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Girokonto oder Sparkonto: welches Konto wofür?

Die meisten brauchen beides: Das Girokonto wickelt den Alltag ab, also Gehalt, Miete und Kartenzahlungen. Das Sparkonto hält Rücklagen, die du nicht täglich brauchst. Tagesgeld ist dabei die flexible Variante des Sparens, weil es keine Kündigungsfrist hat.

Von bankscore.de Redaktion · Stand 05. November 2026

Der Unterschied auf einen Blick

MerkmalGirokontoKlassisches SparkontoTagesgeld
ZweckZahlungsverkehr im AlltagGeld zurücklegenRücklagen mit täglichem Zugriff
Zugriffjederzeit3 Monate Kündigungsfrist, bis 2.000 Euro pro Kalendermonat ohne Kündigungtäglich
Zinsenin der Regel keinevariabel, oft niedrigvariabel, meist höher als beim Sparbuch
Karte und Lastschriftjaneinnein
Überweisungenan alle Kontenüber das verknüpfte Girokontonur auf das Referenzkonto
Dispomöglichneinnein
Einlagensicherunggesetzlich bis 100.000 Euro pro Kundin oder Kunde und Bank

Aktuelle Konditionen stehen in den Vergleichen: Girokonto, Sparkonto und Tagesgeld.

Wofür welches Konto taugt

  • Girokonto: Gehalt, Miete, Lastschriften, Daueraufträge und Kartenzahlungen. Es ist das Hauptkonto, an dem die anderen Konten hängen.
  • Tagesgeld: Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben und Geld für Anschaffungen in den nächsten Monaten.
  • Klassisches Sparkonto: geführtes Sparen bei der Hausbank, etwa das Sparbuch für ein Kind oder als bewusste Trennung vom Alltagskonto.
  • Festgeld: Beträge, die du für eine feste Zeit sicher nicht brauchst. Der Zins steht fest, das Geld ist bis zum Laufzeitende gebunden, siehe Festgeld-Vergleich.

Wo Tagesgeld hingehört

Tagesgeld liegt zwischen den beiden Konten: Es dient dem Sparen wie das Sparkonto, das Geld bleibt aber fast so erreichbar wie auf dem Girokonto. Es gibt weder Kündigungsfrist noch Laufzeit, dafür kann die Bank den Zins jederzeit ändern. Überwiesen wird nur auf dein Referenzkonto, du brauchst also weiterhin ein Girokonto.

Vorsicht bei Neukundenzinsen: Sie gelten meist nur wenige Monate, danach fällt der Zins oft deutlich. Vergleiche deshalb auch den Zins, der nach der Aktion bleibt.

Worauf du bei der Auswahl achtest

Beim Girokonto zählen die Bedingungen hinter „kostenlos“, meist ein monatlicher Geldeingang, außerdem Karte, Bargeld und App. Welches Konto zu welchem Alltag passt, zeigt die Entscheidungshilfe Welches Girokonto passt zu dir? Beim Sparen zählen Zins, Verfügbarkeit und das Heimatland der Bank, denn danach richtet sich die Einlagensicherung. Mehr dazu steht im Ratgeber Einlagensicherung im EU-Ausland.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Sparkonto, wenn ich ein Girokonto habe? +

Pflicht ist es nicht, sinnvoll aber meist schon: Auf dem Girokonto gibt es in der Regel keine Zinsen, und Rücklagen vermischen sich mit dem Alltagsgeld. Ein getrenntes Konto für Erspartes löst beides.

Ist Tagesgeld ein Sparkonto? +

Im weiteren Sinn ja, es ist ein Konto zum Sparen. Vom klassischen Sparkonto unterscheidet es sich dadurch, dass es keine Kündigungsfrist hat und das Guthaben täglich verfügbar ist.

Kann ich vom Sparkonto überweisen? +

Rechnungen bezahlst du darüber nicht. Das klassische Sparkonto ist nicht für den Zahlungsverkehr gedacht, Ein- und Auszahlungen laufen über das verknüpfte Girokonto. Auch Tagesgeld lässt sich normalerweise nur auf dein Referenzkonto überweisen.

Wie sicher ist mein Geld auf den Konten? +

Für alle drei Konten gilt in der EU die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kundin oder Kunde und Bank. Sie richtet sich nach dem Heimatland der Bank.

Muss ich Zinsen vom Sparkonto versteuern? +

Zinsen sind Kapitalerträge. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben 1.000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei, darüber hinaus fällt Abgeltungssteuer an.