Sparkassen kündigen massenweise Prämiensparverträge

Seit längerer Zeit werden Sparverträge der Sparkassenkunden vor Ende der Laufzeit gekündigt. Die Prämiensparverträge lohnen sich für die Sparkassen nicht mehr, schreibt Focus Online. Dabei waren die Verträge ein Bestseller der Sparkassen. Die rettende Lösung der Sparkassen ist die Langzeitsparer rauszuschmeißen – und dies begründen die Banken oft mit der unvorhersehbaren Zinsentwicklung.

Warum es soweit gekommen ist:
Erstens, sinkt seit Jahren das Zinsniveau. Das bringt die Banken in eine Zwickmühle. Denn die Prämien vieler abgeschlossener Sparverträge bringen noch zwei Prozent Zinsen für den Sparer.
Zweitens, müssen sich Banken seit einem Urteil des BGH an einem Basiszins orientieren und können die Zinsen nicht mehr beliebig nach unten drücken.

Wehren Sie sich!
Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen kritisiert, dass das Risiko der Zinsentwicklung auf den schwächeren Vertragspartner abgewälzt wird. Die Verbraucherschützer bieten deshalb an, die gesamte Verzinsung für 85 Euro neu zu berechnen. Heyer: „Nach unseren Erfahrungen lohnt sich das besonders für langfristige Sparverträge mit variablem Zins und fest vereinbarter Prämienstaffel, die ab Mitte der 90er-Jahre bis etwa 2004 abgeschlossen wurden.“

Quelle:
https://www.focus.de/finanzen/banken/ihr_geld/tausende-kunden-betroffen-sparkassen-setzen-langzeitsparer-vor-die-tuer-so-koennen-sie-sich-jetzt-wehren_id_10414208.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_FINANZEN
Sonntag, 10. März 2019

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