Corona: Das rentable Geschäft mit den Negativzinsen

In vergangenen Jahren wurden eher Firmenkunden oder vermögenen Bankkunden Strafzinsen aufgebrummt, aber das ist längst nicht mehr der Fall. Laut dem Finanzvergleichsportal Verivox berechnen inzwischen mindestens 95 Institute Negativzinsen schon ab einem Gesamtguthaben von 50.000 Euro oder weniger.

Nach Einschätzung des Portals hat Corona diese Entwicklung beschleunigt, denn die deutsche Sparquote liegt in der Pandemie-Zeit auf Rekordniveau. Ein Teufelskreis: Je mehr Spargelder die Geldinstitute annehmen müssen, desto größer wird der Druck auf die Banken die Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.

Not macht also erfinderisch. Laut ZDF entpuppt sich das scheinbare Nullsummenspiel für manche Banken als eine lukrative Ertragsquelle im Niedrigzinsumfeld. So erhöhen einige Geldinstitute die Kontogebühren anstelle von Strafzinsen. Verbraucherschützer weisen in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Negativzinsen bei Bestands- und Neukunden nur zulässig seien, wenn das Verwahrentgelt ausdrücklich mit ihnen vereinbart wurde. Es reiche nicht, lediglich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu ändern.

Quellen:
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/bank-strafzinsen-geld-sparen-100.html
Samstag, 10. April, 2021. Von Friederike Marx

dpa

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/negativzinsen-banken-verwahrentgelt-100.html
Dienstag, 6. April, 2021. Von Frank Bethmann

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