Anlegerschutz. Neue Vorschriften für Finanzvermittler

Ab 2013 gelten neue gewerbliche Vorschriften für Finanzanlagevermittler. Um eine Erlaubnis als Finanzvermittler nach § 34f Gewerbeordnung zu erhalten, muss künftig ein Nachweis über ausreichende Qualifikation erbracht werden. Die Abnahme der sogenannten Sachkundeprüfung erfolgt durch die IHK. Dies ist nicht notwendig, wenn ein Abschlusszeugnis etwa als Bank- oder Investmentfachwirt vorlegt.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass jeder Finanzvermittler in Zukunft eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen muss. Außerdem werden die Tätigkeitsfelder künftig unterteilt in die Vermittlung von
1. Investmentfonds
2. Anteilen an geschlossenen Fonds in Form einer Kommanditgesellschaft
3. sonstigen Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes.

Die Erlaubnis für jeden der Teilbereiche muss gesondert beantragt werden.

Außerdem ist in der Gesetzesänderung eine ausführliche Informations-, Aufklärungs-, und Dokumentationspflicht vorgesehen. Dies dient dem Schutz der Anleger. Beim ersten Geschäftskontakt mit dem Kunden müssen statusbezogene Informationen über Risiken, Kosten, Nebenkosten und eventuelle Interessenskonflikte erteilt werden. Ebenso müssen gegebenenfalls Zuwendungen von Dritten offengelegt werden.

Quelle: Wirtschaft. Die Zeitung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. 03/2012

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