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Multibanking-Apps: alle Konten in einer App bündeln

Wer mehrere Konten bei verschiedenen Banken führt, verliert leicht den Überblick. Multibanking-Apps führen alles zusammen, sortieren Ausgaben und behalten Verträge im Blick. Wir erklären, wie das technisch funktioniert, worauf du achten solltest und wann sich eine solche App wirklich lohnt.

Von bankscore.de Redaktion · Stand 22. Juli 2026

Girokonto bei der einen Bank, Tagesgeld bei der nächsten, Kreditkarte woanders und vielleicht noch ein Depot: In vielen Haushalten verteilt sich das Geld über mehrere Institute. Multibanking-Apps setzen genau hier an und schaffen eine gemeinsame Übersicht.

Wie Multibanking technisch funktioniert

Grundlage ist die PSD2-Schnittstelle, eine gesetzlich vorgeschriebene Bankschnittstelle. Über sie kann eine App mit deiner Freigabe die Umsätze deiner Konten auslesen, ohne dass du ihr deine Zugangsdaten im Klartext überlässt. Die Freigabe lässt sich jederzeit widerrufen. Aus den abgerufenen Umsätzen erstellt die App eine Gesamtübersicht und ordnet jede Buchung automatisch einer Kategorie zu.

Was gute Apps zusätzlich können

Über die reine Übersicht hinaus erkennen ausgereifte Apps wie Finanzguru laufende Verträge und Abos anhand wiederkehrender Abbuchungen und ermöglichen Kündigungen direkt aus der App. Dazu kommen Auswertungen, wie viel am Monatsende übrig bleibt, sowie Sparvorschläge. Bei Letzteren gilt: Empfehlungen können auch vermittelte Produkte umfassen, an denen der Anbieter mitverdient, sie ersetzen keinen unabhängigen Vergleich.

Sicherheit und Datenschutz

Da eine Multibanking-App sensible Kontodaten sieht, sind drei Punkte entscheidend: der Zugriff ausschließlich über die PSD2-Schnittstelle, eine durchgehende Verschlüsselung und ein klar benannter Serverstandort, idealerweise in Deutschland oder der EU. Ein Blick in die Datenschutzerklärung vor der ersten Kontoverknüpfung ist Pflicht.

Für wen sich das lohnt

Multibanking spielt seine Stärke bei mehreren Konten aus. Wer nur ein Girokonto führt, braucht selten mehr als die App der eigenen Bank. Wer dagegen Konten, Karten und Depots über mehrere Institute verteilt hat, gewinnt spürbar Überblick. Weitere Apps rund ums Geld findest du im Silo Finanz-Apps, und wer sein Kontoumfeld ohnehin neu ordnet, vergleicht Konten im Girokonto-Vergleich.

Fazit

Multibanking-Apps sind ein sinnvolles Werkzeug für alle mit mehreren Konten: mehr Überblick, automatische Kategorisierung und Vertragsverwaltung an einer Stelle. Man sollte die PSD2-Grundlage verstehen, den Datenschutz prüfen und im Kopf behalten, dass Produktvorschläge auch der Vermittlung dienen können.

Häufige Fragen

Was ist eine Multibanking-App? +

Eine Multibanking-App bündelt Konten und teils Depots verschiedener Banken in einer einzigen Ansicht. Sie ruft die Umsätze über die regulierte PSD2-Schnittstelle ab, kategorisiert Ausgaben automatisch und zeigt, wie sich das Vermögen über alle Institute hinweg entwickelt.

Ist Multibanking sicher? +

Der Kontozugriff läuft über die gesetzlich geregelte PSD2-Schnittstelle. Die App erhält dabei eine Lesefreigabe, Zugangsdaten werden nicht offen gespeichert. Wichtig sind zusätzlich Verschlüsselung, Serverstandort und eine transparente Datenschutzerklärung.

Kann ich mit einer Multibanking-App Überweisungen machen? +

Viele Apps erlauben neben dem Lesen der Umsätze auch Überweisungen von den verbundenen Konten. Der Funktionsumfang unterscheidet sich je App und je Bank, manche Institute werden nur zum Auslesen, nicht zum Auslösen von Zahlungen unterstützt.

Was kostet eine Multibanking-App? +

Die Basisfunktionen sind oft kostenlos. Erweiterte Auswertungen, Prognosen oder das Kündigen von Verträgen sind häufig einem kostenpflichtigen Abo vorbehalten, das je nach Anbieter im niedrigen einstelligen Euro-Bereich pro Monat liegt.