Anzeige Extra Karte: Mastercard ohne Jahresgebühr mit 50–4.000 € Rahmen – jetzt ansehen →
bankscore.de
Reisekreditkarte Bewertet nach Methodik

Reisekreditkarte: kostenlose Karten für den Urlaub im Vergleich

Im Ausland entscheidet die Karte im Portemonnaie über einen dreistelligen Betrag pro Reise: Fremdwährungsentgelt, Abhebegebühren und der Umrechnungstrick an der Kasse summieren sich schnell. Dazu kommt der Punkt, an dem viele Urlaube tatsächlich hängen bleiben, die Kaution am Mietwagenschalter. Wir zeigen, was eine Reisekreditkarte können muss, welche kostenlosen Karten die Kriterien erfüllen und wo die Anbieter ihr Geld verdienen.

Von bankscore.de Redaktion · Stand 14. Juli 2026

Eine Reisekreditkarte ist kein eigenes Produkt, sondern eine Eigenschaft. Entscheidend sind vier Punkte: keine Jahresgebühr, kein Fremdwährungsentgelt, brauchbare Konditionen beim Bargeld und die Akzeptanz als echte Kreditkarte dort, wo eine Kaution hinterlegt werden muss. Karten, die alle vier erfüllen, gibt es in Deutschland eine Handvoll, und sie kosten nichts. Der Haken liegt woanders, nämlich im Rückzahlungsmodus.

Was eine Reisekreditkarte können muss

KriteriumWarum es zählt
0 Prozent FremdwährungsentgeltDer größte Einzelposten. Üblich sind 1,5 bis 2,2 Prozent auf jeden Umsatz außerhalb der Eurozone, bei 3.000 Euro Reisebudget also 45 bis 66 Euro.
0 Euro Jahresgebühr, dauerhaftViele Karten sind nur im ersten Jahr frei oder verlangen einen Mindestumsatz. Für eine Karte, die zwei Wochen im Jahr arbeitet, lohnt sich keine Gebühr.
Echte Kreditkarte mit VerfügungsrahmenNur darauf lässt sich eine Kaution reservieren. Debitkarten scheitern am Mietwagenschalter, im Hotel und bei Kreuzfahrten.
Bargeld ohne prozentuale GebührRelevant überall dort, wo Karten nur eingeschränkt akzeptiert werden. Achtung: Das Entgelt des Automatenbetreibers vor Ort bleibt davon unberührt.
Weltweite AkzeptanzVisa und Mastercard sind praktisch gleichauf. Wichtiger als das System ist, zwei Karten dabeizuhaben statt einer.

Fünf kostenlose Reisekreditkarten im Vergleich

KarteJahresgebührFremdwährungReiseversicherungEffektiver Jahreszins
Hanseatic Bank GenialCard (Visa)0 Euro0 Prozentnein, nur in der GoldCard gegen Gebühr19,92 Prozent
awa7 Visa0 Euro0 Prozentnein19,92 Prozent
Gebührenfrei Mastercard Gold (Advanzia)0 Euro0 Prozentja, an Karteneinsatz gekoppelt24,69 Prozent
TF Bank Mastercard Gold0 Euro0 Prozentja, Reise-Zusatzleistungenbonitätsabhängig, oberer Bereich
Bank Norwegian Visa0 Euro0 Prozentja, plus Cashback auf Umsätzebonitätsabhängig, oberer Bereich

Konditionsstand August 2026 nach Angaben der Herausgeber und den über financeads bereitgestellten Produktdaten. Maßgeblich ist immer der aktuelle Preisaushang der Bank.

Hanseatic Bank GenialCard: der Standard ohne Extras

Die GenialCard ist die naheliegende Wahl, wenn die Karte einfach nur funktionieren soll: Visa, keine Jahresgebühr, kein Fremdwährungsentgelt, weltweit Bargeld am Automaten ohne prozentuale Gebühr des Herausgebers. Herausgeber ist die Hanseatic Bank aus Hamburg mit deutscher Banklizenz, der Sollzins liegt mit 19,92 Prozent effektiv rund fünf Prozentpunkte unter dem der Advanzia-Karte. Ein Versicherungspaket ist nicht enthalten, dafür gibt es die GoldCard-Variante gegen Jahresgebühr. Details im Test der Hanseatic Bank.

Zur kostenlosen GenialCard der Hanseatic Bank (Anzeige)

awa7 Visa: gleiche Technik, anderer Anspruch

Die awa7 wird ebenfalls von der Hanseatic Bank herausgegeben und teilt sich die Konditionen mit der GenialCard: 0 Euro Jahresgebühr, 0 Prozent Fremdwährung, gleicher Sollzins. Unterschied ist das Nachhaltigkeitskonzept, über das ein Teil der Umsätze in Aufforstungsprojekte fließt. Wer die Karte ohnehin nur als Zweitkarte für die Reise nutzt, bekommt hier dieselbe Leistung mit anderem Etikett. Die Konditionen im Detail stehen unter awa7 Kreditkarte Erfahrungen.

Zur awa7 Visa Kreditkarte (Anzeige)

Gebührenfrei Mastercard Gold: die Karte mit Versicherungspaket

Die Advanzia-Karte ist das Referenzprodukt der Kategorie und die einzige in dieser Liste, die ein ausgewachsenes Reiseversicherungspaket ohne Jahresgebühr mitbringt, inklusive Auslandsreise-Krankenversicherung für Karteninhaber und bis zu drei Mitreisende mit Rücktransport bis 1.000.000 Euro. Der Preis dafür steht im Kleingedruckten: 24,69 Prozent effektiver Jahreszins auf jeden Saldo, der nicht aktiv per Überweisung ausgeglichen wird. Wer diszipliniert zahlt, bekommt ein Paket, für das andere Herausgeber 60 bis 150 Euro im Jahr verlangen. Der komplette Test steht unter Gebührenfrei Mastercard Gold.

Zur Gebührenfrei Mastercard Gold der Advanzia Bank (Anzeige)

TF Bank Mastercard Gold: Versicherungen aus Schweden

Die TF Bank aus Borås kombiniert eine gebührenfreie Mastercard Gold mit Reise-Zusatzleistungen und verzichtet ebenfalls auf das Fremdwährungsentgelt. Die Bank arbeitet mit schwedischer Banklizenz, Einlagen liegen entsprechend im schwedischen Sicherungssystem, was für eine reine Kreditkarte allerdings zweitrangig ist. Auch hier gilt: Teilzahlung ist voreingestellt und muss nach Kartenerhalt umgestellt werden. Mehr dazu unter TF Bank Mastercard Gold Erfahrungen.

Zur TF Bank Mastercard Gold (Anzeige)

Bank Norwegian Visa: Cashback als Zugabe

Bank Norwegian startete als Ableger der gleichnamigen Fluggesellschaft und gehört heute zur skandinavischen NOFI-Gruppe. Die Visa-Karte kostet keine Jahresgebühr, rechnet Fremdwährung ohne Aufschlag ab und legt ein Cashback-Programm auf die Umsätze obendrauf. Bargeldabhebungen werden ab dem ersten Tag verzinst, die Karte ist damit klar eine Zahlkarte und keine Bargeldquelle. Einordnung im Profil der Bank Norwegian.

Zur Bank Norwegian Kreditkarte (Anzeige)

Der wichtigste Handgriff nach dem Kartenerhalt

Alle fünf Karten sind Revolving-Karten. Das heißt: Der offene Betrag wird nicht automatisch komplett vom Girokonto eingezogen, sondern in Raten getilgt, und auf den Restsaldo laufen Zinsen zwischen rund 20 und knapp 25 Prozent effektiv. Dort verdienen die Herausgeber ihr Geld, und dort verlieren Nutzer das, was sie beim Fremdwährungsentgelt gespart haben. Deshalb gehört nach Erhalt der Karte genau ein Handgriff erledigt: in der App oder im Onlinebanking auf vollständigen Ausgleich umstellen, alternativ einen Dauerauftrag über den Abrechnungsbetrag einrichten. Danach ist die Karte tatsächlich kostenfrei.

Wer bereits einen Saldo mitschleppt, fährt mit einer Umschuldung in einen Ratenkredit deutlich günstiger. Bei 2.000 Euro Restschuld liegen zwischen Kartenzins und Ratenkredit schnell 300 Euro im Jahr.

Debitkarte, Kreditkarte, Prepaid: der Unterschied, der im Urlaub zählt

Was die meisten Girokonten heute ausgeben, ist eine Debitkarte: Sie trägt ein Visa- oder Mastercard-Logo, bucht aber sofort vom Konto ab und hat keinen Verfügungsrahmen. Zum Bezahlen und Abheben reicht das fast überall. Sobald aber jemand eine Kaution reservieren will, wird es unangenehm. Mietwagenstationen, Hotels und Reedereien blockieren einen Betrag auf einem Kreditrahmen. Existiert keiner, wird die Karte abgelehnt oder der Betrag tatsächlich abgebucht, und er fehlt dann für die Reise selbst.

Für Prepaid-Karten gilt dasselbe in verschärfter Form: Sie funktionieren ohne Bonitätsprüfung, sind aber als Kaution praktisch nirgends akzeptiert. Wer keine echte Kreditkarte bekommt, findet unter Kreditkarte ohne Schufa die verbleibenden Optionen, sollte für Mietwagen dann aber eine Alternative einplanen, etwa die Kaution per Kreditkarte einer mitreisenden Person.

Mietwagen-Kaution: die häufigste böse Überraschung

Die Regel bei fast allen Vermietern lautet: echte Kreditkarte, auf den Namen des Fahrers, mit ausreichendem Verfügungsrahmen. Reserviert werden je nach Fahrzeugklasse und Land 500 bis 2.500 Euro, bei Wohnmobilen auch mehr. Zwei Konsequenzen ergeben sich daraus. Erstens muss der Kreditrahmen groß genug sein, und Neukunden starten oft mit einem niedrigen dreistelligen bis unteren vierstelligen Betrag. Zweitens ist dieser Betrag für die Dauer der Miete blockiert und steht für andere Zahlungen nicht zur Verfügung. Wer knapp kalkuliert, sollte den Rahmen vor der Reise auf Antrag anheben lassen.

Der Rahmen wird nach Bonität festgelegt, wie das abläuft, steht unter Kreditkarte beantragen. Für die Freigabe eines höheren Rahmens braucht die Bank in der Regel einige Wochen störungsfreier Nutzung, der Antrag lohnt sich also nicht erst in der Woche vor dem Abflug.

Bargeld im Ausland: drei Kostenquellen, nur eine davon steht auf der Karte

Die erste Kostenquelle ist das prozentuale Abhebeentgelt des Herausgebers, und genau das entfällt bei den Karten in der Tabelle. Die zweite erhebt der Automatenbetreiber vor Ort, sie erscheint als Hinweis auf dem Display und liegt in beliebten Reiseländern häufig zwischen drei und sechs Euro pro Abhebung. Dagegen hilft nur, seltener und dafür größere Beträge zu ziehen, und Automaten von Banken statt freistehende Geräte in Touristenlagen zu nutzen.

Die dritte Quelle übersehen fast alle: Bei Revolving-Karten ist abgehobenes Bargeld in der Regel vom zinsfreien Zahlungsziel ausgenommen und wird ab dem Abhebetag verzinst. Bei 500 Euro über drei Wochen sind das keine dramatischen Beträge, aber es ist eben nicht kostenlos. Für die laufende Bargeldversorgung ist deshalb die Debitkarte des Girokontos das richtige Werkzeug, die Kreditkarte spielt ihre Stärke beim Bezahlen und bei der Kaution aus.

Dynamic Currency Conversion: der Trick an der Kasse

An Terminals und Automaten im Ausland kommt regelmäßig die Frage, ob in Euro oder in Landeswährung abgerechnet werden soll. Die Euro-Variante klingt bequem und ist teuer: Der Betreiber legt den Umrechnungskurs selbst fest und schlägt typischerweise 3 bis 12 Prozent auf. Das ist ein Vielfaches dessen, was ein Fremdwährungsentgelt kosten würde, und es trifft auch Karten, die eigentlich 0 Prozent berechnen. Die Antwort lautet immer: in Landeswährung zahlen. Der Kurs kommt dann von Visa oder Mastercard und liegt sehr nah am Interbankenkurs.

Reiseversicherung in der Karte: was wirklich drin ist

Versicherungspakete in kostenlosen Kreditkarten sind besser als ihr Ruf, aber sie ersetzen keine eigene Police. Drei Einschränkungen tauchen praktisch immer auf. Der Schutz ist an den Karteneinsatz gekoppelt, die Reise muss also mit genau dieser Karte bezahlt worden sein. Es gilt eine Höchstdauer pro Reise, meist 90 Tage. Und es gibt Selbstbehalte sowie Ausschlüsse, etwa für Vorerkrankungen. Für zwei Wochen Pauschalurlaub ist das ein solider Grundschutz, für eine Langzeitreise oder eine Reise mit sportlichem Programm braucht es eine eigene Auslandsreise-Krankenversicherung. Wie Banken solche Pakete sonst noch bündeln, steht unter Girokonto-Versicherungspakete.

In welchen Ländern die Karte den Unterschied macht

Innerhalb der Eurozone bringt eine Karte ohne Fremdwährungsentgelt beim Bezahlen nichts, dort zählt nur die Kautionsfähigkeit. Interessant wird es überall sonst. In den USA, Kanada, Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien ist die Kartenzahlung Standard und Bargeld fast überflüssig, dort spart die Karte bei jedem Umsatz. In Südostasien, Lateinamerika und weiten Teilen Afrikas ist Bargeld weiterhin die Hauptwährung, dort zählt vor allem, was das Abheben kostet. Und in Ländern mit starker Inflation oder Kapitalverkehrskontrollen lohnt ein Blick auf den amtlichen Wechselkurs, bevor man sich auf die Karte allein verlässt.

Zwei Karten statt einer

Der praktischste Rat zum Schluss und der, der am seltensten befolgt wird: Nimm zwei Karten mit, eine Visa und eine Mastercard, und bewahre sie getrennt auf. Karten werden gesperrt, weil ein Automat sie als verdächtig meldet, sie werden verschluckt, gestohlen oder von einem einzelnen Netzbetreiber schlicht nicht akzeptiert. Mit zwei kostenlosen Karten kostet diese Absicherung nichts außer einem zweiten Antrag. Die Kombination GenialCard plus Gebührenfrei Mastercard Gold deckt beide Systeme ab und bringt zusätzlich das Versicherungspaket mit.

Weitere kostenlose Karten ohne Reisefokus stehen im Kreditkarten-Vergleich und im Ratgeber Kreditkarte ohne Jahresgebühr.

Häufig gestellte Fragen zur Reisekreditkarte

Häufige Fragen

Was ist eine Reisekreditkarte? +

Kein eigenes Produkt, sondern eine Eigenschaft: Eine Reisekreditkarte ist eine echte Kreditkarte, die im Ausland kein Fremdwährungsentgelt berechnet, keine Jahresgebühr kostet und als Kreditkarte akzeptiert wird, wo eine Debitkarte abgelehnt wird. Alles andere, von Cashback bis Versicherungspaket, ist Zugabe.

Reicht die Debitkarte meines Girokontos für den Urlaub? +

Zum Bezahlen und Abheben meistens ja, als Kaution häufig nein. Mietwagenstationen, Hotels und Kreuzfahrtreedereien reservieren einen Betrag auf einem Kreditrahmen. Eine Debitkarte hat keinen, deshalb wird sie an vielen Schaltern nicht akzeptiert oder es wird der volle Betrag vom Konto abgebucht. Für Mietwagen und Hotelkaution brauchst du eine echte Kreditkarte, die auf deinen Namen läuft.

Mit welcher Karte hebe ich im Ausland gebührenfrei Bargeld ab? +

GenialCard, awa7 und die Gebührenfrei Mastercard Gold verzichten auf die prozentuale Abhebegebühr des Herausgebers. Zwei Kostenquellen bleiben trotzdem: das Entgelt, das der Automatenbetreiber vor Ort selbst erhebt und auf dem Display anzeigt, sowie die Sollzinsen, denn abgehobenes Bargeld ist bei Revolving-Karten in der Regel ab dem Abhebetag zinspflichtig. Für regelmäßige Bargeldversorgung ist die Debitkarte des Girokontos die günstigere Wahl.

Was kostet mich das Fremdwährungsentgelt wirklich? +

Übliche Sätze liegen bei 1,5 bis 2,2 Prozent des Umsatzes. Bei 3.000 Euro Ausgaben in einer Nicht-Euro-Währung sind das 45 bis 66 Euro pro Reise, die ohne Gegenleistung abfließen. Genau diesen Posten sparen die Karten in der Tabelle ein, und deshalb lohnt sich der Kartenwechsel oft schon bei einer einzigen Fernreise im Jahr.

Ist die Reiseversicherung in der Kreditkarte ein vollwertiger Schutz? +

Nur eingeschränkt. Der Schutz ist fast immer an den Karteneinsatz gekoppelt, die Reise muss also mit genau dieser Karte bezahlt worden sein. Dazu kommen Höchstdauern von meist 90 Tagen pro Reise, Selbstbehalte und Ausschlüsse für Vorerkrankungen und riskante Sportarten. Als Grundschutz für zwei Wochen Pauschalurlaub taugt das Paket, als Ersatz für eine eigene Auslandsreise-Krankenversicherung bei Langzeitreisen nicht.

Sollte ich im Ausland in Euro oder in Landeswährung zahlen? +

Immer in Landeswährung. Bietet dir das Terminal oder der Automat die Abrechnung in Euro an, ist das Dynamic Currency Conversion: Der Betreiber legt den Wechselkurs selbst fest und schlägt typischerweise 3 bis 12 Prozent auf. Der Vorteil einer Karte ohne Fremdwährungsentgelt ist damit sofort aufgezehrt. Die Frage kommt oft als freundliches "Möchten Sie in Ihrer Heimatwährung zahlen?" und muss verneint werden.

Brauche ich für den Urlaub eine zweite Karte? +

Es ist die günstigste Versicherung, die du abschließen kannst. Karten werden gesperrt, verschluckt, gestohlen oder von einem einzelnen Netzbetreiber nicht akzeptiert. Zwei Karten unterschiedlicher Systeme, also einmal Visa und einmal Mastercard, getrennt aufbewahrt, lösen fast jeden dieser Fälle. Beide sind ohne Jahresgebühr zu haben, der Aufwand beschränkt sich auf einen zweiten Antrag.