Verdacht: Schlechte Beratung von Kleinanlegern

Laut einer von Cofinpro durchgeführten Umfrage fühlt sich mehr als jeder zweite Kleinanleger von seiner Bank schlecht beraten. 59 Prozent sind sogar der Meinung, dass Banken kein Interesse an der Beratung von Kleinanlegern haben.

Seit der gesetzlichen Einführung von Beratungsprotokollen im Jahre 2010 ist die Situation für die Anleger scheinbar nicht besser geworden. 62 Prozent von 1000 Befragten haben zudem den Verdacht, dass ihre Bank eher Anlagen empfehlen, für die keine aufwändigen Protokolle angefertigt werden müssen. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Geldinstitute diesen bürokratischen Aufwand mit Kleinanlegern einfach meiden wollen.

Zudem haben viele Banken ihre Produktauswahl eingeschränkt, so Melanie Purgar, Wertpapierexpertin bei Cofinpro. 83 Prozent der Befragten berichten, dass ihnen in erster Linie bankeigene Standardprodukte empfohlen worden sind.

Laut Spiegel waren bis Ende Juni bei der Finanzaufsicht BaFin 7443 Beschwerden von Privatkunden über Anlageberater von Banken und Sparkassen eingegangen.

Quelle: www.spiegel.de, Dienstag, 3. Dezember, 2013

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