EZB-Zinspolitik – der Sparer faktisch bestraft

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gestern höhere Strafzinsen für Banken beschlossen. Das bedeutet, dass die Geldinstitute, die ihre überschüssigen Gelder bei der Notenbank parken, zur Kasse gebeten werden. Der Einlagen-Zinssatz beträgt künftig minus 0,5 Prozent statt wie bisher minus 0,4 Prozent. Das Ziel ist, die Banken dazu zu zwingen, Kredite zu vergeben.

Zudem kündigt die EZB an, ab November jeden Monat Staatsanleihen für 20 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

Verbraucherschützer befürchten, dass die Sparer in diesem Spiel den Kürzeren ziehen werden. Beispielsweise darin, dass die höheren Kosten an die Bankkunden weitergegeben werden.

Laut „Neue Osnabrücker Zeitung“ nennt der Direktor des Centrums für europäische Politik (CEP), Lüder Gerken, die Beschlüsse der EZB einen „Akt der Verzweiflung“. Der Ökonom ist der Meinung, dass die EZB ihr Pulver schon verschossen hat. Er sagt, dass EZB-Chef Mario Draghi nun versucht, die haushaltspolitischen Versäumnisse der Mitgliedsstaaten auszugleichen.

Quelle:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-knappes-dutzend-ratsmitglieder-verweigert-mario-draghi-gefolgschaft-a-1286581.html
Freitag, 13. September, 2019
https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/ezb-wut-auf-mario-draghi-europas-sparer-sind-die-dummen-64673252.bild.html
Freitag, 13. September, 2019

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