Die gesetzlichen Fristen im Überblick
- 1 Bankarbeitstag: Online-Überweisungen in Euro innerhalb Deutschlands und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
- 2 Bankarbeitstage: beleghafte Überweisungen per Papierformular.
- 4 Bankarbeitstage: Überweisungen innerhalb des EWR in anderen Währungen als Euro.
- Keine gesetzliche Frist: Überweisungen in Länder außerhalb des EWR - je nach Zielland und Korrespondenzbanken können mehrere Tage bis über eine Woche vergehen.
Echtzeitüberweisung: in Sekunden, rund um die Uhr
Seit Januar 2025 müssen alle Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen (SEPA Instant) empfangen können, seit Oktober 2025 auch das Senden anbieten - und zwar ohne Aufpreis gegenüber der Standard-Überweisung. Das Geld ist in maximal zehn Sekunden beim Empfänger, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Zum Schutz vor Fehlüberweisungen gleichen Banken dabei den Empfängernamen mit der IBAN ab (Verification of Payee).
Warum Überweisungen trotzdem länger dauern können
- Cut-off-Zeiten: Aufträge nach Annahmeschluss (je nach Bank oft zwischen 14 und 20 Uhr) gelten erst als am nächsten Geschäftstag eingereicht.
- Wochenenden und Feiertage: Standard-Überweisungen werden nur an Bankarbeitstagen verarbeitet - freitags nachmittags beauftragt heißt oft erst Montag oder Dienstag gutgeschrieben.
- Terminüberweisungen: Ein hinterlegtes Ausführungsdatum verschiebt den Fristbeginn.
- Sicherheitsprüfungen: Auffällige Beträge oder Empfänger können manuelle Prüfungen auslösen, ebenso Embargo- und Geldwäsche-Checks bei Auslandszahlungen.
Was tun, wenn das Geld nicht ankommt?
Ist die Frist überschritten, kannst du bei deiner Bank einen Nachforschungsauftrag stellen. Kommt die Überweisung verspätet an, muss die Bank Zinsen und Entgelte erstatten; bei Fehlern der Bank haftet sie für den Betrag. Bei einem Zahlendreher in der IBAN hilft die Bank bei der Rückholung, ein Anspruch auf Rückzahlung besteht aber nur gegenüber dem Empfänger. Wie du dich bei Problemen wirksam beschwerst, zeigt der Ratgeber Ärger mit der Bank.
Bankwahl macht den Unterschied
Ob Echtzeitüberweisung reibungslos funktioniert, wie großzügig Cut-off-Zeiten gesetzt sind und wie schnell der Support bei Nachforschungen reagiert, unterscheidet sich je nach Institut deutlich. Die Konten mit dem besten Gesamtpaket findest du im Girokonto-Vergleich, die Bewertung der Institute im Banken-Ranking.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Online-Überweisung innerhalb Deutschlands? +
Maximal einen Bankarbeitstag. Per Echtzeitüberweisung ist das Geld in höchstens zehn Sekunden da - rund um die Uhr, auch am Wochenende.
Kostet eine Echtzeitüberweisung extra? +
Nein. Seit 2025 dürfen Banken für Echtzeitüberweisungen nicht mehr verlangen als für Standard-SEPA-Überweisungen.
Warum ist meine Überweisung vom Freitag erst Montag da? +
Standard-Überweisungen werden nur an Bankarbeitstagen verarbeitet. Ein Auftrag nach dem Annahmeschluss am Freitag gilt erst am Montag als eingereicht. Abhilfe schafft die Echtzeitüberweisung.