Festgeld-Vergleich: Zinssatz, Laufzeit, Rendite
Beim Festgeld-Vergleich legst du den Anlagebetrag für eine vereinbarte Laufzeit fest und bekommst dafür einen garantierten Zinssatz, unabhängig von der Zinsentwicklung. Die Spanne reicht von 3 über 6 und 12 Monate bis zu 10 Jahren. In der Regel gilt: je länger die Laufzeit, desto höher der Zins; in Phasen erwarteter Zinssenkungen drehen die Kurven aber, dann zahlen 12 bis 24 Monate teils mehr als 5 Jahre. Für Sparer heißt das: nicht die längste Laufzeit wählen, sondern die, deren Ende zum eigenen Finanzplan passt. Die Zinsen werden je nach Bank jährlich gutgeschrieben oder am Ende der Laufzeit mit dem Kapital ausgezahlt, meist auf ein Referenz- oder Verrechnungskonto.
Rechenbeispiel für die Rendite: 20.000 Euro Anlagesumme zu 2,8 Prozent für 24 Monate bringen rund 1.135 Euro Zinsertrag (mit Zinseszins bei jährlicher Gutschrift). Dasselbe Geld auf dem Tagesgeldkonto mit variablem Zins kann mehr oder weniger bringen, planbar ist nur die Festgeldanlage.
Sicherheit und Einlagensicherung: 100.000 Euro pro Kunde und Bank
Festgeld ist wie Tagesgeld gesetzlich abgesichert: 100.000 Euro pro Kunde und Bank in der gesamten EU, bei deutschen Privatbanken oft ergänzt durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Ausländische Festgeldangebote mit Top-Zinsen stammen häufig von Banken aus Osteuropa oder dem Baltikum; die Sicherung übernimmt dort das Heimatland. Wer größere Beträge anlegt, verteilt sie auf mehrere Banken, sodass keine Einlage die 100.000-Euro-Grenze übersteigt.
Steuern: Mit Freistellungsauftrag bleiben 1.000 Euro Zinsertrag pro Person und Jahr steuerfrei. Deutsche Banken führen die Abgeltungssteuer direkt ab, bei Auslandsbanken gehören die Erträge in die Steuererklärung.
Prolongation vermeiden: das Laufzeitende managen
Ein Festgeldkonto zu eröffnen funktioniert wie beim Tagesgeld: online beantragen, legitimieren, Anlagebetrag vom Referenzkonto überweisen, und das Guthaben ist als Festgeld angelegt. Viele Anleger streuen über mehrere Festgeldkonten, um bei jeder Bank unter der Sicherungsgrenze zu bleiben und sich für jede Tranche den besten Zins zu sichern; welche Bank aktuell das beste Angebot und die höchsten Festgeldzinsen bietet, zeigt der Rechner oben. Der teuerste Fehler beim Festgeld ist die automatische Verlängerung (Prolongation): Wer nicht rechtzeitig kündigt, dessen Erspartes wird bei vielen Banken zum dann gültigen, oft schlechteren Zinssatz erneut angelegt, bei langen Laufzeiten ein teures Versehen. Deshalb beim Abschluss die Verlängerungs-Logik prüfen und das Ende der Laufzeit mit Erinnerung vormerken. Eine vorzeitige Kündigung ist während der Laufzeit grundsätzlich nicht vorgesehen; manche Banken zeigen Kulanz, streichen dann aber den Zinsvorteil. Wer Flexibilität braucht, kombiniert: Notgroschen aufs Tagesgeld, planbare Tranchen als Festgeld-Treppe über 1, 2 und 3 Jahre, langfristiges Vermögen in den ETF-Sparplan.