für wen lohnt es sich? Vor allem als geführtes Sparen bei der Hausbank, etwa für Kinder (Sparbuch als Geschenk-Klassiker) oder als psychologische Trennung vom Alltagskonto. Wer monatlich Geld zurücklegt und flexibel bleiben will, fährt mit dem Tagesgeldkonto in der Regel besser; wer eine feste Laufzeit akzeptiert, holt beim Festgeldkonto mehr Zins heraus. Als Faustregel für die Geldanlage: Sparkonto für Gewohnheit und Sicherheit, Tagesgeld für den Notgroschen, Festgeld für planbare Beträge.
Sparkonto eröffnen und verwalten
Die Eröffnung ist bei Filial- wie Direktbanken kostenlos und ohne Mindesteinlage möglich, verwaltet wird online, per App oder am Schalter. Zinsen werden meist jährlich zum Jahresende gutgeschrieben; mit Freistellungsauftrag bleiben 1.000 Euro Zinsertrag pro Person steuerfrei. Geht ein Sparbuch verloren, sperrt die Bank es und stellt nach einem Aufgebotsverfahren ein neues aus, das Guthaben ist nicht weg. Wer sein Sparkonto kündigen will, vereinbart die Auszahlung unter Beachtung der Kündigungsfrist von drei Monaten oder zahlt für die Sofort-Auszahlung Vorschusszinsen.