Meldungs-Archiv

  • Onlinebanking: Tan-Listen werden abgeschafft

    Tan-Listen aus Papier gelten als unsicher. Nach mehr als zehn Jahren Nutzung stellen viele Banken im Laufe des Jahres 2017 das Verfahren ein. Die Verbraucherzentralen empfehlen stattdessen Tan-Generatoren.

    In ihrer März-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ stellen die Tester alternative Verfahren vor. Als sicheres Onlinebanking-Verfahren gelten die mTan, die ChipTan Comfort, die Photo-Tan und die Push-Tan:

    Beim mTan-Verfahren wird eine SMS auf das Mobiltelefon des Bankkunden geschickt.

    Beim ChipTan Comfort-Verfahren wird mit Hilfe eines Tan-Generators eine flimmernde Grafik am Bildschirm des Rechners ausgelesen.

    Ähnlich funktioniert die Photo-Tan: Hier wird ein farbiger Barcode auf dem PC-Bildschirm mit Hilfe des Smartphones in eine Transaktionsnummer umgewandelt.

    Beim Push-Tan-Verfahren erhalten Kunden die Tan über eine App.

    Quelle
    https://www.ovb-online.de/wirtschaft/alternativen-tan-liste-7403112.html
    Mittwoch, 15. Februar 2017

    Mittwoch 15.02.2017

  • Negativzinsen: Verwahrentgelt für Firmen bei der Haspa

    Die größte Sparkasse Deutschlands, die Hamburger Sparkasse, bereitet laut tagesschau.de die Einführung von Negativzinsen vor.

    Laut Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg, plant das Geldinstitut ein „Verwahrentgelt“ für größere Guthaben von institutionellen Anlegern und Firmenkunden. Der Zinssatz sei nicht vorgeschrieben. Dieser wird nach dem individuellen Geschäftsumfang mit der Haspa festgelegt.

    Negativzinsen für Privatkunden sollten “so lange wie möglich” vermieden werden.

    Damit folgt die Haspa anderen Großbanken:

    Die Hamburger Volksbank hat zum 1. Februar Negativzinsen von 0,2 Prozent im Jahr eingeführt.
    Die Stadtsparkasse München berechnet vom April an ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,4 Prozent.

    Quellen:
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hamburger-sparkasse-negativzinsen-101.html
    Mittwoch, 8. Februar 2017

    http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Haspa-fuehrt-Negativzinsen-ein-_arid,1546692.html
    Donnerstag, 9. Februar 2017. Von Maren Beneke

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/hamburger-volksbank-fuehrt-negativzinsen-ein-14707650.html
    Freitag, 20. Januar 2017. Von Christian Siedenbiedel

    http://financetoday.handelsblatt.com/i/AhwCMwpOEhJjmBIdgaODYA
    Donnerstag, 9. Februar 2017

    Donnerstag 09.02.2017

  • Muss man Kontoauszüge aufbewahren?

    Beim Kontoauszug – auch Online-Auszüge – handelt es sich um eine Mitteilung der Bank. Er hat keinen besonderen Rechtscharakter wie eine Urkunde, klärt Sibylle Miller-Trach von der Verbraucherzentrale Bayern auf. Daher gilt auch keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht.

    Wichtig zu wissen:

    Wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen den angegebenen Angaben widerspricht, genehmigt er diese. Die sechs Wochenfrist gilt ab dem Zugang des Rechnungsabschlusses.

    Werfen Sie dennoch die Kontoauszüge nicht sofort weg; denn: Im Zusammenhang mit beispielsweise Handwerkerleistungen (Gewährleistungsansprüche) oder Zahlungen im Verbindung mit Kaufverträge ist es ratsam die Kontoauszüge aufzubewahren. In diesen Fällen für etwa zwei Jahre. Bei Bauwerke oder Arbeiten an einem Gebäude etwa fünf Jahre.

    Quelle: Münchner Merkur. Wochenende 28./29. Januar 2017

    Dienstag 31.01.2017

  • Finanzprodukte: Kommt der Finanz-TÜV?

    Nach den Vorstellungen der Fraktion „Die Linke“ soll für alle Finanzprodukte eine europaweite verpflichtende Zulassungsprüfung eingeführt werden. Der “Finanz-TÜV” solle über Zulassung oder Nichtzulassung einer Anlage entscheiden. Dies wurde nun im Bundestag erstmals beraten.

    Der Finanz-TÜV soll bei der Europäischen Behörde für Wertpapieraufsicht angesiedelt werden.

    Der Antrag der Linken (18/9709)

    Quelle:
    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw03-de-finanzprodukte/487102

    Mittwoch 25.01.2017

  • Gesetzesentwurf: Zahlen ohne Bargeld

    Die Umsetzung der neuen EU-Zahlungsdienste-Richtlinie in Deutschland soll Zahlen ohne Bargeld günstiger, sicherer und transparenter machen. Damit das gelingt, muss der bisher vorgelegte Gesetzesentwurf nachgebessert werden, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

    Die vier wichtigsten Forderungen aus Verbrauchersicht sind:

    Kosten für Girokonten müssen einfacher und besser vergleichbar werden. Gefordert ist die Vorgabe einer übersichtlichen Zahl von zulässigen Kontogebühren.

    Neue Zahlungsauslösedienste (Software) müssen sicher sein und im Betrugsfall keine unkalkulierbare Haftung auslösen dürfen.

    Es braucht klare Entgeltregelungen, etwa für den Ersatz von EC-Karten und Kreditkarten.

    Banken sollten Überweisungen zum nächsten Geschäftstag bis zum späteren Nachmittag annehmen müssen.

    Quelle
    http://www.vzbv.de/dokument/gesetzesentwurf-zum-zahlen-ohne-bargeld-muss-nachgebessert-werden
    Mittwoch 11. Januar 2017

    Mittwoch 18.01.2017

  • Deutschen Banken droht US-Klage wegen EC-Gebühren

    Jahrelang sollen Sparkassen, Volksbanken und Privathäuser wie Deutsche Bank überhöhte EC-Karten-Gebühren von Firmen verlangt haben, so berichtet die Süddeutsche Zeitung. Laut Bild am Sonntag bereitet nun der amerikanische Anwalt Michael D. Hausfeld eine Sammelklage vor. Demnach werden den Geldinstituten verbotene Kartellabsprachen vorgeworfen. Der Staranwalt hat zuletzt Schadenersatz für VW-Kunden in der Abgas-Affäre eingefordert.

    Viele Jahre lang zahlten die Händler eine feste Gebühr von 0,3 Prozent des Umsatzes beim Bezahlen der Kunden mit EC-Karten an die jeweiligen Banken. Erst auf Druck des Bundeskartellamts verpflichteten sich die Banken im Jahr 2014 darauf, dass die Einzelhändler die Gebühren mit den Banken frei verhandeln dürfen. Nach Angaben des Bundeskartellamts fielen dadurch die Kosten um bis zu 40 Prozent.

    Quellen:
    Montag, 9. Januar 2017. Newsletter von Martin Dowideit
    https://www.welt.de/wirtschaft/article160964988/Deutschen-Banken-droht-Kartellklage-wegen-EC-Gebuehren.html
    Montag 9. Januar 2017

    Dienstag 10.01.2017

  • Girokonto: Warnung vor neuen Gebührenfallen

    2016 schraubten die Banken kräftig die Gebühren für das Girokonto nach oben. Das zeigte eine Studie* des Finanzjournalisten Udo Keßler. Für das Jahr 2017 gibt es keine Entwarnung.

    Verglichen wurden die wichtigsten Kosten, die mit einem Girokonto verbunden sind:
    die Kontoführungsgebühr, die Gebühren für die Girocard (früher EC-Karte) und für die Kreditkarte.

    Spitzenreiter der Preistreiber sind: Frankfurter Sparkasse, Hypo-Vereinsbank und Postbank, bei denen das Girokonto jetzt mehr als dreimal so viel kostet wie noch vor einem Jahr. Bei den teuersten Anbietern kosten Girokonten mit Zusatzleistungen bis zu 150 Euro im Jahr oder sogar mehr.

    In dem Vergleich schneiden die vier Direktbanken Comdirect, ING-Diba, Deutsche Kreditbank und Norisbank am Besten ab. Bei ihnen ist ein Girokonto inklusive Girocard und Kreditkarte nach wie vor ohne Bedingungen kostenlos, ebenso wie bei den Filialbanken Santander und Sparda-Bank München.

    Deshalb kommt auch der Studienautor zu dem Fazit, dass sich der Wechsel zu einem günstigen Anbieter noch nie so gut ausgezahlt hat wie heute.

    Beispiele für Gebührenfallen:

    Der Namenwechsel beim Girokonto wird genutzt zu einer Erhöhung der Preise.

    Bei einem monatlichen Geldeingang ab 1000 Euro gab es das Konto zum Nulltarif – das entfällt nun.

    Für Dienstleistungen, die zum normalen Service der Bank gehören wie beispielsweise die Nutzung des Kontoauszugsdruckers, werden künftig bis zu 2,50 Euro berechnet.

    Für das Auszahlen von eigenem Geld am Bankschalter (Kasse) ist künftig eine Gebühr fällig.

    Die Bearbeitung (mit einem Mitarbeiter) eines Dauerauftrages kostet „pro Vorgang“ bis zu 3,50. Euro.

    • „So erhöhten die Banken 2016 die Gebüren“. Keßler untersuchte 16 Banken mit großem Filialnetz: sechs überregionale Institute, dazu die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in den fünf größten deutschen Städten.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzen-teures-girokonto-1.3309791
    Montag 26. Dezember 2016. Von Harald Freiberger

    Dienstag 03.01.2017

  • Sparkasse Soest: Klickgebühren beim Onlinebanking

    Einige Kunden der Soester Sparkasse, die das Onlinebanking nutzen, müssen für jeden Klick auf ihr Onlinekonto zahlen, so berichtet der soester-anzeiger.de. Bislang ein Cent pro Klick und nun soll diese Gebühr verdoppelt werden. Betroffen sind Kunden, die nicht die Variante mit einer pauschalen Kontoführungsgebühr gewählt hätten (Kosten: fünf Euro), sondern eine günstigere mit einer Gebühr in Höhe von 3,50 Euro.

    „Schließlich werden schon beim bloßen Anklicken der Seite technische Prozesse im Hintergrund ausgelöst, die mit Kosten verbunden sind“, begründet Thomas Schnabel, Sprecher des Geldinstituts das Bezahlmodell. Dass auch diese Kunden – wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben – ihren Kontostand kostenlos abrufen können, sei gewährleistet. Allerdings nur in einer der Filialen der Sparkasse bei einem Kontoauszugsdrucker.

    Gebühren fürs Onlinebanking sehen Verbraucherschützer kritisch. “Das Girokonto ist als Umsatzbringer in den Fokus der Banken gerückt”, sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen Spiegel Online gegenüber. “Es ist schon paradox, dass Banken die Kunden zum Onlinebanking drängen, um Geld zu sparen – und dann Gebühren durch die Hintertür einführen.”

    Quellen:
    http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/sparkasse-soest-bittet-kunden-jeden-klick-kasse-7113839.html
    Donnerstag 15. Dezember. Von Achim Kienbaum

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sparkasse-soest-die-maer-von-der-online-banking-abzocke-a-1126282.html
    Freitag 16. Dezember 2016. Von Jörg Breithut

    http://www.chip.de/news/Sparkasse-Soest-spinnt-Hier-zahlen-Kunden-fuer-jeden-Klick_105538528.html
    Freitag 16. Dezember 2016. Von Niels Held, CHIP-Redaktion

    Freitag 16.12.2016

  • Technische Panne: Keine Überweisungen an Postbank-Terminals möglich

    Bundesweit können Postbank-Kunden an Serviceterminals derzeit kein Geld überweisen.

    „Aufgrund einer technischen Störung“ ist die Möglichkeit, mit den Geräten Geld zu überweisen, seit Montag deaktiviert, teilte ein Sprecher der Postbank mit. Der Fehler sei inzwischen gefunden. Das Unternehmen arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Problems. Laut Focus Informationen soll bis spätestens Mittwoch das entsprechende Modul wieder freigeschaltet ein.

    Andere Funktionen der Service-Terminals – etwa das Erstellen von Kontoauszügen oder die Einrichtung von Daueraufträgen – seien von der Störung nicht betroffen.

    Postkunden, die Geld überweisen wollen, können alternativ das Onlinebanking nutzen, Überweisungen per Telefon aufgeben oder Überweisungsbelege in den Filialen abgeben. In den Postbank-Tarifen vorgesehene Kosten für beleghafte Überweisungen würden in diesen Fällen von der Bank erstattet, so der Sprecher.

    Laut „Tagesspiegel“ hatten Bankkunden bereits Sonntag Probleme Überweisungen zu tätigen. Auch bei der Postbank-Mutter Deutsche Bank war es immer wieder zu Störungen aufgrund von IT-Pannen gekommen.

    Quellen:
    http://www.focus.de/finanzen/news/technische-stoerung-bundesweit-keine-ueberweisungen-an-postbank-terminals-moeglich_id_6345689.html
    Dienstag, 13. Dezember 2016

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/postbank-sperrt-ueberweisungen-am-terminal-technische-probleme-14572265.html
    Dienstag, 13. Dezember 2016

    http://www.focus.de/finanzen/recht/verbraucher-postbank-hat-probleme-mit-serviceterminals_id_6347028.html
    Dienstag, 13. Dezember 2016

    http://www.focus.de/finanzen/news/banken-postbank-hat-probleme-mit-serviceterminals_id_6348340.html
    Dienstag, 13. Dezember 2016

    Dienstag 13.12.2016

  • Bausparkassen vor Gericht

    Die LBS Südwest und Badenia müssen sich vor dem Stuttgarter Landsgericht wegen angeblich versteckter Kündigungsklausel rechtfertigen.

    Es handelt sich um eine Klausel in Bausparverträgen, die bei der LBS Südwest 2005 eingeführt wurde. Demnach können Verträge – 15 Jahre nach Abschluss – gekündigt werden, wenn sie nicht in Darlehen umgewandelt wurden. Der Verband der Privaten Bausparkassen hat die entsprechende Klausel seit 2013 in seine Vertragsvorgaben – den Musterbedingungen – aufgenommen. Diese Kündigungspraxis geht jedoch stark zu Lasten der Verbraucher, so Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die geklagt hat.

    Laut Focus, begründet die LBS Südwest die Klausel mit betriebswirtschaftlicher Vorsorge im Sinne des „Bausparkollektivs“, also als Schutzmaßnahme für das Bausparsystem und damit für alle Kunden. Die Badenia hält die Klage für unbegründet.

    Quelle:
    http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/kuendigungsklausel-mehrere-klagen-gegen-bausparkassen-bundesgerichtshof-wird-entscheiden_id_6293594.html
    Sonntag, 4.Dezember 2016

    Dienstag 06.12.2016

  • Girokonto: Bank muss Gebührenerhöhung richtig mitteilen

    Will eine Bank höhere Gebühren beim Girokonto erheben, muss sie zwei Monate vorher darüber informieren, so Finanztip. Noch dazu muss sie darüber informieren, dass die Kontoinhaber kosten- und fristlos kündigen dürfen. Wenn nicht, können Bankkunden die erhöhten Entgelte später zurückfordern oder brauchen sie gar nicht erst zahlen. Hat eine Bank alles richtig gemacht, hilft den unzufriedenen Kunden nur ein Wechsel zu einer anderen Bank.

    Quelle:
    Newsletter vom Freitag 2. Dezember 2016
    http://www.finanztip.de/girokonto/unzulaessige-gebuehren/

    Freitag 02.12.2016

  • Baukredit widerrufen

    Bis zum 21. Juni 2016 konnten Darlehensnehmer ihren Altvertrag widerrufen, falls er eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthielt. Das betraf Baufinanzierungsverträge, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden.

    Wie Finanztip nun berichtet können Kreditnehmer auch nach dieser Frist einen Immobilienkredit mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung widerrufen, wenn der Vertrag noch nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurde. Es gibt bereits Gerichtsurteile, die die neueren Belehrungen ebenfalls für fehlerhaft erklärt haben.

    Quelle:
    http://www.finanztip.de/baufinanzierung/fehlerhafte-widerrufsbelehrung-darlehen/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=28-11-2016+%28Kopie_cr%29+KW201647+Freitag&utm_content=Mailing_6692316

    Dienstag 29.11.2016

  • Finanzwissen: Was ist ein Sparbrief?

    Der Sparbrief ist eine einmalige Einzahlung bei einer Bank. Das Geld wird für eine bestimmte Laufzeit von einem bis zu zehn Jahre mit einem fest vereinbarten Zinssatz angelegt.

    Der Zinssatz des Sparbriefs kann zeitlich gestaffelt sein: Die Höhe ist abhängig von der gewählten Laufzeit und dem anbietenden Kreditinstitut. Neben der jährlichen Zinsauszahlung können Sparer auch die Zinsen bis zum Laufzeitende ansammeln und sich erst dann auszahlen lassen (thesaurierende Anlage wählen).

    Kursrisiko: Es besteht keinerlei Zinsrisiko, da der Zinssatz beim Kauf für die gesamte Laufzeit vertraglich fixiert wird.

    Verfügbarkeit: Während der Laufzeit kann man nicht vorzeitig über das Geld verfügen. Einen Sparbrief kann man aber beleihen und ihn so als Sicherheit für ein aufgenommenes Darlehen nutzen.

    Kündigung: Eine Kündigung vor Ende der Laufzeit ist in der Regel ausgeschlossen oder nur mit einem Zinsverlust möglich.

    Quelle:
    https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzwissen/BA/Sparbrief/Sparbrief_node.html

    Donnerstag 24.11.2016

  • BaFin: Online-Beschwerdeformular – Banken

    Wollen Sie sich als Kunde über Ihre Bank beschweren? Dann können Sie sich direkt an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – kurz BaFin – wenden.

    Online-Beschwerdeformular:

    https://www.bafin.buergerservice-bund.de/bank.aspx

    Tipps für Ihre Reklamation:

    https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenAnsprechpartner/Ansprechpartner/BaFin/bafin_node.html

    Ihre Beschwerde kann allen Verbrauchern nützen

    Die Finanzdienstleistungsaufsicht kann nicht für Ihren konkreten Fall rechtsverbindlich Entscheidungen treffen. Liegen der BaFin allerdings Anhaltspunkte für Verstöße gegen verbraucherschützende Vorschriften vor, die viele Verbraucher betreffen, prüft sie, ob und welche Maßnahmen sie innerhalb ihrer Befugnisse ergreifen kann.

    Schriftliche Beschwerden von Kunden können also dazu beitragen, Missstände bei beaufsichtigten Banken oder Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter aufzudecken, die über den Einzelfall hinausgehen.

    Quelle:
    https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenAnsprechpartner/Ansprechpartner/BaFin/bafin_node.html
    https://www.bafin.buergerservice-bund.de/bank.aspx

    Freitag 18.11.2016

  • Die Finanzmarktwächter – wer ist das?

    Hinter dem Projekt „Marktwächter Finanzen“ stecken der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) und die 16 Verbraucherzentralen der Länder. Es beobachtet das Marktgeschehen aus Verbraucherperspektive. Es soll Verbraucher informieren und vor dubiosen Angeboten am Finanzmarkt schützen.

    Zu den beobachteten Bereichen zählen:

    Geldanlage/Altersvorsorge,
    Immobilienfinanzierung,
    Versicherungen,
    Grauer Kapitalmarkt sowie
    Bankdienstleistungen und
    Konsumentenkredite.

    Quelle:
    http://www.bmjv.de/DE/Verbraucherportal/FinanzenVersicherungen/MarktwaechterFinanzen/MarktwaechterFinanzen_node.html

    Montag 14.11.2016

  • BGH kippt Gebühr für Bauspardarlehen

    Bausparkassen dürfen für die Auszahlung eines Kredites keine Extra-Gebühr mehr berechnen. Somit hat der Bundesgerichtshof die von Bausparkassen bisher erhobene Gebühr für die Auszahlung eines Bauspardarlehen gekippt.

    Wie viele Kunden hierdurch Anspruch auf Rückzahlung der Gebühren von bis zu zwei Prozent der Kreditsumme haben, ist noch unklar.

    Quelle:
    http://www.heute.de/bgh-kippt-gebuehr-fuer-bauspardarlehen-45855804.html Dienstag, 8. November 2016

    Mittwoch 09.11.2016

  • Verbraucherzentrale warnt vor Sofortkredit

    „Sichern Sie sich jetzt: Sofortkredit bis zu 6 499 Euro und exklusive MasterCard Gold“. Vor diesem und ähnlichen Angeboten der niederländischen Unternehmen GlobalPayments BV warnen Verbraucherschützer aus Dresden und Leipzig.

    Hinter dem Kreditversprechen steckt ein Kreditkartenangebot. Der Kunde erhält somit eine Kreditkarte statt einem Kredit. Schlimmer noch: Sollte der Kunde den Vertrag widerrufen, flattern Geldforderungen statt Einnahmen ins Haus. Im konkreten Fall sollte Sabrina R. etwa 70 Euro an das Unternehmen zahlen, so berichten die Dresdner Neuesten Nachrichten.

    Das Geschäftsgebaren von GlobalPayments ist bundesweit negativ aufgefallen. Die Firma wurde wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens vom „Marktwächter Finanzen“ abgemahnt und aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

    Quelle:
    http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Verbraucherzentrale-warnt-vor-Sofortkredit
    Dienstag, 1. November 2016. Von Lisa-Marie Leuteritz

    Sonntag 06.11.2016

  • Kredite-to-go. Immer schnellere Kreditverfahren

    “Sofortkredit”, “Kredite ohne Schufa”, “Bestzins-Garantien”,“Kredite zum Niedrigzins” oder einen “Null-Prozent-Kredit”. Wer im Internet nach ein Darlehen sucht, findet zur Zeit viele Angebote. Der Kampf um die besten Konditionen ist allerdings nur das eine. Im Wettbewerb um den Kunden, geht es nicht nur um den billigsten, sondern auch um den schnellsten Kredit.

    Der Grund des Wettlaufs: Konsumentendarlehen sind einer der wenigen Bereiche, in denen die Banken Gewinne erwirtschaften. Noch dazu kaufen die Deutschen wieder mehr auf Pump.

    Um die Geschwindigkeit der Darlehensvergabe zu erhöhen, verwenden viele Online-Banken verschiedene technische Neuerungen. Hier kurz erklärt:

    Der Digital Account Check

    Der digitale Kontocheck: Bislang lassen sich die meisten Onlinebanken wichtige Dokumente wie zum Beispiel die Lohnbescheinigung per Post zusenden. Bei beispielsweise Barclays “Barclaycard Express Kredit” holt das Geldinstitut sich stattdessen vom Kreditsuchenden die Erlaubnis ein, zwecks Bonitätsprüfung dessen Girokonto zu durchsuchen.

    Das Video-Ident-Verfahren

    Das Verfahren ermöglicht das Institut die Identität des Antragstellers per Laptop- oder Handy-Kamera zu überprüfen. Das aufwendigere Post-Ident-Verfahren, bei dem der Kreditsuchende seinen Personalausweis zur nächsten Postfiliale bringen musste, entfällt.

    Das E-Signing

    Der Antragsteller unterschreibt nicht mehr per Stift, sondern leistet seine Zustimmung via PC, Tablet oder Handy. Das Drucken des Antrags und der Gang zum Briefkasten wird dadurch gespart.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/online-banken-kredit-to-go-1.3221345
    Dienstag 25. Oktober 2016. Von Heinz-Roger Dohms

    Mittwoch 02.11.2016

  • Muss meine Bank bei einem Konsumentenkredit ein Beratungsprotokoll schreiben?

    Nein. Ein Beratungsprotokoll muss bei der Vergabe von Verbraucherkrediten nicht geschrieben werden. Nur bei einer Anlageberatung ist die Bank dazu verpflichtet.

    Vor Vertragsabschluss für einen Konsumkredit muss das Geldinstitut lediglich dem Kunden ein Merkblatt mit den wesentlichen Informationen zum Vertrag (beispielsweise Name des Darlehensgebers, Soll- und Effektivzins, Vertragslaufzeit) aushändigen.

    Quelle:
    https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/KrediteDarlehen/kredite_node.html;jsessionid=CE65E957E29170FD298BE9BBE4FAFE2A.1_cid372

    Freitag 28.10.2016

  • BGH verbietet Mindestpauschalen für Kontoüberziehung

    Wer sein Konto auch nur für kurze Zeit um ein paar Cent überzieht, kann bei manchen Banken um ein Mehrfaches an Gebühren zur Kasse gebeten werden.

    Laut Bundesgerichtshof dürfen Banken jedoch Kontoinhabern für eine geduldete Überziehung keine Mindestpauschale berechnen. Damit hat der BGH in Karlsruhe Klagen von Verbraucherschützern stattgegeben. Denn derartige Klauseln, so das Gericht, benachteiligen die Kunden in unangemessener Weise, weil diese unabhängig von der Höhe und Laufzeit des Kredits den Aufwand für die Bearbeitung tragen müssen.

    Geduldete Überziehung heißt, dass der Kontoinhaber nicht nur ins Minus rutscht, sondern dabei auch noch seinen Dispokredit überschreitet. Kassiert das Institut dafür nicht einfach Zinsen, sondern grundsätzlich ein Mindestentgelt, kann das für den Kunden sehr ungünstig sein. (Az. XI ZR 9/15 und XI ZR 387/15)

    Quelle:
    dpa
    http://web.de/magazine/geld-karriere/bgh-untersagt-mindestpauschalen-kontoueberziehung-31978634
    Dienstag 25. Oktober 2016

    Donnerstag 27.10.2016

  • Studie: Deutsche misstrauen Banken

    Fast ein Jahrzehnt nach Beginn der Finanzkrise hat es die Finanzbranche nicht geschafft, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, so lautet das Fazit einer aktuellen Studie*. 37 % der Kunden erklärten zudem, dass ihr Vertrauen in die Geldhäuser in den vergangenen zwölf Monaten gesunken sei. Bei jedem Dritten ist das Vertrauen im Jahr 2015 gesunken.

    Obwohl Bankkunden ihre Bankfiliale im vergangenen Jahr durchschnittlich seltener aufgesucht haben, sehen drei von vier Bundesbürgern die klassische Filialbank als ersten Ansprechpartner in Finanzangelegenheiten. Das wichtigste Argument für die Wahl ihrer Hausbank ist eine gute Erreichbarkeit. 20 % der Befragten gaben an, eine Direktbank bei Finanzierungen kontaktiert zu haben und 16 % Nicht-Banken wie Kreditkartenunternhmen oder Fintechs.

    Grundsätzlich fühlen Bankkunden sich schlecht beraten. Nur jeder Fünfte ist der Ansicht, dass die Produkte und Dienstleistungen auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

    Auch die Digitalangebote der Banken kommen schlecht an. So empfehlen die Autoren der Studie, dass die Geldinstitute an ihrem Online- und Mobilangebot noch feilen müssen.

    • Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young, die im April / Mai in Deutschland 2000 und weltweit
      52.000 Bankkunden befragt hat.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-deutsche-misstrauen-banken-1.3208816
    17. Oktober, 2016. Von Harald Freiberger

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/kundenbefragung-digitalangebot-der-banken-kommt-schlecht-an/14698296.html
    17. Oktober, 2016

    Donnerstag 20.10.2016

  • Niedrigzinsphase: Wie berechnet man Vorfälligkeit?

    Bei vorzeitiger Kündigung eines Baukredits hat die Bank Anspruch auf Schadenersatz. Man spricht von einer sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung. Entscheidend dafür, wie hoch die „Strafe“ ausfällt, ist, wie hoch der Zins bei Abschluss war bzw. wie hoch er bei Ablauf des Kredits ist. Je höher die Schwankung, desto höher die Entschädigung.

    Beispielrechnung für eine Restschuld von 100.000 Euro

    Zwischen 2003 und 2008 bewegen sich die Zinsen kaum, von 5,0 Prozent auf 4,5 Prozent. Wenig Unterschied, entsprechend klein ist die Vorfälligkeit: 1.200 Euro.

    Zwischen 2011 und 2016 aber fallen die Zinsen dramatisch von 4,2 Prozent auf sogar minus 0,2. Als Folge davon schnellt die Vorfälligkeit für die gleiche Summe auf knapp 21.000 Euro hoch.

    Besser noch mal nachrechnen lassen

    Verbraucherzentralen rechnen Vorfälligkeitsentschädigung für ein Entgelt nach. Bei diesen Nachrechnungen mussten die Verbraucherschützer feststellen, dass zwei Drittel der Abrechnungen falsch und zu Lasten der Verbraucher sind.

    Quelle:
    http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsprubrik=96172&key=standard_document_62237982
    Von Stefan Clement

    http://www.finanztip.de/baufinanzierung/vorfaelligkeitsentschaedigung-kredite/

    Dienstag 18.10.2016

  • Automatengebühren: Kunden übersehen oft die Kosten

    Verbraucherschützer schätzen, dass die Kosten einer Bank für Abhebungen am Geldautomaten zwischen 30 und 70 Cent liegen. Trotzdem steigen die Gebühren, so eine Umfrage der Wirtschaftswoche. Seit 2015 berechnen die großen Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank den Kunden fremder Banken mindestens 3,90 Euro. Die HypoVereinsbank verlangt inzwischen auch 3,95 Euro.

    Auch die sonst als genügsam geltenden Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken gehören zu den Spitzenreitern: Die Kreissparkasse Gotha verlangt beispielsweise 6 Euro.

    Anders beispielsweise bei der ING-DiBa und den PSD Banken: Sie verlangen nach wie vor 1,95 Euro.

    Die zehn günstigsten Banken

    ING-DiBa 1,95 Euro (2015) 1,95 Euro (2016)

    PSD Bank 1,95 Euro (2015) 1,95 Euro (2016)

    Sparda-Bank Münster eG 1,95 Euro (2015) 1,95 Euro (2016)

    Kreissparkasse Peine 3,50 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Kreissparkasse Grafschaft Diepholz 3,50 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Sparda-Bank BW 1,95 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Dortmunder Volksbank eG 3,50 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Sparkasse Lippstadt 3,50 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Sparkasse Sonneberg 3,50 Euro (2015) 3,50 Euro (2016)

    Sparda-Bank Ostbayern 1,95 Euro (2015) 3,60 Euro (2016)

    Mittelwert aller 130 Institute
    4,06 Euro(2015)
    4,22 Euro(2016)

    Die zehn teuersten Banken

    Kreissparkasse Gotha 4,00 Euro (2015) 6,00 Euro (2016)

    Kreissparkasse Traunstein-Trostberg 4,50 Euro (2015) 5,50 Euro (2016)

    Kreissparkasse St. Wendel 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Saalesparkasse 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Sparkasse Chemnitz 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Sparkasse Freiburg 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Sparkasse Offenbach 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Sparkasse Uckermark 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg 5,00 Euro (2015) 5,00 Euro (2016)

    Stadtsparkasse Düsseldorf 4,75 Euro (2015) 4,75 Euro – 5,75 Euro (2016)

    Mittelwert aller 130 Institute
    4,06 Euro
    4,22 Euro

    Stand: 09.2016; Quelle: fmh.de (FMH Finanzberatung)
    Quelle:
    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/automatengebuehren-banken-langen-am-geldautomaten-zu/14547488.html
    Freitag 16. September 2016. Von Oliver Stock

    Donnerstag 13.10.2016

  • Was ist ein P-Konto?

    “P-Konto” ist die Abkürzung für „Pfändungsschutzkonto“. Es handelt sich um ein normales Girokonto, bei dem ein besonderer Pfändungsschutz für ein etwaiges Guthaben besteht.

    Mit einem solchen Konto kann der Bankkunde über pfändungsfreie Beträge verfügen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen. Laut Fincredit.de bietet ein P-Konto zur Zeit einen Pfändungsschutz in Höhe von 1045,04 Euro pro Monat. Das bedeutet, dass man über einen Betrag von bis zu 1045,04 Euro frei verfügen kann, ohne Abzüge durch Pfändungen fürchten zu müssen. Die Pfändung eines Gläubigers führt also nicht zu einer Blockierung des Kontos.

    Das P-Konto kann nur als Einzelkonto und nicht als Gemeinschaftskonto geführt werden. Außerdem darf jede Person nur ein P-Konto eröffnen.

    Wie eröffne ich ein Girokonto mit Pfändungsschutz?

    Die Eröffnung eines P-Kontos oder die Umwandlung eines bestehenden Kontos muss vom Kunden beantragt werden. Während die Umwandlung eines bestehenden Girokontos in ein P-Konto kostenlos erfolgen muss, kann die Eröffnung eines P-Kontos hingegen mit Kosten verbunden sein. Kunden, die einer Unterhaltspflicht nachkommen, genießen einen höheren Freibetrag.

    Quelle:
    https://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Girokonto/06_pfaendungsschutzkonto.html?id=7864374

    https://www.fincredit.de/girokonto/girokonto-trotz-negativer-schufa
    Blogbericht vom Donnerstag, 24. März 2016

    Mittwoch 05.10.2016

  • Auskunfteien: Hebelt die EU den deutschen Datenschutz aus?

    Deutsche Verbraucher sind gegenüber Auskunfteien wie der Schufa gesetzlich geschützt. Um den Score zu berechnen, dürfen die Auskunfteien demnach Daten nur begrenzt nutzen. Doch in Zukunft – ab 2018 – drohen die strengen deutschen Vorschriften durch eine neue EU-Verordnung gekippt zu werden. Denn dort finden sich diese Einschränkungen nicht mehr.

    Was ist der Score?

    Der sogenannte Score wird zum Beispiel an Banken und Versicherungen weitergegeben. Hiermit können die Unternehmen die Kreditwürdigkeit oder Bonität des Kundens einschätzen. Also, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde seine Rechnungen bezahlt.

    Wie wird der Score berechnet?

    Bei der Bewertung der Kunden darf bisher nicht nur ein Faktor, wie zum Beispiel der Wohnort, zugrunde gelegt werden. Genauso dürfen strittige Rechnungen für die Scoreberechnung nicht benutzt werden. Alle Eintragungen müssen zudem regelmäßig aktualisieren werden.

    In der Scoreberechnung dürfen Handyverträge und Bankkredite, das Zahlungsverhalten des Kunden und Inkassoverfahren berücksichtigt werden.

    Quelle:
    http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/auskunfteien-und-datenschutz-100.html
    Das Erste, Sendetermin: Mittwoch, 21. September 2016

    Montag 26.09.2016

  • Basiskonto: Viele Banken wollen arme Kunden nicht

    Das Recht auf ein Basiskonto soll es sozial schwächer gestellten Menschen einfacher machen, ein eigenes Konto zu eröffnen. Aber ausgerechnet für die Basiskonten verlangen einige Banken deutlich höhere Gebühren als für die anderen Kontomodelle. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat nun sechs Banken abgemahnt.

    Laut S.Z. handelt es sich um die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank.

    Christina Buchmüller, Finanzmarktreferentin bei der Verbraucherzentrale erklärt, dass die Geldinstitute kein Risiko mit den neuen Kunden eingehen würden. Die Bankkunden dürfen zwar Geld einzahlen und Überweisungen tätigen, erhalten aber keinen Dispokredit oder eine Kreditkarte. Und das könnte das Problem sein; denn die Banken können derzeit am besten Geld mit Kunden verdienen, die beispielsweise einen Kredit aufnehmen. Oder eben durch Bankgebühren.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 20. September. Von Felicitas Wilke
    http://www.sueddeutsche.de/geld/konto-fuer-jedermann-verbraucherschuetzer-mahnen-banken-fuer-basiskonten-ab-1.3168803
    Montag,19. September 2016. Von Felicitas Wilke

    Dienstag 20.09.2016

  • Banken müssen für reibungslosen Kontowechsel sorgen

    Ein neues Gesetz verpflichtet – ab heute – sowohl das bisherige als auch das künftige Kreditinstitut, einen Kontowechsel in maximal zwölf Tagen abzuwickeln. Dabei sollen dem Kunden die meisten Formalitäten abgenommen werden.

    So geht’s:

    Der Kunde unterschreibt bei seiner neuen Bank ein gesetzlich vorgegebenes Ermächtigungsformular. Das Kreditinstitut muss das Formular innerhalb von zwei Arbeitstagen an die bisherige Bank des Kunden weiterleiten.

    Die alte Bank muss beim Kontowechsel der neuen Bank binnen fünf Tagen alle Kundenbuchungen der vergangenen 13 Monate inklusive Daueraufträge, Einzugsermächtigungen und Terminüberweisungen melden. Das neue Kreditinstitut hat dann weitere fünf Tage Zeit, Zahlungspartnern des neuen Kunden wie Arbeitgeber, Versicherungen, Vereinen und Versorgern, die neuen Kundendaten zu übermitteln, so der „Tagesspiegel“.

    Was passiert meinen Dispo?

    Wenn der Kunde mit einem Dispo umziehen will, ist es nicht so einfach. Denn ein überzogenes Konto sei ein Kredit. Dieser muss entweder von der neuen Bank abgelöst werden oder einfach ohne Kontoschließung bei der alten Bank kontinuierlich getilgt werden.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/girokonto-banken-haften-fuer-reibungslosen-kontowechsel/14530334.html
    12. September 2016. Von Veronika Czisi

    http://www.focus.de/finanzen/banken/neue-regelung-gilt-ab-heute-versicherung-telefon-strom-das-muss-die-bank-jetzt-beim-kontowechsel-fuer-sie-tun_id_5954659.html
    Montag, 19. September 2016

    Montag 19.09.2016

  • Neue EU-Richtlinie – Kaum Immobilien-Kredite mehr?

    Ältere Menschen oder junge Paare erhalten aufgrund einer Neuregelung von Banken keinen Kredit mehr, behauptet der Immobilienverband IVD der “Rheinischen Post” gegenüber. Die Rede ist von die – seit März geltende Wohnimmobilienkredit-Richtlinie der EU, die eigentlich die Verbraucher besser schützen soll.

    Demnach berichten Sparkassen und Genossenschaftsbanken von Einbrüchen im Neugeschäft mit privaten Immobilienkrediten. Die privaten Banken hingegen sehen kaum Probleme.

    Darum geht´s:

    Den neuen Vorschriften zufolge müssten Banken und Sparkassen nachweisen, dass der Schuldner noch zu Lebzeiten zurückzahlen (tilgen) kann. Anders als bisher dürfen die Banken aber nicht mehr berücksichtigen, dass die Immobilie selbst eine Sicherheit darstellt und auch an Wert gewinnen kann. Sinn und Zweck ist, dass die Bankkunden davor bewahrt werden sollen, sich finanziell mit langfristigen Immobiliendarlehen zu übernehmen.

    Dorothea Mohn, Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), wirft den Banken vor, die Lage zum Teil zu dramatisieren. Möglicherweise sei das Problem eher, wie Deutschland das EU-Recht umgesetzt hat, also eine Auslegungssache, schreibt das „Handelsblatt.“

    Die neuen Regeln betreffen auch Anschlussfinanzierungen. Problematisch könnte das für Kunden sein, die etwa wegen Scheidung oder Arbeitslosigkeit Zahlungsprobleme bekommen. Dies kann das Kredit-Aus bedeuten. Früher konnten Banken diesen Kunden eine Anpassung der Konditionen (etwa Senkung der Tilgungsrate) anbieten. Jetzt – selbst wenn der Kredit bislang ordentlich bedient wurde – könne die Bank nun womöglich keinen neuen gewähren, warnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen.

    Quelle:
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/finanzen/eu-richtlinie-kaum-noch-immobilien-kredite-fuer-junge-paare-und-aeltere-aid-1.6236333 Montag 5. September 2016. Von Antje Höning

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobiliendarlehen-banken-uneins-im-streit-um-wohnungsbau-kredite/14509978.html Dienstag, 6. September 2016

    http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article208185197/Sparkassen-vergeben-weniger-Immobilienkredite.html Montag, 5. September 2016

    Podcast zum Nachhören: Notizbuch Service: EU-Wohnimmobilien-Kredit-Richtlinie – 12.09.2016 Wirkt sie hemmend auf die Kreditvergabe an Hausbesitzer?
    http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-notizbuch-service.shtml

    Mittwoch 14.09.2016

  • Fusionsgerüchte: Deutsche Bank und Commerzbank

    Dass der Deutsche-Bank-Chef John Cryan mit Commerzbank-Chef Martin Zielke Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Banken geführt haben, ist an der Börse Thema Nummer eins. In einer ersten Reaktion stiegen auch die Aktien der Commerzbank an die DAX-Spitze und die Deutsche-Bank-Aktien folgten, so Martin Dowideit, Handelsblatt.

    In der Theorie mag die Übernahme der Commerzbank für die Deutsche Bank reizvoll sein, findet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Realistisch sei das derzeit aber nicht.

    Manche Investmentbanker glauben, dass sich die Deutsche Bank den falschen Partner ausgesucht hat. Sinnvoller, so eine Übernahmeexperte, wäre eine Fusion mit beispielsweise der Credit Suisse oder der britischen Barclays.

    Quelle:
    Handelsblatt Finance Today. Donnerstag, 1. September 2016. Von Martin Dowideit

    Handelsblatt Finance Today. Freitag, 2. September 2016. Von Martin Dowideit

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/mark-roach-lehnt-commerzbank-fusion-mit-deutsche-bank-ab-14416419.html

    http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/banken-versicherungen/deutsche-bank-commerzbank-megabank-vision-schockiert-die-mitarbeiter/14487864.html?ticket=ST-362001-lMCHzvHG6qgFMo0vYEkk-ap3

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-rutscht-unter-10-600-article18542676.html

    Montag 12.09.2016

  • Hohe Dispozinsen: Eine Umschuldung lohnt sich oft

    In einer Umfrage zum Thema Dispozinsen, die das Online-Vergleichsportal für Kredite Smava gemeinsam mit dem FORSA-Institut 2016 erhoben haben, stellt sich folgendes heraus:

    42% kennen Dispozins nicht
    Besonders junge Menschen kennen Dispozins nicht (18-39 Jahre): 53%
    Menschen mit niedrigem Einkommen kennen Dispozins nicht (unter 1.500 Euro): 50%

    Dieses Unwissen kostet oft unnötig viel Geld, denn der Dispozins ist häufig über 10%. Eine Umschuldung lohnt sich daher oft. Smava rechnet vor: Statt über 10% würde der Kunde nur 0,99 % für einen Kleinkredit zahlen, den er dann über 36 Monate abzahlt.

    „Je größer die Differenz beim Zinssatz zwischen dem Dispokredit und der Umschuldung, desto höher die Ersparnis für den Kreditnehmer.“ Dies gilt natürlich auch bei kleinen Summen.

    Smava Rechenbeispiel:

    Der Bankkunde ist 6 Monate lang mit 1.500 Euro im Dispo. Liegt der Dispozins bei 12% zahlt der Kunde dafür jeden Monat 15 Euro Zinsen an die Bank. Nach 6 Monaten belaufen sich die Zinskosten auf 90 Euro.

    Schuldet der Kunde die 1.500 Euro um mit einem Kleinkredit von 1.500 Euro zu einem Zinssatz von 0,99% mit einer Laufzeit von 36 Monaten spart er bares Geld:

    • Zinskosten beim Umschuldungskredit: 22,90 Euro
    • Ersparnis: 61,10 Euro zum Dispokredit

    Also: Auch bei langer Laufzeit des Umschuldungskredits kann man sparen.

    Quelle:
    https://www.smava.de/kreditvergleich/

    Donnerstag 08.09.2016

  • Neue Verbraucherrechte beim Kontowechsel

    Ab 18. September 2016 müssen Banken ihren Kunden beim Kontenwechsel helfen. Das neue Geldinstitut muss die ein- und ausgehenden Überweisungen und Lastschriften des alten Kontos automatisch übernehmen. Laut FocusOnline ist dafür die alte Bank verpflichtet, der neuen Bank und dem Kunden eine Liste der bestehenden Aufträge weiterzugeben. Das gilt ebenfalls bei Kontoeröffnungen im europäischen Ausland.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/recht/ikea-kinderarzt-und-kontowechsel-was-sich-ab-1-september-aendert-und-besser-geregelt-wird_id_5879638.html
    Mittwoch, 31. August 2016. Von Thomas Müncher

    Donnerstag 01.09.2016

  • Die Postbank schafft die meisten Gratiskonten ab

    Ab dem 1. November kostet das Basiskonto bei der Postbank 3,90 Euro im Monat.

    Befreit von der Gebühr sind künftig nur Kunden, die einen monatlichen Geldeingang von mehr als 3000 Euro nachweisen können, so die SZ. Bislang kostete das Girokonto zwar 5,90 Euro, es war also teurer – aber diese Gebühr betraf früher nur Kunden mit einem Geldeingang von weniger als 1000 Euro im Monat. In Zukunft wird also die Mehrheit der Postbankkunden erstmals überhaupt ein Entgelt zahlen.

    Die Postbank ist mit 5,3 Millionen Girokonten nach den Sparkassen und Volksbanken die Bank mit den meisten Privatkunden in Deutschland.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eil-postbank-schafft-gratis-konto-fuer-die-meisten-kunden-ab-1.3127726
    19. August 2016. Von Meike Schreiber

    Süddeutsche Zeitung, Geschäftsmodell am Ende. Montag, 22. August 2016. Von Harald Freiberger

    Dienstag 23.08.2016

  • Bank am Tegernsee führt erstmalig einen ”Strafzins” ein

    Ab September berechnet die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee bei Privatkunden mit großen Geldsummen auf dem Konto einen ”Strafzins”. Künftig erhebt das Geldinstitut für Geldeinlagen von mehr als 100 000 Euro auf Giro- oder Tagesgeld-Konten ein “Verwahr-Entgelt” von 0,4 %.

    Um mit den niedrigen Zinsen fertig zu werden, suchen Banken nach neue Wege Geld zu verdienen. Viele Banken schaffen kostenlose Girokonten ab oder erhöhen die Gebühren für Kontoführung und Kreditkarten.

    Laut Süddeutsche Zeitung hat bis jetzt nur die Skatbank, eine Direktbank aus dem thüringischen Altenburg, für Beträge über eine halbe Million Euro in 2014 Negativzinsen eingeführt.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/negativzins-bayerische-bank-verlangt-strafzinsen-von-privatkunden-1.3116772
    Donnerstag, 11. August 2016

    Freitag 12.08.2016

  • Hat meine Bank das Recht meinen Dispokredit zu beschränken oder zu streichen?

    Ja. Der Kunde hat kein Recht auf einen Dispositionskredit. Deshalb kann die Bank einen Dispo auch zu einem späteren Zeitpunkt kürzen bzw. vollständig streichen.

    In der Regel passiert das nur, wenn sich die finanziellen Verhältnisse des Kunden verschlechtert haben oder wenn keine regelmäßigen Zahlungen wie Gehalt oder Rente mehr eingehen.

    Informationen über Änderungen findet der Kunde meist auf dem Kontoauszug. Teilweise werden Mitteilungen gesondert mit den Auszügen versandt bzw. am Kontoauszugsdrucker ausgedruckt.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Dispokredit/dispokredit_node.html

    Dienstag 02.08.2016

  • Deutschlands größter Mobilfunkanbieter O2 wird eine Bank

    Die Banken bekommen Konkurrenz: Der Telekommunikationsanbieter O2, Teil des Konzerns Telefónica, steigt ins Bankgeschäft ein. Das Angebot bietet Kunden ein komplett über das Smartphone verwaltetes Konto, samt Anbindung an den Mobilfunkvertrag.

    Die Kunden verlegen ihre Banktätigkeit in eine App. Hiermit lassen sich Überweisungen an eine Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse tätigen. Je nachdem, wie viel Geld der Kunde auf dem Konto umsetzt, bekommt er zudem ein zusätzliches Datenvolumen für seinen Mobilfunkvertrag. Also, Megabytes statt Magerzinsen.

    Kostenlos ist das Konto dabei nur für Kunden, die für mindestens 100 Euro monatlich über die zugehörige Mastercard einkaufen. Eine eigene Banklizenz hat O2 nicht. Das Unternehmen kooperiert mit der Münchner Fidor Bank, einer Direktbank, die sich auf digitale Angebote spezialisiert hat.

    Quelle:
    http://www.taz.de/O2-wird-eine-Bank/!5321732/
    25 Juli 2016. Von Svenja Bergt

    Münchner Merkur. Montag, 20. Juni 2016. Von Rolf Obertreis

    Mittwoch 27.07.2016

  • Stellenabbau und Filialschließungen bei der Deutschen Bank

    Bundesweit macht die Deutsche Bank 188 Filialen zu – vor allem in Nordrhein-Westfalen. Laut SZ entfallen zudem fast 3000 Stellen, denn das Frankfurter Geldinstitut muss sparen.

    Unter dem Motto “ein erstklassiges Bankerlebnis für jeden Kunden” schreibt die Deutsche Bank auf ihrer Webseite:

    „Wir werden künftig nur noch das anbieten, was die Kunden tatsächlich nachfragen und was Wachstum verspricht. Und wir werden schneller werden, indem wir Arbeitsabläufe und Kundenservices viel stärker elektronisch abwickeln werden als bisher, etwa die Bearbeitung von Baufinanzierungsanträgen oder Kontoeröffnungen. Die Digitalisierung eröffnet uns hier enorme Chancen, für unsere Kunden besser zu werden.“

    Am Sonntag veröffentlichte die Deutsche Bank im Internet eine Liste der Standorte, die geschlossen werden sollen:

    https://www.db.com/specials/de/ghp/zukunft.htm

    Quelle:

    https://www.db.com/specials/de/ghp/zukunft.htm

    http://www.wiwo.de/unternehmen/banken/deutsche-bank-filialschliessungen-wo-die-meisten-filialen-geschlossen-werden/13891046.html
    Montag 18. Juli 2016

    Süddeutsche Zeitung, Montag 18. Juli 2016

    Dienstag 19.07.2016

  • Comdirect: Technische Panne im Onlinebanking

    Bei der Commerzbank-Tochter comdirect kam es am Montag zu technischen Problemen. Offenbar landeten Kunden nach dem Einloggen ins Onlinebanking auf fremden Konten und konnten dort alle Informationen abrufen. Zeitweise war die Bank für die Kunden nur per Telefon oder Fax erreichbar.

    Nach einem Bericht des “Handelsblatts” bestätigte eine Sprecherin der Commerzbank-Tochter, dass die Bank Probleme bedingt durch eine Softwareeinspielung hatte. Was genau passiert sei und wie viele Comdirect-Kunden davon betroffen waren, könne sie noch nicht sagen. Sicherheitshalber sind die Systeme neu gestartet worden.

    Laut Reuters gilt die Informationstechnik (IT) vieler deutscher Banken als veraltet.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/probleme-beim-onlinebanking-comdirect-kunden-konnten-auf-fremde-konten-zugreifen/13890856.html
    Montag, 18. Juli 2016

    http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/banken-schwere-datenpanne-bei-comdirect—-noch-viele-fragen-offen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160718-99-727573
    Montag, 18. Juli 2016

    Dienstag 19.07.2016

  • Einführung von Gebühren beim Geldautomaten

    Wer bei einem Bankomaten des US-Unternehmens „Euronet“ Geld abheben will, den erwartet bei der Transaktion eine Gebühr von 1,95 Euro. Diese Gebühr wird zusätzlich zu den eventuell anfallenden Gebühren des kartenausgebenden Kreditinstituts berechnet. So passiert im Urlaubsland Österreich.

    Kunden sollten – europaweit – aufmerksam sein, an welchen Automaten sie künftig Geld abheben.

    Während die Zahl der Bankfilialen zurückgeht, drängen Betreiber von Terminals auf den Markt. Diese Unternehmen kassieren bei den Banken Gebühren dafür, dass deren Kunden gratis Geld abheben können. Aber damit dürfte allmählich Schluss sein, so Die Presse.

    Auffällig ist, dass Unternehmen wie „Euronet“ und „First Data“ (letzteres verlangt noch keine Gebühren) bevorzugt in Supermärkten und Einkaufszentren zu finden sind.

    Quelle:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5048005/Bankomatgebuhr_Der-Damm-ist-gebrochen
    Montag, 11. Juli 2016 von Gerhard Hofer und Anna Thalhammer

    Lesen Sie auch:
    https://bankscore.de/aktuelle-meldungen/geld-abheben-im-ausland.html

    Freitag 15.07.2016

  • Betrug mit gestohlenen Girokarten gestiegen

    Der Schaden durch gestohlene Girokarten hat zugenommen. Im ersten Halbjahr 2016 insgesamt um 7,1 Millionen Euro, erklärt Margit Schneider, Leiterin des Sicherheitsmanagements bei der Euro Kartensysteme GmbH.

    Ein Problem sei, dass die gestohlenen Karten hauptsächlich mit der passenden PIN eingesetzt wurden. „Offensichtlich bewahren viele ihre PIN nicht sicher auf“, so Schneider. Sie rät dazu unbedingt die PIN auswendig zu lernen und niemals auf einem Zettel in die Brieftasche zu stecken.

    Auch die Betrugsfälle mit geklauten Girokarten sind deutlich gestiegen. Im Vergleich zu 2015 um 77 Prozent. Für rund 800.000 Euro sind Betrüger mit gestohlenen Karten an bargeldlosen Verkaufsstellen shoppen gegangen.

    Die Manipulation von Bankautomaten im Ausland ist hingegen um neun Prozent gesunken. Die meisten dieser „Skimming“-Fälle sind in Italien passiert, gefolgt von der Türkei und Frankreich.

    Quelle:
    http://www.derwesten.de/wirtschaft/girokartendiebe-haben-s-leicht-7-1-milliarden-euro-erbeutet-id11987929.html
    Freitag 8. Juli 2016. Von Alina Reichardt

    Dienstag 12.07.2016

  • Auslaufmodel: Das kostenlose Girokonto

    Immer mehr Kreditinstitute verlangen Gebühren für ihre Girokonten. Zumindest die Filialbanken, weil – so die Banken – die Zinsen so niedrig sind. So verharrt der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) bei null; und null Zinsen heißt – null Gewinn.

    Beispiele:

    Die Stadtsparkasse München verlangt seit dem ersten Juli ab 2,95 Euro monatlich.

    Die Hypo-Vereinsbank (HVB) stellt ihre Konten im Juli 2016 um. Je nachdem, ob Kunden im Internet ihr Geld verwalten, die Filiale aufsuchen oder im Ausland umsonst abheben möchten, kostet das zwischen 2,90 und 14,90 Euro im Monat.

    Bei der Deutschen Bank kosten die Girokonten ab 4,99 Euro.

    Bei die Raiffeisenbank München-Süd kostet es – sobald mehr als fünf Buchungen im Monat getätigt werden – ab 4,00 Euro.

    Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg verlangt von Neukunden für das GiroPrivat-Konto künftig 6,95 Euro. Das Online-Konto bleibt bis zu einem Mindesteingang von 1250 Euro monatlich kostenlos, ansonsten sind 3,95 Euro monatlich fällig.

    Bei der Münchner Bank kosten die Girokonten ohnehin ab 2,50 Euro.

    Die Postbank bietet noch ein kostenloses Girokonto an, aber wohl nicht mehr lange. Papierüberweisungen kosten ohnehin Gebühren.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bankgebuehren-die-zeit-der-kostenlosen-bankkonten-ist-vorbei-1.3064189 Dienstag, 6. Juli 2016. Von Pia Ratzesberger

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-starnberg-ebersberg-kreissparkasse-erhoeht-ihre-konto-gebuehren-1.3057313

    Donnerstag 07.07.2016

  • Falscher Empfänger: Was prüft die Bank beim Überweisen?

    Bei einer Überweisung kontrolliert die Bank ausschließlich die Kontonummer sowie die Bankleitzahl oder IBAN-Nummer und den BIC (Bank-Identifizierungs-Code). Der Name des Zahlungsempfängers gehört nicht dazu.

    Eine Bank muss keinen Kontonummer-Namensvergleich anstellen. Wird vom Auftraggeber eine falsche, aber existierende Kontonummer angegeben, darf die Bank die Überweisung – ohne weitere Prüfung – ausführen. Sollte das Geld beim falschen Empfänger landen, muss man sich selbst darum kümmern es zurück zu bekommen.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Zahlungsverkehr/zahlungsverkehr_node.html

    Dienstag 05.07.2016

  • Geld abheben im Ausland

    In Urlaubsländern wie Dänemark, die nicht den Euro als Landeswährung haben, wird am Geldautomaten die Funktion angeboten, den Betrag in Euro umzurechnen. Aber Vorsicht! Wie die Zeitschrift Finanztest herausgefunden hat, kann dieser vermeintliche Service etwa drei bis zwölf Prozent des abgehobenen Betrages kosten – alleine für die Umrechnung. Dies betrifft vor allem Automatenbetreiber wie Euronet.

    Die Verbraucherschützer raten dazu, sich Zeit zu lassen und eine Umrechnungstabelle, die man online oder vor der Reise bei Banken erhält, mitzunehmen.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 28. Juni 2016

    Donnerstag 30.06.2016

  • Das Basiskonto. Was heißt das?

    Das Basiskonto ist ein Konto, das nur die Nutzung der einfachsten Zahlungsdienste ermöglicht: Geld einzahlen, Überweisungen und Lastschriften tätigen oder mit der Girokarte bezahlen.

    In der Regel erhält der Bankkunde keinen Dispo-Kredit und keine Kreditkarte – somit können sie sich auch nicht verschulden.

    Wer bei einer Bank kein Konto erhält, kann bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin beschweren. Sollte das Konto zu Unrecht abgelehnt worden sein, ordnet die Aufsicht an, das Basiskonto für den Betroffenen Kunde zu eröffnen.

    Wie teuer das Basiskonto ist, unterscheidet sich von Bank zu Bank. Die Gebühren müssen aber „angemessen und marktüblich“ sein, heißt es im Gesetz.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/gleichberechtigung-das-recht-aufs-konto/13751698.html
    Samstag, 18. Juni 2016. Von Marie Rövekamp

    Mittwoch 22.06.2016

  • Recht auf Basiskonto eingeführt

    Ab dem 19. Juni 2016 hat jeder einen Rechtsanspruch auf ein Girokonto mit Mindestfunktionen – das Basiskonto. Auch ohne Ausweis und festen Wohnsitz. Man muss nur 18 Jahre alt sein und sich legal in der EU aufhalten.

    So verbietet das neue Zahlungskontengesetz die Diskriminierung am Bankschalter und folgt einer EU-Richtlinie aus 2015.
    Künftig dürfen Banken beispielsweise Flüchtlinge und Obdachlose nicht mehr abweisen. Das dürfte in der Praxis nicht ganz ohne Probleme ablaufen. Einige Banken befürchten, dass es Geldwäsche erleichtert, wenn sich Kunden nicht mehr eindeutig identifizieren müssen.

    Wie teuer das Basiskonto ist, unterscheidet sich von Bank zu Bank. Laut Gesetz müssen die Gebühren „angemessen und marktüblich“ sein. Laut Tagesspiegel kostet es für Filialnutzer bei der Sparkasse Berlin vier Euro.

    Bei der Postbank beträgt der monatliche Grundpreis 5,90 Euro,
    bei der Commerzbank 6,90 Euro,
    bei der Deutschen Bank 8,99 Euro.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/gleichberechtigung-das-recht-aufs-konto/13751698.html
    Samstag, 18. Juni 2016. Von Marie Rövekamp

    http://www.vzbv.de/pressemitteilung/basiskonto-kommt
    Donnerstag, 16. Juni 2016

    http://www.finanztip.de/girokonto/basiskonto/??
    Montag, 6. Juni 2016. Von Josefine Lietzau

    Dienstag 21.06.2016

  • Pläne für eine Bargeld-Obergrenze

    Ex-Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier hat erhebliche rechtliche Bedenken gegen die von Finanzminister Schäuble erwogene Obergrenze von 5000 Euro für Barzahlungen.

    Jede Grenze, so Papier, sei eine Einschränkung von Grundfreiheiten wie das Eigentumsrecht oder das Recht auf Vertragsfreiheit. Zudem sei es ihm nicht klar, wie die Einhaltung eines Bargeld-Limits kontrolliert werden sollte.

    In 12 der 28 EU-Staaten gibt es bereits Beschränkungen von Zahlungen mit Geldscheine und Münzen.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hans-juergen-papier-kritisiert-obergrenzen-fuer-barzahlungen-14284946.html
    Montag, 13. Juni 2016

    Münchner Merkur, Dienstag, 14. Juni 2016

    http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Ex-Richter-Papier-haelt-Bargeld-Obergrenze-fuer-nicht-zulaessig;art686,2057322 Dienstag, 14. Juni 2016. Von Thomas Baumgartner

    Mittwoch 15.06.2016

  • Softwarepanne: Sparkasse sperrt 5000 Konten

    Wegen einer Softwareumstellung hat die Nürnberger Sparkasse versehentlich etwa 5000 Pfändungsschutzkonten gesperrt.

    Der Fehler wurde am Montag entdeckt. Laut DPA sollten alle Konten seit Mittwochnachmittag wieder verfügbar sein. Während die Konten gesperrt sind, werden Überweisungen und Auszahlungen am Schalter bearbeitet.

    Quelle:
    DPA
    Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 9. Juni 2016

    Donnerstag 09.06.2016

  • Kundenterminals der Deutsche Bank abgeschaltet

    Offenbar hat ein Softwarefehler bei der Deutschen Bank dazu geführt, dass am heutigen Freitag sämtliche Kundenterminals in Deutschland bis einschließlich Montag abgeschaltet wurden. Das berichtet der Tagespiegel.

    Nachdem online fehlerhafte Doppelbuchungen aufgetreten sind, hat das Geldinstitut reagiert. Daher können Kunden der Deutsche Bank bis Montag auch keine Kontoauszüge aus dem Automaten holen oder Überweisungen tätigen.

    Zudem haben Kunden bemängelt, dass bargeldlose Zahlungen zum Beispiel an Tankstellen in einigen Fällen nicht möglich seien. Anderen Kunden wurde dagegen plötzlich ein höherer Kontostand angezeigt.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/softwarefehler-deutsche-bank-schaltet-alle-kundenterminals-in-deutschland-ab/13685606.html
    Freitag, 3. Juni 2016. Von Sarah Kramer

    Freitag 03.06.2016

  • Sparkassenservice: Bargeld frei Haus

    Wenn es vor Ort keine Bank und keinen Geldautomaten mehr gibt, bringen Bayerns Sparkassen ihren Kunden auch Bargeld nach Hause.

    Der Grund für diesen neue Service ist, dass 220 Filialen noch 2016 in Bayern geschlossen werden sollen. Es lohnt sich nicht mehr den Betrieb aufrechtzuhalten, denn viele Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte im Internet ab. Um den Rest der Kunden – vor allem Senioren – entgegenzukommen, bieten die Geldinstitute diese neue Art des „Homebankings“ an, so der bayerische Sparkassenpräsident Ulrich Netzer. Auch Bus-Tickets für die Fahrt zur nächsten Filiale oder mobile Geschäftsstellen hätten einige Sparkassen schon im Angebot.

    Quelle:
    http://www.br.de/nachrichten/sparkasse-filialsterben-bargeld-100.html
    Samstag 14. Mai 2016. Von Birgit Gamböck
    http://www.welt.de/regionales/bayern/article155413598/Bayerns-Sparkassen-bringen-Bargeld-notfalls-ins-Haus.html
    Dienstag 17. Mai 2016

    Mittwoch 01.06.2016

  • Sicherheitslücken bei Papier-Überweisungen

    In Stichproben des ZDF-Magazins “WISO” gelang es, sich widerrechtlich Geld von fremden Konten zu holen.

    Die abgebenenen Überweisungsträger waren mit “Mainzelmännchen”, “Sebastian Vettel”, “Donald Duck” oder sogar nur mit drei Kreuzen unterschrieben. In einem weiteren Test fiel auf, dass auch Datum, Betreff und nicht einmal die Übereinstimmung des Kontoinhabers mit der IBAN-Nummer bei Überweisungsträgern von den Banken überprüft wurden.

    Laut FocusOnline wurden die Überweisungen bei folgenden Geldinstitute eingereicht:

    •Commerzbank,
    •deutsche Apotheken- und Ärztebank,
    •Deutsche Bank,
    •Postbank,
    •Sparda-Bank Südwest,
    •Sparkasse Mainz,
    •Targo Bank und
    •Mainzer Volksbank.

    Von den geprüften Kreditinstituten verschickten alle das Geld, nur der Targobank fiel der Schwindel auf.

    Wie können Bankkunden sich schützen?

    Verbraucherschützer raten Kunden, ihre Banken anzuweisen, keine schriftlichen Überweisungen mehr in ihrem Auftrag anzunehmen, Kontoauszüge regelmäßig zu prüfen und Unstimmigkeiten sofort der Bank zu melden.

    Quelle:
    https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/wenn-donald-duck-sebastian-vettel-geld-ueberweist-und-keiner-merkt-es/772/

    http://www.focus.de/finanzen/banken/ueberweisung-iban-zdf-deckt-sicherheitsluecke-bei-ueberweisungen-auf_id_5560381.html?utm_campaign=2779a31b8b-20160524&utm_term=0_d3feb94941-2779a31b8b-62738749&mc_cid=2779a31b8b&mc_eid=d6693d07e3
    Dienstag, 24. Mai 2016

    Donnerstag 26.05.2016

  • Scoring: Was bedeutet das?

    Der Begriff „Scoring“ ist Englisch und bedeutet punkten, aber auch zählen, einstufen oder bewerten. Scoring wird besonders bei der Vergabe von Krediten angewendet. Hauptsächlich nutzen Banken diese Methode als Entscheidungshilfe.

    „Scoring“ ist eine mehr oder weniger automatisierte Technik auf Basis einer statistisch unterfütterten Methode, die zu neutralen Entscheidungen führen soll. Ziel ist es Risiken für die Bank zu vermeiden und herauszufinden, wie gut sich jemand als Kreditnehmer eignet. Ob er Kredite zurückzahlt, ob er Mahnungen erhalten hat, ob er häufig Reklamationen durchführt, usw. Weitere Merkmalen wie „Kunde seit“; „Beruf“ oder „Sicherheiten“ fließen auch in den Gesamtscore (Gesamtnote) ein.

    Laut Netzpolitik.org werden Scoring-Verfahren häufig ohne das Wissen der Verbraucher eingesetzt.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditscoring
    https://netzpolitik.org/2008/was-ist-eigentlich-scoring/
    https://www.smava.de/scorekompass/was-bedeutet-scoring/

    Donnerstag 12.05.2016

  • Scoring: Verlust von Datenschutzstandards

    Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU, die ab Frühsommer 2018 gilt, könnten wichtige Vorschriften zum Datenschutz abgeschwächt werden.

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet einen abnehmenden Datenschutz beim Scoring, der automatisierten Bewertung der Kreditwürdigkeit von Privatkunden. Verbraucher hätten durch die neuen Vorgaben das Nachsehen.

    Die EU-Verordnung verhindert zum Beispiel nicht, dass künftig auch Mahnungen, die ein Verbraucher angefochten hat, an Auskunfteien gemeldet und in das Ranking der Schufa einfließen können. Laut Datenschutz-Novelle ist das in Deutschland verboten. Auch das Scoring allein auf Basis von Adressdaten ist im Moment nicht erlaubt, wäre künftig aber möglich. Das aktuelle Bundesdatenschutzgesetz verbietet, allein den Wohnort für die Bewertung eines Kunden zu nutzen.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/pressemitteilung/scoring-rueckschritt-beim-datenschutz-verhindern
    Montag, 9. Mai 2016
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/neue-regelung-aerger-um-schufa-eintraege-1.2984359
    Sonntag, 8. Mai 2016. Von Kristiana Ludwig

    Dienstag 10.05.2016

  • Bargeld-Debatte: Abschaffung des 500 Euro-Scheins

    Die Europäische Zentralbank wird aller Voraussicht nach die Abschaffung der 500er-Banknote beschließen.

    Sollte der 500er aus dem Zahlungsverkehr gezogen werden, würden keine neuen Scheine mehr gedruckt. Zugleich ziehen die Banken die Noten nach und nach ein. Alternativ könnte die EZB einen Stichtag verfügen, ab dem die 500 Euro-Noten kein Zahlungsmittel mehr sind. Letzteres gilt als wahrscheinlicher.

    Nachtrag: Am Mittwoch 4. Mai 2016 fiel die Entscheidung: Das Aus für den 500-Schein ist besiegelt (Focus-Online).

    Offizielle Begründung für die Abschaffung:

    Es soll Terroristen und Kriminellen schwerer gemacht werden, im großen Stil Schwarzgeld zu waschen.

    Ob das funktioniert, ist umstritten:

    Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat Zweifel, ob Kriminelle an illegale Handlungen gehindert werden, weil es eine Obergrenze gibt oder die großen Stückelungen abgeschafft werden.

    Carl-Ludwig Thiele, Vorstand bei der deutschen Notenbank, sagt, dass ihm nicht bekannt sei, dass in Ländern mit einer Bargeldobergrenze wie Italien oder Frankreich die Kriminalität entsprechend geringer wäre. Kriminelle könnten beispielsweise auf die Cyber-Währung Bitcoin ausweichen.

    Friedrich Schneider, Schattenwirtschafts-Experte von der Universität Linz, argumentiert, dass Geldwäsche längst überwiegend bargeldlos über Scheinfirmen laufe.

    Laut BILD, heißt es in Finanzkreisen aber auch: Die US-Regierung dränge auf die Abschaffung, um den Euro als Reservewährung gegenüber dem US-Dollar zu schwächen.

    Quelle:
    http://www.hr-online.de/website/radio/hr1/index.jsp?rubrik=67243&key=standard_document_60493080
    4. Mai 2016. Redaktion: ruwa / baha

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/500-euro-schein-steht-vor-dem-aus-6835184.html
    Mittwoch, 4. Mai 2016

    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/europaeische-zentralbank/darum-wird-der-500-euro-schein-abgeschafft-45641442.bild.html
    Mittwoch, 4. Mai 2016

    Nachtrag:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/die-wichtigsten-antworten-zum-aus-500-euro-schein-wird-abgeschafft-das-muessen-sie-jetzt-wissen_id_5504607.html
    Freitag, 6. Mai 2016

    Mittwoch 04.05.2016

  • Radio-Tipp: Verbotene Bankgebühren

    Wenn Bankkunden für die Bewertung einer Immobilien bei einer Hausfinanzierung bezahlen müssen, wenn Erben für die Kontoauflösung des Verstorbenen zur Kasse gebeten werden oder wenn die Ein- und Auszahlung von Bargeld vom oder auf das eigene Girokonto eine Gebühr zahlen müssen, ist das nicht erlaubt.

    Hören Sie über unzulässige Bankgebühren unter:

    https://www.ndr.de/info/Verbotene-Bankgebuehren,audio280932.html
    Dienstag, 26. April, 2016. Von Markus Plettendorff, NDR INFO Wirtschaftsredaktion

    Dienstag 26.04.2016

  • Kontaktlos bezahlen: Neue Girocard-Funktionen werden getestet

    Die Kreditwirtschaft will die Alltagstauglichkeit und Akzeptanz von Neuerungen der Girocard (früher EC-Karte) prüfen. Was später bundesweit eingeführt werden soll, soll in Kassel erprobt werden.

    Die Girocards sollen nach und nach ausgetauscht und mit neuen Funktionen versehen werden. Bereits seit Oktober 2015 können manche Verbraucher in bestimmten Geschäften Beträge bis 25 Euro kontaktlos und ohne Persönliche Identifikationsnummer (PIN) bezahlen. Der Kunde muss nur die Karte vor ein Terminal halten (NFC). Bei höheren Einzelbeträgen wird die PIN abgefragt. Bei nicht berechtigten Einkäufen, die nur bis 100 Euro möglich sind, haftet die Bank.

    Über weitere Funktionen wird nachgedacht. Beispielsweise, dass der Kunde den Pizzaboten an der Haustür mit einem kleinen Terminal abrechnen kann.

    Quelle:
    http://www.faz.net/agenturmeldungen/adhoc/wdh-roundup-kontaktlos-bezahlen-kassel-wird-labor-fuer-neue-girocard-funktionen-14189390.html
    Mittwoch, 20. April 2016

    Freitag 22.04.2016

  • Taschengeld weg: Kreditkarten für Kinder

    Kreditkarten für Kinder und Jugendliche liegen im Trend. Beispielsweise um schnell mal kostenpflichtige Apps und Spiele laden zu können. Allerdings verlangen die Anbieter eine Kreditkartennummer, um bezahlen zu können.

    Christian Urban von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt: Auch Prepaid-Kreditkarten sind nicht automatisch ein Schutz gegen maßloses Shopping, sie sind noch nicht einmal immer billig. Im schlimmsten Fall verschuldet sich der Nachwuchs. Meistens haben die Eltern eine Haftungserklärungen unterschrieben, demnach müssen sie die entstehenden Kosten übernehmen.

    Beispiel Viabuy:

    Bei Google bietet Viabuy ihre Mastercard an, die wie ein Prepaid-Handy mit einem Guthaben aufgeladen werden muss. Die Firma bewirbt ihre Karte mit viele „keine Gebühr“-Einträgen. Es ist nicht einmal eine Jahresgebühr fällig. Dafür allerdings eine Einmalzahlung von 89,70 Euro.

    Wer die Geschäftsbedingungen liest findet weitere Kostenfallen. So ist die erste Bareinzahlung oft nicht kostenlos. Bargeld abheben kostet in der Regel mindestens fünf Euro. Bei Zahlungen in Fremdwährung kassiert Viabuy 2,75 Prozent des Betrags. Weiter fallen ab dem vierten Jahr Nutzungsgebühren von knapp 30 Euro an.

    „Unter bestimmten Umständen“ kann sogar das Konto ins Minus rutschen, etwa wenn die Karte offline durch ein Terminal-Gerät im Kaufhaus gezogen wird.

    Quelle:
    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/kreditkarten-fuer-kinder-warum-verbraucherschuetzer-alarmiert-sind-6788234.html
    Montag, 11. April 2016. Von Rolf-Herbert Peterson

    Dienstag 19.04.2016

  • Girokonten: Bankgebühren sollten vergleichbar sein

    Bankkunden sollen künftig die wichtigsten Konditionen – wie Bankgebühren – von Girokonten im Netz vergleichen können. Dies ist Teil der Umsetzung der EU-Zahlungskontenrichtlinie, mit der auch das “Girokonto für Jedermann” eingeführt wird.

    Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll es privaten Vergleichsplattformen überlassen werden, die Daten zusammenzustellen. Verbraucherschützer haben allerdings Zweifel, ob so die gewünschte Transparenz geschaffen werden kann.

    “Ich frage mich, wie es gelingen soll, dass die Daten, so wie es das Gesetz verlangt, objektiv und kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wenn keine neutrale Stelle dafür zuständig ist”, sagt Finanzexpertin Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale Bundesverband der Deutschen Presse-Agentur.

    In Anbetracht der EZB-Politik mit Straf- und niedrigem Leitzins, rechnet der Chef der genossenschaftlichen Sparda-Banken Joachim Wuermeling mit Preissteigerungen auf breiter Front. Preiserhöhungen für Dienstleistungen wie Überweisungen in Papierform oder für die Girocard seien denkbar.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/banken-verbraucherschuetzer-bankgebuehren-sollten-vergleichbar-sein-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160409-99-516544
    Samstag, 9. April 2016

    http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Dokumente/RegE_Zahlungskontenrichtlinie.pdf?__blob=publicationFile&v=1

    http://www.bundesrat.de/SharedDocs/TO/943/erl/2.pdf__blob=publicationFile&v=1

    Dienstag 12.04.2016

  • Geldoasen der globalen Elite

    Die ”PanamaPapers”-Recherchen basieren nach Angaben der daran beteiligten Medien auf einem Datenleck bei der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama. Es handelt sich um 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen in Panama, auf den britischen Jungferninseln und in weiteren Steueroasen. Die Firmen wurden laut Focus von der Kanzlei gegründet und zu Preisen von 1000 Dollar aufwärts vertrieben. Es sei nicht verboten, Briefkastenfirmen zu gründen. Der Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung liege jedoch auf der Hand.

    Laut Süddeutscher Zeitung zeigen die Unterlagen, dass mindestens 28 deutsche Banken tausenden Bürgern, darunter auch Prominente, dabei halfen, Geld in Briefkastenfirmen zu verstecken. Wer genau sein Geld in Panama geparkt hat, kommt nun scheibchenweise an den Tag. Laut Handelsblatt befinden sich darunter auch deutsche Firmen wie Siemens.

    Quelle:
    Handelsblatt Finance Today
    Dienstag, 5. April 2016. Von Martin Dowideit

    Focus am Dienstag, 5. April 2016

    Mittwoch 06.04.2016

  • EC-Karte: Beträge doppelt abgebucht

    Am vergangenen Mittwoch, 23. März sind bei Bankkunden, die mit der EC-Karte zahlten, Beträge doppelt abgebucht worden. Der Grund war ein Fehler bei der Firma „TeleCash“, die als Dienstleister die Abbuchung verwaltet. So wurden versehentlich Zahlungsdateien doppelt bearbeitet.

    Die betroffenen Kunden erhalten jedoch automatisch eine entsprechende Gutschrift, die transparent auf dem Kontoauszug nachzuvollziehen ist, teilt „TeleCash“ mit. Die Kunden brauchen also nichts zu unternehmen.

    Im konkreten Fall waren, laut web.de, Kunden der Sparkasse Bochum betroffen. Nach Focus Online handelt es sich um ein bundesweites Phänomen – theoretisch sind alle Geldinstitute betroffen.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/nach-zahlung-mit-ec-karte-sind-auch-sie-betroffen-betraege-bei-mehreren-banken-doppelt-abgebucht_id_5391677.html
    Dienstag, 29. März 2016

    http://web.de/magazine/geld-karriere/ec-karte-doppelte-abbuchung-zahlung-31457384
    Mittwoch, 30. März 2016. Von Fabian Teichmann

    Donnerstag 31.03.2016

  • Helikoptergeld: Geldgeschenke an die Bürger

    Statt Geld über den Ankauf von Wertpapieren in den Markt zu pumpen, um so die Wirtschaft ankurbeln, könnte die EZB ihr Geld verschenken. An die Bürger. Die Idee: Die EZB überweist einen Geldbetrag auf das Konto jedes Bürgers, in der Hoffnung, dass der Verbraucher das Geld sofort ausgibt.

    Laut Focus gäbe es neben der direkten Auszahlung auch andere Wege, mit denen die EZB „Geldregen“ verteilen könnte, um die Konjunktur anzuwerfen:

    Als Steuergutschriften

    Mit dem geschenkten Geld könnten Regierungen die Steuern senken oder den Bürgern Steuern gutschreiben. Die Methode wurde während der Finanzkrise 2008 in den USA getestet. Laut Focus kostete die Aktion 150 Milliarden US-Dollar.

    Als Geschenk an die Regierung

    Die EZB könnte das Geld auch den Mitgliedsstaaten überweisen. Diese könnten dann in Straßen, Kitas und andere Großprojekte investieren – ähnlich wie die deutschen Konjunkturpakete.

    Als Geschenke an die Banken

    Die EZB könnte Schuldverschreibungen der Geldinstitute aufkaufen. Die Banken müssten das Geld nicht zurückzahlen, wenn sie dafür die Finanzspritze an ihre Kunden weiterreichen.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/was-ist-helikoptergeld-so-funktioniert-der-billig-trick-der-ezb_id_5372416.html
    Sonntag, 20.03.2016

    http://www.tagesspiegel.de/politik/debatte-um-ezb-jens-weidmann-warnt-vor-helikoptergeld-staatsfinanzierung-durch-gelddrucken/12358440.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/geldgeschenke-von-der-ezb-weidmann-gegen-helikopter-geld-14136253.html

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Weidmann-warnt-vor-Helikoptergeld-article17267441.html

    Donnerstag 24.03.2016

  • Schufa-Auskunft: Was steht drin und wie lange?

    Falsche Schufa-Einträge können erheblichen Schaden für Bankkunden anrichten. Welche Informationen die Schufa speichern darf und wie lange, lesen Sie hier:

    Die Schufa speichert zu natürlichen Personen personenbezogene Daten wie:

    –    Namen
    –    Geburtsdatum und gegenfalls Geburtsort
    –    Anschrift, eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften

    Ferner Informationen über:

    –    Bankkonten
    –    Kreditkarten
    –    Leasingverträge
    –    Mobilfunkkonten
    –    Ratenzahlungsgeschäfte
    –    Kredite und Bürgschaften
    –    sowie Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen

    Diese Fristen gelten bei der Löschung von Schufa-Daten

    Informationen über Kreditanfragen, Verträge und Insolvenzverfahren bleiben Monate – oft jahrelang in den Verzeichnissen der Auskunftei. Ein Überblick:

    Zwölf Monate

    Kreditanfragen löscht die Schufa erst nach 12 Monaten. In den Auskünften stehen diese Angaben Schufas Vertragspartnern aber nur zehn Tage lang zur Verfügung.

    Drei Jahre

    –    Kredite ab dem Zeitpunkt der Rückzahlung
    –    Infos über nicht erfüllte Zahlungen.
    Als Referenzdatum gilt hierbei der Zeitpunkt der Speicherung. Voraussetzung für die Löschung nach drei Jahren ist, dass sich die Zahlungsunregelmäßigkeiten erledigt haben.
    –    Informationen über Kreditkartenkonten.
    Referenzdatum: Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem Kreditgeber
    –    Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amts- und der zentralen Vollstreckungsgerichte. Wenn die Informationen jedoch bei den Gerichten selbst schon gelöscht sind, dann löscht auch die Schufa sie vor Ablauf der Dreijahresfrist.
    –    Informationen über eine Restschuldbefreiung (Erteilung oder Versagung)
    –    Infos über die Aufhebung eines Insolvenzverfahrens.

    Vier Jahre

    Informationen über Zahlungsschwierigkeiten und nicht erfüllte Verträge können bis zu vier Jahre lang gespeichert werden, wenn diese Dinge unerledigt bleiben. Bei einer unausgeglichenen titulierten Forderung darf Schufa die Daten noch länger speichern.

    Sonstige Fristen

    Informationen über Girokonten löscht die Schufa, sobald das Konto selbst gelöscht wird. Bei Versandhauskonten wird gelöscht, sobald die Forderungen beglichen sind.

    Weitere Informationen finden Sie im Anhang einer Schufa-Verbraucherauskunft

    www.schufa-bonitaetsauskunft.de

    Quelle:
    http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/falsche-schufa-auskunft-der-bonitaetskrieg-und-wie-kreditnehmer-ihn-gewinnen/13076190-all.html
    10. März 2016. Von Andreas Toller

    Mittwoch 16.03.2016

  • Schließfächer voll im Trend

    Normalerweise versuchen Bankkunden mehr aus ihrem Geld zu machen. In Zeiten von drohenden Strafzinsen, begleitet von der Diskussion um die Abschaffung des Bargelds, versuchen Kleinsparer ihr Erspartes zu retten – beispielsweise in einem Banksafe.

    Im Schließfach ist das Bargeld jederzeit verfügbar und zu 100% sicher – auch vor steigenden Bankgebühren oder Negativzinsen. Die Kunden können frei entscheiden, was sie im Safe deponieren. Schmuck, Gold oder Bargeld. Das muss nicht einmal die Bank wissen.

    Laut Bayerischem Rundfunk liegen die Kosten für ein Schließfach in DIN 4 Format bei fast allen Banken bei ca. 50 bis 60 Euro im Jahr. Der Kunde kann auch eine Zusatzversicherung für den Inhalt des Faches abschließen. Die Stadtsparkasse München verlangt für Wertgegenstände und Unterlagen 12,60 Euro. Für Bargeldbeträge über 21.000 Euro gibt es individuelle Lösungen.

    Quelle:
    http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-by/_-ZS/9-NG_ybG/160309_1005_Notizbuch_Wohin-mit-dem-Bargeld—-werden-die-Schliess.mp3 Mittwoch, 9. März 2016

    Donnerstag 10.03.2016

  • Bankkunden dürfen Negativzinsen nicht absetzen

    In dieser Woche entscheidet Mario Draghi, ob die Europäische Zentralbank (EZB) Negativzinsen auf den Weg bringt. Laut der „Welt“ sind Deutschlands Finanzämter längst vorbereitet, sollten Bankkunden künftig Negativzinsen zahlen müssen. Und das zulasten der Sparer, so „Focus“.

    Demnach dürfen Anleger anfallende Verluste nicht von der Steuer absetzen. Dass Bankkunden negative Zinsen nicht im Rahmen der Abgeltungssteuer als Verluste anrechnen dürften, liegt daran, dass negative Zinsen kein Verlust seien, sondern „eine Art Verwahr- und Einlagegebühr“. Die sei jedoch nicht absetzbar, sondern bereits über den Sparerpauschbetrag abgegolten, erläutert die „Welt“.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/negativzinsen-und-steuer-finanzaemter-wollen-minuszinsen-nicht-absetzen-lassen_id_5342192.html?utm_source=Newsletter_Finanzen&utm_campaign=2e72e8563f-03_08_20163_8_2016&utm_medium=email&utm_term=0_d3feb94941-2e72e8563f-62738749
    Dienstag, 8. März 2016

    Dienstag 08.03.2016

  • Bearbeitungsgebühr bei KfW-Darlehen erlaubt

    Für Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dürfen Banken eine Bearbeitungsgebühr erheben.

    Darlehensnehmer müssen dies als Teil der Förderbedingungen akzeptieren, wie am 16. Feb. 2016 der Bundesgerichtshof (BGH) entschied. Danach ist auch eine Gebühr dafür erlaubt, dass KfW-Darlehen vorzeitig getilgt werden dürfen. Für Neuverträge ab Juni 2010 ist diese Gebühr allerdings möglicherweise zu hoch (Az.: XI ZR 454/14, XI ZR 96/15 und weitere).

    2014 hatte der BGH entschieden, dass Banken für ein reguläres Verbraucherdarlehen keine Bearbeitungsgebühr verlangen dürfen. Die Vergabe von Krediten gehöre zum normalen Geschäft einer Bank; eine besondere Gebühr zusätzlich zu den Zinsen sei daher nicht zulässig. Damals war offen geblieben, ob dies auch für staatliche Förderdarlehen etwa der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gilt.

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/gebuehren-und-kuendigung-diese-urteile-sollten-bankkunden-kennen/12991202.html

    Samstag 05.03.2016

  • Neue Regeln 2016: Mehr Beratungspflichten bei Wohnkrediten

    Laut anwalt.de gelten ab dem 21. März 2016 neue Regeln bei der Vergabe von Immobilienkrediten an Verbraucher zu Wohnzwecken (Wohnimmobilienkreditrichtlinie). Im wesentlichen sind strengere Beratungspflichten bei der Vergabe Immobilienkredite beschlossen.

    Das wichtigste im Überblick:

    Die persönliche und finanzielle Situation von Kreditnehmern ist beim Darlehensangebot in besonderer Weise zu berücksichtigen. Eine Fernberatung ist dann ausgeschlossen.

    Fließt eine Provision für die Darlehensvermittlung, ist darauf künftig hinzuweisen.

    Das Bündeln von Krediten mit anderen Produkten – wie beispielsweise Versicherungen oder Kontoeröffnungen – ist nur noch eingeschränkt möglich.

    Vermittler von Immobilienkrediten benötigen einen Sachkundenachweis und müssen eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.

    Neu eingeführt wird der Honorarberater bei der Kreditvergabe bei Wohnimmobilien.

    Quelle:
    http://www.anwalt.de/rechtstipps/gesetzesaenderungen-im-maerz-beratung-bei-kreditvergabe-neue-fahrtenschreiber-verordnung-und-mehr_079147.html?pid=26

    Dienstag 01.03.2016

  • Baufinanzierung: Widerrufsjoker gestoppt

    Wegen Formfehler bei der Widerrufsbelehrung können viele Immobilienkäufer bisher einfach aus teuren Altverträgen, die zwischen November 2002 und 2010 abgeschlossen wurden, aussteigen. So wurde es möglich, bei der Eigenheimfinanzierung durch eine Umschuldung auf günstigere Neukredite, gutes Geld zu sparen. Der Clou: Die Eigenheimbesitzer müssen in diesen Fällen keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen. Doch diese Gelegenheit versperrt nun der Bundestag vom 21. Juni 2016 an.

    Laut Frankfurter Rundschau wirft der Berliner Rechtsanwalt Jan Geigenmüller der Politik vor, der Bankenlobby zu folgen. Er rät allen Betroffenen, jetzt rasch zu handeln, bevor sich die Rechtslage für sie verschlechtert. Klaus Müller, Leiter der Verbraucherzentrale Bundesverband, meint, das Gesetz schütze „einseitig die Banken, die Fehler gemacht haben.”

    Quelle:
    http://www.fr-online.de/wirtschaft/immobilienkredite-politik-kassiert-widerrufsjoker,1472780,33814822.html
    Donnerstag 18. Februar 2016. Von Markus Sievers

    Mittwoch 24.02.2016

  • Welche TAN-Verfahren sind üblich?

    Beim Onlinebanking müssen alle Zahlungsvorgänge mit einer Transaktionsnummer (TAN) bestätigt (autorisiert) werden. Hierzu gibt es verschiedene TAN-Verfahren, die die Banken anbieten können.

    Indexierte TAN-Listen (iTAN):

    Die Bank schickt dem Kunden eine Papierliste mit TANs, die durchnummeriert sind. Zum Abschließen einer Online-Transaktion muss der Kunde dann eine bestimmte TAN eingeben.

    TAN-Generator-basierte Verfahren (zum BeispielchipTAN/smartTAN, photoTAN):

    Der Kunde erhält ein Gerät, einen sogenannten TAN-Generator. Hinzu kommt in vielen Fällen eine Bankkarte mit einem Chip (zum Beispiel Girocard), die er in das Gerät schieben muss. Beim Onlinebanking werden dem Kunden Daten angezeigt, die er in den TAN-Generator eingeben muss. Alternativ werden diese Daten durch einen sogenannten Flickr-Code oder durch Einscannen eines Barcodes über den PC-Bildschirm eingelesen. Der TAN-Generator errechnet daraus die TAN, die der Kunde beim Onlinebanking eingibt.

    Signaturbasierte Verfahren (zum Beispiel BestSign):

    Der Kunde erhält ein spezielles Endgerät, zum Beispiel einen USB-Stick, das während des Onlinebankings mit dem Computer verbunden werden muss. Das Endgerät lädt die Transaktionsdaten über eine gesicherte Verbindung und zeigt sie auf einem Display an. Der Kunde bestätigt seine Transaktion über das Gerät, das die Freigabe an die Bank sendet. So entfällt die manuelle Übertragung der TAN.

    Mobiltelefon-basierte Verfahren (zum Beispiel mTAN/smsTAN, pushTAN):

    Diese Verfahren können so ausgelegt sein wie die TAN-Generator-basierten und die signaturbasierten Verfahren. Allerdings prüft die Bank das Mobiltelefon des Kunden nicht auf Sicherheitslücken, obwohl es grundsätzlich genauso wie ein PC durch Angreifer mit Schadsoftware infiziert werden kann. Alternativ schickt die Bank dem Kunden, nachdem dieser die Transaktionsdaten eingegeben hat, die TAN per SMS oder über eine App auf das Handy. Der Kunde trägt diese dann manuell ein.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2015/fa_bj_1508_online_banking.html

    Freitag 19.02.2016

  • Die gute alte Sparkasse. Immer für ihre Kunden da?

    Die Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Kreditinstitute mit einem besonderen Auftrag – nämlich dem Gemeinwohl zu dienen. Doch handeln diese Banken noch im öffentlichen Interesse? Werden Menschen in allen Regionen Geldgeschäfte ermöglicht? Helfen sie den ärmeren Schichten beim Ansparen von sicherem Kapital? So ist ihr Auftrag in den Sparkassengesetzen beschrieben.

    Die ZDF-Reihe “Zoom” hat sich die Arbeit der rund 400 Sparkassen angesehen. Und das Bild von der guten alten Sparkasse ist zunichte. Die Wirklichkeit für die Sparkassenkunden: zinslose Sparkonten, hohe Dispozinsen und üppige Vorstandsgehälter.

    Dass der Profit in den Mittelpunkt gerückt ist, zeigen auch die Kündigungen von gut verzinsten Sparverträgen. So hatte die Sparkasse in Ulm rund 14.000 Sparern neue Verträge zu schlechteren Konditionen angedreht.

    Quelle:
    _http://www.zdf.de/zdfzoom/zdfzoom-sparkassen-in-der-krise-42177350.html _
    Sendung vom Mittwoch,10. Februar 2016

    http://www.stern.de/wirtschaft/sparkasse-verlieren-vertrauen-der-kunden—zdf-zoom-ueber-die-banken-6691668.html
    Von Katharina Grimm

    Freitag 12.02.2016

  • Kritik: Bargeld-Limit von 5.000 Euro

    Seit die Bundesregierung eine Obergrenze für den Bargeldverkehr von 5000 Euro verkündet hat, ist die Debatte über Bargeldbegrenzung und die Abschaffung des Bargelds neu entfacht.

    Die Befürworter meinen:

    Mit einer Bargeldgrenze kann man Terrorfinanzierung, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Schwarzarbeit wirksamer bekämpfen. Allein Geldwäsche und Schwarzarbeit verursachten 2014 einen Schaden von 800 Millionen Euro, so Ariane Bemmer vom Tagesspiegel.

    Bargeld ist teuer und ineffizient, denn der Transport, die Lagerung und die Versicherung von Bargeld kosten die Banken jährlich mehrere Milliarden Euro, so Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

    Ein bargeldloses Leben ist bequem, unkompliziert und mittlerweile sicher.

    Die Gegner meinen:

    Bargeld ist geprägte Freiheit. Denn ohne Bargeld werde der Bürger gläsern. „Einstieg in Begrenzung von #Bargeld ist Vorstufe von Überwachung & Enteignung.“ (Tweet von Christian Lindner, FDP).

    Bargeld ist gelebter Datenschutz. Nur wer bar zahlt, hinterlässt keine Datenspuren. Die Sicherheit der Daten ist nicht gewährleistet. „Der Einstieg in den Ausstieg vom Bargeld öffnet das Tor für eine absolute Kontrolle der Verbraucherinnen und Verbraucher“, warnt der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen Deutschlands, Klaus Müller.

    Durch ein Bargeldverbot verhindert man keine kriminellen Geschäfte. Im Gegenteil werden Tauschgeschäfte und gefälschte Rechnungen einen Aufschwung nehmen.

    Menschen ohne Bankkonto werden aus der Gesellschaft ausgegrenzt.

    Den Wert und den Umgang mit Geld kennenzulernen (Kindererziehung), geht verloren.

    Mit Plastikgeld geraten Menschen leichter in die Schuldenfalle.

    Quellen:
    http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-by/_-JS/9-FH9-gp/160208_1200_Tagesgespraech_Bargeld.mp3 Montag, 8. Februar 2016. Obergrenze für Bargeld: Ärgert Sie das? Gast: Prof. Hanno Beck, Ökonom Hochshule Pforzheim

    http://www.tagesspiegel.de/politik/debatte-um-bargeld-limit-von-5-000-euro-ohne-bargeld-werden-wir-glaeserne-buerger/12917812.html Donnerstag 4. Februar 2016. Von Ariane Bemmer
     
    _http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/bargeld-debatte-schwerer-eingriff-in-die-privatsphaere/12920870-all.html _ Donnerstag, 4. Februar 2016
     
    http://de.reuters.com/article/deutschland-geldw-sche-bundesbank-idDEKCN0VD0N4 | Donnerstag, 4. Februar 2016
     
    http://www.schwaebische.de/wirtschaft/aktuelle-nachrichten_artikel,-Bargeld-Obergrenze-stoesst-auf-Kritik-_arid,10387384.html Mittwoch, 3. Februar 2016
     
    _http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/austausch-von-kreditkarten-das-ende-des-bargelds-muss-verschoben-werden-1.2827980 _ Donnerstag, 21. Januar 2016. Von Harald Freiberger

    Montag 08.02.2016

  • IBAN-Witze im Netz

    „The Bic Lebowski“
    „James Bond DE12 0021 1313 0013 3123 23 – der Überweisungsträger ihrer Majestät“
    „ Iban dann mal weg ;-)“

    Gestern wurde die IBAN eingeführt, heute sind IBAN-Witze schon im Netz zu lesen.

    https://twitter.com/hashtag/Ibanfilme?src=hash

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/ende-fuer-bankleitzahl-und-kontonummer-noch-mehr-iban-kracher/12905150-2.html

    Dienstag 02.02.2016

  • Abschied von der alten Kontonummer

    Ab heute, 1. Februar 2016, ersetzt die IBAN endgültig die Kontonummer und die Bankleitzahl.

    Auch wenn man nur innerhalb Deutschlands Geld in Euro überweist, muss man die neue internationale Kontonummer verwenden.

    Die IBAN (“International Bank Account Number”) soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen. Der Zahlungsverkehrsraum SEPA (“Single Euro Payments Area”) umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

    Montag 01.02.2016

  • Ausgewählte Banking-Apps im Test

    Die nachfolgenden Beispiele hat das Handelsblatt zusammengestellt:

    Die Sparkassen App für iOS und Andriod

    Geschäftsidee: Mobile-Banking für Sparkassen-Kunden.

    Handhabe: Mit einem breits vorhandenen Onlinebanking-Konto der Sparkasse ist sowohl die Anmeldung als auch die Nutzung einfach. Nach der Eingabe von Login-Daten, funktioniert die App so ähnlich wie die Internetplattform.

    PRO: Die App ist schnell installiert und die Bedienung ist leicht.

    KONTRA: Da es keine automatische Kategorisierung gibt, kann der Nutzer nur manuell seine Ausgaben in Kategorien einteilen.

    „Star Money“ für iOS, Android und Windows

    Geschäftsidee: Mobile-Banking. Im Mittelpunkt steht der Haushaltsüberblick.

    Handhabe: Nach der Anmeldung kann man eigene Konten mit der App verknüpfen und mit einem Passwort darauf zugreifen.

    PRO: Die Ausgaben werden automatisch in einem Haushaltsbuch eingeordnet. Zudem kann der Nutzer Bargeldausgaben in Kategorien einteilen. Ein- und Ausgaben werden in Grafiken angezeigt, sobald man das Smartphone dreht.

    KONTRA: Die Kosten: 4,99 Euro

    „Number26“ für iOS und Andriod

    Geschäftsidee: Eigenes Girokonto mit Kreditkarte.

    Handhabe: (Informationen von September 2015!) Einfach anmelden funktionierte erst mal nicht. Anfangs wurde der Nutzer zunächst auf eine Warteliste gesetzt. Die Anmeldung verläuft jetzt unkompliziert.

    PRO: Die Kreditkarte erhält der Kunde schnell. Gutes Sicherheitsmerkmal: Nach jeder Transaktion mit der Number26-Karte erhält der Kunde eine Push-Meldung auf das Smartphone.

    KONTRA: Kreditkarte statt Debit-Karte, daher fallen oft Gebühren an, wenn man die Karte benutzt. In der App gibt es keine Verknüpfung mit anderen Konten.

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/online-banking-bgh-staerkt-verbraucher-bei-strittigen-ueberweisungen/12883182.html
    Dienstag 26.01.2016

    Freitag 29.01.2016

  • Ende des Bargelds. Furcht vor bargeldlosem Bezahlen

    In zehn Jahren werde es keinen Bedarf mehr für Münzen und Scheine geben, so verkündete John Cryan, der Chef der Deutschen Bank, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie seien “unglaublich ineffizient und teuer”. Bares werde durch elektronische Zahlungsmittel ersetzt. Dafür gäbe es genug verlässliche Technologien, so Cryan.

    Gerade in diesen Wochen jedoch läuft die wohl größte Umtausch-Aktion für Kreditkarten, die es in Deutschland je gegeben hat. Mehr als 100 000 Karten der Anbieter Visa und Mastercard müssen aus Sicherheitsgründen vorsorglich eingezogen werden, weil bei einem Dienstleister Daten geklaut wurden.

    Der Fall stärkt nicht gerade das Vertrauen der Bundesbürger in das bargeldlose Bezahlen, so Harald Freiberger in einem Kommentar in der Süddeutsche Zeitung. Wenn Banken zehntausenden Bankkunden ihre Kreditkarte sperren lassen müssen und es bei manchen Wochen gedauert hat, bis die neue Karte ankam, so dürften die Betroffenen froh gewesen sein, dass es immer noch Bargeld gibt.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/austausch-von-kreditkarten-das-ende-des-bargelds-muss-verschoben-werden-1.2827980
    Donnerstag, 21. Januar 2016. Von Harald Freiberger

    Dienstag 26.01.2016

  • Datendiebstahl bei Kreditkarten

    In den letzen Wochen wurden massenhaft Daten von Kreditkarten geklaut. Betroffen ist unter anderem VISA und Mastercard. Laut SZ wurden und werden Karten von Kunden vorsorglich ausgetauscht. Bis jetzt sind keine Betrugsfälle bekannt.

    Laut Handelsblatt sind 15 000 Karten der Commerzbank betroffen, sowie 20 000 bei der zum Konzern gehörenden Comdirect. Allein bei der Postbank werden 50 000 Kreditkarten ausgetauscht.

    Auch Bankkunden der Landesbank Berlin und der Hypo-Vereinsbank haben Post von ihrem Geldinstitut erhalten. In einem Schreiben begründet die Berliner Bank die Sperrung der Karten mit dem Verdacht, dass „sich jemand die auf Ihrer Kreditkarte gespeicherten Daten beschafft hat.“

    Eine mögliche Ursache der Datendiebstähle sei, dass ein Dienstleister, der die Daten verarbeitet, von Hackern ausspionert wurde. Damit Fremde nicht auf Kosten ihrer Kunden einkaufen können, haben Banken deshalb sich zu der großen Umtauschaktion entschlossen.

    Inhabern von Kreditkarten wurde geraten ihre Konten zu überprüfen und gegebenenfalls auffällige Transaktionen sofort dem kartenausgebenden Institut zu melden.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 21. Januar 2016. Von Harald Freiberger

    Samstag 23.01.2016

  • Null-Prozent-Kredite im Netz

    Vermittlungsportale wie Check24 oder Smava bieten Konsumentenkredite über höchstens 1000 Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren. Für die Kredite werden keine Zinsen verlangt, das berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Versteckte Gebühren gebe es nicht.

    Dahinter stecken dennoch Banken. Beim Angebot von Check24 die Santander Consumer Bank, bei Smava ist es die Münchner Fidor Bank, so der Bericht.

    Null-Prozent-Finanzierungen seien beispielsweise bei Möbel- oder Autohäusern nichts Ungewöhnliches. Ein Kredit ist hier aber an ein bestimmtes Produkt gebunden. Das 1000 Euro-Angebot der Vergleichsportale hingegen kann der Kreditnehmer frei verwenden.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/die-ersten-internetportale-bieten-null-prozent-kredite-an-14021003.html
    Montag, 18. Januar 2016

    Dienstag 19.01.2016

  • IBAN: Was passiert, wenn Bankkunden Fehler unterlaufen?

    Ab 1. Februar dürfen Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften nur noch mit der internationalen Kontonummer IBAN erfolgen. Alle Zahlungen im alten Verfahren mit Bankleitzahl und Kontonummer dürfen die Geldinstitute dann nicht mehr akzeptieren.

    Wenn Bankkunden nach 1. Februar dennoch Bankleitzahl und Kontonummer benutzen, werden beispielsweise Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt. Denn dann führt die Bank den Auftrag nicht mehr aus und es droht nicht nur der Zahlungsverzug, sondern auch Extra-Kosten durch Zinsen und Mahngebühren, erläutert Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin.

    Aufpassen sollten Kunden auch beim Eintippen der IBAN. Denn wenn dem Verbraucher ein Zahlendreher passiert und das Geld auf dem falschen Empfängerkonto landet, muss der Kunde selbst dafür sorgen, dass er das Geld zurück erhält. Nach Angaben des Bankenverbandes soll eine zweistellige Prüfzahl, die durch einen komplizierten Algorithmus für jede IBAN ermittelt wird, Zahlendreher jeglicher Art jedoch verhindern.

    Um möglichst wenig Fehler zu machen, empfiehlt die Bundesbank die IBAN in Vierer-Blöcke zu unterteilen.

    Quelle:
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/finanzen/ab-1-februar-gilt-nur-noch-die-iban-aid-1.5684892
    Dienstag, 12. Januar 2016
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/zahlungsverkehr-in-wenigen-tagen-wird-die-iban-zur-pflicht-14000899.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 Donnerstag, 7. Januar 2016. Von Kerstin Papon

    Dienstag 12.01.2016

  • Geldanlage: Verluste durch falsche Bankberatung

    Ob offene Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen oder Goldfonds: Wenn der Bankkunde wegen falscher Informationen und Beratung alles auf ein angepriesenes Anlageprodukt setzt, verdient oft nur die Bank, die die Provision kassiert.

    Warum Privatanleger immer wieder falsche Anlageentscheidungen treffen? Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, sieht vor allem zwei Verantwortliche: Die Geldinstitute und die Fondsgesellschaften. „Jedes Jahr bringen beide neue Produkte raus, diese wollen sie natürlich verkaufen – und bewerben sie deshalb als neues Wunderprodukt.“ Noch dazu komme die mangelhafte Qualifikation mancher Bankberater. „Ein guter Berater weiß, dass sein Kunde das Portfolio streuen und nicht nur in das Produkt investieren sollte, was gerade das neueste auf dem Markt ist“, erläutert Nauhauser.

    Einfache Aktien- und Anleiheportfolios seien daher der beste Weg für eine langfristige Anlage, rät Nauhauser. Das richtige Portfolio könne bei überschaubarem Risiko das investierte Geld über einen langjährigen Zeitraum nicht nur sichern, sondern durchaus auch vermehren.

    Um auch mit wenig Geld möglichst breit zu streuen, empfehlen Vermögensverwalter, auf die sogenannten Exchange-Traded Funds – kurz: ETFs, börsengehandelte Fonds, zu setzen. Auch Nauhauser sieht diese passiven Anlagen als den Weg zum Erfolg.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/geldanlage-mit-diesen-geheimtipps-lagen-bankberater-daneben-a-1053941.html
    Montag, 28.12.2015. Von Tillmann Becker-Wahl

    Donnerstag 07.01.2016

  • Banken und Finanzen: Was sich 2016 ändert

    Strom, Steuern, Finanzen oder Versicherungen. Zum Jahreswechsel ändert sich vieles. Als Bankkunde sollten Sie folgendes wissen:

    Banken brauchen Steuer-ID

    Auch die Banken brauchen ab dem 1. Januar die Steuer-ID ihrer Kunden. Denn anderenfalls verlieren Freistellungsaufträge ihre Gültigkeit. Fehlen die Angaben, müssen Kunden aber keinen neuen Antrag stellen. Dafür reicht eine formlose Mitteilung an die Bank, so Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken.

    Endgültiges Aus für Kontonummer und Bankleitzahl

    Ab Februar gilt nur noch IBAN: Kontonummer und Bankleitzahl haben dann ausgedient. Privatpersonen müssen ab 1. Februar die IBAN verwenden. Diese Verpflichtung bestand für Unternehmen und Vereine schon länger. Die IBAN-Nummer finden Sie auf Ihren Kontoauszügen, im Onlinebanking oder auf ihrer Girocard.

    Baukredit schwieriger zu bekommen

    Bis zum 21. März 2016 muss die Bundesregierung die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite in deutsches Recht umsetzen. Hierdurch sollen Verbraucher EU-weit besser vor möglichen Pfändungen und Zwangsvollstreckungen geschützt werden. Banken werden demnach ab März verpflichtet, die Bonität ihrer Kunden bei der Vergabe von Immobilienkrediten stärker zu prüfen.

    Verletzt die Bank oder Sparkasse diese Pflichten, kann der Kunde seinen Kreditvertrag jederzeit kündigen. Als Folge der Auflagen erwartet die Verbraucherzentrale NRW, dass Banken kreditsuchende Kunden künftig häufiger abgewiesen werden.

    Quelle:
    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article150469799/Steuern-Finanzen-Versicherungen-Was-sich-2016-aendert.html
    Freitag, 31. Dezember 2015. Von Stephan Maaß

    Dienstag 05.01.2016

  • Mobile Banking. Die pushTAN-App der Sparkassen gehackt

    Um mit dem Smartphone unterwegs Bankgeschäfte abwickeln zu können, entwickeln Banken Apps. Damit können Kunden beispielsweise vom mobilen Gerät aus Überweisungen tätigen. Auf dem 32. Chaos Communication Congress (32C3) in Hamburg hat nun Vincent Haupert, Universität Erlangen, demonstriert wie das Mobile-Banking-Verfahren der Sparlassen ausgetrickst werden kann.

    Dazu müssen die Schutzmechanismen der pushTAN-App deaktiviert werden. Dannach muss nur Summe und Empfänger einer Überweisung auf dem Smartphone des Opfers verändert werden, zeigt diesem aber vor der TAN-Eingabe wieder die ursprünglichen Daten. Der Angriff auf einem fremden Gerät geschieht über eine manipulierte App, die das Opfer guten Glaubens installiert hat.

    Der Forscher hält dennoch Überweisungen von einem mobilen Gerät nicht im Allgemeinen für unsicher. Er rät aber: „die TAN auf einem separaten Gerät zu erstellen, im besten Fall auf einem sogenannten TAN-Calculator, in den man seine EC-Karte stecken muss, bevor er eine TAN generiert. ChipTAN- oder SmartTAN-Verfahren werden diese Prozesse genannt. Verfahren wie iTAN und mTAN müssen hingegen als unsicher gelten“, so Patrick Beuth, zeitonline.

    Quelle:
    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-12/mobile-banking-sparkasse-pushtan-app-gehackt
    Montag, 28. Dezember 2015. Von Patrick Beuth

    Dienstag 29.12.2015

  • Electronic-Cash-System: Das EC-Karten-Bezahlsystem ist unsicher

    Forscher der Berliner Firma Security Research Labs haben das EC-Bezahlsystem gehackt und weisen auf gravierende Schwächen hin.

    Mit einem alten Kassenbeleg, einem bei Ebay ersteigerten EC-Kartenterminal und einem Laptop sind die SRLabs-Forscher in der Lage, Konten beliebiger Händler und Geschäfte europaweit auszurauben.

    Wie das möglich ist? Das liegt an dem Datenprotokoll, mit dessen Hilfe “90 Prozent der Terminals in Deutschland mit den Banken kommunizieren”, erklären die Forscher. Es heißt Poseidon und wurde in den neunziger Jahren entwickelt. Seine Spezifikationen sind weitgehend unbekannt. Klar ist nur: Dieser Übertragungsweg wurde offenbar nie modernisiert.

    Quelle:
    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-12/electronic-cash-bezahlsystem-terminals-gehackt
    Dienstag 22. Dezember 2015. Von Patrick Beuth

    Mittwoch 23.12.2015

  • Robo-Advisor: Wenn der Roboter das Geld anlegt

    Der Ausweg aus Null-Prozent-Zinsen ist mühevoll. So scheint die Stunde für die voll automatisierte Geldanlage im Internet geschlagen zu haben. Denn immer öfter stößt man auf Anlageroboter und automatisierte Vermögensverwaltung. Finanztechnologiefirmen mit diesem Ansatz heißen Vaamo, Easyfolio, Scalable Capital, Cashboard oder Ginmon, so die Stuttgarter Nachrichten.

    So treffen Anlageroboter für den Kunden die Vorauswahl aus dem unübersichtlichen Angebot an Indexfonds. Fonds, die in der Regel auch bei einer klassischen Bank zu haben sind, aber selten angeboten werden, da die Banken vergleichsweise wenig dabei verdienen. Die Fintechs verzichten auf Berater und setzen auf automatisierte Prozesse, wodurch sie Kostenvorteile erzielen. Die Gebühren für die Dienstleistung der Anlageroboter sind unterschiedlich. Ginmon etwa berechnet als Grundgebühr jährlich 0,39 Prozent der Anlagesumme, dazu kommt eine Erfolgsbeteiligung von zehn Prozent des Gewinns.

    Aber nicht nur junge Unternehmen benutzen Robo-Advisoren, sondern auch die Deutsche Bank. Auf ihrer Online-Anlageplattform Maxblue will die Bank börsenerfahrene Anleger an sich binden wie auch junge Leute für die Börse gewinnen.

    Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sieht jedoch die Einstufung des Anlegertyps kritisch. Wichtig bleibt immer die Beratung und wie Chancen und Risiken präsentiert werden, damit der Anleger die richtige Entscheidung treffen kann. Mit sieben bis zehn Fragen, wie sie Anlageroboter stellen, sei es nicht getan.

    Für Tipps zum Geldanlegen im Netz lesen Sie:

    http://www.finanztip.de/robo-advisor/ Freitag 11. Dezember 2015. Von Finanztip-Redaktion

    Quelle:
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fintechs-wenn-der-roboter-das-geld-anlegt.327fc613-700a-4f47-8cf1-c9dbf46916cb.html Dienstag, 8. Dezember 2015. Von Sabine Marquard

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/geldanlage-trotz-niedrigzinsen/deutsche-bank-startet-mit-robo-advisor-anlageberatung-online-13953517.html Dienstag, 8. Dezember 2015. Von Tim Kanning

    Montag 14.12.2015

  • Abschied von Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ)

    Ab 1. Februar 2016 können private Bankkunden Lastschriften und Überweisungen in Euro nur noch mit der internationalen Kontonummer IBAN tätigen. Für Unternehmen und Vereine gilt das europäische Zahlungsverfahren SEPA (Single Euro Payments Area) bereits seit August 2014.

    Die allermeisten Bürger haben sich längst an die 22 Zeichen lange IBAN (International Bank Account Number) gewöhnt. Eine kleine Minderheit – etwa 10 % – jedoch hält immer noch an der alten Kontonummer fest, so Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Das gilt insbesondere bei Älteren oder bei Menschen, die etwa aus Sicherheitsgründen kein Onlinebanking nutzen. Künftig dürfen die Banken aber nicht weiter konvertieren. Das heißt, dass die Institute Überweisungsträger mit der alten Kontonummer zurückgeben müssen.

    Quelle:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesbank-sorgt-sich-um-endgueltige-IBAN-Umstellung-3032813.html
    Samstag, 5. Dezember 2015

    Dienstag 08.12.2015

  • Europäische Einlagensicherung: Wie deutsche Sparer haften

    Die EU-Kommission will ab 2017 schrittweise eine einheitliche Absicherung von Bankeinlagen in Europa etablieren. Bis 2024 soll eine europaweite Einlagensicherung aufgebaut werden. Auch alle deutschen Banken müssen mitwirken. Weiterhin sollen Spareinlagen bis zu 100.000 Euro in Europa geschützt sein, heißt es aus Brüssel.

    Die Bundesregierung und die deutschen Banken lehnen jedoch die EU-Pläne zur Einlagensicherung ab. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kritisiert, dass der EU-Vorschlag falsche Anreize zur Vergemeinschaftung von Risiken setze, anstatt – wie von der Bundesregierung gefordert – Risiken zu reduzieren.

    Für Lisa Nienhaus (FAZ) ist nicht einmal ein Sparbuch mehr sicher. Kommt die europäische Einlagensicherung, schreibt sie, bedeutet das, dass nicht nur die komplette gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands, sondern ganz Europas in einen Topf geworfen werden. „Der Topf wäre dann zwar viel größer, befüllt mit vielen Milliarden. Doch für den deutschen Sparer würde die Lage dadurch unsicherer. Denn der Topf müsste für wesentlich mehr Risiken aufkommen. Geht man davon aus, dass es in Europa außerhalb Deutschlands noch einige marode Banken gibt – etwa in Griechenland oder Italien –, dann kann der Topf schnell leer werden,“ so Nienhaus.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/deutsche-einlagensicherung-selbst-ein-sparbuch-ist-nicht-sicher-13937441.html Sonntag, 29. November 2015. Von Lisa Nienhaus

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/eu-kommission-legt-plaene-fuer-einheitliche-einlagensicherung-vor-13929548.html Dienstag, 24. November 2015

    Mittwoch 02.12.2015

  • Neuregelung für elektronische Zahlungen

    Der EU-Ministerrat hat nach Zustimmung des Europäischen Parlaments eine Richtlinie angenommen, mit der der EU-weite Markt für elektronische Zahlungen weiterentwickelt werden soll. Mit der Richtlinie soll ein sichereres Umfeld für Zahlungen, insbesondere über das Internet oder den Mobilfunk, gewährleistet werden.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/dokument/newsletter-verbraucherpolitik-eu-aktuell-212015
    von Dienstag, 24. November 2015
    http://zap.vzbv.de/8232f4d0-e749-4ff4-9f23-8f215fcefaaa/eu_newsletter_2015_21.pdf

    Freitag 27.11.2015

  • Die neue 20-Euro-Banknote

    Ab heute, 25. November 2015, gibt die Europäische Zentralbank (EZB) den neuen „Zwanziger“ aus. Dieser glänzt mit neuen, verbesserten Sicherheitsmerkmalen, dabei ändert das Design sich wenig. Die alten Zwanziger bleiben weiterhin gültig.

    Auf der Europakarte sind nun auch Malta und Zypern zu sehen, das Wort „Euro“ ist auch auf kyrillisch und die Abkürzung „EZB“ in nunmehr neun statt fünf Sprachen aufgedruckt, so FAZ.

    Die neuen Sicherheitsmerkmale:

    Im Wasserzeichen ist ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa zu sehen.

    Die „20“ ist eine glänzende Zahl auf der Vorderseite der Banknote. Je nach Blickwinkel verändert sich ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

    Das Hologramm ist ein silberner Streifen auf der Vorderseite und zeigt das €-Symbol, das Architekturmotiv und mehrfach die Wertzahl der Banknote.

    Unter dem nachfolgenden Link wird die neue Banknote von der Bundesbank vorgestellt:

    https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Bargeld/Euro_Banknoten/euro_banknoten.html

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/nachrichten/bargeldumlauf-der-neue-zwanziger-kommt-13929758.html
    Dienstag, 24. November 2015

    Mittwoch 25.11.2015

  • Smartphone-Bank Number26 führt Dispokredit ein

    Erst seit Jahresanfang bietet die Smartphone-Bank Number26 ein kostenloses Girokonto an. Und zwar eines, das von Anfang an komplett auf die Nutzung per Smartphone angelegt ist.

    Nun geht das Startup-Unternehmen einem Schritt weiter. Denn zum 1. Dezember bietet das sogenannte Fintech einer Dispokredit an. Laut Süddeutsche Zeitung sollen Kunden ihre Konten überziehen können, und zwar um maximal 2000 Euro zu Anfang für 8 Prozent Zinsen im Jahr. Wer als kreditwürdig eingestuft wird, erhält den Überziehungsrahmen sofort.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung. Von Meike Schreiber. Donnerstag, 19. November 2015

    Samstag 21.11.2015

  • Verbraucherschützer fordern Provisionsverbot bei Finanzberatung

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will Provisionen bei Finanzberatungen verbieten lassen. Aus Sicht der Verbraucherschützer führt die auf Provisionen basierende Finanzberatung zu Fehl- und Falschberatungen. Nicht zuletzt weil Finanzberater leicht in einen Interessenkonflikt gerieten, weil bestimmte Finanzprodukte wegen der damit verbundenen Provisionen sehr reizvoll seien.

    Verbraucher müssten sich jedoch auf die Qualität der Finanzberatung verlassen können, denn kaum ein Kunde sei in der Lage, Qualität, Leistung und Preis von komplexen Finanzdienstleistungen korrekt einzuschätzen.

    Das Beratungsprotokoll wurde deshalb in 2010 eingeführt. Dieses habe sein Ziel verfehlt, so der vzbv, weil es für das Protokoll keine eindeutigen, standardisierten Vorgaben gibt. Deshalb schlägt vzbv vor, im Zuge des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes ein Provisionsverbot einzuführen und den Stand der unabhängigen Honorarberatung zu verbessern.

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/verbraucherschutz-bundesverband-fordert-provisionsverbot-bei-finanzberatung/12586906.html
    Freitag, 13. November 2015

    Mittwoch 18.11.2015

  • Urteile zu Bankgebühren und Kündigungen 2015

    „Darlehensgebühren“ beim Bausparvertrag sind keine Bearbeitungsgebühren

    Ein Bausparer hatte auf Rückzahlung einer „Darlehensgebühr“, die mit Beginn der Darlehensauszahlung entrichtet werden musste, geklagt. Das Landgericht Stuttgart hat die Klage abgewiesen.

    Begründung: Bausparverträge sind keine Verbraucherkreditverträge, sondern Verträge besonderer Art, die sich aus einer Anspar- und Darlehensphase zusammensetzen.

    Daher helfe dem Bausparer auch nicht die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (vom 28.10.2014, Az.: XI ZR 348/13 und XI ZR 17/14) bezüglich der Bearbeitungsgebühr bei Verbraucherkrediten.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/urteil/darlehensgebuehren-beim-bausparvertrag-sind-keine-bearbeitungsgebuehren

    Bausparkasse darf „Kontogebühr“ berechnen

    Bausparkassen können von ihren Kunden eine Kontogebühr für die „bauspartechnische Verwaltung, die Kollektivsteuerung und die Führung einer Zuteilungsmasse“ erheben. So das Urteil des OLG Karlsruhe vom 16.06.2015 (17 U 5/14).

    Verbraucherschützer hatten bemängelt, dass eine Bausparkasse von ihren Kunden eine jährliche Kontogebühr verlangt hatte.

    Begründung: Das erhobene Entgelt sei erstens nicht unangemessen und zweitens diene es nicht nur der „bauspartechnischen Verwaltung“, sondern vor allem der „Kollektivsteuerung und Führung einer Zuteilungsmasse“. Bausparkassen seien hierzu nicht verpflichtet und können dafür eine Vergütung verlangen. In diesem Fall komme die Tätigkeit nicht allein der Bausparkasse zugute, sondern auch der Bauspargemeinschaft und so dem einzelnen Bausparer.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/urteil/bausparkasse-darf-kontogebuehr-berechnen

    Unwirksame Kündigungsklausel von Sparkassen

    Sparkassen können Girokonten auf Guthabenbasis nur kündigen, wenn ihnen die Fortführung des Girovertrags im Einzelfall unzumutbar ist. So das Urteil des Bundesgerichtshof vom 05.05.2015 (XI ZR 214/14).

    Im Wesentlichen bestätigte der BGH die Unwirksamkeit einer Sparkassenklausel zur Kündigung. Für die klagenden Verbraucherschützer benachteilige die Klausel die Bankkunden unangemessen, sei nicht intransparent oder verständlich.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/urteil/unwirksame-kuendigungsklausel-von-sparkassen

    Donnerstag 12.11.2015

  • Gewerbe: Abhängig von der Hausbank

    Über 27 Prozent der Mittelständler sind nach eigener Aussage bei der Unternehmensfinanzierung von ihrer Hausbank abhängig. Nur 23% der Unternehmen bezeichnen sich als von ihrer Hausbank völlig unabhängig. Laut Handelsblatt ist das das Ergebnis des “KMU-Banken-Barometer 2015” vom Bundesverband freier Berater e. V. in Düsseldorf.

    Die Autoren der Studie empfehlen daher, dass Mittelständler eine zweite in etwa gleich starke Hauptbankbeziehung zu einem weiteren Kreditinstitut aufbauen sollen.

    Quelle:
    Das Handelsblatt. Montag, 9. November 2015
    https://www.kmu-berater.de/leistungen-die-kmu-berater/kmu-fachgruppen/fg-finanzierung-rating/kmu-banken-barometer/

    Montag 09.11.2015

  • Anlageberatung: Beratungsprotokoll vor dem Aus

    Das Beratungsprotokoll bei Geldanlagen soll wieder abgeschafft werden. Künftig sollen Anlageberater ihren Kunden eine „Geeignetheitserklärung“ vorlegen, so ein Entwurf des Bundesfinanzministeriums.

    Diese Erklärung soll – vor Abschluss des Wertpapiergeschäfts – die erbrachte Beratung benennen und erläutern wie sie „auf die Präferenzen, Anlageziele und sonstigen Merkmale des Kunden abgestimmt wurde,“ schreibt die dpa.

    Verbraucherschützer kritisieren die in 2010 eingeführten Gesprächsprotokolle schon lange als mangelhaft und nicht zielführend.

    Quelle:
    Münchner Merkur, Mittwoch, 21. Oktober 2015
    dpa

    Freitag 06.11.2015

  • Das Konto für jedermann

    Künftig soll jeder in Deutschland ein Bankkonto mit Basisdienstleistungen wie Überweisungen, Ein- und Auszahlungen, Lastschriften und Kartenzahlung eröffnen dürfen. Banken können sogar zur Kontoeinrichtung gezwungen werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen.

    Kostenlos müssen Geldinstitute das künftige Basiskonto nicht anbieten, ihre Gebühren dafür müssen sich aber im Rahmen des Üblichen bewegen. Eine schlechte Bonität soll zur Ablehnung des Kontoantrags nicht ausreichen.

    Aber auch alle bestehenden Bankkunden sollen profitieren. So sollen beispielsweise Kunden vor und während der Vertragslaufzeit über die Entgelte für die Kontoführung informiert werden – etwa in einer jährlichen Kostenaufstellung. Außerdem ist die Einrichtung von Websites vorgesehen, auf denen die Verbraucher Vergleiche anstellen können. Für den Kontowechsel ist geplant, dass die alte und die neue Bank zur Zusammenarbeit gezwungen werden, etwa bei der Übertragung von Daueraufträgen. Der Wechsel soll dann binnen zwölf Geschäftstagen über die Bühne gehen.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/bundeskabinett-beschliesst-konto-fuer-jedermann-13880668.html
    Mittwoch, 28. Oktober 2015

    Donnerstag 29.10.2015

  • Neue Wege der Deutschen Bank

    Der neue Deutsche Bank-Chef John Cryan wird wie geplant die Postbank im kommenden Jahr abspalten, aber offenbar bleibt die Online-Tochter Norisbank in den Händen der Konzernmutter, schriebt Die Welt.

    Branchenkenner erwarten, dass sich das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank künftig stärker als bisher auf Besserverdiener konzentriert. Wenn man sich von der Massenmarkt-Marke Postbank trennt, dann bietet die Norisbank die Möglichkeit, Kunden mit kleinerem Geldbeutel an eine konzerneigene Direktbank zu verweisen.

    Die Norisbank wurde 2006 von der Deutschen Bank übernommen. Derzeit hat das kleinere Institut rund 500.000 Kunden.

    Quelle:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article147724723/Deutsche-Bank-will-untote-Tochter-reanimieren.html
    Sonntag 18. Oktober 2015. Von Sebastian Jost

    Freitag 23.10.2015

  • BGH-Urteil: Ersatz-EC-Karte darf nichts kosten

    Wer die Karte fürs Girokonto verliert und Ersatz braucht, muss dafür künftig nicht mehr zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Damit ist eine 15-Euro-Gebühr der Postbank nicht Rechtens, erläutert Tagesschau.de. Den Ersatz für eine gesperrte EC-Karte muss die Postbank künftig kostenlos ausstellen.

    Begründung: Der Kunde ist beim Verlust oder Diebstahl seiner Karte pflichtet, der Bank unverzüglich dies mitzuteilen, damit die Karte gesperrt werden kann. Das Ausstellen einer Ersatzkarte sei somit keineswegs eine Serviceleistung der Bank. Sie erfülle nur eine vertragliche Pflicht, argumentiert das Gericht.

    Also: Keine Kosten für eine Ersatzkarte, wenn sie vorher gesperrt wurde.

    Ausnahmen: Es gibt auch Fälle, in denen der Urteil nicht greift. Etwa wenn man eine Ersatzkarte braucht, weil man den Namen gewechselt hat oder weil die EC-Karte kaputt gegangen ist. Dafür dürfen Banken zur Kasse bitten. Nur eben bei Verlust nicht, also wenn die Karte gesperrt werden muss.

    Quelle:
    https://www.tagesschau.de/inland/bgh-urteil-ersatzbankkarte-101.html Dienstag, 20. Oktober 2015
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/postbank-bgh-erklaert-gebuehr-fuer-ersatz-bankkarten-fuer-unzulaessig-a 1058706.html
    Dienstag, 20. Oktober 2015

    Mittwoch 21.10.2015

  • Girokonto: Unrechtmäßige Bankgebühren

    Für diese Fälle müssen Bankkunden keine Gebühren zahlen:

    Zwangszusendung von Kontoauszügen:

    Wer länger als 30 Tage seine Auszüge nicht abholt, dem werden sie zugeschickt. Eine Gebühr dafür ist rechtswidig.

    Lastschriftrückgabe/Rücklastschrift:

    Wird eine Lastschrift mangels Kontodeckung nicht ausgeführt, darf die Bank kein Entgelt verlangen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schreibt dazu:
    „Bei fehlender Deckung kann sie Überweisungen bzw. Lastschrifteinzüge, die zu einer Überschreitung der eingeräumten Kreditlinie führen würden, dulden, muss es aber nicht. Lehnt sie die Ausführung ab, erbringt sie keine Leistung für den Kunden und kann somit hierfür nach Auffassung des Bundesgerichtshofes auch keine Vergütung verlangen.“
    Dasselbe gilt bei Daueraufträgen und Überweisungen. Eine Gebühr darf die Bank aber für die Benachrichtigung darüber erheben.

    Pfändungsgeschütztes Konto (P-Konto):

    Für die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto darf keine Gebühr erhoben werden.

    Geldempfang aus dem Ausland:

    Weil Banken bei Girokonten nur als Verrechnungsstelle tätig sind, müssen sie den Geldeingang ordnungsgemäß verbuchen – ohne aber ein zusätzliches Entgelt zu verlangen.

    Quelle:
    Abendzeitung. Dienstag, 29. September 2015
    http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/Bank/KostenGebuehren/02_ueberweisung_nicht_ausgefuehrt.html?nn=5583094

    Dienstag 13.10.2015

  • Kaufen im Netz: Kreditkarten-Gebühren werden verboten

    Wer mit Kredit- und Debitkarten (EC-Karten) im Internet zahlt, soll künftig keine Extra-Zuschläge (“Surcharges“) mehr löhnen. Das hat das EU-Parlament beschlossen. So sollen Verbraucher in Europa mehr Auswahl bei mobilen und Online-Zahlungsdiensten bekommen. Die neue Vorschrift soll ab 2017 gelten.

    Manche Unternehmen verlangen derzeit solche Aufschläge beim Online-Kauf mit Kreditkarte. Wer beispielsweise sein Bahnticket mit Kreditkarte bezahlt, muss 50 Cent extra zahlen. Auch Billigairlines bessern ihre Gewinne mit Kreditkarten-Gebühren auf.

    Allerdings umfassen die Bestimmungen nicht alle Kreditkarten:

    In erster Linie gelten die neuen Regeln für die von Banken ausgegeben Karten. Das betrifft etwa Mastercard und Visa. American Express und Diners Club bleiben dagegen ausgenommen, weil sie ihre Karten selbst ausgeben. Auch Firmenkarten, die nur für geschäftliche Zahlungen benutzt werden, fallen nicht darunter.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/nachrichten/eu-parlament-beschliesst-mehr-sicherheit-fuer-zahlungen-im-internet-13845773.html
    Donnerstag, 8. Oktober 2015

    Samstag 10.10.2015

  • Mitgefangen, mitgehangen: Die VW-Bank ausgebremst?

    Mit dem Abgas-Skandal hat die Bank nichts zu tun – und doch: die 100-prozentige Banktochter von Volkswagen spürt die Krise deutlich, so Meike Schreiber, Süddeutsche Zeitung.

    Zum einen hat sich die Kreditwürdigkeit des Konzerns verschlechtert. Daher muss die Bank auch höhere Zinsen zahlen, wenn sie am Markt Kapital aufnimmt. Denn wenn VW weniger Autos verkauft, drückt das die Gewinne der Bank, schreibt die Rating-Agentur Moody’s.

    Nach Einschätzung der SZ müssen sich Privatkunden, die ihr Erspartes in Tages- oder Festgeld bei VW Financial Services angelegt haben, dennoch keine Sorgen machen. Die Bank sei gut kapitalisiert und nicht von einer Pleite bedroht. Zudem sei sie in der gesetzlichen und privaten Einlagensicherung – die Kundeneinlagen sind damit abgesichert.

    Probleme könnte es mit etwa 16 % der Kredite, die direkt an Autohändler weltweit vergeben sind, geben. Verkaufen diese wegen der Krise weniger Autos und geraten dadurch in Schwierigkeiten, wird sich auch das negativ auf die Bilanz auswirken. Die Bank müsste dann zum Beispiel die Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite erhöhen.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abgas-affaere-jetzt-auch-noch-die-volkswagen-bank-1.2676089 Montag 5. Oktober 2015. Von Meike Schreiber

    Donnerstag 08.10.2015

  • Preisgekrönt: Die Cringle-App: Geld senden wie eine SMS

    Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat die App Cringle ausgezeichnet.

    Begründung: „Cringle schließt mit seiner App die Lücke zwischen Bargeldzahlung und Online-Überweisung, welche für alltägliche Kleingeldbeträge zu kompliziert sind und nicht mehr dem gegenwärtigen mobilen Zeitgeist entsprechen.“

    In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) hat der Startup-Gründer Joschka Friedag eine App entwickelt, um Geld per Smartphone an Freunde zu senden oder anzufordern.

    Im Unterschied zu anderen Geldsende-Apps müssen Nutzer bei Cringle kein neues Konto eröffnen, sondern nutzen ihr bestehendes Girokonto. Obwohl alle Lastschriften und Überweisungen von der DKB abgewickelt werden, muss man kein DKB-Kunde sein.

    So funktioniert´s:

    Der Nutzer lädt die Cringle-App aus dem Apple AppStore oder bei Google Play kostenfrei herunter. Man bestätigt (verifiziert) das eigene Smartphone, dann hinterlegt man die persönlichen Angaben. Ab jetzt kann der Nutzer, mit einer eigens festgelegten PIN, Geld senden und empfangen. Dazu wählt man einen Kontakt aus dem Telefonbuch aus.
    Es ist auch möglich Geld bei einem Kontakt anzufordern. Dazu wählt man die Funktion „Anfordern“ in der Cringle-App und den entsprechenden Kontakt.

    Laut Cringles Homepage:

    Ist das Micropayment kostenlos.
    Es gibt allerdings einer Transaktionslimit: Pro Monat kann man bis zu 100€ senden und 500€ empfangen.
    Die Transaktion dauert drei bis fünf Werktage.

    Laut DKB-Banks Homepage:

    Ist kein Prepaid-Guthaben und keine Kreditkarte erforderlich um teilzunehmen.
    Alle Transaktionen sind mit einer 256-bit SSL Verschlüsselung gesichert.

    Quelle:
    http://www.cringle.net/de/#about
    http://disq.de/2015/20150908-Innovationspreis-Start-up-B2C.html
    https://www.dkb.de/info/cringle
    http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-App-Check-Cringle-Schulden-per-App-begleichen-11283176.html

    Mittwoch 30.09.2015

  • Internet-Startups: Ohne Bank geht’s auch

    Mit günstigen Alternativen bedrohen Startups die Bankenbranche.

    Das Startup Number 26 aus Berlin bietet beispielsweise ein Girokonto für das Smartphone an. Transferwise hat es auf die Margen der Banken im Zahlungsverkehr abgesehen. Das Londoner Startup will Überweisungen in andere Währungsräume günstiger machen. Je nach Zielland zahlen Nutzer zwischen 0,5 und 2 Prozent Gebühr. Die Gebühren sind deshalb so niedrig, weil Transferwise die Kosten für den Umtausch spart. Der Londoner Dienst sammelt Überweisungen etwa aus Deutschland in die USA (in Euro) und umgekehrt (in Dollar) und begleicht sie innerhalb des jeweiligen Währungsraumes, erlautet Alexander Demling von der Spiegel.

    Die vielen Startups wie die Kreditplattformen Funding Circle oder Zencap bedrohen auch deshalb das Geschäftsmodell der deutschen Banken, weil das schon immer auf einer Mischkalkulation basierte. So kommt es, dass die Banken mit meistens teuren Angeboten ihr Filialnetz finanzieren, doch ein Internet-Unternehmen braucht eben keine Filialen. Und wer wie Iwoca oder Kreditech die Kreditwürdigkeit seiner Kunden vor allem mit Algorithmen prüft, kann sich viel Personal sparen.

    Quelle:
    _http://www.spiegel.de/wirtschaft/fintech-start-ups-bedrohen-banken-branche-a-1052341.html _ Von Alexander Demling

    Samstag 26.09.2015

  • Drohung mit der Schufa: Was ist erlaubt?

    Bei einer nicht bezahlten Rechnung dürfen Firmen nicht gleich mit einem Schufa-Eintrag drohen, so anwaltauskunft.de. Die Schufa darf nur informiert werden, wenn der Schuldner mindestens zwei Mahnungen erhalten hat. Zudem müssen zwischen erster Mahnung und Schufa-Meldung mindestens vier Wochen liegen.

    Außerdem muss der Schuldner rechtzeitig über die drohende Meldung an die Schufa informiert werden und die Forderung nicht besprochen haben. Ansonsten setzen Mahnungen mit der Drohung eines Schufa-Eintrages die Verbraucher auf unfaire Weise unter Druck, so der Bundesgerichtshof.

    Wie widerspreche ich einer Forderung?

    Wenn man mit einer Rechnung oder Mahnung nicht einverstanden ist, kann man der Forderung einfach widersprechen. Es reicht aus, dem Gläubiger schriftlich mitzuteilen, dass die Forderung nicht berechtigt ist – am besten per Einschreiben.

    Zugleich sollte man dem Gläubiger gegenüber erklären, dass man schon jetzt einer Weitergabe von eigenen Daten an die Schufa Holding AG widerspricht, erklärt die Berliner Rechtsanwältin Ulrike Westhauser.

    Quelle:
    https://anwaltauskunft.de/magazin/geld/kapital-steuern/950/drohung-mit-der-schufa-was-ist-zulaessig/

    http://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/wirtschaftsrecht/die-macht-der-schufa-und-anderer-wirtschaftsauskunfteien_210_305272.html

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/banken-schufa-und-die-bonitaet-der-kampf-gegen-den-falschen-schufa-eintrag/11895206-all.html

    Mittwoch 23.09.2015

  • Falschberatung: Forderung nach gesetzlichem Provisionsverbot

    Nach wie vor werden Verbrauchern ungeeignete und teure Finanzprodukte verkauft, weil der Verkauf dieser Produkte für Banken und Finanzvermittler lukrativ ist, erklärt Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. So aber können Sparen und Altersvorsorge nicht funktionieren. Nur ein Provisionsverbot kann Verbraucher gegen Falschberatung wirklich schützen, lautet die Forderung.

    Insbesondere die Beratungsprotokolle sehen die Verbraucherschützer kritisch. Demnach werden die Protokolle nicht zum Nutzen der Verbraucher geführt. Weder ist der Beratungsverlauf nachvollziehbar, noch unterstützen sie die Qualität der Anlageberatung. Vielmehr scheinen die Anbieter die Protokolle zu missbrauchen, um sich von der Haftung gegenüber Kunden zu befreien.

    Eine Trennung von Beratung und Verkauf sei daher notwendig. Da Geldinstitute und Finanzvermittler vom jetztigen Provisionssystem deutlich profitieren und Provisionen weiterhin versteckt werden können, habe die honorarbasierte Finanzberatung kaum eine Chance. Ohne ein gesetzliches Verbot von Provisionen wird die Honorarberatung nicht über ein Nischendasein am Markt hinauskommen, so Mohn. Als Vorbild nennt sie Großbritannien und die Niederlande.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/meldung/sieben-jahre-nach-lehman-pleite-provisionsverbot-ueberfaellig
    Freitag 11. September 2015 > Onlinemeldung

    Mittwoch 16.09.2015

  • Immer mehr Bankkunden möchten Konto wechseln

    Nach einer Befragung der Comdirect Bank überlegen 58 Prozent der Deutschen, ihre Hauptbankverbindung zu wechseln. Der Grund: Sie sind mit der eigenen Bank nicht zufrieden. Doch nur 21 Prozent haben schon einmal das Geldinstitut gewechselt.

    Dass so wenig Bankkunden tatsächlich wechselbereit sind, liegt erstens daran, dass sie keine überzeugende Alternative gefunden haben. Und zweitens geht es um den Aufwand: die Übertragung von Lastschriftangaben, Daueraufträgen und die damit verbundene Information an Zahlungspartner. Drittens: Der Aufwand für die Einsendung vom Formularen und die Identitätsprüfung.

    Vielen Banken werben deshalb damit, diese Arbeit zu übernehmen. Außer Comdirect auch beispielsweise die Sparda-Bank Hessen oder die Stadtsparkasse München. Dabei variiert der Grad der Hilfeleistung.

    Wichtiges neues Gesetz

    Eine bevorstehende Gesetzesänderung (Zahlungskontengesetz), das im Frühjahr 2016 in Kraft treten soll, soll nun einen Wechsel des Girokontos vereinfachen. Künftig sollen Verbraucher das Recht erhalten, das neue Geldinstitut damit zu beauftragen, den lästigen Papierkram zu übernehmen und für die Übernahme der automatisierten Zahlungen Sorge zu tragen.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/nachrichten/kontenwechsel-fuer-girokonto-wird-einfacher-13793362.html
    Mittwoch, 9. September 2015. Von Martin Hock

    Montag 14.09.2015

  • Finanzberatung. Banken und ihre Kunden verstehen sich oft nicht

    “Verständliche Sprache ist nicht nettes Beiwerk, sondern entscheidend, um Vertrauen bei
    den Kunden aufzubauen”, sagt Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. In einer Studie, die der Wissenschaftler 2014 veröffentlichte, schnitten viele der 62 untersuchten Banken dabei schlecht ab.

    Für Bankangestellte mögen Fachbegriffe und Sätze wie eine “konsequente Bottom­up-
    Strategie mit Diversifikation, dynamischer Asset­Allokation und Risikobegrenzung” Alltag
    sein. Ihre Kunden können dies in der Regel nicht verstehen. Es geht aber schon mit
    Worten wie „Saldo“ los, so Brettschneider. Das Problem betrifft die mündliche und auch
    schriftliche Beratung.

    Ob ein Bankkunde die Beratung als schlecht empfindet hängt oft damit zusammen, ob
    der Bankberater ungeduldig wirkt, für Laien unverständliche Fachbegriffe verwendet oder
    er den Kunden nicht ausreden lässt, erklärt der Professor. Er empfliehlt den Banken
    Fachbegriffe in verständliche Sprache zu übersetzen. Es lohnt sich. Ansonsten wechseln
    die Kunden entweder den Bankberater oder sogar das Geldinstitut.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 8. September 2015. Von Felicitas Wilke

    Donnerstag 10.09.2015

  • Flüchtlinge: Eröffnung eines Bankkontos wird erleichtert

    Die Finanzaufsicht BaFin hat als Übergangsregelung die Vorgaben für Dokumente gelockert, mit denen Flüchtlinge in Deutschland ein Bankkonto eröffnen können, so berichtet der Spiegel.

    Auf Grund des Geldwäschegesetzes, das von Banken verlangt, ihre Kunden genau zu kennen, scheitert immer wieder eine Kontoeröffnung. Denn Flüchtlingen fehlen oft Dokumente, um sich zu identifizieren.

    Ab sofort werden eine Reihe von Dokumenten deutscher Ausländerbehörden akzeptiert, um die Mindeststandards einer Kontoeröffnung zu erfüllen. Dazu gehören Duldungspapiere beziehungsweise vorläufige Aufenthaltsgestattungen, die nicht als Ausweisersatz erteilt wurden.

    Zudem „besteht ein übergeordnetes Interesse, möglichst allen Flüchtlingen den Zugang zu einem Konto zu eröffnen, um die Entstehung unkontrollierter Bargeldströme zu verhindern,” so die Finanzbehörde. Außerdem ist die Auszahlung von Sozialleistungen ohne eigenes Konto nicht möglich.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/finanzaufsicht-erleichtert-fluechtlingen-eroeffnung-von-bankkonten-a-1051049.html

    Mittwoch 09.09.2015

  • Darf eine Bausparkasse einen überzahlten Bausparvertrag kündigen?

    Sinn und Zweck des Bausparens ist, dass der Kunde nach einer Sparphase das Bauspardarlehen in Anspruch nimmt. Dies geht nicht mehr, wenn die gesamte Bausparsumme angespart wurde. Ob eine Bausparkasse einen schon angesparten Bauspardarlehensvertrag kündigen darf, hängt maßgebend von die Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge ab.

    Quelle:
    _http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Bausparen/bausparen_faq_tab.html;jsessionid=C0FBB1C696230D73DC1CCE5434E9CFC0.1_cid363?nn=5583244

    Freitag 04.09.2015

  • Wann gelten Geldanlagen mündelsicher?

    Per Definition gelten Vermögensanlagen dann als mündelsicher, wenn ein Wertverlust der Anlage praktisch ausgeschlossen ist, so Daniela Bergholt, Rechtanwältin.

    Wenn ein Betreuer Geld anlegt, hat der Vormund heutzutage ein schweres Los, denn dies muss grundsätzlich mündelsicher erfolgen. Mündelsicherheit bedeutet, dass die Geldanlage davor geschützt ist, dass durch Insolvenz des kontoführenden Institutes ein Verlustrisiko eintritt (Einlagensicherungsfonds).

    Mündelsichere Anlageformen sind in § 1807 BGB genannt, wobei heutzutage hauptsächlich öffentliche Anlagen (z.B. Bundesschatzbriefe) und festverzinsliche Anlagen bei Banken und Sparkassen gemeint sind.

    Wenn man jedoch die Entwicklung der Bundes- und Länderanleihen betrachtet, die heute als mündelsicher gelten, muss man diesen Sicherheitsanspruch überdenken, meint Bergholt. Denn gerade diese Anlagen haben in den letzen Jahren Verluste eingefahren – wenn keinen Kapitalverlust, so doch einen realen Wertverlust, da die Verzinsung den Kaufkraftschwung nicht auffängt.

    Die klassischen Sparbücher und Tagesgeldkonten gehören zu den mündelsicheren Anlageformen. Aktien gelten nicht als mündelsicher.

    Quelle: Münchner Merkur. Freitag, 28. August 2015. Von Daniela Bergholt, Rechtsanwältin
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mündelgeld

    Montag 31.08.2015

  • Bargeld an fremden Geldautomaten wird teuer

    Banken der Cash Group, wie Deutsche Bank, Postbank oder Commerzbank, bitten künftig Kunden anderer Geldinstitute, etwa der Sparkassen oder der Volksbanken, an ihren Geldautomaten zur Kasse.

    Alle Banken, die Mitglied der Cash Group sind, haben sich in Sachen Geldautomaten zusammengetan. Das heißt: Hebt ein Commerzbank-Kunde an einem Automaten der Postbank Geld ab, kostet ihn das keine Gebühren. Für den Kunden einer anderen Bankgruppe, beispielsweise der Sparkassen oder der Volksbanken, wird eine Gebühr fällig.

    Die neuen Gebühren für’s Geldabheben für Fremdkunden:

    Ab 1. September 2015 verlangt die Deutsche Bank statt 1,95 Euro kunftig 3,95 Euro.
    Die Postbank macht es ebenso.

    Ab 1. Oktober 2015 verlangt die Commerzbank statt 1,95 Euro kunftig 3,95 Euro.

    Damit reagieren die Privatbanken darauf, dass sich die Kreditwirtschaft bis heute nicht auf eine einheitlich akzeptable Gebühr einigen können. Zudem sind die Kosten für die Bargeldversorgung gestiegen, argumentiert die Commerzbank.

    Verbraucherschützer halten jedoch das Kostenargument für vorgeschoben. Vielmehr wollen die Banken sich mit höheren Entgelten gesund stoßen, so Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Laut Verbraucherschützern ist die Anhebung der Gebühren zwar ärgerlich, aber dennoch rechtens.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Montag, 24. August 2015. Von Berrit Gräber und Meike Schreiber

    Freitag 28.08.2015

  • Gebühren, die Banken nicht verlangen dürfen

    Trotz Gerichtsurteile oder gesetzlicher Vorgaben kommt es immer wieder vor, dass Banken Geld für Leistungen verlangen, die sie kostenlos erbringen müssen. Was die Bank in Rechnung stellt, sollte der Bankkunde daher immer kontrollieren, rät Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

    Beispiele:

    Nicht erlaubt ist eine Gebühr immer dann, wenn das Geldinstitut eine gesetzliche Pflicht erfüllt wie:

    • die Änderung von Freistellungsaufträgen,
    • das Verbuchen eingehender Raten für ein Baudarlehen und eine entsprechende Information an den Kunden.

    Gratis müssen auch Leistungen sein, die ein Geldinstitut im eigenen Interesse ausführt wie:

    • die Wertermittlung einer Immobilie,
    • die Bearbeitung von Verbraucherkrediten,
    • die Berechnung von Darlehen jeder Art ( BGH XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13),
    • das Einrichten oder Auflösen von Girokonten oder Sparbüchern,
    • das Führen eines Darlehenskontos (BGH XI ZR 388/10).

    Außerdem dürfen Geldinstitute kein Geld für‘s Wechseln von Depots einfordern oder für die notwendige Nachforschung, ob eine Überweisung beim Empfängerkonto angekommen ist.

    Achtung! Bereits abgebuchte, unzulässige Entgelte können in der Regel drei Jahre lang zurückgefordert werden, erklärt Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gebuehren-wofuer-banken-geld-verlangen-duerfen-1.2618094
    Sonntag, 23. August 2015. Von Berrit Gräber

    Dienstag 25.08.2015

  • Tipps zur Prepaid-Kreditkarte

    Die Prepaid-Kreditkarte ist in erster Linie für Bankkunden bestimmt, die keine andere Kreditkarte erhalten. Vor allem für Jugendliche oder Personen mit schlechter Schufa-Bonitätsbewertung, schreibt Finanztip. Ebenso für Freiberufler ohne ein regelmäßiges Einkommen, die oft Schwierigkeiten haben, eine herkömmliche Kreditkarte zu erhalten.

    Der Unterschied zur klassischen Kreditkarte liegt darin, dass die Bank keinen Kredit gewährt, sondern die Zahlungen über das vorher einbezahlte Guthaben abwickelt.
    Untenstehende Angebote bewertet Finanztip als die zur Zeit besten Angebote:

    für Jugendliche: Wüstenrot Bank (Visa)
    für Kinder ab 7 Jahren erhältlich
    keine Jahresgebühr 

    ohne Schufa-Prüfung: Fidor Bank (Mastercard)
    keine Schufa-Bonitätsprüfung
    8,95 Euro Jahresgebühr

    ohne Schufa-Prüfung: Number 26 (Mastercard)
    Schufa-Bonitätsprüfung nur im Ausnahmefall
    keine Jahresgebühr

    Allerdings haben viele Prepaid-Kreditkarten Nachteile, beispielsweise:

    Höhere Kosten (versteckte Gebühren) und einige Einschränkungen, wie beispielsweise der täglich verfügbaren Menge an Bargeld auf wenige hundert Euro, usw.

    Kaution: Bei der Buchung beispielsweise von Mietwagen kann es zu Problemen kommen, da manche Anbieter die Prepaid-Kreditkarte nicht als Sicherheit akzeptieren.

    Quelle:
    _http://www.finanztip.de/kreditkarten/prepaid/ _ Dienstag, 28. Juli 2015. Von Dr. Manuel Kayl

    Samstag 15.08.2015

  • Postbank: Vorsicht beim Telefonbanking

    Telefonbanking ist nicht unbedingt eine sichere Sache. Im konkreten Fall ist ein Postbankkunde um 9.200 Euro ohne sein Tutun geprellt worden, berichtet die ARD-Sendung Plusminus. Was ist schief gelaufen?

    Der betrogene Postbankkunde hat seine PIN nur einmal benutzt, als er Kontoauszüge bei der Postbank telefonisch anforderte. Nun vermutet er, dass sein drahtloses Telefon (DECT-Telefon) möglicherweise abgehört wurde. Plusminus machte mit einem IT-Sicherheitsexperten einen Test. Das Ergebnis: Wer sich eine entsprechende Software aus dem Internet besorgt, kann mit Hilfe einer sogenannten PCMCIA-Karte über den Laptop im Umkreis von etwa 300 Metern um ein DECT-Telefon die Gespräche mithören. Und so natürlich auch die PIN Nummer erfahren.

    Die Postbank erklärt dazu: Wenn der Kunde nicht selber die Überweisung veranlasst hat, dann ist er grob fahrlässig mit seiner PIN umgegangen, sodass der unbekannte Dritte sie nutzen konnte. Demzufolge weigert sich die Postbank, den Schaden auszugleichen.

    Quelle:http://www.daserste.de/information/wirtschaftboerse/plusminus/sendung/ndr/telefonbanking-100.html Sendetermin: Mittwoch, 5. August 2015. Von Thilo Eckoldt

    Freitag 07.08.2015

  • Urteil: Vorsorgevollmacht bei der Bank

    Eine Vorsorgevollmacht, die zur Vornahme von Vermögensangelegenheiten berechtigt, berechtigt den Bevollmächtigten auch zur Verfügung über das Bankkonto des
    Vollmachtgebers. Vorausgesetzt, für das Konto wurde zuvor keine gesonderte
    Bankvollmacht erteilt, so ein aktuelles Urteil des Landgerichts Detmold.

    Damit spricht sich das Gericht gegen die gängige Bank-Praxis: Denn viele Banken verlangen neben der Vorsorgevollmacht noch die Erteilung einer gesonderten
    Bankvollmacht mittels bankeigener Formulare.

    Akzeptiert das Geldinstitut alleine die Vorsorgevollmacht nicht und hindert den Vollmachtempfänger daran, Bankgeschäfte zu tätigen, macht diese sich schadensersatzpflichtig.

    Quelle:
    Urteil des Landgerichts Detmold vom 14. Januar 2015, Az.: 10 S 110/14
    Geteilt auf Google+ von Sandra Ruppin, Rechtsanwältin

    Donnerstag 06.08.2015

  • Urteil zu Geschäftskunden: Keine Gebühr für Falschbuchungen

    Banken dürfen bei Geschäftskonten nicht grundsätzlich jede Buchung berechnen, so hat der Bundesgerichtshof entschieden. Somit hat das Gericht eine Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau für unwirksam erklärt.

    Die Klausel sah ein Entgelt “pro Buchungsposten” vor: Das Geldinstitut erhob somit auch Gebühren für Falschbuchungen, die es selbst zu verantworten hatte. Das widerspreche dem Gesetz, so das Gericht.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bundesgerichtshof-kippt-gebuehr-fuer-falschbuchungen-a-1045714.html

    Donnerstag 30.07.2015

  • Ich habe meine PIN verloren oder vergessen

    Da die PIN nur alleine Ihnen und nicht der Bank bekannt ist, müssen Sie, wenn Sie die PIN verloren oder vergessen haben, bei Ihrer Bank eine neue Karte mit einer neuen PIN bestellen. Die Bank kann hierfür eine Gebühr verlangen.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Karten/karten_haeufigeFragen_genTab.html?nn=5583180

    Montag 27.07.2015

  • EC-Karte geklaut. Wer haftet für Bargeldabhebungen?

    Wenn unberechtigterweise Geld mit Ihrer gestohlenen Bankkarte abgehoben worden ist, sind Sie verpflichtet, sofort Ihre Bank zu benachrichtigen und den entstandenen Schaden zu melden. Laut anwaltauskunft.de muss die Bank grundsätzlich den Schaden tragen, wenn nach dem Diebstahl etwas auf dem Konto passiert.

    Nach Abzug einer gesetzlich möglichen Eigenbeteiligung von maximal 150,00 Euro wird Ihnen Ihre Bank den Schaden zurückerstatten. Vorausgesetzt ist allerdings, dass alle Sorgfaltspflichten nach den Bedingungen für die Benutzung der Karte erfüllt wurden. Denn die Bank könnte Ihnen auch eine Mitschuld am Schaden unterstellen.

    Beispielsweise wenn Sie fahrlässig mit Ihrer PIN umgegangen sind. Ein klassischer Fehler ist, die PIN auf einem Zettel zu notieren und zusammen mit der Karte in der Geldbörse mitzuführen. In diesem Fall haftet der Karteninhaber in vollem Umfang für die entstandenen Schäden.

    Quelle:
    _https://anwaltauskunft.de/ratgeber/ihr-recht/bankrecht/faq/?tx_davadvisor_faq%5BfaqItemUid%5D=3&cHash=23b810f7c2b8c2927cb16bdd86894f6f

    _http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Karten/11_betrugsfall.html?nn=5583180

    Donnerstag 23.07.2015

  • Kredit durch die Bank gekündigt. Was ist erlaubt?

    Ein Dispokredit, also ein Kredit ohne feste Laufzeit, kann jederzeit ohne Grund von der Bank gekündigt werden. In der Regel geschieht dies unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist, die meist sechs Wochen beträgt, erläutert anwaltauskunft.de.

    Dagegen kann eine Bank einen mit einem Kunden abgeschlossenen Kreditvertrag nur unter bestimmten Voraussetzungen kündigen. Der häufigste Kündigungsgrund ist der Zahlungsverzug des Kunden. Im gegebenen Fall kann sich der Kunde zur Wehr setzen, indem er sich auf eine Kündigung zur Unzeit beruft.

    Eine fristlose Kündigung kann auch dann vorliegen, wenn der Verbraucher etwa falsche Angaben über seine finanzielle Situation gemacht hat. Ebenso wenn der Kunde vereinbarte Sicherheiten nicht stellt oder vorhandene Sicherheiten wesentlich an Wert verlieren. In diesen Fällen ist jedoch eine vorherige Abmahnung erforderlich.

    Quelle:
    https://anwaltauskunft.de/ratgeber/ihr-recht/bankrecht/faq/?tx_davadvisor_faq%5BfaqItemUid%5D=8&cHash=6d7839251318a3aa4baa8dfa5bdd72c8

    Montag 20.07.2015

  • Gesetz: Verbraucherschutz bei Immobiliendarlehen und Dispokrediten

    Per Gesetz will nun die Bundesregierung die Banken verpflichten, ihren Kunden beim Überziehungskredit billigere Alternativen anzubieten. Denn für Dispokredite berechnen die Geldhäuser Zinsen, die meist weit höher sind als bei anderen Kreditformen, wie beispielsweise einem Konsumenten- oder Rahmenkredit.

    Laut Spiegel ist vorgesehen, dass Banken ein Gespräch über kostengünstigere Alternativen anbieten müssen, wenn jemand seinen Dispokredit ein halbes Jahr lang zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent ausschöpft hat.

    Damit die Verbraucher Zinsätze miteinander vergleichen können, sollen die aktuellen Zinssätze gut sichtbar im Internet veröffentlicht werden, so Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD). Die Zinssätze gesetzlich zu “deckeln”, also eine maximal zulässige Höhe vorzugeben, wie es Verbraucherschützer fordern, ist im Gesetz nicht vorgesehen.

    Das Gesetz verpflichtet außerdem Kreditgeber, Kunden vor der Vergabe von Immobiliendarlehen, deren Kreditwürdigkeit streng zu prüfen. Auch im Sinne der Verbraucher um unverantwortliche Kreditvergaben zu vermeiden, erläutert beck-aktuell. In diesem Zusammenhang ist eine Kopplung mit anderen Finanzprodukten nur noch in bestimmten Fällen erlaubt. Die beliebte Kombination von tilgungsfreiem Darlehen und Lebensversicherung dürfte somit bald zur Vergangenheit gehören, so die Welt.

    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/heiko-maas-gesetz-soll-verbraucher-vor-dispozinsen-schuetzen-a-1043796.html Mittwoch, 15. Juli 2015

    http://www.welt.de/finanzen/article144067937/Neue-Hoffnung-im-Kampf-gegen-den-Dispo-Wucher.html Mittwoch, 15. Juli 2015. Von Karsten Seibel

    http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/gesetzentwurf-verbraucherschutz-bei-immobiliardarlehen-und-dispokrediten-soll-verbessert-werden Mittwoch, 15. Juli 2015.

    Donnerstag 16.07.2015

  • Start-up-Unternehmen mischen die Finanzwelt auf

    FinTechs (aus „Finanzen“ und „Technologie“) nennt man Start-ups, die ins Geldgeschäft drängen und den etablierten Banken Konkurrenz machen wollen. Vaamo, Fidor oder Moneymeets nennen sie sich. Sie wollen das Bankgeschäft für die Kunden vereinfachen, erläutert die SZ. Laut Focus setzen Finanz-Start-ups darauf, dass die Generation unter 40 in Zukunft selten einen Fuß in die Filiale setzen, sondern Bankgeschäfte fast nur noch online abwickeln wird.

    Die Dienstleister aus dem Netz profitieren dabei von der Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie dem Trend zum Speichern von Daten in der „Cloud“.

    Die meisten der Internet-Finanzfirmen bieten klassische Dienstleistungen rund um die Kreditvergabe oder den Zahlungsverkehr an, ähnlich wie PayPal. Andere FinTechs helfen bei Anlageentscheidungen oder sammeln beispielsweise finanzmarktrelevante Twitter-Nachrichten.

    Mit Apps für die Kontoführung kann man beispielsweise Daten aus einem Rechnungsdokument einscannen und sich so das Abtippen von endlos langen Iban-Nummern sparen, um eine Überweisung auszuführen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 15. Juli 2015
    http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/hintergrund-die-alternative-aus-dem-netz-wie-startups-die-finanzwelt-aufmischen_id_4816846.html Mittwoch, 15. Juli 2015

    Mittwoch 15.07.2015

  • Immobilienkredit: Die Kehrseite eines Widerrufs

    Wegen fehlerhaften Widerrufsbelehrungen gilt bei vielen Immobiliendarlehen keine Frist für den Widerruf. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bedeutet das, dass der Widerruf nicht nur binnen 14 Tagen ausgeübt werden kann, sondern unbefristet.

    Das könnte sich für die Kreditnehmer lohnen. Denn wegen der aktuell niedrigen Zinsen könnten sich die Verbraucher ihre teuer verzinsten Kredite durch billigere ersetzen. “Obendrein entfällt eine teure Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank, die bei Bestehen eines Kündigungsrechts fällig wäre”, so die Verbraucherzentrale NRW.

    Doch der Widerruf des Kreditvertrages muss sehr gut überlegt werden. Denn der Schuldner muss mit dem Widerruf auch Pflichten erfüllen: Beispielsweise den ausstehenden Kreditbetrag innerhalb von 30 Tagen zurückzahlen, warnen die Verbraucherschützer. Geschieht dies nicht, droht die Zwangsversteigerung und der Verlust der Immobilie. Der Kreditnehmer muss also sichergehen, dass er das Geld mit eigenen Mitteln oder einem neuen Darlehen zurückzahlen kann.

    Zudem müssen die Verbraucher sich auf den Widerstand der Banken einstellen. Denn zahlreiche Banken akzeptieren den Widerruf nicht, was einen Gang vor Gericht nötig machen könnte.

    Quelle: http://www.banktip.de/News/29508/-widerrufs-joker-fuer-den-immobilien-kredit.html

    Montag 13.07.2015

  • Gebührenerhöhung am Bankautomaten

    Kunden anderer Banken, die die Geldautomaten von Deutscher Bank, Postbank oder Commerzbank nutzen wollen, müssen in Zukunft mit höheren Gebühren rechnen.

    Laut Handelsblatt haben die Privatbanken die bisherige Deckelung bei 1,95 Euro aufgekündigt. Bankkunden innerhalb der Cash Group, zu der neben den drei genannten Banken auch die Hypo-Vereinsbank (HVB) gehört, sind davon nicht betroffen.

    Commerzbank: Zum 1. Oktober müssen beispielsweise Sparkassenkunden 3,90 Euro für das Nutzen von Commerzbank-Automaten berappen.

    Deutsche Bank: Wie hoch die Gebühren für Nichtkunden bei der Deutschen Bank werden, ist noch nicht beschlossen. Eine Erhöhung steht jedoch fest.

    Postbank: Auf Grund hoher Kosten und niedriger Zinsen wirft das klassische Bankgeschäft immer weniger ab. Deshalb kommt es zu einer Gebührenerhöhung, so ein Sprecher.

    Sparkassen: Bis jetzt stellen die Sparkassen Fremdgehern im Durchschnitt 4,00 Euro in Rechnung.

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/recht/bankgebuehr-banken-langen-am-geldautomaten-zu/12026270.html Mittwoch, 8. Juli 2015. Von Frank Matthias Dros
    _http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bankautomat-wenn-fremdgehen-teurer-wird-1.2556416 _ Mittwoch, 8. Juli 2015. Von Meike Schreiber

    Donnerstag 09.07.2015

  • 10.000-Euro-Scheck: Ein neuer Trick der Bausparkassen

    Derzeit versendet die BHW unaufgefordert Verrechnungsschecks mit Beträge von teilweise mehreren 10.000 Euro an einen Teil ihrer Kunden. Dahinter steckt eine fiese Masche, so Bild.

    Die Bausparkassen wollen Kunden mit hochverzinsten Altverträgen von bis zu 4,25 % los werden, warnen Verbraucherschützer. „Wer den Scheck einlöst, stimmt im schlimmsten Fall einer Auflösung seines gut verzinsten Bausparvertrages zu“, erläutert Markus Feck von der Verbraucherzentrale NRW.

    Wer ist betroffen? Post mit einem Scheck erhalten die Kunden, die nicht auf die vorherige Kündigung der Bausparkasse reagiert haben. Die würde jedoch mit der Einlösung eines solchen Schecks wirksam werden!

    Quelle: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/bausparkassen/verschicken-10000-euro-schecks-41632516.bild.html Samstag, 4. Juli, 2015

    http://www.focus.de/immobilien/verbraucherschuetzer-waren-neue-masche-bausparkassen-verschickt-10-000-euro schecks_id_4795530.html Sonntag, 5. Juli, 2015

    Montag 06.07.2015

  • Ersparnisse von Bankkunden besser geschützt

    Am 3. Juli 2015 ist das neue Einlagensicherungsgesetz in Kraft getreten.

    Grundsätzliches: Im Falle einer Bankenpleite bleibt es beim gesetzlich garantierten Schutz von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank. Dieses Mindestschutzniveau soll nun in allen 28 EU-Staaten gelten.

    Bereits ab dem 1. Juni 2016 sollen Sparer in Deutschland nach einem Bankrott der Bank schneller an ihr Geld kommen. Bankkunden erhalten demnach Einlagen innerhalb von sieben Arbeitstagen zurück. Derzeit gilt eine Frist von 20 Tagen.

    Weitere Verbesserungen:

    Bei einer Pleite eines Geldinstutes in einem anderen EU-Land, das auf dem deutschen Markt mit einer Zweigstelle vertreten ist, arbeiten die jeweiligen Sicherungssysteme automatisch zusammen. So wird die grenzüberschreitende Abwicklung einfacher, so die Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Dorothea Mohn.

    Auch für Fremdwährungskonten gilt die gesetzliche Einlagensicherung. Bislang wurden nur Einlagen in Euro oder einer EU-Währung erfasst. Entschädigt wird in Euro.

    Quelle: http://www.derwesten.de/wirtschaft/geld/neue-einlagensicherung-mehr-schutz-fuers-ersparte-id10837822.html Mittwoch, 1. Juli, 2015

    Samstag 04.07.2015

  • Wie lange dauert eine Überweisung 2015?

    Bankkunden haben sich an die neue IBAN Nummer bzw. das SEPA Verfahren gewöhnen müssen. Die Dauer einer Überweisung hat die Umstellung jedoch nicht geändert.

    Laut der Bankenaufsicht (BaFin) gelten für Überweisungen folgenden Fristen:

    • 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb Deutschlands und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
    • 2 Tage für Überweisungen, die mittels eines Überweisungsvordrucks aus Papier (d.h. beleghaft) in Auftrag gegeben werden.
    • 4 Tage für Überweisungen innerhalb des EWR, die nicht in Euro erfolgen.
    • Für Überweisungen in Länder außerhalb des EWR gelten keine Fristen.

    Dennoch können Überweisungen durchaus länger dauern, da sich die Fristberechnung nach den jeweiligen Geschäftstagen richtet. Geschäftstage sind die Tage, an denen alle „an der Ausführung der Überweisung Beteiligten den hierfür notwendigen Geschäftsbetrieb unterhalten“. So werden beispielsweise am Wochenende keine Überweisungen bearbeitet.

    Wenn Sie Ihre Überweisungen online tätigen, achten Sie bitte auf den jeweiligen Tageszeitpunkt. Die Bearbeitungszeit für die Überweisungen liegt bei den Banken – laut mein-geld-blog.de – meistens zwischen 11 bis 18 Uhr. Bei Geldbeträgen von über 10.000 Euro kann sich die Überweisung verzögern.

    Quelle: http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/Bank/Zahlungsverkehr/01_ueberweisungsdauer.html

    http://www.mein-geld-blog.de/wie-lange-dauert-eine-ueberweisung-2015/

    Mittwoch 01.07.2015

  • Darf meine Bank meinen Dispo streichen?

    Ja. Als Bankkunde hat man keinen Anspruch auf einen Dispositionskredit. Deswegen kann die Bank auch zu einem späteren Zeitpunkt den eingeräumten Dispo reduzieren oder sogar ganz streichen.

    In der Regel greift die Bank zu dieser Maßnahme, wenn keine regelmäßigen Zahlungen wie Gehalt oder Rente mehr eingehen oder wenn sich die finanziellen Verhältnisse des Kunden verschlechtert haben.

    Quelle: http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Dispokredit/dispokredit_node.html

    Montag 29.06.2015

  • Überweisung nicht ausführt. Darf das Etwas kosten?

    Die Bank darf keine Gebühr dafür verlangen, dass sie eine Überweisung oder einen Lastschrifteinzug vom Konto nicht ausführt. Kurzum: Wer keine Leistung für den Kunden erbracht hat, kann auch keine Vergütung verlangen, so der Bundesgerichtshof.

    Sollte nicht genug Geld auf dem Konto sein, kann das Geldinstitut Überweisungen bzw. Lastschrifteinzüge ausführen, muss es aber nicht.

    Wenn allerdings die Bank eine Überweisung ablehnt, ist sie gemäß § 675o Abs. 1 BGB dazu verpflichtet, den Kunden zu unterrichten. Für diese Mitteilung kann die Bank – allerdings nur wenn es im Girokontovertrag steht – ein Entgelt vom Kunden verlangen.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/KostenGebuehren/kosten_gebuehren_haeufigeFragen_genTab.html?nn=5583094

    Freitag 26.06.2015

  • Die Deutschen lieben ihr Bargeld

    Nach der Diskussion um das Abschaffen des Bargeldes scheint klar: Bares bleibt Wahres. Das bestätigt auch eine Umfrage des Digitalwirtschaftsverbands Bitkom. Demnach bezahlen 96 % der Bundesbürger an der Kasse in bar. Nicht nur zum Baren, sondern auch zur Debitkarte greifen 82 % der Kunden, 35 % zur Kreditkarte und 10 % benutzen das Smartphone.

    Zwar verursacht Bargeld für die Banken nicht unerhebliche Kosten, „aber wir machen das, was unsere Kunden wünschen“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele äußert sich zwar neutral, aber auch nicht gegen das Bargeld: „Jeder sollte bezahlen können, wie er will.“ (Vgl.: Die Zeit).

    Die Geldhäuser vermuten, dass die Kunden ihre Autonomie wahren wollen, so Das Handelsblatt. Aber auch aus Datenschutz-Gründen schätzen die Deutschen das Bezahlen mit Bargeld. „Wenn ich nur noch mit Karte zahlen könnte, hätte ich das Gefühl, jeder kann meine Ausgaben nachvollziehen“, so Kemmer.

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/banken-sichern-bargeld-zu-bares-bleibt-wahres/11946620.html Sonntag, 21. Juni 2015

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-06/bargeld-verzicht-bundesbank-zinsen Montag 1. Juni 2015 © Daniel Reinhardt/dpa

    Mittwoch 24.06.2015

  • Sparkassen und ihr Haftungsverbund: Einer für alle?

    Die 70 Sparkassen des westfälischen Verbands wollen Mitglied im öffentlich-rechtlichen Haftungsverbund bleiben. So wird ein Auseinanderbrechen des Haftungsverbunds, in dem sich die Banken gegenseitig absichern, verhindert.

    Beim Umbau des milliardenschweren Einlagensicherungssystems, das an neue EU-Richtlinien angepasst werden muss, war der Streit entbrannt. Die westfälischen Sparkassen hatten für sich eine Sonderreglung eingefordert, da sie bereits für die Abwicklung der WestLB die Zeche zahlen mussten.

    In vorliegenden Fall hatten die westfälischen Sparkassen darüber zu entscheiden, ob sie ihre Satzung anpassen oder nicht. Wenn nicht, hätten sie bald nicht mehr dem reformierten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe angehören dürfen, so die WirtschaftsWoche. Stattdessen hätten sie in die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB) wechseln müssen. Das ist in der Sparkassengeschichte bis jetzt noch nie passiert.

    Quelle: http://www.wiwo.de/unternehmen/banken/streit-um-haftungsverbund-sparkassen-schliessen-kompromiss/11930420.html Mittwoch, 17. Juni 2015

    Samstag 20.06.2015

  • Rechtsanspruch: Das Basiskonto für alle

    Ab Anfang 2016 sollen auch Arme und Verschuldete das Recht auf ein Bankkonto erhalten. So soll es künftig Banken verboten werden, finanzschwachen Verbrauchern oder etwa Hartz-IV-Beziehern die Kontoeröffnung zu verweigern.

    Das Pflicht-Angebot sieht so aus:

    Das Konto soll mit den wichtigsten Basisfunktionen ausgestattet sein. Ein reines Onlinekonto darf nicht angeboten werden, damit auch Menschen ohne Internetzugang am Zahlungsverkehr teilnehmen können. Banken werden nur dazu verpflichtet, den Kunden das sogenannte Guthabenkonto ohne Dispo (ohne Überziehungsrahmen) einzurichten, so bestätigt das Bundesfinanzministerium. Somit wird eine EU-Richtlinie umgesetzt.

    Quelle: http://www.taz.de/Bundesfinanzministerium-bestaetigt/!5203930/

    Donnerstag 18.06.2015

  • Das Girokonto: Der Goldesel der Banken

    Viele Banken heben ihre Gebühren für Girokonten an oder führen Entgelte wieder ein, so Verbraucherschützer. Die Geldhäuser bieten zwar kostenlose Konten an, aber mit der versprochenen „Zufriedenheitsgarantie“ ist es oft nicht weit her, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

    Weil die Niedrigzinsen die Gewinne der Geldinstitute auffressen, kosten auch Dienstleistungen wie eine Kreditkarte oder Papier-Überweisungen zunehmend extra.

    Ein Kontowechsel könne sich lohnen, aber nicht immer, sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nach Einschätzung der Stiftung Warentest lohnt sich ein Wechsel erst, wenn ein Onlinekonto bisher mehr als 40 Euro und ein Filialkonto mehr als 80 Euro im Jahr gekostet haben. Etwaige Startguthaben oder eine einmalige Wechselprämie zahlen sich in der Regel nicht aus.

    Bei der Suche nach dem passenden Konto muss der Kunde entscheiden was er braucht: Muss es eine Filiale in der Nähe sein oder reicht auch ein Onlinekonto bei einer Direktbank? Ist ein großes Netz an kostenlos nutzbaren Geldautomaten wichtig? Wie häufig rutscht der Kontostand ins Minus? Benötigt man überhaupt eine Kreditkarte?

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/banken-ueber-gebuehr-1.2509410 Dienstag 9. Juni 2015. Von Stephan Radomsky

    Dienstag 09.06.2015

  • Darlehenswiderruf prüfen und Geld sparen

    Es könnte sich für Immobilienkäufer lohnen, ihren Darlehensvertrag zu überprüfen. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen sind drei von vier Immobilienkrediten im Bundesland Sachsen fehlerhaft. Eine Prüfung tausender Darlehen ergab, dass bei der Mehrzahl der Verträge die Widerrufsbelehrungen den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechen.

    Oft fehlte der Hinweis auf den Beginn der Widerrufsfrist. Teilweise wurde nicht darüber informiert, auf welche Weise der Widerruf erfolgen muss.

    Betroffene Bankkunden könnten somit aus ihrem Vertrag aussteigen und nicht selten Zinsen sparen – beispielsweise wenn das Darlehen mit 5 % Zinsen abgeschlossen wurde. Laut welt.de liegt der aktuelle Zinssatz unter 2 %.

    Die fehlerhaften Verträge kommen nicht nur in Sachsen vor, sondern auch in anderen Bundesländern.

    Quelle:
    http://www.welt.de/regionales/sachsen/article141936461/Dreiviertel-der-Immobiliendarlehen-fehlerhaft.html Donnerstag 4. Juni 2015

    Freitag 05.06.2015

  • Ende des Bankgeheimnisses: Schweiz und EU tauschen Bankdaten aus

    Im Kampf gegen die grenzüberschreitende Steuerflucht haben sich die EU und die Schweiz auf den Austausch von Bankdaten geeinigt. Jeder EU-Staat und das Alpenland übermitteln demnach jährlich gegenseitig Daten zu jenen Steuerpflichtigen, die ein Konto im jeweils anderen Land haben.

    Ausgetausch werden: Namen, Adressen, Steuernummern und Geburtstage sowie Informationen zu Finanzen und Kontostand. Die Übermittlung von Bankdaten soll im Jahr 2018 beginnen.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuerabkommen-datenaustausch-zwischen-schweiz-und-eu-a-1035774.html

    Dienstag 02.06.2015

  • Finanzberatung von Frauen für Frauen

    Fast niemand hat Lust auf das Thema Finanzen. Das gilt für Männer und Frauen. Doch der Blick auf die finanzielle Zukunft fällt besonders bei Frauen schwerer, da sie oft weniger Geld für eine wahrscheinlich längere Lebensspanne zu Verfügung haben. Dabei gibt es seit Jahrzehnten Finanzberatung eigens für Frauen wie beispielsweise FrauenVermögen in München oder FrauenFinanzService in Hannover.

    Immer häufiger besuchen junge Frauen auch eine Finanzberatung bei Barbara Rojahn, FrauenFinanzBeratung in Stuttgart. „Sie sehen, was bei ihren Müttern falsch gelaufen ist und wollen es besser machen“, sagt die Beraterin. Dabei wollen Frauen wie Männer das Gleiche, nämlich für Notfall und Alter vorsorgen.

    Auf die Frage, ob Frauen eine eigene Beratung brauchen, meint Heide Härtel-Herrmann vom Frauenfinanzdienst in Köln, dass viele Frauen vielleicht nur anders ticken in Bezug auf Geld als Männer. Dennoch ist es ihre Erfahrung, dass die Unterschiede eher innerhalb der Gruppe der Frauen größer sind als die zwischen Männern und Frauen.

    Laut Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale NRW haben Frauen eher Angst, gegenüber den Experten in der Bank als inkompetent dazustehen. Weibliche Anleger wollen keine Wichtigtuer und Fachbegriffe schrecken sie ab, so Lea Hampel, S.Z. Wahrscheinlich trifft es daher eher zu, dass Frauen zwar Wert auf eine kompetente Beratung legen, aber am liebsten von einer Frau.

    Quelle:
    http://www.frauenfinanzdienst.de/downloads/17-98-568/Artikel%20Su%CC%88ddeutsche.pdf
    Von Lea Hampel, Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 20. August 2014

    http://www.frauenfinanzdienst.de/

    http://www.frauenvermoegen.de/

    http://www.frauenfinanzservice.de/index.php?id=3

    Montag 25.05.2015

  • Banking-Apps: Smartphone-Banking im Test

    Finanztest hat 38 Banking-Apps für Smartphones getestet. Nur 7 davon sind gut und sicher. Dabei liegt die Sparkasse vorn – Centralway Numbrs landet auf dem letzten Platz.

    Die Tester bemängeln, dass viele Apps nur über eine für den kleineren Bildschirm angepasste Version des Onlinebankings verfügen. Gleichzeitig fehlen häufig wichtige Funktionen wie Daueraufträge einrichten oder Überweisungsvorlagen speichern. Bei 11 der getesteten Banking-Apps geht das nicht. Und bei 13 Programmen schlugen sogar Auslandsüberweisungen fehl. Zudem haperte es an ungenügenden Passwort- und Datenschutzbestimmungen. Im puncto Nutzerfreundlichkeit schneiden die iOS-Apps oft besser ab als die Apps für Android.

    Quelle:
    https://www.test.de/Banking-Apps-Die-besten-Apps-fuers-Smartphone-Banking-4849502-0/

    http://www.gruenderszene.de/allgemein/banking-apps-finanztest Dienstag, 19. Mai 2015. Von Christina Kyriasoglou

    Mittwoch 20.05.2015

  • Schafft das Bargeld ab!

    Die Bundesregierung solle sich für die Abschaffung von Bargeld einsetzen, fordert der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten seien Münzen und Geldscheine nicht mehr zeitgemäß und überholt, sagt er dem SPIEGEL. Wenn man nicht mehr Bar zahlen würde, so Bofinger, könnten die Märkte für Schwarzarbeit und Drogen ausgetrocknet werden. Zudem hätten es die Notenbanken einfacher, ihre Geldpolitik durchzusetzen.

    Der US-Ökonom Kenneth Rogoff spricht sich im “Handelsblatt” ebenso für eine Aufhebung aus. Er argumentiert auch damit, dass die Anonymität von Bargeld gerne für illegale Transaktionen genutzt werde oder um Steuern zu hinterziehen.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bargeld-peter-bofinger-will-muenzen-und-scheine-abschaffen-a-1033905.html#js-article-comments-box-pager

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/6651488/oekonomen-wollen-bargeld-abschaffen.html 17.05.2015

    http://www.deutschlandfunk.de/diskussion-um-bargeld-abschaffung-brauchen-wir-wirklich.766.de.html?dram:article_id=320122
    Wirtschaft am Mittag / Beitrag vom 18.05.2015. Von Michael Braun

    Dienstag 19.05.2015

  • Banking to go. Smarte Finanz-Apps.

    Es gibt für alles Apps – für die Gesundheit, das Reisen oder Finanzen. Apps sind kleine Software-Programme für Mobilgeräte; meistens sind damit Anwendungen für Smartphones und Tablets gemeint.

    Das bahnbrechende dabei ist, dass beispielsweise das Smartphone wie eine Art erweitererte Fernbedienung unterwegs benutzt werden kann. Schnell mal eine Überweisung tätigen, den Kontostand abrufen oder gar seinen Freunden Geld leihen, wenn der nächste Geldautomat weit weg ist. So muss der smarte Bankkunde längst nicht mehr in die Bankfiliale um Bankgeschäfte zu erledigen. Es ist nicht einmal notwendig am heimischen Computer zu sitzen, denn inzwischen kann man Apps von der Hausbank downloaden.

    Dabei bieten nicht nur Geldhäuser Finanz-Apps an. Anbieter wie Paypal oder Venmo vereinfachen den Geldtransfer untereinander. In Frankreich hat Twitter eine Kooperation mit einer Bankgruppe angekündigt. So soll in Zukunft Überweisung per Tweet möglich sein, so Süddeutsche Zeitung.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Mittwoch/Donnerstag, 13./14. Mai 2015

    Donnerstag 14.05.2015

  • EU-weite Decklung von Kartengebühren

    Im April 2015 hat der EU-Ministerrat einheitliche EU-weite Vorschriften zur Deckelung von Kreditkartengebühren beschlossen. Die Gebührenobergrenzen für Kartenzahlungen gelten für grenzübergreifende sowie inländische Zahlungen.

    Für Debitkarten („EC-Karten“) gilt bei grenzüberschreitenden Vorgängen eine Begrenzung auf 0,2 % des Transaktionswerts.

    Bei kleinen Zahlungen (mit „EC-Karten“) innerhalb Deutschland kann nach einer Übergangszeit von fünf Jahren auch eine feste Höchstgebühr von 0,05 € pro Zahlung erhoben werden.

    Beim Gebrauch von Kreditkarten darf die Gebühr höchstens 0,3 % des Transaktionswerts betragen. Für inländische Kreditkartentransaktionen können die Mitgliedsländer auch eine geringere Obergrenze festlegen.

    Quelle:
    http://zap.vzbv.de/05996bb3-fe0d-475e-a38e-790019497a98/eu_newsletter_2015_09.pdf
    Kapitel: Finanzdienstleistungen
    http://www.europarl.europa.eu/news/de/newsroom/content/20150306IPR31705/html/Parlment-macht-Kreditkartengebühren-transparenter

    Dienstag 12.05.2015

  • Erstattung von Kreditbearbeitungsgebühren

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Jahr 2014 entschieden, dass die von vielen Banken erhobenen Bearbeitungsgebühren für Privatkredite unzulässig sind. Bis jetzt zahlen die Geldinstitute jedoch diese Kreditgebühren kaum freiwillig zurück. Da müssen Sie als Kunde den ersten Schritt machen:

    Unter http://www.finanztip.de/kreditgebuehren/ finden Sie eine einfache Anleitung, wie Sie Kreditgebühren von Ihrer Bank zurückverlangen können.

    Zugleich meldet der Verein Verbraucherdienst e.V. – zum Nachlesen unter: https://verbraucherdienst.info/kapitalanlagen-urteile.html – einen Erfolg vor dem Amtsgericht Düsseldorf gegen die Targobank. Die Bank ist zur Rückzahlung des Bearbeitungsentgeltes nebst Zinsen an den Bankkunden verpflichtet worden.

    Quelle:
    http://www.finanztip.de/kreditgebuehren/ Donnerstag 30. April 2015. Von Dr. Britta Beate Schön
    https://verbraucherdienst.info/kapitalanlagen-urteile.html

    Montag 04.05.2015

  • Gebührenbefreiung für Postbankkunden ab dem 60. Lebensjahr

    Die vom 1. April 2015 an geltende Gebühr von 99 Cent für Papierüberweisungen kann umgangen werden. Ab dem 60. Lebenjahr können Postbankkunden den Antrag auf Befreiung von diesem Überweisungsentgelt stellen. In den Filialen erhält man das Formular zur Befreiung.

    Nach einer unter dem inoffiziellen Begriff „Seniorenkulanz“ existierenden, internen Anweisung wird jeder Fall einzeln geprüft. Ob die Postbank ihrem Kunden entgegenkommt, hängt etwa von der Dauer der Geschäftsbeziehung, der Entfernung zur nächsten Filiale und dem Lebensalter ab, so die Hannoversche Allgemeine. Sollte der Kunde bereits Onlinebanking bei der Postbank genutzt haben, könnte der Antrag abgelehnt werden.

    Quelle: http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/So-sparen-Sie-die-Gebuehren-bei-der-Postbank Mittwoch, 18. Februar 2015. Von Albrecht Scheuermann

    Mittwoch 29.04.2015

  • Muß ich meine Kontoauszüge regelmäßig prüfen?

    Ja. Da Reklamationen seitens des Bankkunden sofort erfolgen müssen und dies auch vertraglich festgehalten ist, besteht diese Pflicht. Schon alleine im eigenen Interesse sollte man die Kontobewegungen im Augen behalten, besonders wenn man Onlinebanking benutzt. Ein Blick in die Kontoauszüge einmal pro Woche oder alle zehn Tage reicht allerdings.

    Quelle:
    https://anwaltauskunft.de/ratgeber/ihr-recht/bankrecht/faq/?tx_davadvisor_faq%5BfaqItemUid%5D=4&cHash=53a88be943e21a6dbb5c7b1a154e77d5

    Montag 27.04.2015

  • Wann darf ich eine Abbuchung rückrufen ?

    Grundsätzlich werden nur Beträge vom Girokonto per Lastschrift abgebucht, wenn Sie diesem Verfahren zugestimmt haben. Sollte ein abgebuchter Betrag dennoch nicht berechtigt sein, dürfen Sie innerhalb acht Wochen ab Abbuchung den Betrag wieder zurückgehen lassen (Widerspruchsfrist).

    Quelle:
    https://anwaltauskunft.de/ratgeber/ihr-recht/bankrecht/faq/?tx_davadvisor_faq%5BfaqItemUid%5D=4&cHash=53a88be943e21a6dbb5c7b1a154e77d5

    Samstag 25.04.2015

  • Kommt bald eine Prämie für´s Schuldenmachen?

    Bislang sind Bankkunden gewohnt, für ihr Erspartes einen Ertrag zu bekommen und logischerweise für einen Kredit Zinsen zahlen zu müssen. In der Zukunft könnten normale Bankgeschäfte auf den Kopf gestellt werden.

    Wie die Welt berichtet, überlegen Bankenvorstände wie die der Sparda Bank Berlin, ob Kunden künftig Geld für die Aufnahme von Krediten bekommen könnten. Beispielsweise wenn Verbraucher sich für einen Hauskauf verschuldet.

    Grund ist die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn die milliardenschweren Anleihekäufe der EZB drücken die Zinsen unter Null und wirbeln somit die Bankenwelt durcheinander.

    Quelle:
    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article139745910/Deutsche-koennten-bald-fuer-Schulden-bezahlt-werden.html
    Sonntag 19. April 2015. Von Karsten Seibel und Holger Zschäpitz

    Mittwoch 22.04.2015

  • Was macht die SCHUFA?

    Fast alle Banken in Deutschland sind mit der SCHUFA („Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“) verbunden. Die SCHUFA sammelt Auskünfte über Kunden, um diese Banken zum Zwecke der Bonitätsprüfung weiterzugeben. Sie ist eine privates Unternehmen und wird nicht von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (BaFin) kontrolliert.

    Die SCHUFA wird beispielsweise bei der Eröffnung eines Girokontos oder der Beantragung eines Kredits vom Geldinstitut eingeschaltet. Bevor dies geschieht und die Daten der Kunden übermittelt werden, muss dieser informiert werden.

    Das Kreditinstitut darf nur personenbezogene Daten, die das Vertragsverhältnis betreffen (Begründung, ordnungsgemäße Durchführung und Beendigung), an die Auskunftei weitergeben. Die SCHUFA darf diese Angaben speichern und verwenden.

    Auskünfte z.B. über Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Kontostand, Depotguthaben und ähnliches werden nicht erfasst.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/HaeufigeFragen/BankenBausparkassen/Girokonto/girokonto_node.html

    Dienstag 14.04.2015

  • Geldanlage: Bei Nachrangdarlehen droht der Totalverlust

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor hoch verzinsten Nachrangdarlehen.

    Vorwiegend im Internet sammeln Unternehmen Geld von Privatleuten um verschiedene Projekte zu finanzieren. Wegen der Zinsflaute lassen sich manche Kleinanleger vom Zinsversprechen bis zu neun Prozent locken und leihen den Firmen ihr Erspartes.

    Was Kleinanleger wissen müssen:

    • Nachrangdarlehen haben den Nachteil, dass im Fall einer Firmenpleite andere Gläubiger zuerst bedient werden. Die Privatanleger kämen mit ihrem Ansprüchen danach – falls was übrig ist, so Jürgen Kurz, Sprecher der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Düsseldorf.
    • Nachrangdarlehen sind Produkte des grauen Kapitalmarkts. Mit dem im Sommer geplanten Kleinanlegerschutzgesetz wird den Anbietern nur eine Prospektpflicht auferlegt. Der Vertrieb bedürfe nicht einmal einer Erlaubnis nach § 32 Kreditwesengesetz.
    • Wer investiert, spekuliert auf den Erfolg einer Geschäftsidee und auf das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens, so Süddeutsche Zeitung. Falls die Firma zahlungsunfähig wird, droht schlimmstenfalls der Totalverlust.
    • Nachrangdarlehen können nicht einfach gekündigt werden, so Timo Gansel, Fachanwalt für Bank- und Kapitalrecht, Berlin. Auch der Rückzahlungsanspruch sei oft rechtlich nicht durchsetzbar.
    • Wenn im Kleingedruckten des Darlehens von „qualifiziertem Rangrücktritt“ die Rede ist, sei Vorsicht geboten, rät BaFin.

    Eine Warnliste mit hochriskanten Angebote ist bei Stiftung Warentest für 2,50 Euro erhältlich:

    www.test.de/warnliste-geldanlage

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung. Samstag 4./Sonntag 5./Montag 6. April 2015. Von Berrit Gräber

    Mittwoch 08.04.2015

  • Skatbank: Noch ein Ass im Ärmel?

    Ein Girokonto mit zinsfreiem Dispokredit ist der neue Vorstoß der Thüringer Skatbank.

    Zuletzt löste die Bank in der Bankenbranche Empörung aus, als sie als erstes deutsches Geldinstitut einen Strafzins von 0,25 % auf besonders große Spareinlagen einführte. Dennoch zogen plötzlich viele Banken nach und führten den Minuszins selbst ein.

    Laut Süddeutscher Zeitung hat die Skatbank aus der Provinz inzwischen mehr Freiberufler und Gewerbetreibende als private Kunden. Das liegt unter anderem auch an einem kostenlosen Geschäftskonto. Kaum ein deutsches Geldinstitut bietet dies an. Die Gewerbekunden werden gezielt beispielsweise mit einem Direktkredit bis zu 100.000 Euro für gewerbliche Anschaffungen angesprochen.

    Holger Schmidt, Vorstandchef der Skatbank, kündigt der SZ gegenüber an, dass die Bank im Bereich der Dispozinsen und auch der Ratenkredite noch einiges tun wird. Ab 01.04.2015 wird, laut Skatbank, ein neuartiger „Familienkredit“ angeboten.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 25. März 2015
    https://ssl.skatbank.de/content/neuigkeiten
    https://ssl.skatbank.de/skripte/files/Konditionen_und_Preisverzeichnis.pdf

    Freitag 03.04.2015

  • Geldanlage: Sparkassen wollen Provisionen einbehalten

    Die Sparkassen wollen Vermittlungsprovisionen von Fondsanbietern behalten und nicht an ihre Kunden weitergeben. Dazu haben die Geldhäuser ihre Geschäftsbedingungen (AGB) nun geändert. Die geänderten Bedingungen sollen ab 15. April gelten, meldet DPA. Die Kunden müssen nicht ausdrücklich den neuen AGB zustimmen. Wer den Änderungen jedoch nicht widerspricht, verliert seinen Anspruch auf Rückgabe von Provisionen.

    Habe ich einen Anspruch auf Herausgabe von Vertriebsvergütungen?

    Ja. Die Bank ist verpflichtet, dem Auftraggeber (Bankkunde) alles herauszugeben, was dieser „zur Ausführung des Auftrages erhält und alles, was er aus der Geschäftsbesorgung erlangt hat.“ Laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen hat der Kunde demnach Anspruch auf Herausgabe der Provisionen.

    Wenn Sie Ihren Anspruch geltend machen wollen, hier ein Musterbrief der Verbraucherzentrale Niedersachsen, um ihren Widerspruch gegen die AGB-Änderungen einzulegen und die Offenlegung bzw. Herausgabe von Vertriebsvergütungen bei Geldanlagen einzufordern:

    https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/mediabig/1159674A.pdf

    Quelle:
    https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/agb-aenderungen-der-sparkasse
    DPA

    Sonntag 29.03.2015

  • Big Data. Big Business

    Wenn Banken ihren digitalen Service ausbauen, sammeln sie in großem Stil Kundendaten. An Hand der Kontenbewegungen und des Wohnortes wollen die Geldinstitute ihre Kunden maßgeschneiderte Angebote aus dem Einzelhandel oder Empfehlungen etwa für Strom-, Gas- oder Versicherungstarife anbieten können, schreibt Capital.

    Markus Pertlwasser, Deutsche Bank AG, spricht lieber davon, Smart Data zu sammeln, um „mit dem Kunden in den Dialog zu treten.“ Er betont, dass vielen Kunden bereits ihre Daten zur Verfügung stellen, um entsprechenden Vorteile und eine Ausweitung der Leistungen zu bekommen. Beliebt sind unter anderem der „Financial Planner“ (Haushaltsbuch) oder die Nachrichtenbox. In Planung bei manchen Banken ist der „Kontowecker“, der „klingelt“, wenn der Kontostand beispielsweise unter 1000 Euro sinkt, so Süddeutsche Zeitung.

    Bei der Direktbank ING-Diba arbeitet man an entsprechenden digitalen Anwendungen. Laut Capital hat die Commerzbank neue Datenanwendungen schon jetzt bei ihrer polnischen Tochter MBank im Einsatz. Laut SZ ist die Hypo-Vereinsbank eher zurückhaltend. Digitalisierung ja, etwa Video-Beratung, aber Big Data, nein. Laut Capital hat die Deutsche Bank bereits Pläne im Verbraucherschutzministerium vorgestellt und ist offenbar auf offene Ohren gestoßen. „Wenn die Banken die Kontodaten ihrer Kunden für neue Services verwenden, kann das durchaus im Interesse der Verbraucher sein“, so Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, „wenn alle rechtlichen Vorgaben eingehalten werden.“

    Quelle:
    http://www.capital.de/dasmagazin/deutsche-banken-planen-datenanwendungen-4118.html
    Süddeutsche Zeitung. Donnerstag, 19. März 2015. Von Michael Kläsgen

    Donnerstag 26.03.2015

  • Die Postbank droht Kunden mit Kündigung

    Ab 1. April verlangt die Postbank von ihren Kunden 99 Cent, wenn sie eine Überweisung per Papierbeleg einreichen. Laut Süddeutscher Zeitung haben viele Kunden der neuen Gebühr widersprochen. Als Reaktion darauf droht die Postbank nun ihren Kunden mit dem Rausschmiss. Die Postbank gibt zu bedenken, dass das Girokonto ansonsten mit einer Frist von zwei Monaten gekündigt würde. Dem Brief ist ein Formular zur Rücknahme des Widerspruchs angehängt. Dafür haben die Kunden vier Wochen Zeit, so berichtet Spiegel Online.

    Verbraucherschützer empfehlen, die Gebühr nun doch zu zahlen. Gleichzeitig sollten Postbank-Kunden die Bank jedoch darüber informieren, dass dies nur unter Vorbehalt geschieht. Somit ist es leichter, die bezahlten Gebühren in Zukunft zurückzufordern. Denn eine Klage wird von Verbraucherverbänden vorbereitet.

    Tipps zu Formulierung eines Briefes von der SZ:

    „Ich halte die Regelung wegen Verbraucherbeteiligung für unwirksam und behalte mir vor, die Gebühren zurückzufordern.“

    Bankkunden, die schon Widerspruch eingelegt haben, können den Widerspruch zurücknehmen und ebenfalls schreiben, dass sie sich vorbehalten, die Gebühren zurückzuverlangen, so Harald Freiberger von der SZ.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 17. März 2015. Von Harald Freiberger
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/postbank-droht-kunden-wegen-gebuehr-fuer-papier-ueberweisung-a-1023932.html

    Freitag 20.03.2015

  • Kreditvergabe. Nachträglich unter die Lupe genommen

    Darf meine Bank während der Laufzeit des Darlehens Unterlagen zu meiner finanziellen Situation verlangen?

    Ja. Die Bank muss die finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers auch während der Laufzeit im Auge behalten. Sind die bereits gegebenden Unterlagen in der Laufzeit für die Bank nicht ausreichend, so kann sie weitere Belege verlangen. Welche Unterlagen nachgereicht werden müssen, bestimmt alleine das Geldinstitut.

    Quelle:
    http://www.bafin.de/DE/Verbraucher/HaeufigeFragen/BankenBausparkassen/Darlehen/darlehen_node.html

    Dienstag 17.03.2015

  • Rückzahlung von Kreditgebühren: Die Hinhalte-Taktik der Banken

    Bankkunden können zu Unrecht erhobene Kreditbearbeitungsgebühren von den Banken zurückverlangen. So hat der Bundesgerichtshof im Oktober 2014 entschieden. Doch viele Kunden werden von ihrer Bank hingehalten oder erhalten bloß einen Teil der berechtigten Geldansprüche zurück. Das hat eine stichprobenartige Untersuchung der Verbraucherzentralen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen ergeben.

    Nach Angaben der Verbraucherschützer haben hunderttausende Kreditnehmer mit Hilfe der Verbraucherzentralen ihr Geld sowie eine Nutzungsentschädigung zurückgefordert. Eile war geboten, denn Anfang 2015 war ein Großteil der Rückerstattungsansprüche verjährt. Betroffen waren Darlehen, die in den Jahren 2004 bis 2011 abgeschlossen wurden.

    Viele Kunden berichten entweder gar keine Reaktion auf ihre Forderung oder zumindest keine Ablehnung erhalten zu haben. Andere haben sich von allgemein gehaltenen Schreiben der Banken hinhalten lassen und haben auf eine Rückzahlung gehofft. Somit wurde oft bis zum 31. Dezember 2014 keine außergerichtliche Streitschlichtungsstelle eingeschaltet. Mit Folgen. Denn Anfang Januar 2015 erhielten Kunden von der Targo Bank, der Sandander Consumer Bank sowie auch von vielen Sparkassen die Antwort, dass der Anspruch verjährt sei.

    Laut FAZ können Bankkunden eine Rückerstattung von 2012 gezahlten Gebühren noch bis Ende 2015 fordern.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/verbraucherschuetzer-monieren-bank-tricks-bei-rueckzahlung-von-kreditgebuehren-13478898.html
    Donnerstag, 12. März 2015

    Freitag 13.03.2015

  • Baukredit: Bedingungen für Sondertilgung nutzen

    In der derzeitigen niedrigen Zinsphase zahlen Immobilienkäufer so wenig wie nie für ihre Baudarlehen. Der Nachteil: Je günstiger die Zinsen sind, desto länger wird die Gesamtlaufzeit des Kredits. Gerade deshalb wird zu höheren Tilgungen geraten, erklärt Stephan Scharfenorth, Baufi24.de. Eine Sondertilgung ist hier viel wert. Der Vorteil liege in der schnelleren Entschuldung und der geringeren Zinslast. Doch die wenigsten Kreditnehmer nutzen die Möglichkeiten zur Sondertilgung. Dabei lohnt es sich, so Kerstin Papon (FAZ).

    „Lieber einmal Sondertilgen statt zweimal in den Urlaub fahren“ (Scharfenorth)

    Was muss ich bei Sondertilgungen beachten?

    Die Bedingungen für die Tilgungen vorher vereinbaren. Normalerweise sind Sondertilgungen von jährlich 5 Prozent der Darlehenssumme üblich, ohne dass Zinsaufschläge erhoben werden.

    Die meisten KfW-Darlehen sind jederzeit in beliebiger Höhe tilgbar, so Baufi24.de

    Erwartet man eine freiwerdende Lebensversicherung, könne diese einmalig als Sondertilgung von Anfang an in die Finanzierung einberechnet werden.

    Bei weitere größeren Einmalbeträgen wie Auszahlungen von Sparplänen oder Erbschaften raten die Experten diese für einen Teil des Darlehens und somit für eine deutlich kürzere Sollzinsbindung zu wählen, so Interhyp.

    Neben den planmäßigen Tilgungen können Kreditnehmer in der Regel auch Sondertilgungen vom Urlaubs- und Weihnachtsgeld vornehmen.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/niedrigzinsen-richtig-nutzen-sondertilgungen-13463941.html Donnerstag 5. März 2015. Von Kerstin Papon

    Dienstag 10.03.2015

  • Auch nachhaltige Geldanlagen brauchen Standards

    Ethisch-ökologische Geldanlagen sind auf dem Vormarsch. Doch sind Begriffe wie „ethisch“, „ökologisch“ oder „nachhaltig“ bei Geldanlagen nicht geschützt, so die Verbraucherzentrale Bremen. Sie warnt vor „Greenwashing“ („Grüner Schein“), denn die Deutung bleibt den Anbietern überlassen. Daher können Anleger kaum einschätzen, ob Werbeaussagen zutreffen oder nicht.

    Zurzeit wird das von der Bundesregierung vorgelegte Kleinanlegerschutzgesetz diskutiert. Laut der vzbv, sieht der Entwurf beispielsweise für sozial ausgerichtete Unternehmungen eine Reihe von Ausnahmen für die Regulierung von Vermögensanlagen vor. Das Ziel: Die Unternehmen sollen leichter Zugang zu Kleinanlegergeldern bekommen.

    Grundsätzlich begrüßen die Verbraucherschützer dies, mahnen aber an, nur mäßige Ausnahmen zu definieren, etwa bei der Prospektpflicht, so Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzen beim vzbv. Zudem fordert sie, verbindliche Mindeststandards für ethisch-ökologische Geldanlagen festzulegen. „Nur wer diese erfüllt, sollte Finanzprodukte entsprechend bewerben dürfen“, sagt Ulrike Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/pressemeldung/ethisch-oekologische-geldanlagen-brauchen-regeln
    Pressemitteilung vom Freitag, 27. Februar 2015

    Montag 02.03.2015

  • Vorsicht! Kreditfalle Restschuldversicherung

    Ihnen fehlt das Geld für ein Auto, Elektrogerät oder eine neue Küche? Kein Problem. Autohäuser, Elektromärkte und Küchenstudios bieten Ihnen Ratenkredite ohne Zinsen an. Eine sogenannte „Null-Prozent-Finanzierung“.

    Die ZDF-Sendung „Zoom“ ist dem Geschäftsmodell „Finanzierung ohne Zinsen“ auf den Grund gegangen. Auf dem ersten Blick für den Kunden eine feine Sache. Nur ist Vorsicht geboten, wenn dem Verbraucher zusätzlich zum Ratenkredit eine Restschuldversicherung – für den Todesfall oder für Arbeitslosigkeit – angedreht wird. Da droht das böse Erwachen.

    Das Problem: Banken verdienen heutzutage kaum Geld mit Ratenkrediten. Deshalb versuchen Geldhäuser Zusatzprodukte, wie die Restschuldversicherung, zu verkaufen. Ein gutes Geschäft, denn für die Restschuldversicherung muss der Kunde zahlen. In manchen Fällen so viel wie für einen teuren Verbraucherkredit.

    Doch wenn´s drauf ankommt, so Detlef Schwarzer, „ZDFzoom“, wenn man beispielsweise arbeitslos wird und den Kredit nicht mehr bedienen kann, wollen die wenigsten zahlen. Da wird auf das Kleingedruckte hingewiesen. Gezahlt wird nämlich nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Davon wissen die meisten Verbraucher aber nichts, denn über Kosten und Risiken wird kaum informiert, beklagen Verbraucherschützer.

    Quelle:
    http://www.zdf.de/zdfzoom/zdfzoom.zdf.de-37219964.html
    Sendung vom Mittwoch, 25. Februar 2015. Von Detlef Schwarzer

    Freitag 27.02.2015

  • Dax, Euro-Stoxx, Indexfonds? Aktien für Anfänger

    In Zeiten von Niedrigzinsen zeigt die Stiftung Warentest in der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Finanztest“, wie Privatanleger beispielsweise in Aktien investieren können.
    Die Autoren von „Geldanlage für Faule“ empfehlen erstens, immer nur Geld in Aktien zu investieren, das man minimum zehn Jahre entbehren kann und zweitens, breit gestreut in Aktien einzustiegen.

    Wenn man in Aktien investieren möchte, hat man grundsätzlich die Möglichkeit entweder über Indexfonds oder über Aktienfonds zu investieren. Die Indexfonds bilden einen Aktienmarkt eins zu eins ab wie beispielsweise den Dax, den Euro-Stoxx oder den MSCI World. Bei Aktienfonds trifft die Auswahl der Aktien ein Fondmanager, deshalb spricht man hier von „aktiv gemanagten Produkte“.

    Die Stiftung Warentest empfiehlt für Privatanleger Indexfonds, da sie niedrige Kosten und breite Streuung auf sich vereinigen, so schreibt Harald Freiberger, SZ. Von welcher Gesellschaft man kauft, ist nicht so entschiedend. Wer Risiken minimieren möchte, kann in Indexfonds auf den Euro-Stoxx investieren und weniger im MSCI World, der zu 60 % aus US-Aktien besteht (Stichwort: Währungsrisiko).

    Die größten Anbieter unter den Indexfonds sind laut „Finanztest“:

    • iShares (Blackrock)
    • db x-Trackers (Deutsche Bank)
    • Lyxor (Société Générale)
    • Amundi
    • Comstage
    • Deka
    • Source
    • UBS

    Wo kaufe ich meine Aktien?

    Bei der Filialbank, der Sparkasse (oder einer Direktbank, wenn man weiß, was man kaufen will). Das Problem: Oft werden Indexfonds gar nicht angeboten und bei Aktienfonds nur Produkte der hauseigenen Fondsgesellschaft. Die müssen aber nicht zwingend die besten sein. Da hilft nur dem Bankberater auf die Nerven zu gehen und nachzufragen!

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 18. Februar 2015. Von Harald Freiberger

    https://www.test.de/shop/altersvorsorge-rente/geldanlage-fuer-faule-sp0355/?mc=geldanlagefuerfaule

    Mittwoch 25.02.2015

  • Bald Negativzinsen auf das Girokonto?

    Nach Einschätzung des Chefs der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, sind Minuszinsen auf Sparguthaben rechtlich unzulässig.

    Bis jetzt werden nur Millionenvermögen mit einem Negativzins bestraft. Sollten Banken künftig private Sparer zur Kasse bitten, so wird es entscheidend sein, wie die Geldinstitute ihren Privatkunden beibringen, dass Einlagen auf Giro-, Tagesgeld- oder Sparkonten Zinsen kosten statt Zinsen bringen, schreibt Karsten Seibel, „Die Welt“.

    Verbraucherschützer sind der Auffassung, dass es nicht reicht, die Negativzinsen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hinzuzufügen und dies dem Bankkunden dann mitzuteilen. Die Deutsche Kreditwirtschaft äußert sich nicht zu einer Einführung von Negativzinsen. Dies sei die “individuelle geschäftspolitische Entscheidung des einzelnen Kreditinstituts”, so erklärt der Spitzenverband der Banken.

    Negative Zinsen im Rahmen bestehender Kontoverträge sind also umstritten. Für neue Einlagenverträge hingegen wären Minuszinsen denkbar. Wahrscheinlicher als Negativzinsen auf das Guthaben der Privatkunden sind neue Gebühren, so Klaus Müller. Denn höhere Kontogebühren müssen Bankkunden hinnehmen. Unzufriedenen Kunden bleibt dann nur ein Ausweg: Die Bank zu wechseln.

    Quelle:
    http://www.welt.de/finanzen/article137601505/Sind-Negativzinsen-auf-dem-Girokonto-unzulaessig.html
    Mittwoch 18. Februar 2015. Von Karsten Seibel, Korrespondent für Wirtschafts- und Finanzthemen in Frankfurt

    Freitag 20.02.2015

  • Gericht verbietet der Deutschen Bank Gebühr

    Die Deutsche Bank darf für die Überziehung des Disporahmens keine Pauschale von 6,90 Euro verlangen, so das Oberlandesgericht Frankfurt (Az.: 1 U 170/13). Die Pauschale sei „unter keinen Umständen“ zu rechtfertigen, so die Richter, weil sie bei einer geringfügigen Überzeihung „außerhalb jedes Verhältnisses von Leistung und Gegenleistung“ stehe. Geklagt hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

    Die Deutsche Bank verlangt für die Dispo-Überziehung derzeit 15,70 % Zinsen, mindestens aber 6,90 Euro im Quartal.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 17. Februar 2015

    Mittwoch 18.02.2015

  • Umdenken: Abschied vom Überziehungszins

    Vor einem Jahr senkte die ING-Diba medienwirksam den Überziehungszins beim Girokonto auf das Niveau des Dispozinses. Damals wurde dieser Schritt von Sparkassen und Genossenschaftsbanken als „Marketing-Gag“ abgetan. Laut FAZ schafft nun die Hälfte der Sparkassen die Überziehungszinsen selbst ab.

    Bei Überziehungszinsen handelt sich um Kreditzinsen, die Banken von Kunden erheben, wenn sie mit ihrem Girokonto über den vereinbarten Dispo-Kredit hinaus im Minus liegen.

    Nach Abgaben der SZ streicht als erste der großen deutschen Geldinstitute auch die Hypo-Vereinsbank (HVB) im Mai den Zinsaufschlag für Überziehungskredite. Die Deutsche Bank und die Commerzbank allerdings halten am Überziehungszins fest. Zusammen mit der Postbank schlagen diese Geldinstitute derzeit zwischen 3,5 und 5,5 Prozentpunkte auf den Dispo-Zins drauf, so FAZ.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/girokonten-haelfte-der-sparkassen-schafft-ueberziehungszins-ab-13412247.html
    Freitag, 6. Februar 2015, von Hanno Mußler

    Süddeutsche Zeitung. Donnerstag, 12. Februar 2015, von Harald Freiberger

    Süddeutsche Zeitung. Samstag/Sonntag, 14./15. Februar 2015

    Sonntag 15.02.2015

  • Kontoauszüge: Welche Gebühren sind erlaubt?

    Möchte sich der Bankkunde am Schalter oder am Auszugsdrucker in der Bankfiliale über seinen Kontostand und die Umsätze informieren, muss dies kostenlos sein. Kosten können allerdings entstehen, wenn man sich nicht selbst um die Kontoauszüge kümmert. Sollte die Bank die Auszüge per Post zusenden, darf das Institut jedoch nur die Portokosten berechnen. Für das Ausstellen der Übersichten darf kein Entgelt verlangt werden.

    Wer nachträglich einen Kontoauszug benötigt, muss nur für die tatsächlichen Kosten aufkommen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist eine pauschale Gebühr nicht erlaubt. Für Bankauszüge, die älter als 13 Monate sind, werden meist um die 15 Euro verlangt.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bankgebuehren-automatisch-teuer/11261088.html
    Von Carla Neuhaus und Angie Pohlers, Donnerstag, 22. Januar 2015

    Freitag 06.02.2015

  • Die Postbank streicht neue Gebühren ein

    Will die Postbank ihre Kunden dadurch zum Onlinebanking drängen?

    Ab dem 1. April bittet die Deutsche-Bank-Tochter Kunden von Girokonten, die ihren Zahlungsverkehr über Papierbelege und nicht per Onlinebanking durchführen, zur Kasse. Jede Überweisung, alle Scheck- und Wechseleinzüge sowie die erste Dauerauftrag-nutzung kostet dann jeweils 99 Cent. Früher waren diese Buchungsposten kostenlos, so Michael Kohlstadt, „DerWesten“.

    Die Postbank begründet diesen Schritt mit den hohen Kosten, die mit der Abwicklung der Papierbelege verbunden sind.

    Die Stiftung Warentest fordert die Postbankkunden auf, gegen die Erhebung dieser neuen Gebühr zu protestieren. Sie finden beim nachstehenden Link einen Musterbrief der Stiftung Warentest zum Herunterladen:

    https://www.test.de/Musterbriefe-Kontofuehrungsgebuehr-So-fordern-Sie-Ihr-Geld-zurueck-4808683-0/

    Die Verbraucherschützer berufen sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach „pro Buchung“ erhobene Gebühren rechtswidrig sind. Kunden, die der Änderung der Entgeltregelung widersprechen, riskieren allerdings die Kündigung des Kontos durch die Postbank, so die „TZ“.

    Wer nicht innerhalb von zwei Monaten Widerspruch einlegt, für den erfolgt die Umstellung automatisch.

    Quelle:
    http://www.derwesten.de/politik/post-draengt-kunden-zu-online-banking-aimp-id10289682.html
    Von Michael Kohlstadt, Freitag, 30. Januar 2015

    TZ Wochenende, Samstag, 31. Januar/Sonntag, 1. Februar 2015

    Montag 02.02.2015

  • Girokonto: Gibt es kostenlose Kontoführung?

    Viele Institute bieten sogenannte „kostenlose Girokonten“ an. Allerdings lohnt der Blick ins Kleingedruckte. Denn nicht jedes Konto ist auch wirklich frei von Gebühren. Wenn der Kunde eine Überweisung in Papierform abgibt, kann das beispielsweise extra kosten. Manche Banken locken Neukunden mit einer bestimmten Zahl von Freiüberweisungen. Sobald diese überschritten ist, wird ordentlich kassiert.

    Laut Tagesspiegel hat die Stiftung Warentest kürzlich 176 „Gratiskonten“ von 91 Banken untersucht. Nur 30 davon waren tatsächlich kostenlos.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bankgebuehren-automatisch-teuer/11261088.html
    Von Carla Neuhaus und Angie Pohlers, Donnerstag, 22. Januar 2015

    Samstag 31.01.2015

  • Vor Gericht: Wie Banken mit Gebühren dazuverdienen

    Die Zinsen sind auf einen Rekordtief. Immer mehr Kunden nutzen kostengünstig das Onlinebanking. Demzufolge wird es für die Banken immer schwieriger Geld zu verdienen. Mit Gebühren lässt sich dazuverdienen.

    Der Bundesgerichtshof sollte darüber entscheiden, ob die Banken von ihren Kunden Gebühren für einzelne Kontobewegungen verlangen dürfen. Geklagt hat die Schutzgemeinschaft für Bankkunden (SfB) gegen die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim in Bayern, so der Tagesspiegel. Konkret wollten sie erreichen, dass den Kunden für Barein- oder Barauszahlungen am Schalter Freibuchungen eingeräumt würden, so die SZ.

    Das Geldinstitut verlangt zurzeit pro „Buchungsposten“ 35 Cent. Das sei eine Dienstleistung, so die Bank, die sich sich auf die EU-Zahlungsrichtlinie beruft. Demnach, so die SZ, dürfe ein „angemessenes“ Entgelt für Dienstleistungen gefordert werden. Auch der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) teilt diese Auffassung. Aus Sicht der Schutzgemeinschaft werden solche Leistungen jedoch über die allgemeine Kontoführungsgebühr abgegolten.

    Das Gericht hat jetzt zwar im Sinne der Verbraucher entschieden, aber ein spezielles Urteil gesprochen: Mit der Klausel, argumentiert das Gericht, seien auch solche Buchungen kostenpflichtig, „die bei der fehlerhaften Ausführung eines Zahlungsauftrages anfielen.“ Das benachteilige die Kunden unangemessen. (Az.: XI ZR 174/13). Also dürfen Korrekturbuchungen nicht den Kunden aufgebürdet werden. Somit kippt der BGH die pauschale Klausel der Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim.

    Das Urteil betrifft also nur Barein- oder Barauszahlungen am Schalter. Das erwartete Grundsatzurteil zu Buchungsgebühren blieb jedoch leider aus.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bankgebuehren-automatisch-teuer/11261088.html
    Von Carla Neuhaus und Angie Pohlers, Donnerstag, 22. Januar 2015

    http://www.sueddeutsche.de/geld/bgh-urteil-raiffeisenbank-darf-keine-buchungsgebuehr-verlangen-1.2322754

    Mittwoch 28.01.2015

  • Bausparen: Bausparkassen im Test

    Auf der Suche nach den besten deutschen Bausparkassen hat die Stiftung Warentest 20 Institute getestet. Gerade mal drei Bausparkassen, nämlich die Landesbausparkasse (LBS) Baden-Würtemberg, Wüstenrot und LBS Ost, bekamen die Gesamtnote „gut“. Die Note „mangelhaft“ bekamen vier Anbieter: LBS West, Aachener, Deutsche Bank Bauspar sowie LBS Rheinland-Pfalz, so die Süddeutsche Zeitung.

    Grundsätzlich, so Finanztest-Chefredakteur Heinz Landwehr, beraten Bausparkassen besser als früher und für Kunden, die ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen, ist Bausparen noch immer eine gute Idee. Nur müssen die Kunden Angebote immer genau nachrechnen.

    Nord-Süd Gefälle?

    Nach Erfahrungen von Finanzierungsexperte Hartmut Schwarz, Verbraucherzentrale Bremen, ist die Beratungsqualität ist sehr unterschiedlich. Der Zeitung Weser Kurier gegenüber sagt Schwarz, dass in 80 Prozent der Bremer Fälle „unzureichend beraten“ werde. „Statt auf die individuellen Bedürfnisse zu achten, wird nur verkauft“, so Schwarz.

    Laut Stiftung Warentest sind die besten Beratungen eher im Südwestdeutsche Raum vorzufinden.

    Die Tester weisen auf die häufigsten Fehler seitens der Anbieter nach einer Beratung hin:

    • eine zu hohe Bausparsumme
    • ein unnötig hoher Sparanteil
    • nicht ausgeschöpfte Förderungen

    Weitere Fehler:

    • unsinnig hohe Tilgungsraten von bis zu 70 % des monatlichen Nettoeinkommens
    • lückenhafte Angebotsinformationen wie Höhe oder Laufzeit des Darlehens, Kreditrate oder voraussichtlicher Zuteilungszeitpunkt
    • 20 % der Tester verließen die Bank ganz ohne Spar- und Tilgungplan oder Entwurf der späteren Immobilienfinanzierung

    Quelle:

    http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Viele-Bausparer-zahlen-drauf-_arid,1037923.html
    Von Maren Beneke – Mittwoch, 21. Januar 2015

    Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 21. Januar 2015

    Samstag 24.01.2015

  • Neue Kündigungswelle bei alten Bausparverträgen

    Laut den Stuttgarter Nachrichten wollen etwa zwei Drittel aller Bausparkassen Altverträge kündigen, wenn Kunden ihr Darlehen zehn Jahre nach Zuteilung nicht in Anspruch genommen haben.

    Die Bausparkasse Wüstenrot bestätigte der Zeitung gegenüber, dass Kunden noch im Januar angeschrieben würden mit dem Hinweis, dass die entsprechenden Verträge zum 24. Juli 2015 aufgelöst würden. Es betrifft rund drei Millionen Wüstenrot-Kunden.

    Wüstenrot beruft sich wie die Landesbausparkasse Baden-Württemberg (LBS) und das BHW auf Paragraf 489 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Demnach sind Darlehen nach Ablauf von zehn Jahren kündbar. Zudem hat das Landgericht Mainz diese Ausfassung bestätigt.

    Die Verbraucherzentralen erheben jedoch Einspruch. Die Bausparkassen, so Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, bewegen sich in einer Grauzone. Der Experte geht davon aus, dass diese Streitfrage vor dem Bundesgerichtshof landen wird.

    Quelle:
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bausparvertraege-wuestenrot-will-altvertraege-kuendigen.b05cc96d-0fe5-4a3b-b2ff-a47c4a926109.html
    von Sabine Marquard, Donnerstag, 15. Januar 2015

    Dienstag 20.01.2015

  • Ikea-Kundenkreditkarte unter Kritik

    Bei der Nutzung der Ikea-Kundenkreditkarte “Ikea Family Bezahlkarte” ist Vorsicht geboten, mahnt die Hamburger Verbraucherzentrale. Denn der effektive Darlehenszinssatz sei mit 14,95 Prozent pro Jahr im Vergleich zu anderen Angeboten nahe am Wucher.

    Als Alternative zur Ikea-Kundenkreditkarte, so die Verbraucherschützer, bieten andere Banken unter anderem ganz normale Ratenkredite an. Die Zinssätze bewegen sich laut Vergleichsportalen aktuell je nach Ausgangslage zwischen etwa drei und zehn Prozent, so n-tv.

    Die kritisierte Karte hat nichts mit der “Ikea Family-Card” zu tun, bei der es sich um eine kostenlose Club- oder Kundenbindungskarte handelt.

    Quelle:
    http://www.n-tv.de/ratgeber/Wohnst-du-schon-oder-zahlst-du-noch-article14291511.html
    Samstag, 10. Januar 2015

    Donnerstag 15.01.2015

  • Falle bei Null-Prozent-Finanzierung

    Wird ein zinsloser Ratenkauf („Null-Prozent-Finanzierung“) vereinbart, kann der Kunde zwar im Falle einer Reklamation vom Kaufvertrag zurücktreten – der Darlehensvertrag aber läuft trotzdem weiter! Nur bei Ratenkauf mit Zinsen kann der Verbraucher aus beiden Verträgen aussteigen.

    Quelle: BGH: XI ZR 168/13

    Sonntag 11.01.2015

  • Sparbuch in DM: Bank muss auszahlen

    Eine Frau aus Deggendorf (Bayern) findet bei ihrem verstorbenen Schwiegervater ein altes Sparbuch – in D-Mark. Weil die Bank sich weigert, den Betrag auszuzahlen, zieht sie vor Gericht. Jetzt bekam die Kägerin recht.

    Das Gericht erklärt: Dass das Sparbuch 38 Jahre lang nicht angerührt wurde und D-Mark-Beträge enthält, spielt keine Rolle. Das Argument der Bank, das Geld sei längst an den Schwiegervater ausbezahlt worden, die Unterlagen darüber seien aber bei einem Wasserschaden zerstört worden, wies das Gericht zurück, so TZ.

    Laut BaFin erlöschen Ansprüche auf Geldbeträge alter Sparbücher nicht, denn Sparbücher sind Urkunden mit Wertpapiercharakter. Sollte die betreffende Bank die Behauptung aufstellen, dass die Forderung nicht mehr besteht, muss sie dies nachweisen.

    Auf Geldbeträge in Reichsmark oder in Mark der DDR besteht jedoch kein Anspruch mehr.

    Quelle:
    Tageszeitung (TZ), Sonntag, 21. Dezember, 2014

    Aktuelle bankscore Meldung vom 18.03.2013:
    http://bankscore.de/aktuelle-meldungen/altes-sparbuch-gefunden-was-tun.html
    http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/BankenBausparkassen/Allgemeines/01_altes_sparbuch.html?nn=2789792

    Samstag 03.01.2015

  • Rückforderung von Kreditgebühren: Stichtag nicht verpassen!

    Bankkunden können Gebühren für Kredite von ihrer Bank noch zurückverlangen. Eile ist aber geboten! Die Frist für eine Reklamation endet nämlich für die meisten Betroffenen am 31. Dezember 2014. Wenn man den Stichtag verbummelt, sind die Ansprüche verjährt.

    Zunächst geht es um Ratenkredite. Jahrelang verlangten Banken spezielle Bearbeitungsgebühren dafür. Der Bundesgerichtshof erklärte sie für nicht erlaubt.

    Laut börse-online kann man die Rückzahlung für Verträge fordern, die bis 1. Januar 2005 zurückreichen. Die Verjährung für eben diese Kreditverträge endet dieses Jahr. Danach gilt für alle bis Ende 2011 geschlossenen Kreditverträge eine dreijähige Verjährungsfrist. Das bedeutet also: Für Verträge, die 2012 abgeschlossen wurde, kann die Gebühr bis Ende 2015 zurückverlangt werden.

    Achtung! Das Gericht hat in seinen Urteilen Immobilienkredite nicht ausgeschlossen. Die Verbraucherzentralen raten deshalb Bankkunden mit solchen Krediten, das Entgelt auch zurückzufordern, sofern dieses erhoben wurde, so Süddeutsche Zeitung.

    Einen Musterbrief (per Einschreiben!) für alle zum herunterlanden unter:

    www.vz-nrw.de/mediabig/231348A.pdf

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 18. Dezember 2014
    http://www.sueddeutsche.de/geld/verbraucherkredite-panik-zum-jahresende-1.2273123
    Freitag, 19. Dezember 2014. Von Harald Freiberger, Frankfurt, und Daniela Kuhr, Berlin
    http://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/Milliardenansprueche-Banken-vertroesten-Kunden-1000419713

    Samstag 20.12.2014

  • 2015: Sparkassen erhöhen Gebühren bei Annahme von Münzgeld

    Zum Jahreswechsel 2015 müssen Kunden, die Münzen zur Bank bringen, mehr bezahlen, so berichtet die Bild.

    Der Grund: Die EU verschärft die Vorschriften für die Annahme von Geldmünzen. Am Bankschalter muss das Personal künftig die Echtheit und „Umlauffähigkeit“ jeder Münze prüfen. Dafür müssen Bankmitarbeiter geschult werden.

    Laut Focus-Online verlangt die Sparkasse KölnBonn ab Januar drei Euro. Die Sparkasse München 1,50 Euro. Kinder allerdings, die ihr Sparschwein zur Bank bringen und Kirchen, die regelmäßig die Kollekte einzahlen, sind von den Gebühren befreit.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/news/neue-eu-bargeld-richtlinie-erste-sparkassen-erhoehen-gebuehren-bei-annahme-von-muenzen_id_4346129.html Montag, 15. Dezember 2014

    Donnerstag 18.12.2014

  • Kündigung von Bausparverträgen: Banken bekommen Schützenhilfe

    Kündigungen gut verzinster Bausparverträge durch die LBS Bayern, Wüstenrot, Schwäbisch Hall und die LBS West, um sich von hohen Zinsversprechen zu befreien, haben bei Kunden Empörung ausgelöst.

    Laut der Süddeutschen Zeitung können Bausparkassen sich künftig auf ein Urteil des Landesgerichts Mainz berufen (Az.:5o1/14). Das Gericht stellte klar, dass der Zweck des Bausparens die Erlangung eines Darlehens sei. Der Haken: Von der Kündigung betroffen waren Verträge, die seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind, von den Kunden aber nicht in Anspruch genommen worden waren. Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, wehrt sich gegen eine solche Auslegung: „… solange der Bundesgerichtshof für diese Praxis kein grünes Licht gegeben hat, handeln die Bausparkassen in einer Grauzone“.

    Aus Sicht der Finanzaufsichtsbehörde BaFin belasten die Altverträge allerdings die Bausparkassen besorgniserregend, so berichtet die Wirtschaftswoche. Deshalb versucht die BaFin, das Bundesfinanzministerium dafür zu gewinnen, „das Bausparkassengesetz so zu ändern, dass Altsparern künftig leichter gekündigt werden kann – notfalls sogar von der Aufsichtsbehörde selbst“, so das Handelsblatt.

    Quelle:
    Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 9. Dezember 2014. Von Markus Zydra
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/bausparvertraege-bafin-draengt-kassen-zu-kuendigung/11084528.html Samstag, 6. Dezember 2014

    Mittwoch 10.12.2014

  • EU-Gesetz: Verbesserter Schutz des Ersparten

    Ab Juli 2015 ändern sich die Sicherungssysteme für Ersparnisse, wenn Banken und Sparkassen in die Insolvenz gehen. Zugunsten der Kunden, so der Tagesspiegel.

    Im Normalfall werden weiterhin bis zu 100 000 Euro pro Bank und Kunde durch die gesetzliche Einlagensicherung gedeckt. Dies gilt für Sparguthaben, Tages- und Festgelder sowie Guthaben auf Girokonten.

    Neu ist: Der Bankkunde kommt schneller und einfacher an sein Geld. Laut Tagesspiegel, sieht das neue Gesetz „eine Rückerstattung durch den Einlagensicherungsfonds ohne Antrag und binnen sieben Arbeitstagen vor“. Bisher waren es 20 Arbeitstage.

    Wer Geld im EU-Ausland angelegt hat, profitiert ebenso vom Gesetz, denn das regelt auch eine länderübergreifende Abwicklung. So kann ein deutscher Kunde, der beispielsweise Geld bei einer bankrotten französischen Bank deponiert hat, die Rückzahlung künftig über den deutschen Entschädigungsfonds abwickeln. Dieser rechnet dann mit den französischen Sicherungssystemen intern ab.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/neues-sicherungssystem-fuer-ersparnisse-bankkunden-werden-besser-geschuetzt/11069898.html Donnerstag, 4. Dezember 2014 von Veronika Csizi

    Samstag 06.12.2014

  • Wie funktioniert die deutsche Einlagensicherung?

    Falls eine Bank Pleite geht, schützt die sogenannte Einlagensicherung die Guthaben (Einlagen) der Kunden des betroffenen Geldinstituts. Die Einlagensicherung reduziert also das Risiko, dass die Bank das Geld der Kunden nicht zurückzahlen kann.

    In Deutschland bedeutet das, dass das Guthaben auf Girokonto, Tagesgeld- oder Festgeldkonto für jeden Bankkunden pro Bank bis zu 100.000 Euro abgesichert ist (EU-Richtlinie 2009/14/EG; CELEX Nr: 32009L0014).

    Ein Ehepaar ist auf derselben Bank mit 100.000 Euro pro Person abgesichert, in diesem Fall also 200.000 Euro, so Tenhagen, Chefredakteur des gemeinnützigen Online-Verbrauchermagazins Finanztip.

    Achtung! Bei Niederlassungen von Banken in anderen Staaten gilt die Einlagensicherung des Landes, in dem sich der Hauptsitz der Bank befindet (vgl. Wikipedia).

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherung

    Bayern 2 , Tagesgespräch am Dienstag, 25. November 2014. „Strafzinsen und hohe Gebühren für Sparer: Fühlen Sie sich betrogen?“ Zur Gast: Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur.

    Zum Nachhören unter: http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/tagesgespraech/tagesgespraech-650.html

    Dienstag 02.12.2014

  • Rückerstattung: Verzögerungstaktiken der Banker

    Banken müssen Bearbeitungsgebühren für Ratenkredite erstatten, so der Bundesgerichtshof. Doch die Alltagspraxis zeigt, dass viele Geldhäuser sich mit der Rückzahlung schwer tun.

    Der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zufolge lassen viele Banken ihre Kunden trotz eindeutiger Rechtslage erst einmal abwimmeln. Handelsblatt Online hat typische Verzögerungsstrategien der Banken mit den Kunden zusammengetragen:

    Verweigerung der Zahlung

    Beispiel: Fellbacher Bank. Die Bank sieht keine rechtliche Grundlage für die Rückzahlungsforderung. Beim betroffenen Kredit, so die Bank, handele es sich um einen gewerblichen und keinen privaten Zweck.

    Kündigung

    Wie der Fall der Volksbank Zuffenhausen zeigt, willigt die Bank ein, den geforderten Betrag zu erstatten. Im gleichen Brief kündigt die Bank allerdings auch die Geschäftsbeziehung. Alles rechtens, so der eingeschaltete Ombudsmann. Die Bank spricht von „einem Einzelfall“.

    Erstattung und Verweigerung

    Beispiel: Die Targobank. Die Entgeltungsgebühren für einen Kredit aus dem Jahr 2013 sind aus Kulanz erstattet worden, ohne jedoch die rechtliche Grundlage anzuerkennen. Gegenüber Handelsblatt Online weist die Bank daraufhin, dass es keine Ausgleichszinsen gebe und nicht alle Kredite von den BGH-Urteilen betroffen seien. Die Urteile wären auf Geschäftsmodelle spezieller Banken zurückzuführen, unter denen die Targobank nicht vertreten sei.

    Verjährung

    Beispiel: Die Santander Bank. Auf Anfrage von Handelsblatt Online, ob die Bearbeitungsgebühren nach den BGH-Urteilen für einen bestimmten Kredit erstattet werden, verwies die Bank auf ihr Bankgeheimnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) jedoch urteilte im Oktober, dass sich die Geldinstitute nicht auf eine Verjährung berufen können.

    Lange Wartezeit

    Beispiel: Die DSL Bank. Im Juni stellt eine Kundin einen Antrag auf Rückerstattung an die DSL Bank. Mitte Juni bestätigt die Bank den Eingang. Gleichzeitig gibt die Bank an, dass keine schnelle Bearbeitung garantiert werden könne.

    Wenn Sie Ihre Bearbeitungsgebühren zurück haben wollen, hier ein Musterschreiben im Internet:

    http://www.vz-nrw.de/bearbeitungsentgelte

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/kredite-zahlen-nein-danke-/11031850.html Mittwoch, 26. November 2014

    Freitag 28.11.2014

  • Angst vor dem Strafzins für Privatkunden

    Nach der Skatbank führen auch die WGZ-Bank und bald die Commerzbank einen Strafzins auf Einlagen von Großunternehmen ein. Die genaue Höhe der Strafzinsen ist teilweise Verhandlungssache. Die Geldinstitute orientieren sich voraussichtlich an der Skatbank, die 0,25 Prozent für Einlagen über 500.000 Euro verlangt.

    Privatanleger sind von der sogenannten „Guthabengebühr“ nicht betroffen, so das Handelsblatt. Aber wie lange noch? Laut SZ vertreten manche Experten die Ansicht: Je länger die Niedrigzinsphase dauert, umso wahrscheinlicher werden Geschäftsbanken den Negativzins auch an die Privatkunden weitergeben müssen.

    Verbraucherschützer rechnen derzeit nicht mit Strafzinsen für kleinere Guthaben, weil der Ertrag kaum im Verhältnis zu Risiko und Aufwand steht.

    Dennoch: Indirekt können Privatanleger betroffen sein. Denn hinter einem Investmentfonds, der für seine Einlagen Negativzinsen zahlen muss, stehen auch Gelder von Privatkunden, erklärt Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/commerzbank-ankuendigung-negativzins-trifft-auch-kleinanleger/11007916.html Donnerstag, 20. November 2014
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/wgz-bank-naechste-bank-wagt-sich-mit-strafzins-aus-der-deckung/11017152.html Freitag, 21. November 2014
    Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 22./23. November 2014

    Montag 24.11.2014

  • Scoring: Datenschützer kritisieren Schufa & Co.

    Ihnen wurde ein Kredit nicht gewährt oder ein Darlehen einfach gekündigt? Und Sie wissen nicht warum? Das könnte an Ihrer Schufa-Auskunft legen.

    Laut heise.de fordern das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und die GP-Forschungsgruppe in einer Studie zu “Scoring nach der Datenschutz-Novelle 2009” die Politik auf, die gesetzlichen Bestimmungen zur automatisierten Prüfung der Kreditwürdigkeit zu reformieren.

    Die meisten Deutschen haben keine Ahnung davon, welche Informationen wo über sie gespeichert sind, obwohl es ein gesetzliches Auskunftsrecht gibt, so ZDFzoom. Zudem sind die Informationen der Auskunfteien wie Schufa, Arvato Infoscore, Boniversum oder Bürgel für Verbraucher „oft unverständlich und nicht nachvollziehbar“, so heise.de.

    Generell beklagen die Experten, dass die statistischen Berechnungen der Kreditwürdigkeit auf Schätzungen beruhen. Es ist fragwürdig, so die Autoren, ob solche Berechnungen überhaupt auf einzelne Personen übertragen werden können.

    Überdies empfehlen die Experten laut Focus.de, dass

    • der Gesetzgeber bestimmen solle, welche Daten für die Prognose eines finanziellen Ausfallrisikos „erheblich“ sind.
    • das Erstellen von Personenprofilen und das Heranziehen personenbezogener Daten wie Alter, Geschlecht oder Gesundheit verboten werden.
    • die Wohnadresse in der Bewertung gestrichen wird.

    Um die sogenannten Scorings besser nachvollziehen zu können, schlagen die Studien-Autoren vor, ein Internet-Portal zu errichten, damit Betroffene Auskünfte über ihre Daten beziehen können.

    Den Durchblick haben die zuständigen Landesbehörden für Datenschutz jedoch auch nicht, kritisieren die Autoren. „Eine Kontrolle der Scoring-Verfahren erfolgt nur unzureichend“, heißt es, denn ohne eine Offenlegung der Berechnungsmodelle können weder Betroffene noch Aufsichtsbehörden die Verfahren wirksam überprüfen.

    Quelle:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Scoring-oft-unverstaendlich-Aussagekraft-fragwuerdig-2460566.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom Mittwoch, 19. November 2014

    http://www.zdf.de/zdfzoom/httpzoom.zdf.dezdfzoomzdfzoom-5991578.html-34159242.html

    http://www.focus.de/finanzen/banken/schufa-scores-oft-fragwuerdig-justizministerium-ruettelt-an-geheimer-schufa-formel_id_4147503.html

    Freitag 21.11.2014

  • Bausparen: Gut verzinste Altverträge gekündigt

    Die Bausparkasse LBS Bayern hat 26.000 Bausparverträge gekündigt. Betroffen von den Kündigungen mit Wirkung zum Mai 2015 sind Verträge, die seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind, ohne dass Bausparmittel abgerufen wurden. Warum? Offensichtlich um Hochzinsverträge los zu werden, so Focus Online. Laut Münchner Merkur sind alte Bausparverträge oft mit drei bis fünf Prozent verzinst. Aktuell liegt die Verzinsung für Bausparguthaben nur noch bei 0,25 %.

    Immer öfter kündigen Bausparkassen (etwa die LBS Nord) Altverträge, bei denen die Bausparsumme überschritten wurde. Neu ist, dass nun auch Verträge, die noch nicht vollgespart sind, gekündigt werden, so Münchner Merkur.

    Verbraucherschützer schlagen Alarm, denn Kunden haben kaum eine Handhabe gegen die Kündigung. Warum es so ist, erklärt Susanne Götz von der Verbraucherzentrale Bayern: Bislang gibt es kein Urteil des Bundesgerichtshofs dazu. Rein rechtlich also bewege man sich in einer Grauzone, so Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sein Rat: Wer eine Rechtsschutzversicherung habe oder die Kosten eines Verfahrens selber tragen könne, sollte sich Rat bei einem Anwalt holen.

    Quelle:
    http://www.merkur-online.de/aktuelles/wirtschaft/bausparkasse-bayern-kuendigt-altvertraege-4453485.html
    Von Manuela Dollinger. Montag, 17. November 2014

    http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/zu-viel-rendite-lbs-bayern-bestaetigt-kuendigung-von-26-000-altvertraegen_id_4281169.html
    Dienstag, 18 November 2014

    Dienstag 18.11.2014

  • Volksbank: Unbequemer Kunde gekündigt!

    Laut der Verbraucherzentrale (VZ) Baden-Württemberg hat die Volksbank Zuffenhausen das Girokonto eines Kunden gekündigt, nachdem er unzulässig erhobene Bearbeitungsgebühren zurückforderte hatte. Der Finanzexperte Niels Nauhauser von der VZ kritisiert dieses Verhalten als die „dreisteste aller Reaktionen“. Denn der zuständige Schlichter den Anspruch des Kunden sogar bestätigt.

    Laut Handelsblatt sammelt die Verbraucherzentrale gegenwärtig Reaktionen auf das Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach unrechtmäßig erhobene Bearbeitungsgebühren zurückverlangt werden können.

    Der Bundesgerichtshof hatte Ende Oktober geurteilt, dass Bankkunden die beim Abschluss eines Verbraucherkredits erhobenen Bearbeitungsgebühren rückwirkend ab Ende Oktober 2004 zurückfordern können.

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/nach-verbraucherbeschwerde-volksbank-kuendigt-unbequemem-kunden-das-girokonto/10964862.html

    Donnerstag 13.11.2014

  • In eigener Sache

    Liebe bankscore Besucher!

    Wir haben unsere Seiten einer Schönheitskur unterzogen.

    Als Name verwenden wir nun nur noch „bankscore“ – ohne das lästige „.de“. Außerdem tritt bankscore ab heute in einem neuen Design und mit frischen Farben auf.

    Wenn Euch die neue bankscore Seite gefällt, dann gebt uns ein „Gefällt mir“ bei Facebook. Wenn Ihr lieber auf Google+ unterwegs seid, dann folgt uns dort. Habt Ihr einen Twitter- oder XING-Account, könnt Ihr bankscore auch dort folgen.

    Macht mit und bewertet Eure Bank auf unserem Portal!

    Das bankscore Team

    Dienstag 11.11.2014

  • Bahn: Gebühren bei Kreditkarten und PayPal eingeführt

    Ab 4. November 2014 verlangt die Deutsche Bahn beim Fahrkartenkauf das so genannte Zahlungsmittelentgelt bei Zahlung mit Kreditkarte und PayPal. Künftig müssen Bahn-Kunden von bis zu drei Euro dazu zahlen. Fahrkarten im Wert von unter 50 Euro bleiben allerdings gebührenfrei.

    Die Bahn begründet die Einführung des Entgeldes mit stark gestiegenen Bearbeitungsgebühren, die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen.

    Das Zahlungsmittelentgelt wird nur fällig für Fernverkehrsprodukte, so die Bahn, d.h.

    • beim Kauf von Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen für ICE, IC/EC, IC Bus mit einem Wert von 50 Euro oder höher
    • beim Kauf folgender weiterer Fernverkehrsprodukte: Sparpreiszusätze, Fahrradkarten, Aufpreise für Zeitkarten
    • beim Kauf der BahnCard

    Quelle:
    http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/zahlungsverfahren/zahlungsmittelentgelt.shtml
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/deutsche-bahn-neue-gebuehr-fuer-kreditkartenzahlung-a-1000950.html

    Mittwoch 05.11.2014

  • Firmenkunden bestraft: Negativzins auf Sparguthaben

    Wie der Spiegel berichtet, verlangt die thüringische Skatbank vom 1. November an einen Strafzins von 0,25 Prozent auf besonders hohe Sparguthaben, die auf Tagesgeld- oder Girokonten geparkt sind.

    Die Direktbank Skatbank gehört als Teil der VR-Bank Altenburger Land zum Raiffeisen- und Volksbanken-Verband BVR.

    In erster Linie soll die neue Regelung Gewerbekunden betreffen. Negative Zinssätze für Einlagen von Privatkunden stehen zurzeit nicht zur Debatte.

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/negativzinsen-skatbank-verlangt-geld-fuer-sparguthaben-a-1000268.html

    Sonntag 02.11.2014

  • Kreditgebühren: BGH verlängert Verjährungsfrist

    Bankkunden können ihre zu Unrecht erhobenen Bearbeitungsgebühren für Konsumentenkredite zurückfordern, die sie ab 2004 abgeschlossen haben. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

    Bislang war es umstritten, ob die gesetzliche dreijährige Verjährungsfrist hier greift. Der BGH verlängert nun die Verjährungsfrist bei Kreditgebühren auf zehn Jahren.

    WICHTIG! FRIST! Betroffene Kunden müssen spätestens bis Ende dieses Jahres zu Unrecht erhobene Gebühren von der Bank zurückverlangen, so die Verbraucherzentrale NRW.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bearbeitungsgebuehren-bgh-verlaengert-verjaehrung-fuer-rueckzahlung-von-kreditgebuehren/10901084.html Dienstag 28.Oktober 2014
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bgh-zu-krediten-101.html Dienstag 28.Oktober 2014

    Donnerstag 30.10.2014

  • Banken im Stress: Elchtest der europäischen Bankenaufsicht

    Auf Grund der globalen Finanzkrise einigten sich die europäischen Finanzminister 2012
    auf die Schaffung eines einheitlichen, europäischen Bankenaufsichtsmechanismus.

    Letzten Sonntag legte die EZB nun die Ergebnisse des ersten Banken-Stresstests vor. Die Europäische Zentralbank hat geprüft, ob die großen Banken der Euro-Zone eine etwaige nächste Krise überstehen. Das Ergebnis, laut Süddeutscher Zeitung: 25 von 130 Geldinstituten sind im Test durchgefallen.

    Wer sind die Testkandidaten? Die EU-Bankenaufsicht beaufsichtigt nur systemrelevante Großbanken, deren Bilanzsumme über 30 Milliarden Euro oder 20 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes ausmacht. Damit fallen nur etwa 150 bis 200 der insgesamt rund 6.000 Banken in der Eurozone direkt unter die Kontrolle der EZB. In Deutschland beispielsweise: Deutsche Bank, Commerzbank, die genossenschaftliche DZ Bank und die HSH Nordbank.

    Die restlichen Geldinstitute werden weiterhin von den nationalen Aufsichtsbehörden überwacht. In Deutschland sind z. B. die Sparkassen und Volksbanken von der zentralen, europäischen Kontrolle ausgenommen.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Einheitlicher_Bankenaufsichtsmechanismus
    Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 25./26. Oktober 2014
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/euro-zone-banken-scheitern-im-stresstest-1.2191619 Sonntag, 26. Oktober 2014

    Dienstag 28.10.2014

  • Kreditkartensicherheit mit Fingerabdruck und elektronischer Unterschrift

    Beim Bezahlen mit Kreditkarten passiert es jeden Tag. An der Kasse schaut das Personal kaum genau auf die Karte. Und sollte die Kassier/in die Unterschrift studieren, ist das keine Sicherheit gegen Betrug. Jeder kann eine Unterschrift nachmachen. Die Vorlage ist ja auf der Karte drauf.

    Künftig wollen Kreditkartenanbieter wie Visa und Mastercard ihre Karten mit Fingerabdruckscannern und elektronischer Unterschrift sicherer machen. Fehler erkannt, Gefahr gebannt? Von wegen. Den Fingerabdrucksensor beispielsweise hat man schon gehackt, so Jens Lubbadeh, Redakteur bei Technology Review.

    Laut Lubbadeh ist die sichere Karte viel einfacher zu haben: Ein simples Porträtfoto des Besitzers auf die Karte drucken – fertig! Die Technik bieten sogar Visa und Mastercard an. Aber nicht aus Sicherheitsgründen, sondern nur um die Karte schöner zu gestalten.

    Quelle:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Kreditkartensicherheit-warum-einfach-wenn-s-auch-kompliziert-geht-2428371.html Von Jens Lubbadeh. Dienstag, 21. Oktober, 2014

    Mittwoch 22.10.2014

  • Das Bankgeheimnis in der EU fällt

    Im Kampf gegen Steuerhinterzieher kann die EU einen Erfolg verbuchen.

    2017 sollen zwischen nationalen Steuerbehörden umfangreich und automatisch Informationen über Einkünfte von EU-Bürgern ausgetauscht werden, so lautet die Vereinbarung der Finanzminister der Europäischen Union.

    Bisher hatten Österreich und Luxemburg, die ihre Kunden lukrative Steuermodelle angeboten hatten, eine europaweite Regelung blockiert. Voraussichtlich wird das Bankgeheimnis in diesen zwei Ländern ab 2018 endgültig fallen.

    Quelle:
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/steuerflucht-eu-bankgeheimnis-finanzminister-einigung Dienstag, 14. Oktober 2014

    Donnerstag 16.10.2014

  • Kreditvertrag widerrufen: Folgefinanzierung mit Hindernissen

    Nachdem gerichtlich festgestellt wurde, dass viele Widerrufsbelehrungen in Hypothekenverträgen unwirksam sind, können Bauherren auf Grund dessen ihren Vertrag kündigen und zu viel günstigeren Zinsen neu abschließen. Dennoch: Bankkunden, die ihren Darlehensvertrag widerrufen wollen, müssen sich wahrscheinlich auf eine längere Auseinandersetzung mit der Bank einstellen.

    In der ARD-Sendung PlusMinus vom 8. Oktober 2014 wird von einer Familie in Bielefeld berichtet, die zwar aus dem alten Vertrag herauskommt, aber kein neues Geldinstitut findet, das die Restschuld übernimmt. Eine Verschwörung der Banken gegen die Kunden?

    Bei Verbraucherzentralen türmt sich die Post von ratsuchenden Verbrauchern. Es ist jedoch kein Wunder, dass Banken versuchen, ihre Kunden vom Widerruf abzuhalten, so der Fachanwalt für Bankenrecht Vladimir Stamenković: „Das Thema der fehlerhaften Widerrufsbelehrung hat durchaus Systemrelevanz für die Banken.“

    Quelle:
    http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/swr/2014/immobilienfinanzierung-100.html
    Mittwoch, 8. Oktober 2014, 21:45 Uhr

    Montag 13.10.2014

  • Kontowechsel. Ein Erfahrungsbericht

    Wer hat sich schon nicht überlegt die Bank zu wechseln? Aber meistens bleibt es bei der Überlegung. Der angebliche Aufwand schreckt einen ab und ein wenig bequem ist man auch. Die Faz-Redakteurin Corinna Budras hat den Mut zum Bankwechsel aufgebracht.

    Lesen Sie hier Ihren Erfahrungsbericht:

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/kontowechsel-tschuess-deutsche-bank-13189774.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Lesen Sie auch die aktuelle Meldung von bankscore:

    Tipps für den Kontoumzug

    http://bankscore.de/aktuelle-meldungen/tipps-fuer-den-kontoumzug.html

    Dienstag 07.10.2014

  • Rechte der Bankkunden. Was sagt das Gericht?

    Der Begriff „worst-case“-Szenario ist nicht gleichbedeutend mit einer Mindestrendite.

    „Der Begriff „worst-case“-Szenario ist nicht dahingehend zu verstehen, dass er eine garantieartige Zusage darstellt, nach der eine noch schlechtere Entwicklung ausgeschlossen bzw. abgesichert werde.“

    Urteil des OLG Köln vom 06.06.2014 (20 U 48/13)

    Quelle: http://www.vzbv.de/13778.htm

    Banken müssen bei offenen Immobilienfonds auf die Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme aufmerksam machen

    Empfiehlt eine Bank ihren Kunden den Kauf von Anteilen an offenen Immobilienfonds, so muss das Geldinstitut darauf hinweisen, dass die Möglichkeit einer zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Fondsgesellschaft besteht.

    Urteil des BGH vom 29.04.2014 (XI ZR 130/13)

    Quelle: http://www.vzbv.de/13774.htm

    Widerruf auch zur Nutzung der Niedrigzinsphase zulässig

    Wenn ein Kreditvertrag aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung widerrufen wird, ist es ohne Bedeutung, dass diese möglicherweise deshalb erfolgte, um die derzeitige Niedrigzinsphase auszunutzen.

    Urteil des LG Ulm vom 25.04.2014 (4 O 343/13)

    Quelle: http://www.vzbv.de/13776.htm

    Anlageberater erteilt auf Nachfrage keine Auskunft über Provisionen

    Gibt der Bankberater keine Auskunft auf die Frage nach Provisionen und der Bankkunde kauft dennoch die Kapitalanlage, so handelt der Kunde widersprüchlich, wenn er später Schadensersatzansprüche wegen fehlender Aufklärung bezüglich der Provisionen geltend macht.

    Urteil des BGH vom 08.04.2014 (XI ZR 341/12)

    Quelle: http://www.vzbv.de/13733.htm

    Mittwoch 01.10.2014

  • Immobilienfinanzierung vorab kritisch prüfen

    Wer einen Immobilienkredit abschließt, sollte nicht nur die Zinsen, sondern auch die Gebühren für Extraleistungen kritisch prüfen. Denn für nachträgliche Änderungen von Kredite berechnen viele Banken und Bausparkassen schon bei kleinen Abweichungen des Vertrages kräftige Zusatzgebühren.

    Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fallen die Gebühren für die Zusatzkosten bei Banken sehr unterschiedlich aus und sind für Kunden oft nicht nachvollziehbar.

    Beispiele:

    Grundschuld: Wer einen schon abgeschlossenen Kreditvertrag auf eine andere Wohnung übertragen will, also die Grundschulden ändert, zahlt drauf. Laut der Verbraucherzentrale ergibt sich folgendes Ergebniss für ein Kredit von 200.000 Euro:

    Die Wüstenrot-Bank verlangt in einem solchen Fall ein Prozent der Kreditsumme, also 2000 Euro. Die Commerzbank (1200 Euro), die Ergo-Versicherung (800 Euro) und die ING-Diba (750 Euro). Am günstigsten: Die Stadtsparkasse Düsseldorf mit 200 Euro.

    Monatliche Rückzahlung: Wer die monatliche Rückzahlung erhöhen oder verringern möchte, kann das bei vielen Banken und Bausparkassen kostenlos tun. Debeka, DKB Bank, Ergo-Versicherung und ING-Diba gewähren während der Zinsbindung jeweils zwei kostenlose Ratenänderungen. Die Commerzbank hingegen verlangt auch für eine kleine Anpassung 450 Euro, so faz.

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/horrende-gebuehren-nachtraeglich-geaenderte-hauskredite-koennen-teuer-werden-13169124.html Von Anne-Christin Sievers. Dienstag, 23. September 2014

    Donnerstag 25.09.2014

  • Fälschungssicher. Der neue Zehn-Euro-Schein

    Um Geldfälschern einen Schritt voraus zu sein wird ab 23. September der neue Zehn-Euro-Schein unters Volk gebracht.

    Im Unterschied zum alten Schein ist die neue Banknote mit Speziallack behandelt und dadurch auf der Oberflache glatt.

    Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins sind stark ausgeprägt. Das Motiv ist die griechische Mythenfigur „Europa“. Wenn man den Geldschein kippt, ändert die Zahl „Zehn“ auf der Vorderseite die Farbe von smaragdgrün zu tiefblau.

    Wie sieht der neue Schein aus? Klicken Sie:

    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/neues-bargeld-so-sieht-der-neue-10-euro-schein-aus/9323120.html?slp=false&p=7&a=false#image

    Quelle:

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/neuer-zehn-euro-schein-ziemlich-glatt/10736284.html Montag, 22. September 2014

    Dienstag 23.09.2014

  • Gesenkter Dispozins oder Premium-Konto: Der Kunde zahlt immer

    Angesichts eines EZB-Leitzinses von 0,05 Prozent kassieren Banken bei ihren Kunden im Dispo noch immer deutlich zu viel, stellt die Stiftung Warentest in einer neuen Untersuchung fest.

    Die Dispokreditzinsen sind zwar im Vergleich zu 2013 um über ein Prozent gesunken, dennoch zahlen Kunden bis zu 14,25 Prozent für die geduldete Überziehung (Dispozins).

    Die gute Nachricht ist, dass es günstigste Anbieter gibt. Die schlechte, dass ein Konto mit niedrigem Dispo nicht automatisch zu besseren Konditionen führt. Laut Finanztest sind Begünstigungen kaum umsonst. Denn das, was die Institute an Zinsen senken, holen sie sich an anderer Stelle wieder zurück, beispielsweise durch eine höhere Kontoführungsgebühr.

    Das gilt auch für die sogenannten Premium- oder Exklusiv-Konten mit Extras, zum Beispiel einer goldenen Kreditkarte oder einem reduzierten Dispozins. Zudem sind diese Angebote meist nur für Kunden mit höherem Einkommen zu haben. Klingt oft verlockend, aber unter dem Strich zahlen auch diese Kunden in der Regel mehr als mit einem normalen Konto.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/stiftung-warentest-untersucht-dispozinsen-die-masche-mit-dem-premium-konto/10708368.html Dienstag, 16. September 2014. Von Lisa Kolde
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/dispozins-bloss-nicht-in-die-miesen-rutschen-seite-all/10707322-all.html Dienstag, 16. September 2014. Von Katharina Schneider

    Mittwoch 17.09.2014

  • Das Konto für Jedermann kommt

    Wie viele Menschen hierzulande kein eigenes Konto besitzen, kann man nur schätzen. Die EU-Kommission geht von etwa 670.000 Deutschen aus. In der kommenden September-Woche tritt eine EU-Richtlinie in Kraft, die ein Basis-Konto für Jedermann garantieren soll.

    Die Bundesregierung bekommt zwar zwei Jahre lang Zeit für die Umsetzung, dennoch will der Bundesjustizminister Heiko Maas die Richtlinie zügig realisieren.

    Quelle: n-tv.de. Ticker von Dienstag, 9. September 2014

    Donnerstag 11.09.2014

  • Dispo-Kredite: Banken schicken Warnhinweise an Kunden

    Ein überzogenes Girokonto ist ein lukratives Geschäft für die Banken. Schließlich verlangen die Geldinstitute durchschnittlich zehn Prozent Zinsen, wenn das Konto in den Miesen steht. Künftig sollen Banken ihre Kunden warnen und günstigere Alternativen statt teuren Dispo-Kredite anbieten.

    Mittlerweile bieten Sparkassen zum Beispiel eine App mit Kontowecker an. So wird der Verbraucher per Mail oder SMS bei einer Überziehung gewarnt. Andere Geldinstitute drucken Warnhinweise auf die Kontoauszüge.

    Auch beim Onlinebanking mahnt beispielsweise die Commerzbank ab Oktober, wenn das Konto ins Minus gerutscht ist. „Ihr Konto weist aktuell einen negativen Kontostand auf. Dafür bezahlen Sie Zinsen“, heißt es da. Nachfolgend die Frage ob der Dispo länger in Anspruch genommen werden soll. Wenn ja, rät die Bank, sollte über eine Alternative gesprochen werden. Auch die ING Diba hat reagiert. Ab September berät sie Kunden gleichzeitig per Post über Alternativen wie Rahmen- oder Ratenkredite.

    Quelle:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/banken-warnen-verbraucher-zahlen-teure-dispo-kredite-stoppen/10649178.html

    Montag 08.09.2014

  • Studienkredite: Studieren mit geborgtem Geld

    Scheiden BAföG und Stipendien aus, um das Studium zu finanzieren, bleibt der Studienkredit. Studienkredite sind oft günstiger als gewöhnliche Darlehen.

    Die größten Anbieter von Studienkrediten sind die staatliche KfW-Bank und das Bundesverwaltungsamt, das seine Kredite gleichfalls über die KfW auszahlt. Staatlich bedeutet allerdings nicht automatisch billig, so die S.Z. So empfehlen die Studentenwerke Kreditkonditionen immer zu vergleichen und Anbieter, die nicht alle Bedingungen gleich offenlegen, zu meiden.

    Jeder Kredit ist natürlich unterschiedlich und individuell zugeschnitten. Dennoch sind Studienkredite grundsätzlich in drei Phasen eingeteilt:

    Die Auszahlungsphase: Der Kreditgeber zahlt den festgelegten Betrag monatlich aus. Die ersten Zinskosten werden in der Regel sofort fällig und daher von diesem Geld direkt abgezogen.

    Die Ruhephase: In dieser Zeit – meistens 2 Jahre – wird kein Geld ausbezahlt, aber eben auch kein Geld zurückverlangt.

    Die Rückzahlungszeit: Das Darlehen muss zurückgezahlt werden, egal ob der Schuldner noch Student ist, ein Einkommen hat oder nicht.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 2. September 2014

    Mittwoch 03.09.2014

  • Vorsicht Falle! Kredite ohne Schufa

    Es klingt verlockend, wenn Kreditvermittler Geld ohne Bonitätsprüfung anbieten. In den meisten Fällen verbirgt sich dahinter ein Trick. Denn statt des erhofften Geldsegens, so Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, bekommt der Verbraucher eine Rechnung zugeschickt.

    Ohne es zu wissen hat der Kunde nämlich eine sogenannte kostenpflichtige Finanzsanierung beantragt. In den Verträgen garantieren die „Finanzretter“ nicht, die Situation des Kunden zu verbessern. Und einen Nachweis, dass sie tätig geworden sind, müssen sie auch nicht erbringen, kritisiert Nauhauser.

    Finger weg von Verträgen in dem der Begriff „Finanzsanierung“ im kleingedruckten steht. Angebote, bei denen Vorkasse – also eine Vorauszahlung – verlangt wird, sind in der Regel unseriös.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/ratenkredit/finanzen-unserioese-vermittler-bieten-finanzsanierung_id_4060124.html , Montag, 18. August, 2014

    Donnerstag 28.08.2014

  • Wie grün sind ethisch-ökologische Investmentfonds?

    In Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest hat die Verbraucherzentrale Bremen 46 ethisch-ökologische Investmentfonds unter die Lupe genommen und stellt fest: Nachhaltig ist nicht gleich nachhaltig!

    In der Untersuchung “Klimafreundliche Geldanlage” kamen die Autoren zur folgendem Fazit:

    39 von 44 untersuchten Investmentfonds, die in Unternehmensaktien oder Anleihen investieren, schließen nicht die klimaschädlichen Kohle- und Ölindustrien aus.

    Acht nachhaltige Investmentfonds garantieren nicht, dass kein Geld mit Investitionen in Kriegsgerät wie Panzer oder Waffen verdient wird.

    Fünf getestete Fonds lehnen Kinderarbeit nicht explizit ab.

    Laut taz schließt nur ein Produkt Investitionen in Waffen, Atomenergie, Gentechnik und Erdöl aus und erfüllt somit zu 100 Prozent die entsprechenden Kriterien des Testes: Ein Aktienfonds der Firma Ökoworld.

    Tipp:

    Experten der Verbraucherzentrale Bremen und der Stiftung Warentest beantworten am Mittwoch, dem 27. August 2014, zwischen 13 und 14 Uhr Ihre Fragen im Chat.
    Fragen können Sie jetzt bereits stellen: Link:
    https://www.test.de/Chat-Nachhaltige-Geldanlage-Stellen-Sie-jetzt-Ihre-Fragen-4741425-0/

    Quelle:
    http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/ethische-fonds
    www.taz.de, „Greenwashing bei Öko-Investmentfonds.“ Dienstag 19. August 2014
    www.wiwo.de, „Schlechte Noten für ethisch-ökologische Investmentfonds.“ Dienstag 19. August 2014

    Donnerstag 21.08.2014

  • Wie erkenne ich Falschgeld?

    Auf YouTube findet man ein vom MDR gedrehtes Video (https://www.youtube.com/watch?v=e_ZKhHT2pj0). Hier wird erklärt, wie man Falschgeld erkennen kann. Die einfache Regel lautet: Anfassen, Fühlen und Kippen:

    Anfassen: Das Papier der Banknoten ist aus Baumwolle. Es fühlt sich griffig und fest an.

    Fühlen: Deutlich fühlbare Schriftzeichen BCE, ECB, EZB, EKT, EKP

    Kippen: Jede Banknote weist sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite je ein Echtheitsmerkmal auf, das durch “Kippen” der Note auffällt: Hologramm oder Farbwechsel.

    Quelle:
    Falschgelderkennung per App – MDR Einfach genial 30.10.2012
    http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Bargeld/Falschgeld/Falschgelderkennung/falschgelderkennung.html

    Mittwoch 20.08.2014

  • Vergleichsportale: Auf die falsche Fährte gelockt

    Wer einen Kredit sucht, informiert sich oft in einem Online-Vergleichsportal. Doch viele Vergleichsportale sind irreführend, warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn das Angebot, das die Bestenliste anführt, muss nicht immer tatsächlich das Beste sein.

    Eine entscheidende Schwachstelle von Vergleichsportalen ist demnach, dass sie meistens nur wenige Kriterien berücksichtigen, um somit so viele Anbieter wie möglich vergleichen zu können, erklärt Postbank-Sprecher Ralf Palm.

    Vergleich hin, Vergleich her, am Ende entscheidet immer: Die Bonität. Denn Banken gehen bei ihren Angeboten von einem Kunden mit guter Bonität aus. Ob der Bankkunde den aufgelisteten Kredit zu diesen Konditionen bekommt, kann er also gar nicht im Vergleichsportal erkennen.

    Aus Sicht der Verbraucher müssen mehrere Faktoren stimmen, so Oelmann. Wichtig ist nicht nur die Höhe des Zinssatzes, sondern auch die Seriosität des Anbieters, die Laufzeit und die Flexibilität, zum Beispiel bei den Raten.

    Dennoch: Durch Vergleichsportale können Bankkunden sich immerhin einen gewissen Überblick verschaffen und sich auf ein Gespräch bei der Hausbank gut vorbereiten.

    Quelle: n-tv.de, Montag, 11. August 2014

    Dienstag 12.08.2014

  • Schluss mit teuren Dispokrediten!

    Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas will Banken dazu verpflichten, Kunden, die dauerhaft im Dispo stecken, eine kostengünstigere Alternative anzubieten. Manche Sparkassen bieten eine Beratung zur Kreditumschuldung etwa in einen Ratenkredit an. Viele private Banken jedoch nicht.

    Maas drängt auf mehr Klarheit und Vergleichbarkeit der Dispozinsen, zum Beispiel durch Veröffentlichungen im Internet. Seine Hoffnung ist, dass Dispozinsen dadurch auf breiter Front sinken.

    Ferner kündigte der Minister einen Rechtsanspruch für jeden Bürger auf ein Girokonto an. Bis spätestens 2016 sollte jeder das Recht auf ein Basiskonto haben. Im April wurde eine entsprechende EU-Richtlinie beschlossen, die bis 2016 von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden muss.

    In Deutschland haben etwa 670 000 Menschen kein Girokonto.

    Quelle:
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/finanzen/berlin-plant-warnpflicht-fuer-banken-aid-1.4441995 , Samstag, 9. August 2014

    Sonntag 10.08.2014

  • Neues Gesetz zur Honoraranlageberatung greift zu kurz

    Ab August 2014 ist die Honorarberatung neu geregelt. Demnach dürfen Honorarberater keine Provisionen einbehalten, sondern müssen sich für ihre Beratung direkt vom Kunden bezahlen lassen. Somit soll sich der Berater alleine darauf konzentrieren können, welche Finanzlösungen Verbraucher brauchen und nicht das Produkt mit der höchsten Provision zum Ziel haben.

    Allerdings bemängelt Dorothea Mohn (vzbv) im Gespräch mit Max Geißler, biallo.de, dass die Reglung nicht alle Finanzprodukte mit einbezieht. Bislang umfasst das Gesetz nur Beratungen im Zusammenhang mit Wertpapieren und Vermögensanlagen. Außen vor sind Kapitallebensversicherungen, Kredite, Einlagen und Bausparverträge. Das müsse geändert werden.

    Zudem fordert Mohn, dass auch vermeintlich kostenfreie Provisionsberatungen in einer separaten Rechnung ausgewiesen werden. Somit können die Verbraucher die Provisionsberatung besser vergleichen und feststellen, dass die Provisionsberatung meistens teurer ist als die Honorarberatung.

    Quelle:
    http://www.biallo.de/finanzen/Geldanlage_Fonds/5-fragen-an-dorothea-mohn-vzbv-die-honorarberatung-muss-alle-finanzprodukte-umfassen.php

    Donnerstag 07.08.2014

  • Anlageberatung: Was ist das Honoraranlageberater-Register?

    Eine Alternative zum Berater, der auf Provisionsbasis arbeitet, ist der Honoraranlageberater. Ein neues Gesetz soll nun die Honoraranlageberatung und somit auch die Verbraucher stärken.

    Alle Honoraranlageberater müssen sich im Honoraranlageberater-Register bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eintragen lassen.

    Hier finden Sie die Institute, die durch eine Prüfbescheinigung nachweisen, dass sie die Anforderungen an die Honorar-Anlageberatung erfüllen.

    Seit dem 1. August 2014 können Bankkunden das Honoraranlageberater-Register auf der Internetseite der BaFin einsehen und sich erkundigen, welche Institute Honorar-Anlageberatung anbieten.

    Link zum Honoraranlageberater-Register:

    https://portal.mvp.bafin.de/database/HABInfo/

    Quelle:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/verbraucherschutz-die-neuen-pflichten-der-honorarberater/10270760.html

    Freitag 01.08.2014

  • Hinweis für Gewerbe und Vereine. SEPA-Umstellung

    Das SEPA-Zahlungssystem ist endgültig am 1. August 2014 eingeführt.

    Im Europäischen Zahlungsraum wird nun nicht mehr zwischen grenzüberschreitenden und nationalen Zahlungen unterschieden. 33 Länder machen mit: Alle 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Bankgeschäfte sollen ab jetzt über Grenzen hinweg binnen eines Arbeitstages abgewickelt werden.

    Quelle:
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/sepa112.html

    Donnerstag 31.07.2014

  • Anlegerschutz: Unzufrieden mit der Beratung

    Seit Nov. 2012 sammelt die Finanzaufsichtsbehörde, BaFin, Beschwerden von Kunden, die mit der Leistung ihrer Berater unzufrieden sind. Laut Welt am Sonntag wurden bisher fast 15.700 Fälle registriert.

    Ziel des Beschwerderegisters war es, die Anleger besser vor Falschberatung zu schützen und eventuelle Fehler bei der Geldanlage von Kunden aufzudecken.

    Der Kreditwirtschaft betont in diesem Zusammenhang, dass eine Beschwerde nicht automatisch einen Verstoß bedeutet. Vielmehr sollte man die scheinbar hohen Zahlen von Reklamationen im Verhältnis zu den Millionen insgesamt geführter Anlagegespräche sehen. Mit anderen Worten: Auf etwa 10.000 Beratungen kommt eine Beschwerde.

    Quelle:
    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article130593946 , Sonntag, 27. Juli 2014

    Lesen Sie auch:
    http://bankscore.de/aktuelle-meldungen/anlegerschutz-bafin-beschwerderegister.html

    Link zum Online-Beschwerdeformular:
    http://bankscore.de/aktuelle-meldungen/bafin-service-online-beschwerdeformular-banken.html

    Dienstag 29.07.2014

  • Direktbanken im Test

    Wohin mit dem Geld in Zeiten von Mini-Zinsen? Die Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift Finanztest (August-Ausgabe) 22 Online-Banken getestet. Dabei lag das Augenmerk nicht nur auf den Zinsen, sondern auch auf Kontoeröffnung, Kontoführung, Haftung und Sicherheit.

    Obwohl die ING-Diba nicht die höchsten Zinsen anbietet, bekam das Geldinstitut als einzige das Prüfsiegel „sehr gut“. Im Rahmen der Kontoführung wurden die Qualität des Onlinebankings und der E-Mail-Service begutachtet, außerdem der Kundenschutz vor Online-Betrügern und wie die Haftung im Betrugsfall geregelt ist. In allen Kategorien bekam das ING-Diba Extra-Konto die Note „gut“ oder „sehr gut“.

    Zwölf Banken schnitten mit „gut“ ab, nämlich: Rabodirect, Moneyou, Volkswagen Bank Direkt, 1822direkt, Net-m Privatbank 1891, Bank of Scotland, Akbank, GE Capital Direkt, PBB Direkt, AKF Bank, Cortal Consors und NIBC Direct. Mit „ausreichend“ wurden vier Banken bewertet, nämlich: Advanzia Bank, die Amsterdam Trade Bank, die Denizbank und die Garantibank.

    Quelle:
    http://www.berliner-zeitung.de/geld/stiftung-warentest-pruefen-geldanlagen-so-online-banken-im-test-ab,21416254,27895886.html Sonntag 20. Juli, 2014. Von Sebastian Wolff

    Mittwoch 23.07.2014

  • Keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld

    Im Auftrag von Focus Online hat das Verbraucherportal Verivox herausgefunden, dass rund 205 deutsche Banken ihren Tagesgeld-Kunden überhaupt keine Zinsen mehr zahlen. Das gilt besonders für viele regionale Banken, wie etwa Volksbanken und Sparkassen. Aktiv mitteilen müssen die Geldinstitute ihre Zinsanpassung nicht.

    Focus Online hat eine Liste „Auf diese Tagesgeldkonten gibt es 0 %“ (Stand: 26.6.2014), von Banken, die keine Zinsen mehr zahlen, zusammengestellt:

    http://www.focus.de/finanzen/banken/deutschland-wird-zur-zinswueste-ueber-200-banken-zahlen-keine-zinsen-mehr_id_3950926.html

    Laut Focus Online sind die derzeit besten Tagesgeld-Angebote, die zumindest die Inflation ausgleichen, die Autobanken von Volkswagen und Audi (1,40 % auf Tagesgeld-Guthaben bis 50.000 Euro), gefolgt von ING Diba 1,25 %, DAB 0,8 %, Com.direct 0,6 %, Postbank 0,3 % und Sparda-Bank BaWü 0,3 %.

    Bei 1822direct und MoneyYou gibt es noch 1,30 % auf Anlagen bis 100.000, bzw. eine Million Euro.

    Etwas höhere Zinsen gibt es beim Festgeld, wenn man sein Geld zwei Jahre entbehren kann. Beispielsweise bei der DenizBank für 1,90 % oder bei der VakifBank für 1,81 %.

    Quelle:
    http://www.focus.de/finanzen/banken/deutschland-wird-zur-zinswueste-ueber-200-banken-zahlen-keine-zinsen-mehr_id_3950926.html , Sonntag, 6. Juli, 2014 von P. Lietzmann

    Mittwoch 16.07.2014

  • Abgelehnt! Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte für Kredite

    Laut Bundesgerichtshof (BGH) sind Bearbeitungsgebühren, die Bankkunden für Kredite gezahlt haben, nicht Rechtens und können von den Kunden zurückverlangt werden. Doch zahlen viele Geldhäuser die Entgelte nicht zurück. Verbraucherschützer empfehlen Bankkunden, hartnäckig zu bleiben.

    Warum viele Banken die Rückzahlforderungen ablehnen, wird sehr unterschiedlich begründet. Kunden wird etwa mitgeteilt, dass:

    - der BGH-Richterspruch nicht auf den konkreten Fall zutreffe.

    - es sich nicht um ein Bearbeitungsentgelt handle, sondern um eine Optionsprämie.

    - die Gebühr gar nicht für eine Tätigkeit erhoben worden sei, die im eigenen Interesse der Bank stehe, sondern das Entgelt für die Kapitalüberlassung an sich berechnet werde.

    - das Entgelt Bestandteil des Zinses sei, also habe der Kunde keinen Anspruch.

    - das Urteil sich nur auf Konsumentenkredite beziehe und nicht auf Bausparverträge oder Immobiliendarlehen.

    - die Forderung verjährt sei.

    Nach Meinung der Deutschen Kreditwirtschaft besteht erstens kein Anlass, das Urteil auf andere Darlehen zu erweitern. Zweitens berufen sich die Geldinstitute auf eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Beide Punkte sehen Verbraucherschützer, wie Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale NRW, anders. Unter anderem gehen Verbraucherschützer von einer zehnjährigen Frist aus. Verbraucherzentralen empfehlen Bankkunden sich zu wehren und sich nicht mit vorgefertigten Musterbriefen der Banken abspeisen zu lassen.

    Leider lässt das Urteil des BGH vieles im Unklaren. Daher werden entsprechende Verbraucherklagen vorbereitet.

    Quelle:
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/viele-banken-zahlen-entgelte-nicht-zurueck-aid-1.4373303 , Von Andreas Gruhn, Mittwoch 9. Juli, 2014

    Freitag 11.07.2014

  • Beratungsprotokolle für den Kunden nutzlos

    Ziel der Protokollpflicht war, den Kunden zu helfen. Erstens: Um noch mal das Gespräch bei der Bankberatung nachvollziehen zu können. Zweitens: Bei einer eventuellen Schadenersatzklage vor Gericht beweisen zu können, dass falsch beraten wurde. Eine neue Studie, die Verbraucherschutzminister Heiko Maas in Auftrag gegeben hat, stellt nun fest: Das Ziel ist verfehlt.

    “Keine einzige Dokumentation gibt den Ablauf des Testgesprächs vollständig, richtig, verständlich und übersichtlich wieder”, heißt es in der Studie. Vielmehr nutzen die Gesprächsprotokolle den Banken mehr als dem Kunden. Als Reaktion hierauf plant das Justizministerium nun deutlich strengere Vorschriften für die Protokollierung.

    Justizstaatssekretär Gerd Billen erklärt der SZ gegenüber, es sei zu überlegen, ob man die Beratungsprotokolle, „nicht standardisieren sollte, damit bestimmte Punkte in jedem Fall immer abgefragt und dokumentiert werden“. Denn zielführend wäre, wenn die Protokolle sicherstellen, dass sich Berater und Kunde Gedanken darüber machen, „welche finanziellen Mittel der Kunde hat, welche Ziele er verfolgt und wie er sie am besten erreichen kann”, so Billen.

    Eine weitere Möglichkeit wäre, Beratungsgespräche aufzunehmen. Somit würde wirklich alles festgehalten, was besprochen wurde.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/geld/protokolle-von-banken-und-versicherern-schlecht-notiert-1.2008471 , 21. Juni 2014. Von Daniela Kuhr

    http://www.sueddeutsche.de/geld/beratungsgespraeche-viel-geschreibsel-fuer-nichts-1.2015381 , 25. Juni 2014

    Mittwoch 25.06.2014

  • Banken kürzen Zinsen für Tages- und Festgelder

    Ob die Zinssenkung der EZB von 0,15 Prozent in den europäischen Krisenländern das erhoffte Wachstum bringt, wird sich zeigen. Sicher ist aber, dass Sparer jetzt schon mit noch niedrigeren Zinsen rechnen müssen.

    Eine Auswertung der FMH-Finanzberatung für Handelsblatt Online zeigt erneut einen Höhepunkt der Absenkung von Zinskonten. Nach der FMH-Auswertung streichen dutzende Banken ihre Zinsen für Sparpläne, Tages- und Festgelder. Bei beispielsweise knapp 90 Tagesgeldkonten können Bankkunden im Schnitt nur noch mit 0,60 Prozent rechnen.

    Hier eine Auflistung ausgewählter Geldinstitute, die laut Handelsblatt Online Zinsen für Tages- und Festgelder senken:

    Die Zinskürzung bei Tagesgeld

    Minus 0,05 Prozent

    BKM Bausparkasse Mainz (Neuer Zins: 0,51 Prozent)
    PSD Bank RheinNeckarSaar (Neuer Zins: 0,50 Prozent)
    Sparda Hannover (Neuer Zins: 0,20 Prozent)

    Minus 0,10 Prozent

    Mercedes-Benz Bank (Neuer Zins: Tagesgeldkonto: 0,40 Prozent, Online-Tagesgeld: 0,60 Prozent)
    Oyak Anker Bank (Neuer Zins: 0,55 Prozent)

    Minus 0,15 Prozent

    Corealdirect (Neuer Zins: 0,25 Prozent)
    Degussa Bank (Neuer Zins: 0,40 Prozent)

    Minus 0,2 Prozent

    pbbdirekt (Neuer Zins ab 23. Juni: 0,80 Prozent)

    Die Zinskürzung bei Festgeld

    Minus 0,05 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    Sparda-Bank München (Neuer Zins: 0,30 Prozent)
    BBBank (Neuer Zins: 0,20 Prozent)
    Crédit Agricole (Neuer Zins ab 20. Juni: 1,60 Prozent)
    PSD Bank RheinNeckarSaar (Neuer Zins: 0,60 Prozent)

    Minus 0,10 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    GEFA Bank (Neuer Zins ab 17. Juni: 1,10 Prozent)
    1822direkt (Neuer Zins: 0,10 Prozent)
    Berliner Sparkasse (Neuer Zins: 0,15 Prozent)
    NIBC Direct (Neuer Zins: 1,40 Prozent)
    Klarna (Neuer Zins ab 19. Juni: 1,50 Prozent)
    Sparda Bank Hannover (Neuer Zins 0,20 Prozent)

    Minus 0,15 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    Corealdirect (Neuer Zins: 1,00 Prozent)
    Degussa Bank (Neuer Zins: 0,85 Prozent)

    Minus 0,20 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    PSD Bank Köln (Neuer Zins: 0,30 Prozent)
    Credit Europe Bank (Neuer Zins:1,20 Prozent)

    Minus 0,30 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    Oyak Anker Bank (Neuer Zins: 0,80 Prozent)

    Minus 0,35 Prozent (Laufzeit: 12 Monate)

    pbbdirekt (Neuer Zins: 1,00 Prozent)

    Quelle
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/tagesgeld-festgeld-sparplaene-welche-banken-jetzt-die-zinsen-senken/10058702.html 18.06.2014

    Donnerstag 19.06.2014

  • Banken senken Dispo-Zinsen

    Nach einer Umfrage der “Bild” wollen einige Geldinstitute ihre Dispo-Zinsen fürs Konto-Überziehen nach unten korrigieren. Ein Witz, so die Linken und Grünen im Bundestag – denn nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf 0,15 % gesenkt hat, bekommen Banken Geld quasi zum Nulltarif.

    Laut www.abendzeitung-muenchen.de senken folgende Banken ihre Dispo-Zinsen:

    Die Deutsche Bank und die Berliner Bank wollen zum 16. Juni ihre Dispo-Konditionen um jeweils 0,1 % auf maximal 11,8 % je nach Kontotyp kürzen.

    Bei der Norisbank sinkt der Dispo-Zinssatz von derzeit 11,25 % auf 11,15 %.

    Bei der Postbank gelten für das Konto “GiroPlus” künftig 11,95 % statt 12,05 %, für das “GiroExtraplus” 9,3 % statt 9,4 %.

    Die Commerzbank senkt demnach für Neukunden die Dispo-Zinsen ab dem 26. Juni um 0,5 % auf 11,4 %.

    Die Targobank will zum 1. Juli ihren Zinssatz ändern, die Höhe steht noch nicht fest.

    Quelle: dpa, 14.06.2014
    www.abendzeitung-muenchen.de,14.06.2014

    Dienstag 17.06.2014

  • Was bedeutet die Zinssenkung auf 0,15 % für mich?

    Die Europäische Zentralbank (EZB) macht ernst: Der Leitzins ist auf das Rekordtief von 0,15 % gesunken. Für deutsche Sparer sinken voraussichtlich auch die Sparzinsen. Anderseits könnten Immobilienkäufer durch weiter sinkende Kreditzinsen profitieren.

    Die Verbraucherzentralen empfehlen, nicht in Panik zu geraten:

    „Ihre Anlageentscheidungen sollten Sie nicht von der Zinshöhe abhängig machen“, so Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Geeignet ist nur das, was zu Ihren persönlichen Lebensumständen auch passt. Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fügt hinzu, dass man das Geld immer auf verschiedene Produkte verteilen sollte.

    Für Vorsichtige: Der Sparbrief:

    Grundsätzlich gilt: Je länger der Anlagezeitraum, desto höher die Zinsen. Für langfristige Sparanlagen (etwa 10 Jahre) gibt es Angebote mit 3 % Zinsen, so Nauhauser. Laut der FMH-Finanzberatung können Sparbriefe (Laufzeit von 5 Jahren) bei guten Anbietern bis zu 2,4 % Zinsen erzielen (Stand 05.06.14).

    Für Neukunden: Das Tagesgeldkonto:

    Laut FMH sind bis zu 1,3 % Zinsen maximal möglich. Als Neukunde kann sich ein Wechsel unter Umständen jetzt lohnen. Der Zinssatz sollte in dem Fall über einen längeren Zeitraum garantiert sein, um sich erst mal vor weiteren Zinssenkungen zu schützen.

    Quelle:
    http://www.berliner-zeitung.de/geld/tipps-fuer-sparer-was-bedeutet-die-zinssenkung-fuer-mich-,21416254,27356604.html , Freitag 06. Juni 2014
    Annabel Oelmann, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
    Niels Nauhauser, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

    Dienstag 10.06.2014

  • Kredite für Rentner: Mit 66 Jahren Schluss?

    Der Generation 60+ wird als zahlungskräftige Gruppe in der Werbung umworben. Bei Banken allerdings sind die Silver Ager meist nicht begehrt, besonders wenn es um die Kreditvergabe geht.

    Ablehnungen werden oft mit zu hohem Todesfallrisiko begründet. Laut aktive-rentner.de scheint es keine klaren Richtlinien bezüglich Alter oder Laufzeiten zu geben. Bei manchen Geldinstituten darf der Darlehensnehmer nicht älter als 70 Jahre alt sein. Andere Banken legen sich ab 60 oder 65 Jahren in die Quere.

    Im Schnitt haben Rentner nicht viel Geld. Dennoch, Senioren gelten als zuverlässige Partner, die in der Regel ihren Zahlungsverplichtungen gewissenhaft nachkommen. Daher werden Laufzeiten bis zu 30 Monaten durchaus akzeptiert. Vor allem bei geringen Summen, etwa 5000 Euro, so aktive-rentner.de.

    Ein Tipp: Viele Banken bieten entweder sehr günstig oder gar kostenlose Girokonten für Rentner an.

    Quelle: www.aktive-rentner.de

    Freitag 06.06.2014

  • Grauer Kapitalmarkt: Verhaltenstipps

    Mit dem „Aktionsplan für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt“ von Justizminister Heiko Maas und Finanzminister Wolfgang Schäuble sollen Privatanleger in Zukunft besser vor Investments am Grauen Kapitalmarkt geschützt werden. Aber worauf sollen Kunden im Beratungsgespräch achten? Das Handelsblatt hat ein paar Tipps:

    Misstrauen Sie hohen Renditen

    Gerade in Zeiten niedriger Zinsen, sind zweistellige Renditen sowieso suspekt, aber Sie sollten auch bei mancher Anleihe mit sechs Prozent Zins kritisch sein. Wenn behauptet wird, man könne Festgeldangebote und Anleiheanbieter gehörig überbieten, ist das unglaubwürdig.

    Lesen Sie alle Unterlagen

    Eine Abkürzung gibt es nicht. Lesen Sie das ganze Material. Hat der Berater nur eine nette Broschüre mitgebracht, dann sollten Sie im Internet den vollständigen Prospekt herunterladen. Anbieter sind bei Fonds verpflichtet, alle Risiken aufzuzählen. Wenn Sie querlesen möchten, sollten Sie zumindest die Prognoseplanung auf Plausibilität überprüfen. Wichtig ist die komplette Lektüre des Zeichnungsscheins.

    Nehmen Sie Zeugen mit

    Machen Sie sich bewusst, dass Bankberatern oft unter Verkaufsdruck stehen. Es gilt zwar, dass das Besprochene im Beratungsprotokoll festgehalten wird, aber im Zweifelsfall sichert das eher den Berater als den Kunden ab. Nehmen Sie also einen Bekannten als Zeugen zum Gespräch mit.

    Hinterfragen Sie die Kosten

    Fragen Sie direkt, was der Bankberater bei dem von ihm empfohlenen Finanzprodukt verdient. Es ist Ihr Recht und vielleicht wird Ihnen dann klar, warum ihr Vermittler Ihnen gerade dieses Investment ans Herz legt.

    Quelle: www.handelsblatt.com
    Von Katharina Schneider. Donnerstag, 22. Mai, 2014

    Samstag 31.05.2014

  • Bargeldloses Bezahlen: Tod des Bargeldes?

    Das Ticket am Fahrscheinautomaten oder ein „Coffee to go“ am Kiosk, alles mit Karte oder Smartphone kontaktlos und im Vorbeigehen bezahlt. Die „smarte“ Technik gibt es längst und wird in Deutschland vorangetrieben.

    Trotzdem ist Bargeld immer noch das beliebteste Zahlungsmittel in der Bundesrepublik. Das muss nicht falsch sein, so Otmar Issing, früherer Chefvolkswirt der EZB, beim 2. Bargeldsymposium der Deutschen Bundesbank, denn: „Wirkliche Anonymität gewährt nur das Bargeld.“

    Carl-Ludwig Thiele, Bundesbank-Vorstand, hingegen verwies in der Diskussion auf die Kosten und den logistischen Aufwand Bargeld im Umlauf zu halten. So prüft die Notenbank beispielsweise jährlich fast 15 Milliarden Banknoten auf Echtheit und Zustand. Hier könnte man sparen.

    In Schweden werde Bargeld nur noch für 20 Prozent der Einkäufe genutzt. So denkt man in Schweden und Finnland ernsthaft darüber nach, das Bargeld abzuschaffen. Diese Entwicklung treibt der Kunde voran, so Ludger Gooßens, Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

    Aber sind elektronische Bezahlverfahren sicher?

    „Es bedurfte nicht des NSA-Skandals, um Vorbehalte gegenüber bargeldlosen Zahlungsmethoden bezüglich Überwachung und gegebenenfalls Manipulation auszulösen“, zitiert die Sächsische Zeitung Chefvolkswirt Issing. Auch Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger ist ein Verfechter von Münzen und Scheinen. „Plastikkarten sind nicht nur billiger herzustellen. Sie sind auch unseren Aufpassern lieber, denn sie erlauben es, jede beliebige Transaktion zurückzuverfolgen.“ (Vgl.: „Regeln für die digitale Welt“, Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

    Quelle: Von Jörn Bender, Sächsische Zeitung/www.sz-online.de. Montag, 19. Mai, 2014
    Von Markus Zydra, Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 20. Mai, 2014

    Mittwoch 21.05.2014

  • Onlinebanking: BKA warnt vor Betrug beim mTan-Verfahren

    Über manipulierte Handy-Apps spionieren Kriminelle unbemerkt fremde Smartphones aus. Besonders Onlinebanking mit Hilfe von mTan ist Ziel betrügerischer Attacken. So habe sich die Zahl der Smartphone-Angriffe im ersten Quartal 2014 fast versechsfacht, so Christian Funk von Kaspersky im neuen SPIEGEL.

    Wer sich schützen will, sollte statt des mTan-Verfahrens einen Tan-Generator benutzen, so der Rat von Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Hierbei handelt es sich um ein kleines Gerät, in das die EC-Karte eingeschoben wird. Für jede Transaktion wird damit ein Schlüsselcode erstellt.

    Finger weg verdächtigen Apps oder Links, empfiehlt Heiko Löhr, Referatsleiter Cyberkriminalität beim BKA. Er warnt zudem vor der unsichersten Variante von Onlinebanking, dem Tan-Block-Verfahren. Hierbei arbeitet der Bankkunde eine vorgegebene Tan-Liste ab.

    Quelle: www.spiegel.de
    Sonntag, 18. Mai, 2014

    Montag 19.05.2014

  • Kreditbearbeitungsgebühren dürfen nicht extra kassiert werden

    Banken dürfen zusätzlich zu den Kreditzinsen keine Bearbeitungsgebühren verlangen, so hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

    Begründung: Diese Entgelte sind unzulässig, da es im eigenen Interesse der Bank liegt, die Zahlungsfähigkeit des Kunden zu prüfen und den Vertragsabschluss vorzubereiten (Az. XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13), so das Handelsblatt.

    Laut Stiftung Warentest drohen Geldinstituten Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe. Wann Stichtag ist, wird noch geklärt:
    Laut Stiftung Warentest: Anspruch auf eine Rückerstattung hat jeder, der seinen Ratenkreditvertrag nach 2010 abgeschlossen hat.
    Laut Süddeutsche Zeitung: Bei Verträgen, die ab 1. Januar 2011 geschlossen wurden.
    Laut Handelsblatt hatten sogar einige Gerichte in vergleichbaren Fällen mit einer Verjährungsfrist von zehn Jahren gerechnet.
    Schon jetzt sei „ein Tsunami“ von Klagen über die Gerichte hereingebrochen, so der Vorsitzende Richter des BGH, Ulrich Wiechers.

    Die Stiftung Warentest bietet Bankkunden, die ihre Bearbeitungsgebühren zurückholen wollen, Musterbriefe an.

    Fordern Sie Ihr Geld zurück! Link zum Musterbrief:

    http://www.test.de/Musterbrief-Kreditbearbeitungsgebuehr-Fordern-Sie-Ihr-Geld-zurueck-4309427-0/

    Quelle: www.test.de, Dienstag, 13. Mai, 2014
    www.handelsblatt.com, Dienstag, 13. Mai, 2014
    Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 15. Mai, 2014

    Mittwoch 14.05.2014

  • Etikettenschwindel: Produktinformation der Umweltbank für Genussscheine

    Produktinformationen zu einem Wertpapier müssen eindeutig und ausgewogen sein. Demzufolge dürfen Banken nicht einseitig Vorteile von risikobehaftete Kapitalanlagen hervorheben und damit die Risiken der Geldanlage verharmlosen. So folgt das OLG Nürnberg der Argumentation einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Umweltbank.

    Es reicht nicht aus, so das Gericht, im Internet auf Prospekte oder andere Dokumente zu verlinken, in denen die Risiken ausführlich aufklären werden.

    Im konkreten Fall hatte die Umweltbank auf ihrer Internetseite Genussscheine eines niedersächsischen Solarparks zum Nennwert von 6 Millionen Euro angeboten. Über die Risiken informierte die Bank nur äußerst kurz und allgemein. „Höheren Ertragschancen stehen höhere Risiken gegenüber; Totalverlust weniger wahrscheinlich“, hieß es dort.

    Aus dem Werbetext geht zudem nicht deutlich hervor, dass die Genussscheine keiner Einlagensicherung unterliegen. Das bedeutet, dass bei Insolvenz des Solarparks ein Totalverlust droht. Außerdem: „Bei der Verzinsung fehle der Hinweis auf das Risiko von Kursverlusten bei steigendem Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt“, so Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzen im vzbv.

    Quelle: www.vzbv.de, Donnerstag, 8 Mai, 2014

    Dienstag 13.05.2014

  • vzbv-Chef Müller reicht geplante Dispo-Warnpflicht nicht aus

    Commerzbank-Chef Blessing hat eine gesetzliche Dispo-Nutzungsbremse von der Politik gefordert. Eine automatische Warnung per SMS oder E-Mail ist im Gespräch, sollte der Bankkunde längere Zeit sein Konto überziehen. Dafür sollen Geldinstitute laut Koalitionsvertag der Bundesregierung verpflichtet werden, Kunden günstigere Alternativen anzubieten.

    Doch eine Warnpflicht reicht dem neuen Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) Klaus Müller nicht aus. Besser wäre, so Müller, von vornhinein die Dispozinsen zu deckeln.

    Derzeit werden im Schnitt etwa 10 % Dispozinsen fällig. Wer sein Konto über den Dispo hinaus überzieht, muss noch höhere Zinsen zahlen.

    Quelle: Focus, Dienstag, 29. April, 2014
    Handelsblatt, Mittwoch, 23. April, 2014
    Frankfurter Rundschau, Mittwoch, 23. April, 2014

    Dienstag 06.05.2014

  • Beratungsprotokolle: Verbessern oder abschaffen?

    Seit 2010 muss jedes Anlagegespräch schriftlich protokolliert werden. Somit soll der Bankkunde später im Zweifelsfall vor Gericht etwas in der Hand haben.

    Die Praxis zeigt aber, dass die Protokolle weniger den Kunden als vielmehr den Banken nutzen. Denn die Bankangestellten wissen was sie protokollieren müssen. Daher sind die Beratungsprotokolle fast nie geeignet, eine eventuelle Falschberatung zu beweisen.

    Bundesverbraucherminister Heiko Maas hat nun angekündigt die Protokolle zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Für viele Kritiker ein sinnloses Unterfangen. Sie verlangen die Beratungsprotokolle abzuschaffen. Stattdessen sollten die Bankgespräche mit Einverständnis des Bankkunden aufgezeichnet werden. Dadurch wird alles eins zu eins aufgenommen und nicht beeinflusst.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Von Daniela Kuhr. Dienstag, 22. April 2014

    Mittwoch 23.04.2014

  • Wie lange behält die Schufa Daten?

    Wann Schufa-Einträge wieder gelöscht werden müssen, ist unterschiedlich. Dabei gilt die Daumenregel: Je wichtiger die Auskunft, desto länger bleibt sie.

    Beispiele:

    • Eine Anfrage zur Eröffnung eines Girokontos: Wird nach 1 Jahr wieder gelöscht.
    • Ein Kredit: Wird erst nach 3 Jahren gelöscht und zwar nachdem das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde.
    • Ein Kreditkartenkonto: Wird sofort gelöscht, wenn es aufgelöst wurde.

    Laut Handelsblatt speichert die Schufa keine Daten zu Einkommen, Vermögen, Beruf oder Nationalität von Verbrauchern.

    Das „Scoring“-System der Schufa ist umstritten. In Januar entschied der Bundesgerichtshof, dass die Methode der Auskunftei zur Einstufung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern nicht offengelegt werden muss.

    Die damalige Schufa-Klägerin zieht nun vor das Verfassungsgericht. Laut Focus, steht die Klägerin weiterhin auf dem Standpunkt, dass Verbraucher ohne umfassende Einsicht in ihre eigene Schufadaten keine Chance haben, sich gegen eine falsche Bewertung zur Wehr setzen.

    Quelle: www.handelsblatt.com. Schufa-Klägerin zieht vor das Verfassungsgericht. Freitag, 11. April, 2014

    Samstag 19.04.2014

  • Verbraucherrechte: Bei der Schufa keine Auskunft

    Obwohl die Schufa gesetzlich dazu verpflichtet ist, teilt sie Verbrauchern offenbar nicht alle über sie gespeicherten Daten mit, so NDR Info. Dem Sender gegenüber erklärte die Schufa, dass sie rechtskonform handele.

    Aus einem vertraulichen Dokument, das NDR Info vorliegt, geht hervor, worauf die Schufa bei ihrem Verbraucherscoring besonders achtet. Daten, die dann die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers ergeben sollen. Wie die Schufa endgültig zu der Bewertung des Kunden gelangt, ist Geschäftsgeheimnis. Für die Schufa ist beispielsweise wichtig:

    • Wie lange ein Bankkonto existiert.
    • Wie viele Bankkonten existieren.
    • Wie lange der Kunde bereits in seiner Wohnung lebt.
    • Wie viele Kreditanfragen der Verbraucher gestellt hat.

    Quelle: Benedikt Strunz. B5 aktuell. Donnerstag, 10. April, 2014

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    BGH weist Klage gegen Schufa zurück von bankscore.de » Mi 29. Jan 2014

    Falsche Auskünfte: Von der Schufa kaltgestellt von bankscore.de » Mo 10. Jun 2013

    Freitag 11.04.2014

  • Bankgebühren: Einzahlung von Münzgeld

    Wer sein angesammeltes Kleingeld zur Bank bringt, trifft auf unterschiedliche Gebührenregelungen.

    Auf das eigene Konto einzahlen:

    Die meisten Geldinstitute verlangen keine Gebühren, wenn das Bargeld auf das eigene Konto des Kunden eingezahlt wird. In den allgemeinen Preisaushängen der Banken allerdings sind oft solche Dienstleistungen nicht aufgeführt, so Kerstin Papon, Redakteurin in der Finanzmarktredaktion von FAZ. Papon führt vier Kosten-Beispiele auf:

    Die Sparkasse Köln-Bonn: Hier kostet die Annahme von nicht gezähltem, losem Hartgeld für Kunden 3 Euro je „Safe Bag“. Kleinstbeträge hingegen werden an der Kasse kostenlos getauscht oder gutgeschrieben.

    Die Hamburger Sparkasse: Hier nimmt man Münzrollen bzw. -beutel der Kunden kostenfrei entgegen, wenn „Arbeitsaufwand und Geschäftsverbindung in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen“.

    Die Frankfurter Sparkasse: Das Einzahlen auf das normale Girokonto kostet auf jeden Fall 1 Prozent der eingelieferten Summe, mindestens jedoch 4 Euro. Kostenfrei sind nur Einzahlungen, die direkt auf das Sparkonto oder auf besondere Konten von Kindern und Jugendlichen fließen.

    Die Deutschen Bundesbank (41 Filialen): Hier kann jeder Bürger kostenlos seine Euromünzen – in beliebiger Stückzahl – tauschen.

    Auf ein fremdes Konto einzahlen:

    Wenn das Geld „ zugunsten Dritter“ eingezahlt wird, kann es teuer werden. Papon führt zwei Kosten-Beispiele auf:

    Die Commerzbank: Wenn sich um ein Konto bei der Commerzbank handelt, verlangt die Bank 1 Promille des Betrages, mindestens jedoch 5 Euro. Wenn sich um ein Konto eines fremden Kreditinstituts handelt, verlangt man 2 Promille oder im Minimum 10 Euro.

    Die Frankfurter Sparkasse: Für Einzahlungen auf fremden Konten sieht die Sparkasse fixe Gebühren von 10 bzw. 20 Euro je Transaktion vor.

    Automaten im Vormarsch

    Viele Geldautomaten ermöglichen inzwischen nicht nur das Auszahlen, sondern auch das Einzahlen von Bargeld auf das Konto oder das Aufladen einer Geldkarte. Bei den meisten Automaten allerdings ist die Einzahlung auf Banknoten beschränkt.

    Quelle: www.faz.de. Von Kerstin Papon, Redakteurin in der Finanzmarktredaktion.
    Donnerstag, 3. April, 2014

    Dienstag 08.04.2014

  • Über Risiken und Nebenwirkungen. EU-Beipackzettel zu Finanzprodukten

    Das EU-Parlament hat europaweite Regeln für Kundeninformationen zu Anlageprodukten für Kleinanleger erlassen, so der Focus.

    Die neue EU-Verordnung soll einheitlich für verschiedene Produkte gelten. Auf einem Blick soll der Verbraucher Kosten und Risiken des Finanzprodukt erkennen und EU-weit vergleichen können. Zumal in Zeiten, so Detlef Fechtner (boersen-zeitung.de), in denen der Vertrieb von Finanzprodukten zunehmend aus der Bankfiliale ins Internet verlagert wird. Künftig müssen Warnungen in allen Auskunftsblättern der Banken enthalten sein. Zu den verpflichtenden Informationen gehören, laut Philine Lietzmann (Focus), demzufolge:
    • Die Art des Anlageproduktes
    • Die Risiken und Gewinnmöglichkeiten
    • Die Höhe der Kosten für die Investionen
    • Wie Verbraucher ihr Geld vorher abziehen können und welchen Verlust sie dann erwarten müssten
    • Die Adresse einer zuständigen Beschwerdestelle, etwa eines Ombudsmannes oder der Verbraucherzentrale
    • Das Ausfallrisiko des Emittenten, also der Bank, der Versicherung oder der Fonds-Gesellschaft
    Quelle: http://www.focus.de/finanzen/boerse/ Von FOCUS-Online-Redakteurin Philine Lietzmann, Mittwoch, 2. April, 2014 www.boersen-zeitung.de. Von Detlef Fechtner, Mittwoch, 2. April, 2014

    Samstag 05.04.2014

  • Mit dem kostenlosen Girokonto auf Kundenfang

    Laut einer Untersuchung für Handelsblatt Online sind Girokonten nur bei Direktbanken wirklich kostenlos. Mit einer Wechselprämie werden Gratiskonten Neukunden oft schmackhaft gemacht. So konnte Comdirect – die Direktbank der Commerzbank – die Zahl der kostenlosen Konten mehr als verdoppeln.

    Der Konkurrenz zieht aber längst nach. So bieten neben Comdirect auch 1822 direkt, Cortal Consors und die Ing-Diba Neukunden ebenfalls 50 Euro Willkommensprämie für den Bankenwechsel.

    Für die Kostenloskonten mit Wechselprämie zahlt die Bank allerdings erst mal drauf, so Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. Das Geld muss die Bank dann an anderer Stelle wieder zurückholen. So sollen neugeworbenen Kunden auch andere Produkte, wie provisionsstarke Bausparverträge, Zertifikate oder Fonds, angeboten werden.

    Aber auch bei den Konditionen versuchen Banken, Geld zurückzuholen. So kann es sein, dass die Dispozinsen üppig ausfallen und das Geldabheben an fremden Geldautomaten teuer wird.

    Um als Kunde zusätzliche Kosten zu vermeiden, sollte das Konto am besten auch als Gehaltskonto genutzt werden.

    Quelle: www.handelsblatt.com Von Lukas Bay und Jens Hagen. Dienstag, 1. April, 2014

    Donnerstag 03.04.2014

  • Was heißt „effektiver Jahreszins“?

    Der effektive Jahreszins – oder auch Effektivzins genannt – ist der Zinssatz, auf den es bei Krediten ankommt. Er gibt die Gesamtkosten des Darlehens pro Jahr in Prozent an. Also das, was ein Kredit tatsächlich kostet. Denn neben dem eigentlichen Zinssatz fallen auch Kosten für Ausgabe und Bearbeitung an.

    Am effektiven Jahreszins lassen sich Kredite daher am besten vergleichen.

    Quelle: www.focus.de/finanzen/banken/

    Freitag 28.03.2014

  • Commerzbank: Kunden können Gebühren zurückverlangen

    Kunden können zu Unrecht erhobene Bankgebühren der Commerzbank zurückfordern. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist gerichtlich gegen mehrere pauschale Entgelte im Preisverzeichnis der Commerzbank vorgegangen und hat gewonnen. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig.

    Unrechtsmäßig sind beispielsweise:

    • ein Berechnungsentgelt von 300 Euro für die Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung und Nichtabnahmeentschädigung (mittlerweile etwa 75 Euro).
    • ein pauschales Reklamationsentgelt von 25 Euro für die Nachforschung einer vom Verbraucher als fehlerhaft reklamierten Überweisung.
    • 1,94 Euro für das Zusenden eines Kontoauszugs, wenn dieser nicht binnen 24 Geschäftstagen vom Kunden am Automaten oder im Internet abgerufen wurde.
    Mit Hilfe von Musterbriefen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg können betroffene Bankkunden nun zu Unrecht erhobene Entgelte zurückfordern.

    http://www.vz-bawue.de/musterbriefe-finanzen-versicherung

    Quelle: www.handelsblatt.com Donnerstag 20. März, 2014

    Dienstag 25.03.2014

  • Recht auf ein Bankkonto

    Alle EU-Bürger sollen europaweit ein Recht auf ein Bankkonto bekommen. Mit diesem gesetzlichen Anspruch soll der Kunde nun Grundfunktionen einer Girokonto nutzen können – wie etwa Geld überweisen (auch online) und Bargeld am Automaten abheben.

    Das Gesetz muss im April noch verabschiedet werden, das gilt aber als Formsache. Etwa 25 Millionen EU-Bürger besitzen kein Bankkonto, obwohl sie eines eröffnen möchten.

    Quelle: DPA, Freitag, 21. März, 2014
    Süddeutsche Zeitung, Freitag, 21. März, 2014

    Freitag 21.03.2014

  • Bankenschlichter: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing?

    Wenn Bankkunden Anlass zu Beschwerden haben, können sie sich, statt vor Gericht zu ziehen, kostenlos an unabhängige Ombudsleute der Bankenverbände wenden. Doch die Enttäuschung der Kunden über die Schlichtersprüche ist oft groß:

    “Aus meiner Sicht heraus fallen die Schlichtersprüche überwiegend doch sehr bankenfreundlich aus“, so Eckehard Balke, Verbraucherzentrale Erfurt, gegenüber der ARD-Sendung „Plusminus“. Vielleicht weil die Ombudsleute von den Bankenverbänden bezahlt werden.

    Laut Plusminus werden bei Schlichtern besonders häufig Ansprüche der Kunden auf Zins-Nachzahlungen vorgetragen. Doch fast alle Banken-Schlichter erklären, dass diese Ansprüche überwiegend verjährt seien. Vor einem ordentlichen Gericht wird in dieser Frage hingegen oft ganz anders entschieden, denn hier bekommt meist der Kunde Recht.

    Statistik: Schlichtersprüche laut Plusminus:

    Bei den Privatbanken bekommen 50 Prozent der Kunden Recht.
    Beim Sparkassenverband bekommen 12 Prozent der Beschwerdeführer Recht.
    Beim Volks- und Raiffeisenbanken bekommen 10 Prozent der Kunden Recht.

    Quelle: www.daserste.de/information/wirtschaftboerse/plusminus/sendung/swr/2014/
    bankenschlichter. Montag 24. Februar, 2014

    Mittwoch 19.03.2014

  • Geplatzte Überweisungen: Gebühren dürfen wieder kassiert werden

    Eine Mitteilung über eine geplatzte Lastschrift kann wieder Geld kosten, so die SZ. Wenn nicht genug Geld auf dem Konto war, verlangen Banken nun bis zu drei Euro für die Nachricht über nicht eingelöste Sepa-Lastschriften.

    “Eigentlich hatte der Bundesgerichtshof (BGH) diese Bankgebühr 2012 verboten. Aber die Sepa-Regeln für Europa haben die Entscheidung ausgehebelt“, sagt Frank-Christian Pauli, Bankenexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv).

    Quelle: www.sueddeutsche.de/geld/unnoetige-bankgebuehren

    Mittwoch 12.03.2014

  • Darf meine Bank mein Darlehen „weiterverkaufen“?

    Ja. Vor allem beim neueren Darlehensverträgen sollten Sie aufpassen. Denn in der Regel befindet sich darin eine Klausel, in der der Kunde einer Abtretung der Darlehensforderung von vornherein zustimmt, so BaFin.

    Hat Ihre Bank Ihr Darlehen ohne Ihre Zustimmung “verkauft”, verweist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht maßgeblich auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27. Februar 2007 (Az.: XI ZR 195/05). Hier stellt das Gericht klar, dass eine Abtretung/Übertragung der Darlehensforderung weder gegen das Bankgeheimnis noch gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt. Denkbar wäre ein Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht bzw. gegen weitere datenschutzrechtliche Bestimmungen. Gegebenenfalls könne das zu einem Schadensersatzanspruch führen. Dies ändere jedoch nichts an die Wirksamkeit der Forderungsabtretung.

    Für den Fall, dass ein Gläubigerwechsel stattgefunden hat, bleiben die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertrag unberührt. Der Forderungserwerber tritt somit in vollem Umfang in den Vertrag ein und Sie können Ihre verträgliche Rechte einfordern.

    Quelle: http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/

    Freitag 07.03.2014

  • Checkliste für das Beratungsgespräch zur Geldanlage

    Seit der Finanzkrise von 2008 sehen Verbraucherschützer kaum Verbesserungen bei Finanzberatungen. Beratungsgespräche zu Geldanlagen sind zu oft reine Verkaufsgespräche, bei denen der Berater dazu verdienen will.

    Daher rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dass Sparer im Beratungsgespräch kritische Fragen stellen und sich alles genau erklären lassen. Dabei ist die Frage, ob der Berater für das empfohlene Finanzprodukt eine Provision erhält, auch erlaubt.

    Tipp: Wenn Sie sich auf das Gespräch bei der Bank gut vorbereiten möchten, hat die Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen dazu eine Checkliste zum Downloaden erstellt.

    http://www.vz-nrw.de/mediabig/126851A.pdf

    Quelle: www.vz-nrw.de
    www.focus.de/finanzen/banken, Dienstag, 18. Februar, 2014

    Montag 03.03.2014

  • Was ist der Zinseszins? Wie funktioniert er?

    Beim längerfristigen Sparen ist nicht nur der Zinssatz wichtig, sondern auch der Zinseszins. Also der Gewinn, die ein Sparer auf die zuvor erwirtschaftete Zinsen erhält.

    Beispiel: Ein Sparer legt 100 Euro zu einem Zinssatz von zwei Prozent an. Nach einem Jahr hat er ein Guthaben von 102 Euro. Nach dem zweiten Jahr wird dem Sparer dann nicht nur Zinsen auf seine ursprünglichen 100 Euro, sondern auch auf die im ersten Jahr erwirtschafteten zwei Euro Zinsen gutgeschrieben. Lässt der Sparer seine Zinsen immer auf dem Konto, verstärkt sich durch den Zinseszins der Spareffekt.

    Quelle: www.focus.de/finanzen/banken/, Dienstag, 18. Februar, 2014

    Freitag 28.02.2014

  • Freiberufler. Bankkunden zweiter Klasse

    Rund zweieinhalb Millionen Menschen arbeiten als Freiberufler in Deutschland. Sie arbeiten auf eigene Rechnung und ohne Angestellte. Etwa ein Drittel verdiente im Jahr 2012 brutto nur 8,50 Euro oder sogar weniger in der Stunde – nicht gerade des Bankers Liebling.

    Viele Freiberufler wie IT-Spezialisten haben große Probleme, bei ihrer Bank einen Dispo- oder Konsumkredit zu bekommen, so Gunter Haake, Geschäftsführer der Ver.di-Selbständigenberatung Mediafon. In vielen bekommen Freiberufler – wenn überhaupt – ein teures Geschäftskonto aufgezwungen. Andere Einzelkämpfer berichten, dass ihr Dispokredit über Nacht gekündigt wurde. Laut Spiegel.de hat der Deutsche Anwaltsverein beobachtet, dass die Institute sogar bei der Kreditvergabe an freiberufliche Anwälte kritischer als noch vor Jahren sind.

    KarriereSPIEGEL fragte bei zwei Dutzend Banken an, welche Konten sie Ein-Mann-Betrieben anbieten. Einige Geldinstitute, wie die Sparda Banken in München und Nürnberg, akzeptieren gar keine Freiberufler. Die Mehrheit der angefragten Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken bieten zumindest kostenpflichtige Konten an.

    Die HypoVereinsbank etwa verlangt für ein Geschäftskonto zwischen fünf und 30 Euro im Monat. Je nach Kontotyp kommen drei Cent bis 2,50 Euro für Buchungsentgelte hinzu. Nur selten bieten Banken wie die DKB bestimmten Gruppen von Freiberuflern, wie Steuerberatern, kostenlose Geschäftskonten an.

    Quelle: Tobias Lill, www.spiegel.de/karriere, Donnerstag 13. Februar, 2014

    Mittwoch 19.02.2014

  • Elke König: Ampel-Regelung für Finanzprodukte

    Nach der Insolvenz des Windparkfinanzierers Prokon, fordert die Präsidentin der deutschen Finanzaufsicht (BaFin), Elke König, Konsequenzen. Um Kleinanleger künftig besser zu schützen, schlägt sie eine Ampel-Regelung für Finanzprodukte vor. “Rot für hoch riskante Produkte, Gelb für weniger riskante und Grün für Anlagen mit relativ geringem Risiko,” so die Zeit.

    Um einen verbesserten Verbraucherschutz zu erreichen, so König, muss neu gedacht werden. Etwa über die Frage, welche Produkte über Wurfblätter im Briefkasten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln beworben werden dürfen, sowie welche Finanzprodukte nur über professionelle Berater verkauft werden dürfen. Und wenn Finanzprodukte direkt an Verbraucher vertrieben werden, welche Finanzierungsformen gehören dann unter Aufsicht?

    Quelle: www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage, Mittwoch, 12.Februar, 2014

    Donnerstag 13.02.2014

  • Trotz Prepaid-Kreditkarte ins Minus gerutscht

    Das Modell Prepaid-Kreditkarte schützt nicht automatisch vor Schulden.

    Anders als bei Prepaid-Handys, mit denen der Kunde telefonieren kann bis das Guthaben verbraucht ist, kann man bei Prepaid-Kreditkarten durchaus ins Minus rutschen. Dabei versprechen die häufig von Minderjährigen im Ausland benutzten Prepaid-Kreditkarten laut Werbung der Banken nicht nur finanzielle Freiheit, sondern auch die volle Kostenkontrolle.

    Ein Check der Verbraucherzentrale NRW zeigt jedoch, dass bei mehreren Kartenanbietern Schuldenmachen in den Vertragsbedingungen von Prepaid-Kreditkarten gestattet ist. Wegen der Verwendung solcher Schulden-Klauseln hat die Verbraucherzentrale NRW drei Geldinstitute abgemahnt. Die Commerzbank und die PSD Rhein Ruhr eG lenkten ein. Künftig verzichtet die PSD auf die Nutzung des Begriffs “Prepaid”. Mit der Hamburger Sparkasse soll die Frage dagegen gerichtlich geprüft werden.

    Quelle: www.vz-nrw.de. Dienstag, 4. Februar, 2014
    Newsticker, www.bild.de, Donnerstag, 6. Februar, 2014

    Freitag 07.02.2014

  • Wann muss eine Überweisung gutgeschrieben werden?

    Laut BaFin muss am selben Tag, an dem der Betrag der Bank des Kunden zugegangen ist, (§ 675t Abs. 1 BGB) gutgeschrieben werden. Die taggleiche Wertstellung einer Überweisung gilt selbst dann, wenn der Betrag – etwa wegen technischer Störungen – nachträglich gutgeschrieben worden ist.

    Quelle: www.bafin.de

    Mittwoch 05.02.2014

  • BGH weist Klage gegen Schufa zurück

    Manche Verbraucher ahnen nicht, dass sie als nicht kreditwürdig bei der Schufa gelten. Wenn ein Kreditantrag auf Grund eines Schufa-Eintrags von der Bank abgelehnt wird, ist der Schock groß.

    Im aktuellen Fall ist die Klägerin gegen die Schufa vor Gericht gegangen. Nach einem gescheiterten Autokauf wollte sie von der Schufa wissen, warum sie als nicht ausreichend kreditwürdig eingestuft worden sei. Mit die Erklärung der Auskunftei war sie nicht zufrieden.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun geprüft, ob die Schufa Auskunft geben muss, wie genau der Score-Wert der Klägerin berechnet wurde. Der BGH hat der Klage abgewiesen. Dem Urteil des Gerichts zufolge muss die Schufa Verbrauchern keine umfassende Auskunft zur Berechnung ihrer Kreditwürdigkeit geben.

    Lesen Sie auch Beiträge zum Thema in unserem bankscore-Forum:
    Falsche Auskünfte: Von der Schufa kaltgestellt vom 10. Jun 2013

    Quelle:
    www.focus.de/politik/schlagzeilen
    Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 28. Januar, 2014

    Mittwoch 29.01.2014

  • Datendiebstahl: Sicherheitstest beim BSI

    Millionen von Zugangsdaten für Online-Dienste sind nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gekapert worden. Forscher und Strafverfolger sprechen von 16 Millionen kompromittierten Benutzerkonten. Die Online-Gangster haben E-Mail-Adressen und Passwörter für Online-Shops, soziale Netzwerke und evtl. Onlinebanking geklaut.

    Das BSI hat eine Webseite eingerichtet, auf der Sie überprüfen können, ob Sie betroffen sind. In das Eingabefenster geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, die dann mit den Daten abgeglichen wird. Sollten Sie betroffen sein, bekommen Sie eine Nachricht an die angegebene Mailadresse.

    www.sicherheitstest.bsi.de (Achtung: BSI-Webseite kann überlastet sein).

    Quelle: www.br.de/radio/bayern2 , Dienstag 21. Januar, 2014

    Dienstag 21.01.2014

  • SEPA-Umstellung für Unternehmen: Was ist zu tun?

    Unter Umständen erhalten Unternehmen nun mehr Zeit für die SEPA-Umstellung. Die EU-Kommission spricht von einer Fristverlängerung bis August 2014.

    Was ist zu tun? Computersysteme der Firmen müssen auf SEPA umgestellt werden und die Bankverbindungen der Kunden neu erfasst.
    Bei der Bundesbank muss das Unternehmen eine sogenannte Gläubiger-ID besorgen. Mit dieser Nummer ist sie als Gläubiger im Zahlungsverkehr eindeutig zu identifizieren. Für neue Einzugsermächtigungen werden dann entsprechende neue SEPA-Mandate benötigt.

    Lesen Sie auch: „SEPA Umstieg. Infos für Unternehmen“ von Di. 29. Oktober 2013.
    http://bankscore.de/aktuelle-meldungen.html?id=240
    Beinhaltet Link zu Bundesbank (Antragsformular, sowie Anleitung)

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 11./12. Januar, 2014

    Montag 13.01.2014

  • SEPA: IBAN-Umstellung verschoben

    Wegen Problemen bei der Einführung des neuen europäischen Zahlungssystems SEPA wird die Übergangszeit, laut www.zeit.de, um sechs Monate verlängert.

    Ursprünglich sollten ab Februar 2014 nur noch IBAN und BIC gelten. Jetzt bleiben die alten Kontonummern noch sechs Monate länger nutzbar. Allerdings müssen die EU-Staaten und das Europaparlament noch darüber abstimmen.

    Quelle: www.zeit.de. 9. Januar, 2014

    Donnerstag 09.01.2014

  • Verbotene Bankgebühren? Eine Übersicht

    Ein- oder Auszahlungen:

    Geld auf eigenes Konto einzuzahlen oder abzuheben, sollte in Normalfall kostenlos sein. Ist vereinbart, dass jede Buchung extra von der Bank abgerechnet wird und mindestens fünf Buchungen im Monat kostenlos sind, dürfen weitere Gebühren verlangt werden.

    Kontoauszüge:

    Jedem Bankkunden steht zu, sich kostenlos über den eigenen Kontostand zu informieren. Ist eine Auskunft am Schalter nicht möglich, muss ein Auszugdrucker zur Verfügung stehen. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dürfen jedoch Banken, die Kontoauszüge per Post zustellen, für diesen Sonderservice Geld kassieren.

    Bankautomaten:

    Üblicherweise ist das Abheben vom Bargeld an einem Bankautomaten der kontoführenden Bank kostenlos. Grundsätzlich ist es aber erlaubt, dafür ein Entgelt zu berechnen. Die Gebühr muss jedoch vorher angezeigt werden. Eine rechtliche Gebührenobergrenze gibt es nicht.

    Lastschriftrückgabe:

    Lehnt eine Bank die Einlösung von Lastschriften, Daueraufträgen oder Überweisungen ab, weil das Konto nicht gedeckt ist, wird das Institut im eigenen Sicherheitsinteresse tätig, so die Stiftung Warentest. Die Bank darf allerdings dafür keine Gebühren berechnen. Für die Benachrichtigung über die Nichtausführung darf die Bank ebenso kein Geld verlangen. Erfinderische Banken, die dies in „Schadenersatz“ umbenennen, dürfen mehreren BGH-Entscheidungen zufolge auch kein Geld verlangen (Az.: XI ZR 5/97, XI ZR 296/96, XI ZR 197/00 und XI ZR 154/04).

    Am 11.03.2014 aktualisiert.
    ACHTUNG Änderung! „Bis zu zwei, drei Euro verlangen Geldhäuser für die Information über nicht eingelöste Sepa-Lastschriften, wenn nicht genug Geld auf dem Konto war – für nichts weiter als einen Brief”, so S.Z. “Eigentlich hatte der Bundesgerichtshof (BGH) diese Bankgebühr 2012 verboten. Aber die Sepa-Regeln für Europa haben die Entscheidung ausgehebelt“, sagt Frank-Christian Pauli, Bankenexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv).

    Quelle: www.sueddeutsche.de/geld/unnoetige-bankgebuehren

    Kontoauflösung:

    Laut welt.de dürfen Bankkunden ein Girokonto ohne Angabe von Gründen und ohne Kündigungsfrist auflösen. Das Geldinstitut darf für eine Kontoauflösung keine Gebühren verlangen. Laut Stiftung Warentest gilt dies auch für die fristgerechte Kündigung eines Sparvertrages.

    Darlehenskonto:

    Wenn eine Bank ein Darlehen vergibt und hierfür ein eigenes Konto eröffnet, darf das Institut dafür keine Gebühr berechnen. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen deshalb nicht, weil die Führung des Kontos in diesem Fall allein im Interesse der Bank liegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ebenso entschieden (Az.: XI ZR 388/10).

    Kreditkarte:

    Gibt ein Bankkunde seine Kreditkarte vor dem Ende der vereinbarten Laufzeit zurück, muss er für die restliche Zeit nichts bezahlen. Der Kunde kann von der Bank zudem den Jahresbetrag anteilig zurückfordern. Laut dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main gilt das auch für die Bankkundenkarte (Az.: 1 U 108/99). Laut welt.de darf das Geldinstitut nach dem Verlust oder der Beschädigung einer Kreditkarte nicht in jedem Fall für eine Ersatzkarte Gebühren berechnen. Ist die Bank selbst für den Verlust verantwortlich, muss die Ersatzkarte kostenlos sein. Gerichtsurteile: Das OLG Celle (Az.: 13 U 186/99) und das Landgericht Frankfurt (Az.: 2/2 O 46/99).

    Erbe und Nachlass:

    Laut welt.de muss die Bank dem Finanzamt kostenlos den Kontostand des Verstorbenen mitteilen. Das Umschreiben eines Kontos auf den Namen des Erben muss kostenlos sein. Ein Honorar darf das Institut nur dann verlangen, wenn der Erbe beraten werden möchte, wie er das geerbte Geld anlegen kann. Urteile der Landgerichte in Frankfurt (Az.: 2/2 O 46/99) und Dortmund (Az.: 8 O 57/01).

    Quelle: Anne Kunz, www.welt.de. Dienstag, 17. Dezember, 2013

    Montag 06.01.2014

  • Urteil: Unerlaubte und überhöhte Gebühr

    Für ein Duplikat eines Kontoauszugs darf eine Bank nicht 15 Euro berechnen, so entschied der Bundesgerichtshof (BGH) gegen die Commerzbank. Die Gebühr für eine nachträgliche Ausstellung des Kontoauszugs dürfe die Bank demnach nicht pauschal festlegen. Vielmehr müsse sich die Gebühr nach den tatsächlichen Kosten der Bank richten.

    Im konkreten Fall klagte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und kritisierte, dass Commerzbankkunden mit überhöhten Gebühren belastet würden. In den meisten Fällen lägen die tatsächlichen Kosten deutlich niedriger. Laut www.welt.de war selbst nach der eigenen Rechnung der Bank der Preis für mehr als 80 Prozent der betroffenen Kunden überhöht.

    Quelle: Anne Kunz, www.welt.de. Dienstag, 17. Dezember, 2013

    Freitag 27.12.2013

  • Geldanlage: Jedes zweite Finanzprodukt ein Mist

    Die Hauptursache dafür, dass Kunden ihr Geld falsch anlegen, ist schlechte Beratung, wie eine neue Studie der Initiative Finanzmarktwächter zeigt. Grund für die bescheidene Bewertung: Die Produkte waren zu teuer (Rentenversicherung), zu unflexibel (Sofortrente) oder zu riskant (Aktienanleihe), so Süddeutsche Zeitung.

    Als alarmierend bezeichnete Niels Neuhauser, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, dass 42 % der bereits erworbenen Produkte zu teuer waren und nicht zur jeweiligen Situation der Verbraucher passten. 87 % der aktuell angebotenen Produkte waren nicht sinnvoll. In Ergebnis entsprach jedes zweite angebotene Finanzprodukt nicht dem Bedarf des jeweiligen Verbrauchers, so der Tagesspiegel.

    In Zukunft müsse Beratung und Verkauf von Produkten strikt voneinander getrennt werden, so die Verbraucherschützer. Denn in der jetzigen Situation, leisten Finanzberater keine Beratungshilfe, sondern sind schlicht nur Verkäufer, die an der Provision interessiert sind.

    Quelle: Daniela Kuhr, Süddeutsche Zeitung, Freitag, 13. Dezember, 2013
    Wolfgang Mulke, www.derwesten.de, Donnerstag, 12. Dezember, 2013
    Heike Jahberg, www.dertagesspiegel.de, Donnerstag, 12. Dezember, 2013

    Montag 16.12.2013

  • Geldanlage: Mehrwertsteuererhöhung für Silber

    Ab dem 1. Januar 2014 gilt für den Kauf von Silbermünzen nicht mehr der alte Mehrwertsteuersatz von 7%. Künftig werden 19% fällig.

    Im Gegensatz zum Kauf von Goldbarren oder von Goldmünzen muss man für den Erwerb von physischem Silber Mehrwertsteuer zahlen. Beim Kauf von Silberbarren wird der Mehrwertsteuersatz von 19 % fällig. Für Silbermünzen hingegen galt bis jetzt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 %.

    Gewinnbesteuerung

    Wie beim Gold, ist ein Gewinn aus der Anlage in physischem Silber steuerfrei. Voraussetzung ist, dass zwischen Kauf und Verkauf des Edelmetalls mindestens ein Jahr vergangen ist. Wird vorzeitig verkauft und dabei ein Gewinn erzielt (mehr als 600,00 Euro pro Jahr), erfolgt eine Versteuerung zu dem persönlichen Einkommensteuersatz.

    Bei Geldanlagen in Silberzertifikat oder in andere Silber-Wertpapiere werden 25 % Abgeltungssteuer fällig.

    Quelle: www.tagesgeldvergleich.com

    Donnerstag 12.12.2013

  • Verdacht: Schlechte Beratung von Kleinanlegern

    Laut einer von Cofinpro durchgeführten Umfrage fühlt sich mehr als jeder zweite Kleinanleger von seiner Bank schlecht beraten. 59 Prozent sind sogar der Meinung, dass Banken kein Interesse an der Beratung von Kleinanlegern haben.

    Seit der gesetzlichen Einführung von Beratungsprotokollen im Jahre 2010 ist die Situation für die Anleger scheinbar nicht besser geworden. 62 Prozent von 1000 Befragten haben zudem den Verdacht, dass ihre Bank eher Anlagen empfehlen, für die keine aufwändigen Protokolle angefertigt werden müssen. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Geldinstitute diesen bürokratischen Aufwand mit Kleinanlegern einfach meiden wollen.

    Zudem haben viele Banken ihre Produktauswahl eingeschränkt, so Melanie Purgar, Wertpapierexpertin bei Cofinpro. 83 Prozent der Befragten berichten, dass ihnen in erster Linie bankeigene Standardprodukte empfohlen worden sind.

    Laut Spiegel waren bis Ende Juni bei der Finanzaufsicht BaFin 7443 Beschwerden von Privatkunden über Anlageberater von Banken und Sparkassen eingegangen.

    Quelle: www.spiegel.de, Dienstag, 3. Dezember, 2013

    Freitag 06.12.2013

  • Geldanlage: Gold im Tresor

    Physisches Gold bringt zwar keine Zinsen, aber akuell sind die entgangenen Zinsen noch kaum der Rede wert. Gold war stets eine Notfallreserve außerhalb des Finanzsystems. Anleger können jederzeit zum Safe gehen, Barren oder Münzen holen und verkaufen. Der Zugriff auf Konten, Depots und Bargeld könnte hingegen versperrt sein – etwa beim Abstürzen der Computersysteme oder beim Pleitegehen der eigenen Bank.

    Anlässlich der Zypernrettung, wo erstmals Spareinlagen in die Haftung für Pleitebanken genommen wurden, keine Utopie, so die Wirtschaftswoche. Laut Finanzexperte Faber liegt die Bedeutung von Gold also weniger in seinem Preis, als in seinem Besitz.

    Gold ist die letzte steuerfreie Geldanlage

    Laut Wirtschaftswoche können Anleger bis zu 15.000 Euro Gold völlig anonym kaufen. Noch dazu tauchen Barren und Münzen in keinem Depotauszug auf; die mit Barren besicherten börsennotierten Goldfonds dagegen schon. Zudem ist Gold als Anlage, anders als beispielsweise Silber, von der Mehrwertsteuer befreit. „Spekulationsgewinne können Anleger nach mindestens einem Jahr Haltedauer steuerfrei vereinnahmen. Auf Kursgewinne bei Goldzertifikaten und den meisten Goldfondskonstrukten wird dagegen Abgeltungsteuer fällig.“

    Quelle: Frank Doll, www.wiwo.de/finanzen/, Donnerstag, 10. Oktober, 2013

    Montag 25.11.2013

  • Anlegerschutz: BaFin-Beschwerderegister

    Seit November 2012 gibt es das BaFin-Beschwerderegister. Ziel ist es, Bankkunden besser vor Falschberatungen zu schützen. Doch Verbraucherschützer bezweifeln genau das. Die Gewerkschaft Verdi hingegen sieht Bankberater unter einen Generalverdacht gestellt. Die Banken ihrerseits beklagen sich über ein Bürokratiemonster und die Verunsicherung von Bankmitarbeitern.

    In dem Beschwerderegister sammelt die BaFin Daten von Anlageberatern und Beschwerden von Kunden. Im Extremfall kann die Finanzaufsicht Sanktionen bis hin zum Berufsverbot verhängen.

    Laut Handelsblatt gingen bis Ende des dritten Quartals 2013 dort 9556 Beschwerden von Privatanlegern zu Anlageberatungen ein – berechtigte und unberechtigte. 3010 betrafen Sparkassen, 2145 Genossenschaftsbanken, 4339 Privatbanken und 62 Finanzdienstleistungsinstitute.

    Bis Ende September hatten 150 Geldinstitute und 200 Berater anhand von Beschwerden Besuch von Mitarbeitern der BaFin. Dadurch sieht BaFin-Präsidentin Elke König den Verbraucherschutz gestärkt. Warum die Aufsicht gerade diese Finanzdienstleister aufgesucht hat, gibt König nicht Preis.

    Diese mangelnde Offenlegung bezeichnet Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg als eine entscheidende Schwachstelle im System. Allenfalls ist das Beschwerderegister – ohne eine Offenlegungspflicht – ein erster Schritt in die richtige Richtung. Zudem ist vorgesehen, dass Kunden Beschwerden an die Bafin über ihre eigene Bank abgeben. Dadurch bleibt den Bankkunden nichts anderes übrig als sich darauf zu verlassen, dass Banken ihre Beschwerden auch tatsächlich mit ihrer Stellungnahme an die BaFin weiterreichen. So wird aber kein Druck auf die Geldhäuser aufgebaut.

    Tipps zum gesunden Misstrauen

    Im „Schwarzbuch Banken“ von der Verbraucherzentrale NRW befinden sich folgende Ratschläge für Anleger:

    Interessen kennen

    Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es keine kostenlosen Beratungen gibt. Aufgrund des Provisionsinteresses ist jede „Beratung“ durch eine Bank oder einen Finanzvertrieb in Wirklichkeit ein Verkaufsgespräch.

    Gier vermeiden

    Lassen Sie sich von den angepriesenen Renditechancen nicht blenden, sondern hinterfragen Sie kritisch auch die mit dem Anlageprodukt verbundenen Risiken.

    Heitere Gelassenheit

    Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn man Ihnen keine Zeit lassen will, um das Angebot nochmals zu überdenken und zu prüfen, dann hat der Anbieter etwas zu verbergen.
    Gefährliche Formulierungen

    Prüfen Sie das Beratungsprotokoll und achten Sie darauf, dass nicht irgendwelche Formulierungen enthalten sind, mit denen Ihnen im Streitfall die Verantwortung zugeschoben wird – beispielsweise mit Formeln wie „auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden“ oder Risikohinweisen, die im Gespräch überhaupt nicht auf den Tisch gebracht worden sind.

    Schneller Rücktritt

    Nutzen Sie beim Abschluss eines Vertrags in den eigenen vier Wänden die Widerrufsfrist, um das Geschäft nochmals zu überdenken. Zögern Sie im Zweifelsfall nicht, von Ihrem Rücktrittsrecht auch Gebrauch zu machen.

    Ausdauer

    Unterschreiben Sie niemals einen Vertrag, wenn Sie das Finanzprodukt nicht voll und ganz verstanden haben.

    Fürsorge

    Helfen Sie mit, ältere Menschen vor Finanzhaien zu schützen, indem Sie innerhalb Ihrer eigenen Familie Aufklärungsarbeit leisten und Ihren Eltern bei ihren Finanzgeschäften Unterstützung anbieten.

    Initiative

    Machen Sie sich in Finanzfragen nicht von externen Beratern abhängig, sondern eignen Sie sich Grundwissen über die wichtigsten Anlageformen an. Die Verbraucherzentralen bieten hierzu leicht verständliche und praxisnahe Ratgeber.

    Strategie

    Stellen Sie immer die Finanzplanung an die erste Stelle und entscheiden Sie erst danach, welche Produkte überhaupt infrage kommen. So vermeiden Sie spontane Anlageentscheidungen, die langfristig nicht zu Ihrer Lebensplanung passen.

    Quelle: „Schwarzbuch Banken“ von der Verbraucherzentrale NRW.
    Handelsblatt, Donnerstag 31. Oktober, 2013

    Donnerstag 21.11.2013

  • Onlinebanking: mTan-Verfahren geknackt

    Laut Süddeutscher Zeitung hebeln in jüngster Zeit Cyberkriminelle zunehmend das mTan-Verfahren aus. Dabei ist auffällig, dass häufig Kunden der Postbank Opfer der Betrug sind. Der Kölner Anwalt Jakob Walters vermutet, dass „dies mit der „Sparcard direkt“ zusammenhängen könnte,…“, da die Täter ausnutzen, dass die Kunden online auf das Sparbuch Zugriff haben.

    Beim mTan-Verfahren dient das Mobiltelefon als Übermittler einer aktuellen Transaktionnummer. Hier fangen die Probleme an. Denn die Handynummer, auf die die mTan versandt wird, muss im Onlinebanking hinterlegt werden. Noch dazu ist die Nummer oft einfach so von Kunden auf dem PC gespeichert, im E-Mail-System beispielsweise. Zudem erhalten die Kunden meistens die Mobilfunk-Rechnung online. Hat der Betrüger den Computer des Kundens gehackt, „schickt er per SMS eine als Banking-App getarnte Anwendung auf das Handy.“ Oder er konnte sich eine zweite SIM-Karte besorgen und diese beim Mobilfunk-Anbieter des Kunden freischalten lassen. Somit erhält der Fremde die mTan auf das eigene Mobiltelefon. Die angeweisenen Zahlungen werden dann auf Konten der Betrüger umgeleitet.

    Sicherheitstipp: Immer den Virenschutz auf dem PC und Smartphone aktualisieren. Schützen Sie Ihren Mobilfunk-Vertrag beim Telefon-Anbieter und lassen Sie sich mit einem Passwort regististeren.

    Quelle: Harald Freiberger/Markus Zydra, Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 29. Oktober, 2013 und Mittwoch, 6. November, 2013

    Samstag 16.11.2013

  • Kreditkarte: Rückzahlung von Kreditzinsen

    Tausende Barclays-Kreditkartenkunden in Deutschland haben einen Anspruch auf Rückerstattung für zu viel gezahlte Kreditzinsen. So beurteilt Edda Castelló, Finanzexpertin der Hamburger Verbraucherzentrale, ein „bahnbrechendes Urteil“ des Berliner Oberlandesgerichts. Voraussetzung ist, dass die Kunden eine sogenannte revolvierende Kreditkarte haben, und in ihren Kartenverträgen (zwischen 1999 und 2011 abgeschlossen) eine unklare Formulierung zur Zinsanpassung enthalten ist.

    Im vorliegenden Fall hat Barclaycard den früheren Kunden Ali Yildiz verklagt, weil er sich geweigert hatte, Kreditzinsen von fast 20 Prozent zu bezahlen – diese empfand er als unsittlich. Das Gericht entschied nun, dass die zugrunde gelegten Zinssätze neu berechnet werden müssen, weil sie die Zinsanpassungsklausel als „unzweifelhaft unwirksam“ ansehen.

    Generell rät Castelló Kartenkunden davon ab, einen Kreditkartenkredit in Anspruch nehmen. Vielen Kunden gelingt nämlich die Rückzahlung nur durch eine Inanspruchnahme eines immer höheren Kredits. Laut der „Welt“ werden diese sogenannten echten Kreditkarten, „weil hier tatsächlich ein Kredit gewährt wird, in Deutschland vor allem von der Barclays Bank, der Citibank und der Royal Bank of Scotland angeboten.“

    Quelle: Stephan Maaß, www.welt.de, Dienstag, 12. November, 2013

    Mittwoch 13.11.2013

  • Überhöhte Vorfälligkeitsentschädigung

    Der vorzeitige Ausstieg aus einem Baudarlehen hat sich gravierend verteuert. Gerade in die Niedrigzinsphase kassieren die Geldinstitute heute bis zu 3 Mal so hohe Ablösesummen wie im Jahr 2009, so die Bremer Verbraucherzentrale. In 40 % der von den Bremern untersuchten 3000 Fälle verlangten die Banken eine mindestens 10 % überhöhte Summe. Jede achte Schadensersatz-Berechnung war um mehr als 30 % zu hoch.

    Grundsätzlich gilt, dass sich eine Bank an der vorzeitigen Darlehensrückzahlung nicht bereichern darf. Geldhäuser dürfen lediglich einen Ausgleich dafür verlangen, dass sie das Geld nicht mehr zu dem Zinssatz anlegen kann, den sie während der Restlaufzeit bekommen hätte.

    Wer eine überteuerte Vorfälligkeitsentschädigung erhält, so die Empfehlung der Verbraucherzentrale, sollte diese von einem Profi überprüfen lassen. Denn kaum eine Laie kann beurteilen, ob die Bank korrekt gerechnet hat. „Auf eine zusätzliche Überprüfung können Verbraucher notfalls pochen, wie der Bundesgerichtshof Ende 2004 entschied (Aktenzeichen: XI ZR 285/03). Selbst wenn die Ablöse geflossen ist, können Ex-Kunden noch eine neue Abrechnung verlangen“, so Süddeutsche Zeitung. Achtung: Kundenansprüche verjähren nach drei Jahren!

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Montag, 4. November, 2013.

    Montag 04.11.2013

  • SEPA Umstieg. Infos für Unternehmen

    Ab 1. Februar 2014 löst die SEPA-Überweisung das nationale Überweisungsverfahren in den Euroländern endgültig ab. Bis dahin müssen auch alle Unternehmen und Vereine ihrem Lastschriftverkehr umgestellt haben.

    Was ist ein SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Business to Business Direct Debit)?

    Eine SEPA-Firmenlastschrift ist die rechtliche Legitimation für den Einzug von SEPA-Lastschriften und ähnelt dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren.

    Unternehmen müssen bei neuen Vertragsabschlüssen nach dem 1. Februar 2014 SEPA-Mandate verwenden. Ein SEPA-Lastschriftmandat umfasst sowohl die Zustimmung des Zahlers zum Einzug der Zahlung per SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger, als auch den Auftrag an den eigenen Zahlungsdienstleister zur Einlösung der Zahlung.

    Die Mandatstexte für SEPA-Firmenlastschriftmandate erhalten Sie bei Ihrer kontoführenden Bank.

    Laut Bundesbank ist die Bank dazu verpflichtet, die Mandatsdaten bereits vor der Belastung auf Übereinstimmung mit der vorliegenden Zahlung zu prüfen. Denn bei der SEPA-Firmenlastschrift besteht keine Möglichkeit der Rückgabe der Lastschrift.

    Was ist die Gläubiger-Identifikationsnummer?

    Jeder Lastschrifteinreicher (Zahlungsempfänger) besitzt eine individuelle Kennung zur Identifizierung, die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer (CI, Creditor Identifier).
    Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist in Deutschland 18 Stellen lang und wird von der Deutschen Bundesbank vergeben.

    Downloads: Antragsformular, sowie Anleitung unter:

    http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Kerngeschaeftsfelder/glaeubiger_identifikationsnummer.html?notFirst=true&docId=148954#chap

    Quelle:
    http://www.bundesbank.de
    http://www.sepa-umstieg.de

    Dienstag 29.10.2013

  • Urteile zum Verbraucherrecht

    Wertpapiere:
    Bei einer Empfehlung der Bank zum Umtausch von Wertpapieren hat ein Bankkunde kein Recht auf Schadensersatz.
    Begründung: „Die Umschichtungsempfehlung im Rahmen einer Anlageberatung stellt an die beratende Bank keine gesteigerten Beratungspflichten“, so das Urteil des OLG Schleswig vom 19.09.2013 (5 U 34/13).

    Bausparguthaben:
    Eine Bausparkasse muss das Bausparguthaben auch dann verzinsen, wenn es über die vereinbarte Bausparsumme hinausgeht, so das Urteil des Amtsgerichts Karlsruhe vom 08.02.2013 (12 C 222/12) gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia.
    Begründung: „Aus den Tarifbedingungen ergebe sich keine Obergrenze für das zu verzinsende Guthaben.“

    Urteil zum Download unter: http://www.vzbv.de/12321.htm
    Badenia, AG Karlsruhe vom 08.02.2013

    Quelle: vzbv Presseinfo vom Dienstag 22.10.2013

    Donnerstag 24.10.2013

  • Das ABC der Geldanlage-Tipps

    Die Stiftung Warentest hat den Ratgeber “Geldanlage für Faule” herausgebracht. Hier die wichtigsten Tipps:

    Tipp 1: Kassensturz

    Die erste Frage lautet: Wie sieht meine finanzielle Situation aus? Denn sind eventuelle Schulden höher als die Habenseite, gilt die Faustregel: Zuerst Schulden tilgen.

    Tipp 2: Vorhandene Verträge überprüfen

    Bevor Geld woanders investiert wird, muss Grundlegendes abgesichert sein. Mit anderen Worten: bestehende Versicherungsverträge müssen überprüfen werden. Womöglich sollten neue Verträge abgeschlossen werden oder alte ersatzlos gekündigt.

    Tipp 3: Notgroschen zurücklegen

    Immer ein Polster für unerwartete Ausgaben zurücklegen! Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern. In Zeiten von niedrigen Zinsen ist das Geld am besten auf das Tagesgeldkonto geparkt. Denn dann ist der Notgroschen sofort verfügbar.

    Tipp 4: Sparkonto für mittelfristiges Sparen

    Wer beispielsweise auf ein eigenes Auto spart, dem empfiehlt die Stiftung Warentest, ein Sparkonto anzulegen. In Unterschied zum normalen Girokonto wird zwar Geld abgehoben und eingezahlt, darüber hinaus können aber keine weiteren Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen getätigt werden. Sparkonten sind ebenso wie Tagesgeldkonten variabel verzinst. Wird das Sparkonto online geführt, gibt es etwas höhere Zinsen.

    Tipp 5: Banksparplan

    Wenn man auf etwas Bestimmtes sparen möchte, ist auch ein Banksparplan, laut Stiftung Warentest, eine Überlegung wert. Und das geht so: Der Kunde vereinbart mit seiner Bank einen festen Betrag, den er per Bankeinzug monatlich auf sein Konto einzahlt. Der Banksparplan hat meistens eine feste Laufzeit oder ist nach einer festgelegten Sperrfrist kündbar.

    Tipp 6: Der Bausparvertrag

    Bei einer längerfristigen Geldanlage (ab 7 Jahre), sollte man das sogenannte „Rendite-Bausparen“ nicht außer Acht lassen. In Frage kommen Bausparverträge nämlich nicht nur für der Erwerb einer Immobilie, sondern auch als reine Geldanlage. Hier ist das Ziel nicht, ein günstiges Darlehen zu sichern, sondern eine bestmögliche Verzinsung in der Ansparphase. Denn die Verzinsung ist in den Rendite-Bausparverträgen meist recht gut. Allerdings lohnt sich diese Geldanlage nur, wenn man bis zum Schluss durchhält. Dann winkt nämlich einen Bonus obendrauf.

    Tipp 7: Festgeldkonten

    Für bereits gespartes Geld lohnt sich ein Festgeldkonto oder ein Sparbrief. Bei beiden Geldanlageformen erhält man feste Zinsen für eine festgelegte Laufzeit.
    Wenn man für eine längere Zeit auf das Geld verzichten kann sind Sparbriefe geeignet. „Ihr Vorteil gegenüber dem Festgeld: Sie laufen automatisch aus, müssen also nicht gekündigt werden. Und: Kauf, Verwahrung und die Einlösung von Sparbriefen sind kostenlos“, so wiwo.de.
    Wegen die niedrigen Zinsen sollte man beim Festgeld sich nicht allzu lange festlegen. Stiftung Warentest rät eher zu dreijähriges als zehnjähriges Festgeld.

    Tipp 8: Das Eigenheim als Altersvorsorge

    Nach wie vor wird das Eigenheim als die beste Absicherung im Alter angesehen. Dennoch warnt die Stiftung Warentest: Denn auch wenn die Zinsen für einen Darlehen im Moment sehr niedrig sind, muss die finanzielle Belastung über viele Jahre geschultert werden. Auf lange Sicht darf das Geld also nicht für etwas anderes benötigt werden.
    Bausparverträge und Banksparpläne – laut Stiftung Warentest insbesondere in der Riester-Variante – sind die Klassiker, wenn es um Eigenheimsparen geht. Das angesparte Geld aus einem Riester-Vertrag wird durch staatliche Zuschüsse und Steuervorteile zusätzlich aufgestockt.

    Tipp 9: Der Dispo

    Der Dispositionskredit ist die einfachste, aber auch sehr teure Option, sich kurzfristig Geld zu leihen. Der Kunde zahlt quasi den Kurzfrist-Kredit mit dem nächsten Geldeingang auf dem Konto wieder zurück. Achtung: Manche Banken nehmen bis zu 14 oder gar 18 % Überziehungszinsen.

    Tipp 10: Der Rahmenkredit statt teuren Dispo

    Vermeiden Sie die Dispo-Falle, indem Sie einen Rahmenkredit bei Ihre Bank einrichten lassen. In der Regel sind die Zinsen deutlich niedriger als die, die beim Dispo fällig werden. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie den Kredit in einem Betrag oder in Raten zurückzahlen.

    Quelle: www.wiso.de/finanzen, 24.09.2013

    Mittwoch 16.10.2013

  • Auslaufmodell: Das Beratungsgespräch

    Seit 2010 muss jeder Beratungsschritt beim Wertpapierkauf protokolliert werden. Auch das sogenannte Produktinformationsblatt muss für jede Aktie auf der Bank vorrätig sein. Das Ziel der strengeren gesetzlichen Regelungen für die Bankberatung ist, dass die Kunden besser beraten werden sollen. Bankkunden, die mit der Beratung unzufrieden sind, können sich demnach bei der Bankenaufsicht BaFin beschweren.

    Der gut gemeinte Verbraucherschutz offenbart allerdings Nebenwirkungen: Auf Grund des bürokratischen Aufwands, die Protokolle zu schreiben, wird einfach weniger beraten. Zunehmend bieten Bankberater Produkte an, die die Bank sowieso auf Lager hat oder einfacher sind, wie beispielsweise Sparverträge mit niedrigen Zinsen. Für Bankberater bedeutet das weniger Aufwand und weniger Risiko. Das Wertpapierdepot mit Aktien wird erst gar nicht angesprochen, obwohl dieses unter Umständen mehr Rendite bringen könne, so Christine Bortenlänger, DWP Bank. Vor allem bei Sparkassen hat sich die Zahl der Beratungsgespräche reduziert, stellt Bortenlänger fest.

    Fazit: Die Bankberatung ist nicht kundenorientierter geworden. „Während Bankkunden früher Angst haben mussten, dass ihnen der Bankberater ein Schrottzertifikat andreht, weil er dafür eine hohe Provision bekommt, muss man heute auf der Hut sein, dass er nicht aus Faulheit ein Produkt verkauft, für das er möglichst wenig Protokolle ausfüllen muss“, schreibt die FAZ.

    Quelle: Christian Siedenbiedel, FAZ, Sonntag, 29. September, 2013

    Montag 30.09.2013

  • Hohe Gebühren am Geldautomaten

    Bis zu 7,50 Euro Gebühr pro Transaktion wird von Kunden an Geldautomaten einer fremden Bank verlangt. Insbesondere Volks-und Raiffeisenbanken kassieren ordenlich ab, wie ein deutschlandweiter Vergleich von ING Diba und „Die Welt“ zeigt.

    Eine Liste der teuersten Geldinstitute:

    Gebühr pro Transaktion: 7,50 €: Raiffeisenbank Asbach-Sorga, Volksbank Blaubeuren

    Gebühr pro Transaktion: 6 €: Volksbank Winsener Marsch, Raiffeisenbank Todenbüttel

    Gebühr pro Transaktion: 5,80 €: Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück

    Gebühr pro Transaktion: 5 €: Volksbank Dassel, Volksbank Demmin, Volksbank Mitte, Salzlandsparkasse, Sparkasse Zwickau, Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich, Raiffeisenbank Ried, Saalesparkasse, Stadtsparkasse Marburg, Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut

    Keine private Banken befinden sich auf der Liste der zu beanstandenden Banken, denn seit Anfang 2011 haben sich diese auf eine Obergrenze von 1,95 Euro an ihren Automaten geeinigt.

    Quelle: WirtschaftsWoche Online, 22.09.2013, handelsblatt.com, 23.09.2013

    Mittwoch 25.09.2013

  • Bankgebühren: Rechtens oder verboten?

    Ungeachtet gesetzlicher Anordnungen, Gerichtsurteile und Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) kassieren Banken immer wieder Gebühren für Leistungen, die sie gratis erbringen sollten.

    Was unzulässig ist, wissen Kunden meistens nicht, so Verbraucherschützer. Sie fordern Kunden auf sich zu wehren. Gut zu wissen: Unter normalen Umständen können bereits abgebuchte, nicht rechtmäßige Entgelte noch drei Jahre lang zurückgefordert werden.

    Kostenlose Bankleistungen:

    Grundsätzlich dürfen Geldinstitute keine Gebühren für eine gesetzliche Pflicht wie die Bearbeitung von Kontopfändungen und die Änderung von Freistellungsaufträgen verlangen, so Süddeutsche Zeitung. Das gilt auch für das verbuchen eingehender Raten für ein Baudarlehen. Im Prinzip müssen auch alle Leistungen, die im ureigenen Interesse der Bank liege, kostenlos sein, wie etwa die Wertermittlung einer Immobilie. Weitere kostenlose Leistungen:

    • Das Einrichten oder Auflösen von Girokonten oder Sparbüchern
    • Das Führen eines Darlehenskontos (BGH, XI ZR 388/10)
    • Nachforschungen, ob eine Überweisung beim Empfängerkonto angekommen ist
    • Rücklastschriften, beispielsweise mangels Kontodeckung. Gilt auch bei nicht ausgeführten Daueraufträge und Überweisungen. (BGH, XI ZR 154/04)
    • Das Wechseln von Depots (BGH, XI ZR 200/03 und XI ZR 49/04)
    • Die Bearbeitung von Nachlässen, beispielsweise eine Kontoumschreibung auf den Namen der Erben (LG Frankfurt, 2/2 O 46/99 und LG Dortmund, 8 O 57/01)
    • Löschung oder Umschuldung einer Baufinanzierung. ACHTUNG: Gilt nicht bei vorzeitiger Löschung!

    Gebührenpflichtige Bankleistungen:

    • Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist erlaubt, wenn der Kunde vorzeitig aus einem Ratenkredit oder Baudarlehen steigt. Nicht zulässig ist eine pauschale Gebühr für die bloße Berechnung der Vorfälligkeit.
    • Ältere Kontoauszüge nachträglich zu erstellen.
    • Kontoführungsgebühren sind zulässig und dürfen seitens der Bank erhöht werden. Das Geldinstitut ist allerdings dazu verpflichtet den Kunden vor der Erhöhung zu informieren.
    • Wenn der vereinbarte Disporahmen beim Girokonto überzogen wird, darf das Geldinstitut einen Zinsaufschlag verlangen.
    • Bereitstellungszinsen für Kredite sind zulässig. Das Geldinstitut muss das Darlehen nicht bis zum Abruf umsonst zur Verfügung stellen.
    • Gebühr für die Einholung der Anschrift des Kunden beim Einwohnermeldeamt. Als Bankkunde ist man dazu verpflichtet, eine Adressänderung der Bank mitzuteilen

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Freitag, 6. September 2013

    Mittwoch 11.09.2013

  • EU plant Gebührensenkung bei Kartenzahlungen

    Laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband plant die EU, die Gebühren für grenzüberschreitende Kartenzahlungen zu deckeln. Konkret soll bei Debitkarten (umgangssprachlich EC-Karte) 0,2 % des Transaktionswerts erhoben werden dürfen, und bei Kreditkarten 0,3 Prozent. Diese Obergrenze soll auch für inländische Transaktionen nach einer Übergangsfrist von 22 Monaten gelten.

    Zusätzliche Gebühren bei Kartenzahlungen, wie etwa bei der Buchung eines Flugtickets, sollen verboten werden.

    Quelle: Newsletter Verbraucherpolitik EU aktuell 15/2013, 04. September 2013

    Freitag 06.09.2013

  • Anlageberatung: Klartext im Beipackzettel

    Produktinformationsblätter sollen Finanzprodukte wie Sparkonten und Aktienfonds beschreiben, erklären wie die Produkte funktionieren und über Chancen und Risiken aufklären.

    Seit der Einführung dieser sogenannten Beipackzettel in Juli 2011/Juli 2012 standen sie unter Kritik. Der Vorwurf: Sie sind oft unvollständig, unrichtig oder enthielten unzulässige Angaben. Manche Informationen fehlten gar ganz.

    Gemeinsam mit Verbraucherschützern und Regierungsvertretern haben Banken und Sparkassen nun eine Liste mit einfachen Formulierungen (Textbausteine) für die Produktinformationsblätter zusammengestellt. Laut FAZ wurden 131 Fachbegriffe „wie „Indexdisclaimer“, „Medium Term Note“, „Agio“ oder „Fix-Kupon-Anleihe““ entweder ganz gestrichen oder in verständliche Sprache übersetzt. Auch die Beschreibung zur Risikobewertung, zum Beispiel zur Wahrscheinlichkeit des Totalverlustes einer Anlage und zu anfallenden Kosten, wurde klar benannt.

    Die verbesserten Produktinformationsblätter sollen spätestens ab Dezember 2013 in den Geldinstituten ausliegen.

    Quelle: www.faz.net, 02.09.2013

    Dienstag 03.09.2013

  • Provisionsverbot für Bankberater: Negative Erfahrungen aus Großbritannien

    Seit Anfang 2013 sind Provisionen für den Verkauf von Finanzprodukten auf der britischen Insel verboten. Stattdessen bezahlt der Kunde dem Berater sein Honorar direkt. Damit sollte dem Verkauf von schlechten Produkten, die nur noch wegen der hohen Provisionen empfohlen wurden, ein Riegel vorgeschoben werden.

    Aber der Schuss ist nach hinten los gegangen. Denn Bankkunden mit wenig Geld sind für die Banken uninteressant geworden. Da ist einfach zu wenig verdient, denn als Honorar werden laut Süddeutsche Zeitung zwischen 0,5 und 1,0 % der Anlagesumme verlangt. Die britische Erfahrung zeigt, dass die Geldinstitute sich vom Anlagegeschäft mit normalen Kunden verabschieden. Folglich haben Kunden mit geringen Einkommen weniger Chancen auf eine gute Finanzberatung.

    In Deutschland besteht kein Provisionsverbot. Vielmehr müssen Banken laut Entschied des Bundesgerichtshofes ihre Provisionen offenlegen (Wie es trotzdem umgangen wird siehe: http://bankscore.de/aktuelle-meldungen.html?id=200). Ein deutscher Honorarberater verlangen derzeit zwischen 130 bis 220 Euro pro Stunde, so S.Z.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Freitag, 23. August 2013.

    Montag 26.08.2013

  • Neugründung: die Occupy Bank

    Mit einer neu gegründeten Geldkooperative will die Occupy-Bewegung eine alternative Bank für einkommensschwäche Menschen aufbauen. Mit ihrem ersten Produkt, einer Kontokarte, wendet sich die “Occupy Money Cooperative” an Menschen in den U.S.A., denen bisher ein Bankkonto verwehrt geblieben ist.

    Laut dem Gründer Carne Ross, einem britischen Ex-Diplomaten und Finanzexperten, sollen Karteninhaber die Möglichkeit haben, ihre Geldgeschäfte wie von einem Bankkonto auf Guthabenbasis zu regeln. “Jeder, der eine Karte bei uns hat, ist Mitglied und bei künftigen Entscheidungen der Kooperative stimmberechtigt”, so Ross.

    Um das Startkapital zusammen zu bekommen, wird die von Finanzexperten gegründete Kooperative zunächst zu einer Spendenaktion aufrufen.

    Quelle: www.n24.de

    Donnerstag 22.08.2013

  • Baudarlehen. Gebührenfrei kündigen und umschulden.

    Mehr als zwei Drittel der Widerrufsbelehrungen in Immobilienkreditvertrag sind offenbar fehlerhaft und damit unwirksam. Denn „ist die Widerrufsbelehrung falsch, startet die Widerrufsfrist nicht“, so Edda Castelló, Expertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Für viele Bauherren bietet dies den vorzeitigen Ausstieg aus den Kreditvertrag und die Möglichkeit ihren Kredit zu günstigere Zinsen umzuschulden.

    Dabei kann man mehrere Tausend Euro sparen. Bisher lohnte sich eine vorzeitige Umschuldung meistens nicht. Für den früheren Austieg berechnete die Bank nämlich die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, die den Zinsvorteil mehr als zunichte machte.

    Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung liegt u.a. vor, wenn:

    • in den Belehrungen nicht richtig über den Beginn der Widerrufsfrist informiert wird.
    • keine Adresse für einen wirksamen Widerruf in Textform angeben ist. Ein Telefonanruf reicht nicht aus.
    • die Belehrung nicht deutlich hervorgehoben ist, also mit grafischen Mitteln, etwa fett, im Textteil wiedergegeben wird.

    Wichtig: Alle Bauherren, die seit November 2002 einen Kreditvertrag abgeschlossen haben, können ihren Vertrag auf diese Fehler überprüfen. Denn seither schreibt der Gesetzgeber die Widerrufsbelehrung vor.

    Die betroffenen Häuslebauer müssen also ihren laufenden Vertrag nicht kündigen, sondern ihn einfach widerrufen. Daraufhin wird das Geschäft rückabgewickelt. Das heißt: Die Kreditsumme zurück bezahlen und „eine Nutzungsentschädigung für die “Benutzung” des Geldes zahlen“, so Die Welt.

    Verbraucher, die sich für diesen Weg entscheiden, empfiehlt die Verbraucherzentrale eine anwaltliche Unterstützung. Denn gerade im Falle einer Umschuldung wird die Bank wahrscheinlich nicht anstandslos den Forderungen nachkommen.

    Quelle: www.welt.de

    Donnerstag 15.08.2013

  • Banken-Ombudsmann. Ein bankenfreundliches Verfahren?

    Wer Streit mit seiner Bank hat, fühlt sich oft unterlegen. Schließlich ist die Bank der Profi und der Bankkunde oft der Laie. Bei solchen ungleichen Kräfteverhältnissen fällt das Ergebniss nur selten gerecht aus. Um nicht gleich vor Gericht zu gehen, kann man sich an einen Ombudsmann* wenden.

    Die Aufgabe des Ombudsmanns besteht darin, unparteiisch Streitigkeiten zwischen Kreditinstitut und Kunden zu lösen. Für den Kunden ist das kostenlos. Doch wie so oft im Leben, in der Praxis gibt es Probleme bei den Ombudsmannverfahren.

    Erstens: Ombudsmänner werden von der Bankenseite ernannt. Oft pensionierte Richter, die „durch bankenfreundliche Rechtsprechung aufgefallen sind“, so Prof. Julius Reiter, Anwalt und Professor für Wirtschaftsrecht an der FOM-Hochschule Essen.

    Zweitens: Banken dürfen die Entscheidung des Ombudsmanns ablehnen, denn die Geldinstitute sind nicht an dessen Spruch gebunden. Dies passiert besonders oft bei höheren Streitwerten (über 5.000 €).

    Die Statistik des Ombudsmanns der Volks- und Raiffeisenbanken spricht eine deutliche Sprache – zugunsten der Banken. Im Jahr 2011 wurden 1802 Beschwerden eingereicht. Ca. Dreiviertel davon wurden als unzulässig abgelehnt (u.a. wegen Verjährung). Nur in 38 Fällen fiel eine Entscheidung zugunsten der Bankkunden aus, die dann auch von der jeweiligen Bank akzeptiert wurde. Deutlich „kundenfreundlicher“ erweisen sich die Entscheidungen in den Fällen der Ombudsmännern der Privatbanken.

    Quelle: Sebastian Hanisch, Fernsehbeitrag „Ratgeber:Geld“ vom 03.08.2013_

    Anlaufstellen:

    > Private Banken: Bundesverband deutscher Banken e. V.

    > Volks- und Raiffeisenbanken: Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

    > Sparkassen: Deutscher Sparkassen- und Giroverband

    > Öffentliche Banken: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands Schlichtungs-stelle der Deutschen Bundesbank

    Bausparkassen:

    > Ombudsfrau der Privaten Bausparkassen, Bundesverband der Privaten Bausparkassen

    > Schlichtungsstelle der Landesbausparkassen

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ombudsmann#Banken

    Mittwoch 07.08.2013

  • Berechnung von Bankgebühren. Was ist erlaubt?

    Grundsetzlich unterliegen Banken bezüglich ihrer Gebührengestaltung keinerlei Vorschriften.

    Als Rechtsgrundlage für die Erhebung von Gebühren gilt der Vertrag zwischen dem Geldinstitut und dem Kunden. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Bank ist die Höhe der Zinsen und Gebühren für die üblichen Kredite und Leistungen aufgelistet. Wenn ein Kunde einen dort aufgeführten Kredit oder eine andere Leistung in Anspruch nimmt, „gelten die zu diesem Zeitpunkt im Preisaushang oder Preisverzeichnis angegebenen Zinsen und Entgelte.“

    Für die darin nicht aufgeführten Leistungen bestimmt das Geldinstitut welche Gebühr angemessen ist.

    Übrigens: Die BaFin hat kein Recht die Berechnung bestimmter Gebühren zu verbieten, der Höhe nach zu beschränken oder diese nach Recht und Gesetz zu prüfen.

    Sollte der Kunde Zweifel haben, ob eine erhobene Gebühr berechtigt ist, kann er im Streitfall dies nur bei einem Gericht klären lassen.

    Quelle: www.bafin.de

    Sonntag 04.08.2013

  • Internet-Kriminalität. Versicherungspolicen mit Online-Schutz

    Die Versicherungsbranche hat das Internet für sich entdeckt. Die Sorge der Bankkunden, dass Cyber-Kriminelle ihre Kreditkartenummern und Kontendaten abgreifen oder die Angst, bei Internet-Käufe im Netz übers Ohr gehauen zu werden, wächst. Spezielle Versicherungsprodukte mit „Online-Schutz“ sollen diese Gefahren abdecken.

    Verbraucherschützer sehen diese Entwicklung kritisch, denn in der Regel ist eine Spezial-police nicht immer nötig. Oft genügt eine Versicherung wie die Haftpflichtversicherung um Internetrisiken abzudecken.

    Der Schutz bei Kreditkartenmissbrauch beispielsweise gehört zum Standardumfang der meisten Rechtsschutzversicherungen, sagt Timo Voss vom Bund der Versicherten.
    Phishing, also das Abgreifen von Daten z.B. über gefälschte E-Mails von Banken, ist häufig in der Hausratversicherung mitversichert. Ist dennoch der Geldverlust beim Onlinebanking erheblich, wird der Bankkunde oft auf einen Teil des Schadens sitzen bleiben. Je nach Vertrag zwischen 0,5 und 2 % der Deckungssumme, so Voss.

    Quelle: Patrick Hagen, S.Z. Samstag/Sonntag, 27./28. Juli, 2013

    Mittwoch 31.07.2013

  • Produktinformationsblätter bei Sparanlagen lückenhaft

    Zu oft werden Fragen zur Zinszahlung, Kündigung oder vorzeitiger Verfügung in den Produktinformationsblättern bei Sparanlagen nicht beantwortet. Weil wichtige Fakten wie die Höhe des angebotenen Zinssatzes, die Gesamtrendite oder die Risikoklasse in Infoblättern häufig nicht vorkommen, treffen Bankkunden immer wieder falsche Entscheidungen, so die August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

    Beim Test von 34 Produktinformationsblättern für Zinsanlagen und Sparpläne bekamen die ING-Diba, Volkswagen Bank Direct und die Netbank das Qualitätsurteil „Gut“.

    Mit Qualitätsurteil „mangelhaft“ schnitten Commerzbank und HypoVereinsbank besonders schlecht ab.

    Besonders unverständlich fand Finanztest das Produktinformationsblatt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden mit Sätzen wie: „Das Zuwachssparen ist der vierten Schicht des Sparkassen-Finanzkonzepts zuzuordnen.“

    Quelle: vzbv Pressemitteilung von 16.07.2013

    Mittwoch 24.07.2013

  • Eigenheimkauf. Kostenfalle: Die monatliche Kreditrate.

    Der Traum vom Eigenheim läßt sich kaum ohne einen Bankkredit verwirklichen. Viele Verbraucher rechnen sich oft den Kredit für die eigenen vier Wände schön. Vor allem verschätzen sich die Immobilienkäufer bei der Berechnung der monatlich zumutbaren Kreditrate. Ungeachtet steigender Immobilienpreise und um ein Geschäft zu machen, bieten Banken gleichwohl das Eigenheim als ideale Geldanlage und Altersvorsorge an.

    Für Deutschlandfunk „Verbraucher Tipp“ rechnet die LBS Münster anhand eines Immoblieninserates eines Maklers vor, wie ein Kaufpreis von 349.000 Euro eher bei 373.430 Euro liegt. Die in dem Inserat als wörtlich „ geschätzte monatliche Rate 800,96 Euro“ hält somit nicht.
    „Die tatsächliche monatliche Kreditrate hängt vor allem von der Eigenkapitalquote, der Laufzeit und der Kreditwürdigkeit des Kunden ab“, erklärt der LBS Mitarbeiter. Dazu kommen noch die Nebenkosten zum Kaufpreis – Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, Notarkosten und Gebühren.

    Wenn dann das Haus gekauft ist, muss man auch leben. Die eigenen Lebenshaltungs-kosten stehen zu oft beim Immobilienkauf hinten an. Banken rechnen in der Regel bei zwei Erwachsenen, dass ungefähr 820 Euro monatlich auf jeden Fall vorhanden sein sollten. Der Bedarf von Kindern ist dabei noch nicht berücksichtigt.

    Diese “Haushaltspauschalen” aber sind, laut der Verbraucherzentrale NRW, viel zu niedrig. Zu gerne werden Kosten für Zeitungsabo, Zuzahlung für Medikamente, Versicherungen oder Vereinsbeiträge einfach „vergessen“, nur um der Traum in Erfüllung gehen zu lassen.

    Quelle http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/2177530/

    Freitag 19.07.2013

  • Skimming: Mit ausgespähten Daten ans Geld

    Auch wenn die Manipulation von Geldautomaten in Deutschland zurückgeht, kommen Kriminelle noch immer ans Geld von Bankkunden. Trotz neuer Sicherheitstechnik mit Bezahlkarten ohne Magnetstreifen entsteht der Bankenbranche durch Datenklau noch immer ein Millionenschaden. Laut Spiegel allein in der ersten Jahreshälfte rund acht Millionen Euro.

    Eine gute Nachricht: Dank der neuen Sicherheitstechnik ist der Betrug mit Kartendubletten zurückgegangen. Dafür versuchen Kriminelle nun immer häufiger, Daten bei Zahlungen abzugreifen, die über das Internet, per E-Mail oder Telefon abgewickelt werden. Doch es gibt nach wie vor Länder, in denen Karten-Kopien genutzt werden können – vor allem: die USA.

    Daher hoffen Deutschlands Banken auf der Beitritt der USA zur sogenannten EMV-Haftungsumkehr 2013. Hiernach werden die ausländischen Banken zur Kasse gebeten, sollten gefälschte Karten an nicht EMV-fähigen Geldautomaten im Ausland Schäden verursachen und eben nicht die deutschen Banken, die die Originalkarte ausgegeben haben.

    Aber auch anderswo sind Skimming-Kriminelle besonders aktiv – und können direkt Geld abheben: Achten Sie besonders bei Reisen in die Türkei, in den Libanon und nach Südafrika auf Ihre EC-Karte.

    Tipps: So schützen Sie sich vor Skimmern

    Geben Sie die Nummer stets komplett verdeckt ein. Nutzen Sie dfür beispielsweise die freie Hand. Eine versteckte Kamera im Automatendach könnte Ihre Finger beobachten. Ohne PIN sind Ihre Kartendaten für Skimmer wertlos.

    Verwenden Sie zum Betreten der Filiale und zum Geldabheben, wenn möglich, verschiedene Karten.

    Geben Sie die PIN nie an Türöffnern ein. Keine Bank oder Sparkasse verlangt dies.

    Quelle: www.spiegel.de

    Sonntag 14.07.2013

  • Kostenfalle für Kartenzahler im Nicht-Euro-Ausland

    Bezahlen oder Geld abheben mit Kredit- oder EC-Karte im Urlaub ist praktisch. Im Ländern außerhalb der Eurozone allerdings kann es teuer werden. Denn wer denkt schon in den Ferien an den Wechselkurs?

    Ein Ausflug in die Schweiz genügt, um über 25 Euro Wechselgebühren für ein paar Kartenzahlungen zu „berappen“. Dabei ist die Schweiz ein Land, bei dem der Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken relativ stabil ist. Bei anderen Fremdwährungen können die Wechselkurse stärker schwanken.

    Wie geht das? Wer im Ausland seine Rechnung mit einer deutschen Giro- oder Kreditkarte begleicht, der zahlt am Ende immer in Euro. Denn die heimischen Konten werden in Euro geführt. Beim Bezahlen in Hotels, in Geschäften oder an Geldautomaten wird Ihnen meist angeboten, den Zahlungsbetrag sofort in Euro umzurechnen.

    Von der sofortigen Währungsumrechnung in Euro rät Tilo Schürer, Landesbank Berlin, ab. Für Verbraucher gibt es „zwei Risiken: einmal, dass ein ungünstiger Kurs zugrunde gelegt wird. Zum anderen können Zusatzkosten entstehen.“ Die Gebühren und der Wechselkurs müssen dem Kunden zwar angegeben werden, trotzdem ist es schwer die Rechnung und die Kosten auf die Schnelle zu überblicken.

    Schürer empfiehlt:

    • Grundsätzlich die jeweilige Fremdwährung verwenden.

    Quelle: www.dradio.de Verbrauchertipp vom 03.07.2013.

    Dienstag 09.07.2013

  • Wucherzinsen – Was ist das?

    Von Zinswucher wird ausgegangen, wenn der verlangte Zinssatz doppelt so hoch ist wie der vergleichbare marktübliche Zinssatz – also beispielsweise 8 % gegenüber einem üblichen Marktzins von 4 %. Ungeachtet dessen kann jede Bank ihre Zinsen nach eigenem Ermessen festlegen.

    Banken werden dennoch Grenzen nach den Vorschriften über das Wucherverbot nach § 138 BGB gesetzt. Demnach dürfen Kreditinstitute nicht die geschäftliche Unerfahrenheit, ein Mangel an Urteilsvermögen oder Rechtskenntnissen ihrer Kreditbewerber rücksichtslos zum eigenen Vorteil ausnutzen. Sittenwidrig ist ebenso, wenn eine Bank die „schwächere wirtschaftliche Lage des Kreditnehmers bei der Festlegung der Vertragsbedingungen“ absichtlich zu ihrem Vorteil ausbeutet.

    Unter diesen Umständen können solche Kreditverträge für nichtig erklärt werden – notfalls per Gericht.

    Quelle: Wikipedia, www.bafin.de

    Donnerstag 04.07.2013

  • Dispo: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

    Ein Dispositionskredit, auch Dispo genannt, ist eine Kreditlinie, die eine Bank ihrem Kunden einräumt. Der Kredit wird meist ohne Kreditvertrag vereinbart. Ein Anspruch auf einen Dispo hat eine Bankkunde nicht.
    Die Berechnung der Höhe der Kreditlinie richtet sich grundsätzlich nach der Höhe regelmäßiger Geldeingänge auf dem Girokonto, vor allem nach dem Gehalt. Einer Reduzierung der Überziehungslinie muss die Bank entsprechen, einer Erhöhung der Kreditlinie dagegen nicht.
    Der Vorteil: Den Dispositionskredit kann man jederzeit – ohne Rücksprache mit der Bank – nutzen. Der Nachteil: In der Regel verlangt dir Bank sehr hohe Zinsen für der Dispokredit – im Durchschnitt um die 10 Prozent, manche Geldinstitute sogar bis zu 18%. Sollte man eine größere Geldsumme brauchen, die man nicht schnell zurückzahlen kann, sollte man eher ein Ratenkredit in Anspruch nehmen. Das kommt billiger.

    Quelle: www.bafin.de

    Samstag 29.06.2013

  • SEPA, IBAN & Co. Infos über die Umstellung im Zahlverkehr 2014

    Ab 1. Februar 2014 werden Kontonummer und Bankleitzahl der Vergangenheit angehören. Doch die meisten Deutschen haben von den anstehenden Änderungen im Zahlverkehr noch keine Ahnung, so der Verbraucherzentrale Bundesverband. Dabei betrifft die Umstellung alle Bundesbürger. Hier die wichtigsten Infos für alle Bankkunden:

    SEPA

    Das bisherige Zahlungsverfahren per Lastschrift und Überweisung wird von einem neuen System abgelöst, dem einheitlichen europäische Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payment Area). Sie gilt für nationale und internationale Zahlungen.

    IBAN

    Europaweit werden einheitliche Kontonummern, das sogenannte IBAN, geschaffen.
    Die IBAN löst die bisherigen Zahlenkombination „Kontonummer“ und „Bankleitzahl“ für Zahlungen ab. Stattdessen nun ein 22-stelliger Code: In Deutschland bestehend aus einem „DE“, einer zweistelligen neuen Prüfziffer, gefolgt von der bisherigen Bankleitzahl und Kontonummer.

    BIC

    Bis 2016 gilt eine Übergangslösung. Noch zwei Jahre lang können auch die alten Angaben „Bankleitzahl“ und „Kontonummer“ genutzt werden. In dem Fall rechnet Ihre Bank die Angaben für das neue System um. Bis dahin bedarf zusätzlich zu der IBAN noch eines zusätzlichen Buchstaben-Zahlencodes in Form der BIC (internationaler Bankleitzahl / SWIFT) mit weiteren elf Stellen.

    Lastschriften in Zukunft: SEPA-Mandate

    Für normale Bürger ändert sich hier wenig. Die Bank kümmert sich automatisch um Änderungen der Daueraufträge ihre Kunden. „Nur bei Lastschriften muss man etwas tun und der sogenannten Mandatumstellung zustimmen, wenn der Gläubiger das mitteilt“, so der vzbv.
    Vorsicht vor Betrug: Stimmen Sie nur Anfragen von Ihnen bekannten Unternehmen zu!

    Einzugsermächtigungen

    Die für deutsche Verbraucher wichtige bedingungsfreie Rückbuchbarkeit einer Einzugsermächtigung wird auch unter SEPA bestehen – und „zwar zum Datum, an dem der Betrag vom Konto abgebucht wurde. Die Frist jedoch verkürzt sich auf acht Wochen ab Buchung statt bisher sechs Wochen nach Abrechnungsschluss“, so der vzbv.

    Alle schriftlich einmal erteilten Einzugsermächtigungen gelten fort und werden zum 1. Februar 2014 zu den sogenannten neuen SEPA-Mandaten. Einzugsermächtigungen jedoch, die telefonisch oder per Internet erteilt wurden, können nicht übertragen werden.

    Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverbands vom 25.06.2013
    S.Z., Mittwoch, 19. Juni, 2013

    Mittwoch 26.06.2013

  • Beratung zur Baufinanzierung mangelhaft

    Von Zinsunterschieden bis zu 30 000 Euro, aufgeblähten Krediten und schlechten Ratschlägen ist die Rede. Im Praxistest zur Baufinanzierung der Stiftung Warentest kommen viele Bankberater nicht gut weg.

    Die Tester ließen sich in jeweils sieben Filialen von 21 Banken und Vermittlungsgesellschaften zur Finanzierung einer Eigentumswohnung beraten und Kreditangebote erstellen. Viele Angebote waren einfach überteuert und gingen am Bedarf der Bankkunden vorbei.

    Auch Fördermöglichkeiten durch Wohn-Riester oder ein Darlehen der staatlichen KfW-Bank kamen in vielen Beratungsgesprächen nicht zur Sprache. Sogar Informationen über die angebotenen Kredite ließen zu wünschen übrig: „Häufig fehlten zum Beispiel Tilgungspläne, Angaben über die Restschuld am Ende der Zinsbindung und die voraussichtliche Dauer bis zur Schuldentilgung“, so Stiftung Warentest.

    Gut beraten wurden die Tester bei Frankfurter Volksbank und der Sparda Baden-Württemberg.
    Durchgefallen hingegen ist die Beratung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Postbank und der HypoVereinsbank.

    Quelle: http://www.test.de/Baufinanzierung-Viele-Berater-scheitern-im-Praxistest-4555679-0/ 18.06.2013

    Mittwoch 19.06.2013

  • Lukrative Geschäfte mit Dispozinsen

    „Dispozinsen, das ist das Geschäft der Banken mit dem Kleingedruckten – intransparent und lukrativ“, schreibt Die Zeit.

    Die Dispozinsen lagen zwischen August 2011 und Mai 2012 im Durchschnitt bei mehr als 10 %. In dieser Zeit konnten die Banken sich Geld für 0,75 % Zinsen leihen. Heute brauchen sie sogar nur 0,5 % zahlen, laut einer Studie des Verbraucherministeriums. Einige Geldinstitute kassieren ihren Kunden somit das 24-Fache ab. Viele Banken setzen die Zinssätze an, wie es ihnen gerade passt. Je tiefer der Leitzins, desto höher der Gewinnspanne.

    Dabei müssten die Geldhäuser die Zinsvorteile an ihre Kunden weitergeben. Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2009 unterliegen Banken der „Verpflichtung zur Zinsanpassung”. Geben die Geldhäuser niedrigere Finanzierungskosten nicht an ihre Kunden weiter, dann sei das eine unangemessene Benachteiligung. Nach oben dürfen die Banken sich anpassen, wie und wann sie möchte – aber sinkende Zinsen müssen sie an die Kunden weiterreichen.

    Wirtschaftlich lassen sich Wucher-Zinsen auch nicht begründen, behauptet der Vorstand der Ökobank GLS und die Großbank ING-DiBa. Kritik üben sie vor allem an der Konkurrenz wie die Sparkassen und Volksbanken. Gerade die Geldinstitute, die sich als besonders kundennah verkaufen, langen bei den Dispozinsen am stärksten zu.

    Zu diesen Kritik meint eine Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbands, dass ihr Dispo „das Taxi unter den Krediten sei: flexibel, aber eben auch teurer.“ Der Kunde hätte ja eine günstigere Alternative sozusagen mit Bus oder Zug zu fahren, also zum Beispiel einen Ratenkredit aufzunehmen. Nur Menschen mit unsicheren Einkommen, wie etwa Hartz-IV-Empfänger, wird dieses Angebot verwehrt bleiben.

    Seitens der Bundesregierung ist kein gesetzliches Eingreifen abzusehen. Banken und Sparkassen haben zwar überhöhte Dispozinsen, dennoch sei es “nicht zielführend”, eine Obergrenze einzuführen, so das Verbraucherministerium. Die Logik: Eine Obergrenze würde dazu führen, dass Geldhäuser, die niedrigere Zinsen verlangten, diese bis zur erlaubten Obergrenze anheben. Dass es auch umgekehrt der Fall sein könnte, Banken also über niedrige Dispozinsen Kunden gewinnen könnten, daran glaubt man offenbar nicht.

    Gegen eine gesetzliche Regelung der Dispozinsen geht Commerzbank-Chef Martin Blessing auf die Barrikaden. Seiner Überzeugung nach müssten Dispozinsen besonders hoch sein – um abschreckende Wirkung auf Bankkunden zu haben. Der Dispozins, so Blessing, solle “bewusst auch ein Anreiz sein, das Konto nicht langfristig zu überziehen”. Dass auch seine Bank, so Die Zeit, prächtig an Überziehungszinsen von bis zu 18 Prozent verdient, erwähnt der Commerzbank-Chef nicht.

    Von Protesten und Rechtfertigungen in der Bankenbranche hält Michael Knobloch, Mitautor der Ministeriumsstudie, wenig. “Die Banken gehen, gerade im Vergleich zu klassischen Ratenkrediten, kein höheres Ausfallrisiko bei Dispokrediten ein, obwohl sie das oft behaupten”, erklärt er. Auch seien ein höherer Verwaltungsaufwand und Kosten in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen, so Knobloch. Das beweisen bankinterne Zahlen.

    Dispokredite bedeuten für eine Bank zwar ein Risiko. Dennoch, so der GLS-Vorstand Jorberg, auch mit 7,5 Prozent Dispozins werden Risiken abgedeckt und seine Bank erhält eine ordentliche Marge.
    Warum dennoch Wucher-Zinsen verlangt werden? Branchenkenner kommen zu dem Schluss: Banken nutzen hohe Dispozinsen, um andere Angebote zu subventionieren. Beispielsweise um mit günstigen Kontogebühren zu locken. Oder um den Quartalsgewinn in die Höhe zu schrauben.

    Quelle: Nadine Oberhuber/Marlies Uken. Die Zeit, am 6. Juni, 2013

    Sonntag 16.06.2013

  • Falsche Auskünfte: Von der Schufa kaltgestellt

    Wer einen Kredit braucht, muss kreditwürdig sein. Um das zu prüfen, holt die Bank bei der Schufa eine Auskunft über die Bonität des Bankkunden ein. 66 Millionen Bundesbürger sind von der Schufa erfasst. Das ist so gut wie jede erwachsene Person in Deutschland. Deutschlands größte Auskunftei gibt jeder Person eine Note, den sogenannten Basisscore. Je höher dieser Prozentsatz, umso besser die Kreditwürdigkeit.

    Bei der Berechnung des Basisscore können jedoch Fehler passieren. Für Bankkunden haben die mitunter fatale Folgen, so die ARD-Fernsendung Ratgeber Geld vom 08.06.2013. Im vorliegenden Fall tappte Herr G. in jene Schufa-Falle. Ein Hartz-4-Empfänger? Weit gefehlt.

    Herr G. ist als Manager festangestellt und verdient gut, besitzt sogar eine teure Immobilie. Trotzdem wird seine Kreditkarte plötzlich eingezogen – wegen eines Schufa-Eintrags. Als er umziehen will, geht der Albtraum weiter. Aufgrund seiner negativen Bonitätseinschätzung kündigt ihm unter anderem der Stromanbieter.

    Laut Verbraucherzentralen ist Herr G. kein Einzelfall. Oftmals liegt es demnach an Fehlern in der Berechnung der Schufa-Note, wenn Kunden als nicht kreditwürdig abgestempelt werden. Hier spielen, laut ARD-Ratgeber, nämlich nicht etwa der Beruf, der Arbeitgeber, der Kontostand oder der Einkommen eine Rolle. Ins Gewicht fallen vielmehr Daten wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum, sowie derzeitige und frühere Wohnorte. Wichtig sind auch Kreditanfragen, Zahlungsrückstände oder Mahnungsverfahren.

    Was kann ich tun?

    Wer Kredit braucht, muss zwar seine Kreditwürdigkeit offenlegen – aber keinen Nachteil durch die Schufa hinnehmen, so der ARD-Ratgeber Geld.

    Holen Sie regelmäßig eine Selbstauskunft ein. Das ist Ihr gesetzliches Recht. Einmal im Jahr kann jeder deutsche Bürger kostenlos eine Eigenauskunft von der Schufa wie auch von Creditreform, Bürgel, Arvato Infoscore, Accumio, Deltavista, etc. einforden, online geht das etwa über www.meineschufa.de.

    Falls Sie fehlerhafte Informationen über sich entdecken, fordern Sie die Schufa per Brief oder E-Mail zur Korrektur auf. Droht größerer Schaden – wie im Fall des Herrn G. – sollten Sie sich überlegen, einen Anwalt zu kontaktieren.

    Quelle: Isabella Schels, ARD-Ratgeber Geld, Fernsehbeitrag vom 08.06.2013

    Montag 10.06.2013

  • Finanztransaktionssteuer: Ein Geldregen versickert

    Mit der Finanztransaktionssteuer wollten elf EU-Staaten den Bankensektor an den gigantischen Kosten der Finanzkrise beteiligen. Laut EU-Kommision sollte diese Art der Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte 31 bis 35 Milliarden Euro einbringen. Weit gefehlt.

    Die Finanzlobby hat „wieder mal ganze Arbeit geleistet“, so Ulrich Schäfer, Süddeutsche Zeitung. Von den ursprünglichen Steuerplänen ist nicht viel übriggeblieben. Von weitaus geringeren Steuereinnahme in Höhe von 3 Milliarden Euro im Jahr ist jetzt die Rede.

    Massive Kritik der Banken an der Finanzmarktsteuer: Mit Steuersätzen von 0,1 % auf Aktien oder Anleihen, sowie 0,01 % auf spekulative Finanzprodukte, bremse man den Handel auf den Finanzmärkten aus. Damit würden sich viele Finanzgeschäfte einfach nicht mehr lohnen.

    Quelle: n-tv.de. Mittwoch, 13. Februar 2013, Süddeutsche Zeitung. Samstag/Sonntag, 1./2. Juni, 2013. Dpa. Freitag, 24.Mai, 2013

    Donnerstag 06.06.2013

  • Nahrungsmittel-Spekulationen: Banken steigen aus

    Investmentbanken spekulieren an den Börsen weltweit mit Agrar-Rohstoffen. Diese Finanzgeschäfte können zu Hungerkrisen beitragen, schriebt die Verbraucherschützer-Organisationen Foodwatch in einer Protest-Mail-Aktion an die Deutsche Bank.

    Seit der Veröffentlichung des Foodwatch-Reports “Die Hungermacher” vom Oktober 2011 fordert die Organisation die Banken auf, alle spekulativen Handelsgeschäfte mit Agrarrohstoffen einzustellen. Jetzt folgt die DZ Bank dem Aufruf.

    Die DZ Bank – Dachorganisation von 900 Volks- und Raiffeisenbanken – und ihre Fondstochter Union Investment steigen aus Spekulationsgeschäften mit Getreide und anderen Agrarrohstoffen aus. Vorstand Lars Hille erklärt, dass es “derzeit keine Nachfrage nach solchen Produkten” gebe. Wertpapiere auf Basis von Agrarrohstoffen werden somit 2013 auslaufen. Nachfolgeprodukte, auch von anderen Banken, würden nicht neu aufgelegt.

    Die Deutsche Bank hingegen verzichtet nicht auf Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln. Dazu erklärt eutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen laut der Süddeutschen Zeitung, es gebe kaum stichhaltige Belege für die Behauptung, dass die zunehmende Bedeutung von Agarfinanzprodukten für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich ist.

    Quelle: www.foodwatch.org, www.welt.de, Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 28. Mai, 2013

    Samstag 01.06.2013

  • Informationsblätter durchgefallen

    Seit Juni 2012 müssen Finanzdienstleister, die geschlossene Fonds oder andere Kapitalanlagen anbieten, ihre Kunden durch ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) über das Anlageprodukt aufklären. In kurzer und verständlicher Form soll es Kunden über Chancen und Risiken des Anlageprodukts, sowie über die Provisionen für den Vermittler informieren.

    In Zusammenarbeit mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Stiftung Warentest in einer Untersuchung festgestellt, dass kein einziges der untersuchten Informationsblätter gesetzeskonform ist. Der Grund sind meist zu ungenaue Angaben über die Konditionen. Schon einfachste Vorschriften wie die Veröffentlichung des Infoblatts auf der Webseite der Anbieter werden missachtet.

    Wenn schon die Informationen mangelhaft sind, so Dorothea Mohn, Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, dann kann es um die Qualität der angebotenen Produkte kaum besser stehen. Das belegen auch Erfahrungen aus der Finanzberatung der Verbraucherzentralen.
    Aufgrund mangelhafter Informationen und häufiger Falschberatung bei geschlossenen Fonds fordern die Verbraucherschützer „den aktiven Vertrieb solcher Vermögensanlagen an Privatanleger zu verbieten.“

    Quelle: Pressemitteilung der vzbz am 21.05.2013

    Sonntag 26.05.2013

  • Kontoabfrage – was ist erlaubt?

    Wer seine Einkommensverhältnisse verschleiern möchte, hat meist schlechte Karten. Deutsche Behörden dürfen bei Unstimmigkeiten eine Kontenabfrage in Auftrag geben. Diese liefert jedoch nur bestimmte Informationen.

    Wer darf eine Kontoabfrage beantragen?

    Allen Behörden, die für die Verwaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), der Sozialhilfe (SGB XII), BAföG, der Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) und des Wohngeldes (WoGG) zuständig sind, wird diese Möglichkeit der Kontoabfrage eingeräumt.
    (wiwo.de).

    Seit 2005 dürfen Finanzbehörden, sowie die die Realsteuern verwaltenden Gemeinden beim Bundeszentralamt für Steuern ein Ersuchen stellen, um Steuerhinterziehung und Sozialleistungsmissbrauch zu unterbinden. (Vgl.: Bundeszentralamt für Steuern).

    Seit dem 1. Januar 2013 können nun auch Gerichtsvollzieher Kontodaten abrufen. (Lesen Sie auch: bankscore, „Der gläserne Bankkunde“ von Di. 15. Jan. 2013)

    Wann darf ein Kontoabruf für nichtsteuerliche Zwecke erfolgen?

    Die ersuchende Behörde muss begründen können, warum ein Kontoabruf im vorliegenden Fall notwendig ist. Dazu genügen Verdachtsmomente oder allgemeine Erfahrungen der Behörde.

    Liefern alle Banken Daten an das Bundeszentralamt für Steuern?

    Grundsätzlich nehmen sämtliche Kreditinstitute (einschließlich der Zweigstellen ausländischer Banken) in Deutschland an dem Kontenabrufverfahren teil.

    Welche Konten und welche Daten werden ermittelt?

    Es werden grundsätzlich alle Arten von Konten (z.B. Spar-, Giro-, Depot- oder Kreditkonten) ermittelt. Dazu gehören seit dem 1. April 2003 auch aufgelöste Konten, sofern die Auflösung weniger als drei Jahre zurück liegt.

    Bei einer Kontenabfrage erhalten die Behörden lediglich Auskunft über die Stammdaten. Dies sind die „Konto-/Depotnummer, der Tag der Errichtung und Auflösung, die Namen und Geburtsdaten der jeweiligen Inhaber und Verfügungsberechtigten sowie die Namen und die Anschriften der abweichend wirtschaftlich Berechtigten“, so wiwo.de.

    Die Kontenabfrage liefert jedoch keine Informationen zu Kontostand oder Kontobewegungen. (Vgl.: news.toptarif.de)

    Können auch Privatpersonen eine Kontoabfrage stellen?

    Nein.

    Erfährt der Betroffene von einem Kontoabruf durch die Behörden?

    Ja, vor einer Kontoabfrage muss der Inhaber darüber benachrichtigt werden.

    Bei Steuerfragen gibt die Behörde dem Betroffenen Gelegenheit, Auskunft über seine Konten zu erteilen.

    Nur wenn eine vorhergehende Information des Betroffenen „den Ermittlungszweck gefährden würde oder eine Aufklärung durch den Beteiligten selbst nicht zu erwarten ist“, kann sich die Behörde direkt an die Banken wenden. In diesen Fällen erfährt der Betroffene erst nachträglich über den Kontenabruf. (vgl. wiwo.de)

    Quelle: www.wiwo.de, 08.05.2013 , www.n-tv.de, www.news.toptarif.de

    Sonntag 19.05.2013

  • „Bermuda-Buchungen“? Falschberechnungen bei Banken

    Bankkunden sollten genau prüfen, was auf ihren Konten geschieht, warnt der Berliner Kreditsachverständige Ralph Hans Brendel in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

    Bei sieben von zehn seiner Klienten, so Brendel, werden Abrechnungsfehler festgestellt. Dabei geht es vom Studienkredit bis zum Darlehen für Großbetriebe. Allein im Jahr 2011 mussten Geldinstitute aufgrund seiner Gutachten knapp 13 Millionen Euro zurückerstatten – an Handwerker, Freiberufler, mittelständische Firmen oder ganz normale Privatpersonen. Deutschlandweit geht es um Milliarden.

    Geldinstitute prellen viele Kunden um ihr Geld, indem sie etwa „zu viele Zinstage berechnen, die Zinsen bei variablen Krediten nicht mit dem Marktzins senken, Beiträge dem Konto zu spät gutschreiben oder Abbuchungen zu früh belasten.“ Oder durch sogenannte „Bermuda-Buchungen“ – hierbei werde Geld einfach ohne Grund vom Konto abgebucht.

    Dahinter steckt ein System, behauptet Olaf Kumpert. Der Buchautor weist auf 170 Gutachten von Kreditsachverständigen hin, die Fehler bei Zinsberechnungen bei Banken nachgewiesen haben. Dabei treten die Falschberechnungen eher bei Banken und Sparkassen auf als bei privaten Instituten, so Kumpert.

    Bei Unternehmen können solche fehlerhafte Abrechnungen sogar zu Liquiditätsproblemen führen. Fatal wird es, wenn Gewerbetreibende daraufhin Privatvermögen in die Firma einpumpen, so Brendel. Da stehen manche Klienten dann mit dem Rücken zur Wand.

    Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken weist Mutmaßungen über Falschberechnungen zurück. Er empfiehlt die Kundenbeschwerden der Ombudsmann-Berichte zu lesen. Hier gäbe es keinen Hinweis auf systematische Abrechnungsfehler. Abrechnungen im Kundengeschäft, so die Stellungnahme des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, würden „bis auf wenige Ausnahmen automatisch erstellt und unterlägen mehrfacher Prüfung.“ Da würden systematische Fehler sofort auffallen.

    Bei betroffenen Bankkunden wie einem Interviewpartner der SZ, ein alteingesessenes großes Autohaus in München, stoßen solche Aussagen auf Unverständnis. Bei der Abwicklung seines Autohauses hat der Firmeninhaber keinerlei Unterstützung seitens seiner Banken erhalten. Die sind bei Schwierigkeiten nicht gesprächsbereit, so seine Erfahrung. Er spricht sogar von „Psychoterror“ seinen Mitarbeitern gegenüber. Geldhäuser verspekulieren Milliarden und nehmen kleine Mittelständler aus, so sein Eindruck.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Montag, 13. Mai, 2013

    Dienstag 14.05.2013

  • Polizei warnt vor Datenklau im Internet

    Immer mehr Menschen bestellen online oder erledigen ihre Bankgeschäfte im Netz. Nicht nur am heimischen PC. Jeder dritte Deutsche surft beispielsweise mit einem internetfähigen Handy.

    Der Schutz persönlicher Daten wird oftmals vernachlässigt, Sicherheitsrisiken ignoriert. Viele Nutzer unterschätzen die Gefahren, so Polizeipräsident Robert Kopp, München. Umfragen ergeben, dass zwei Drittel der Internetbenutzer regelmäßig über ungesicherte WLAN-Netzwerke surfen und sich nicht vor Angriffen von außen schützen. Gerade mit dem Smartphone scheint ein sorgloser Umgang weit verbreitet zu sein. Das wissen mittlerweile auch Betrüger. Die Polizei verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Cyber-Kriminalität – von geklauten Kontonummern bis hin zum Identitätsdiebstahl.

    Quelle: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps

    Samstag 11.05.2013

  • Das Bankkonto - ein soziales Grundrecht

    EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier und Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg wollen jedem europäischen Bürger ein Grundrecht auf ein Bankkonto einräumen.

    Ein Konto sei deshalb ein soziales Grundrecht, argumentieren die Kommissare, weil es eine wesentliche Voraussetzung sei, um am Alltagsleben teilnehmen zu können. So setzen beispielsweise Telekommunikationsanbieter ein Bankkonto für einen Vertragsabschluss voraus. Ohne Bankkonto günstig über das Internet einzukaufen ist kaum möglich. Menschen ohne Konto können somit nicht von den „Vorteilen des europäischen Binnenmarktes profitieren“, so Barnier. Deshalb soll künftig jeder EU-Bürger das Recht auf ein eigenes Konto haben – dabei spielt es keine Rolle wie wenig jemand verdient oder wie hoch er verschuldet ist.

    In Deutschland gibt es bisher kein gesetzliches Recht auf ein Konto. Die deutsche Kreditwirtschaft hat sich lediglich selbst verpflichtet, ein Konto für jedermann auf Guthabenbasis einzurichten. Dennoch obliegt es jedem einzelnen Geldinstitut selbst, ob es einen Kunden als „zumutbar“ erachtet oder nicht. Ein Schufa-Eintrag reicht oft als Ablehnungsgrund.

    Verbraucherschützer schätzen, dass ca. 670.000 Menschen in Deutschland kein Konto besitzen. Laut der EU-Kommission haben etwa 58 Millionen EU-Bürger kein Konto – allein in Bulgarien und Rumänien betrifft das jeweils die Hälfte der Bevölkerung.

    In dem Gesetzespaket, das laut „Die Welt” aktuell vorliegt, wollen die EU-Kommissare Verbrauchern mit dem Schaffen einheitlicher Standards für die Kosten und die maximale Zeitspanne eines Bankwechsels zugleich den Wechsel ihrer Bank erleichtern. Laut der Richtlinie der Kommission müssen wechselwillige Kontoinhaber künftig nur den Vertrag bei der neuen Bank unterschreiben. Dazu sollen die Geldinstitute verpflichtet werden, transparente und leicht vergleichbare Angaben zu Gebühren und Konditionen zu machen.
    Weiterhin sollen EU-Bürger künftig in jedem Staat ein Konto eröffnen können – davon profitieren etwa Austauschstudenten oder Saisonarbeiter.

    Quelle: Cerstin Gammelin, Brüssel, und Simone Boehringer, Süddeutsche Zeitung, 5. März 2013; www.wiwo.de, 08.05.2013; www.welt.de, 08. Mai 2013.

    Mittwoch 08.05.2013

  • Baukredite vorzeitig ohne Strafe zurückzahlen

    Zum Schutz von Europas Bankkunden haben sich das Europäische Parlament, die Kommission sowie die Mitgliedstaaten auf neue Regeln für Baukredite geeinigt.

    Kreditnehmer profitieren von der Entscheidung aus Brüssel doppelt: Einerseits können sie Immobilienkredite in Zukunft besser vergleichen, andererseits können Baukredite nun vorzeitig gekündigt werden, ohne dass der Kunde dafür bestraft wird.

    In Deutschland, wo das Regelwerk noch umgesetzt werden muss, sind Baufinanzierungen oft mit langen Zinsbindungen von 10, 20 oder 30 Jahren verbunden. Will der Kunde seinen Baukredit vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit abbezahlen, wird es oftmals teuer. Gegen diese Entschädigungszahlungen schreitet die EU nun ein.

    Laut EU sollen Anbieter von Baukrediten künftig grenzüberschreitend agieren können. Als Voraussetzung gilt, dass diese sich registrieren und überwachen lassen. Damit Bankkunden die Kreditangebote besser vergleichen können, müssen Anbieter in Zukunft ein einheitliches europäisches Informationsblatt nutzen. Kosten, beispielsweise durch Fremdwährungen oder variable Zinsen, müssen den Kunden klar vermittelt werden. Ein Rücktrittsrecht von sieben Tagen wird dem Bankkunden eingeräumt.

    Quelle: DPA

    Freitag 26.04.2013

  • Banken ignorieren Rechtsprechung

    Die Initiative Finanzmarktwächter der Verbraucherzentralen deckt in eine Studie auf, wie Kreditinstitute einhellige Rechtsprechung zum Bearbeitungsentgelt ignorieren und Rückzahlungen verweigern.

    Am Pranger steht die zum Teil gängige Praxis der Banken, zusätzlich zu den Zinsen bei Krediten ein Bearbeitungsentgelt von bis zu drei Prozent zu berechnen. Dabei haben acht Oberlandesgerichte zugunsten der Verbraucher entschieden und das standardisierte Entgelt bei Verbraucherkrediten, beispielsweise einer Autofinanzierung, für unzulässig erklärt.

    „Die Kreditinstitute verschleiern die wahren Kosten, wenn sie sie auf verschiedene Posten aufsplitten“, kritisiert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. „Auf diese Weise erschweren sie es dem Verbraucher, die Kredite miteinander zu vergleichen”. Billen fordert ein gesetzliches Verbot für alle Nebenentgelte, die zusätzlich zu den Zinsen verlangt werden.

    bankscore-Service: Die Durchsetzung Ihres Anspruchs

    Bis zu einer endgültigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum Bearbeitungsentgelt bleibt Ihnen nur, Ihren Anspruch auf Erstattung individuell durchzusetzen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat dazu einen Musterbrief verfasst.

    Quelle: http://www.vzbv.de/11468.htm Dienstag, 14. April, 2013

    Dienstag 23.04.2013

  • Gebühr für Schadensberechnung rechtmäßig?

    Wenn ein Bankkunde vorzeitig seinen Bankkredit auflöst, kann die Bank eine Entschädigung für die entgangenen Zinsen verlangen.

    In einem aktuellen Fall hat die Commerzbank zur eigentlichen Entschädigung jedoch zusätzlich 300 Euro für die Berechnung der Schadenssumme kassiert. Das geht nicht, so ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az: 23 U 50/12, Urteil vom 17. April 2013).

    „Die Festlegung eines pauschalen Preises für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ist rechtswidrig“, so das Gericht. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte gegen die Commerzbank geklagt. Den Bankkunden auf diese Weise zur Kasse bitten, weil er vorzeitig seinen Immobilienkredit auflöst, sei nicht gerechtfertigt. Denn der Aufwand der Schadensberechnung liegt ausschließlich im eigenen Interesse der Bank, so das Argument. Die Commerzbank prüft, ob sie vor dem Bundesgerichtshof in Revision geht.

    bankscore-Tipp:

    Immobilienkredit: Wollen Sie die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung kontrollieren lassen, weil Sie Zweifel an ihrer Höhe haben, können Sie den verlangten Beitrag „hinterlegen“ oder die Ablösesumme „unter Vorbehalt einer rechnerischen Überprüfung“ vorerst zahlen. So können Sie verhindern, dass die Bank die Löschungsbewilligung aus dem Grundbuch ausstellt.

    Quelle: www.bawue.de. Süddeutsche Zeitung, Freitag, 19. April, 2013.

    Freitag 19.04.2013

  • Wie lange müssen Banken Geschäftsunterlagen aufheben?

    Die Aufbewahrungsfrist beträgt zehn Jahre. Somit unterscheiden sich die Vorgaben für Geldinstitute nicht von den Vorschriften, die für alle Unternehmen gelten. (Allgemeine handelsrechtliche Vorschriften des § 257 HGB).

    Die Geschäftsunterlagen müssen nicht zwingend im Original, das heißt in Papierform aufbewahrt werden. Eine Archivierung in elektronischer Form, beispielsweise auf Mikrofilm, genügt.

    Quelle: www.bafin.de

    Mittwoch 17.04.2013

  • Tipps für den Kontoumzug

    Kostenlos Geld abheben

    Um kostenlos an das eigene Geld zu kommen, sollte die neue Bank über Geldautomaten in Wohn- oder Arbeitsnähe verfügen. Denn das Abheben an fremden Bankautomaten kann mit bis zu 7,00 Euro zu Buche schlagen. Aber auch in einigen Supermärkten oder an Tankstellen kann mittlerweile Geld abgehoben werden. Bei Rewe oder Penny beispielsweise kann man sich mit der EC-Karte bis zu 200 Euro auszahlen lassen – gebührenfrei. Auch an Tankstellen wie Shell und Aral kann man Geld abheben.

    Verfügbarkeit

    Viele Banken kooperieren und haben Netzwerke aufgebaut. Ihre Bankkunden können innerhalb dieses Verbunds kostenlos Geld abheben.

    Eine Bankengruppe nennt sich „Cashgroup“ und verfügt über 9.000 Geldautomaten. Dazu gehören das Bankhaus Neelmeyer, die Berliner Bank, Comdirect, Commerzbank, DAB Bank, Deutsche Bank, Hypovereinsbank, Norisbank und Postbank.

    Einem weiteren Zusammenschluss unter dem Namen „Cashpool“ mit 2.900 Geldautomaten gehören die BBBank, Degussa Bank, National Bank, Santander, Sparda-Bank, Südwestbank, Targo Bank und Wüstenrot Bank an.

    Über das größte Filialnetz mit fast 26.000 Automaten verfügen die Sparkassen. Die Volks- und Raiffeisenbanken folgen auf zweiter Stelle mit 19.000 Automaten. Kunden, die diese Verfügbarkeit schätzen, müssen aber in der Regel mit einer Kontoführungsgebühr rechnen. Denn so ein Filialnetz kostet.

    Kontoführungsgebühr

    Wirklich kostenlose Girokonten sind meistens nur bei Onlinebanken, wie comdirect oder Ing-Diba, zu haben. Bei Filialbanken ist oft ein Mindestgeldeingang von 1.000 bis 1.500 Euro monatlich erforderlich, damit die Bank auf Kontoführungsgebühren verzichtet.

    Wer kein Onlinekonto eröffnen will, kann beispielsweise auch einen Genossenschaftsanteil erwerben – zum Beispiel bei den Spardabanken. Das kostet momentan 52 Euro und dadurch man so ein kostenloses Konto. Das Geld bekommt man wieder zurück, wenn das Konto gekündigt wird. Noch ein schöner Nebeneffekt: Der Anteil wirft Dividenden ab.

    Wer Geld sparen will, sollte bei seiner alten Bank nach einem Onlinekonto fragen. Die Kontoführungsgebühr ist meist nur noch halb so hoch.

    Dispozinsen

    Auf die Dispozinsen achten lohnt sich. Manche Banken verlangen bis zu 15 Prozent, das ist fast doppelt so hoch wie bei preiswerten Banken.

    Hier bieten wieder Internetbanken niedrige Dispozinsen. Beispielsweise die Skatbank mit 5,25 Prozent und die DAB Bank mit 7,5 Prozent. Damit liegen sie deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 11,76 Prozent.

    Kontoumzug – Wie geht das?

    Viele Banken bieten mittlerweile einen Wechselservice an. Bringen Sie einfach alte Kontoauszüge zur neuen Bank mit. Die Bank stellt dann alle Lastschriften und Daueraufträge um.

    Quelle: Peter Allgaier. ARD Ratgeber Geld. Fernsehbeitrag vom 23.03.2013

    Donnerstag 11.04.2013

  • Offshore-Leaks

    Investigative Journalisten entschlüsseln weltweit zugespielte Festplatte über Finanzdienst-leister in Steueroasen.

    In Deutschland arbeiten Journalisten der Süddeutschen Zeitung und des NDR mit an der Auswertung von 260 Gigabyte einer Festplatte. Ein Datenhaufen der etwa 500 000 Ausgaben der Bibel entspricht.

    Zum ersten Mal wird öffentlich gemacht, wie das Offshore-Geschäftsmodell funktioniert und wer die Strippen zieht. Hier steht der Vorwurf im Raum, dass auch deutsche Banken mit diesen Firmenkonstruktionen ihren Bankkunden behilflich sind. Die Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network schätzt, dass ein Drittel des weltweiten Vermögens in Steueroasen liegt. In der EU geht man davon aus, dass jährlich eine Billion Euro an Steuereinnahmen durch Steuerhinterziehung und – umgehung verloren gehen.

    Nicht alles was amoralisch ist, ist verboten. Auch Geld verdienen alleine ist nicht anrüchig. Teilweise sind die Geschäftspraktiken sogar legal. Was dagegen verboten ist und bleiben muss ist, dem Staat vorzuenthalten, was ihm zusteht. Steuern zu hinterziehen ist ein Gesetzesverstoß.

    Quelle: Bastian Brinkmann, Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 4. April 2013. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, Freitag, 5. April, 2013. Marc Beise und Guido Bohsem, Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 6./7. April, 2013

    Sonntag 07.04.2013

  • Neue Online-Förderplattform für KfW-Kredite

    In Zusammenarbeit mit Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den genossenschaftlichen Zentralbanken DZ BANK und WGZ BANK, sowie der Deutschen Bank und der Postbank baut die KfW eine neue Online-Plattform für Kredite auf. Kunden soll somit ermöglicht werden, Beratungsanfragen, sowohl zu privaten als Beratungsanfragenauch gewerblichen Förderprodukten, direkt zu stellen. Die Anfrage wird an die Hausbank adressiert, denn diese bleibt wie zuvor der direkte Ansprechpartner für die Förderkredite der KfW. Die KfW unterstützt mit staatlichen Geldern unter anderem Immobilienkäufer oder Bauherren, die beispielsweise ein energieeffizientes Haus bauen wollen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Donnerstag/Freitag, 28./29. März 2013.

    Mittwoch 03.04.2013

  • Keine Testkunden in deutschen Bankhäusern

    Jugendliche Testkunden unter 18 Jahren loszuschicken, um Alkohol in Supermärkten und Kiosken zu kaufen, hat sich als eine gute Kontrollmethode für die Einhaltung des Jugendschutzes bewährt. Aber versteckte Kontrollbesuche bei Banken von amtlichen Testkunden, um die Qualität der Beratung zu testen – das geht nicht. Eine Kontrolle, ob Bankberater im Interesse des Kunden arbeiten sei wegen verfassungsrechtlicher Bedenken nicht durchführbar, so das Bundesfinanzministerium.

    Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat Bedenken geäußert, denn für verdeckte Testkunden gäbe keine ausreichende Gesetzesgrundlage. „Vor allem der Datenschutz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und die Grundrechte der Bankangestellten könnten gefährdet sein.“

    Die Bundesregierung wolle nun die “Wirkweise” des Beraterregisters abwarten, so ein Sprecher des Finanzministeriums. Seit Anfang November müssen alle Bankberater bei der Bankenaufsicht BaFin registriert werden. Zudem werden Beschwerden der Bankkunden gesammelt.
    Was in Deutschland nicht geht, ist in Großbritannien längst eingeführt. Die Ergebnisse auf der Insel sind erschreckend. 231 mal erschienen Testkunden bei den sechs führenden Banken. In 11% der Fälle gab der Bankberater ungeeignete Empfehlungen ab, in 15 % der Fälle wurde die gesamtwirtschaftliche Situation des Kunden ungenügend erörtert. Sehr oft wurden die Risiken der Produkte einfach kleingeredet. Bei der Santander Bank waren die Missstände sogar so groß, dass nun eine Geldstrafe droht.

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mystery-shopper-banken-muessen-keine-amtlichen-testkunden-fuerchten/7768100.html
    Süddeutsche Zeitung, Montag, 18. Februar 2013

    Montag 01.04.2013

  • Banken umgehen die Offenlegungspflicht für Provisionen

    Banken und Sparkassen informieren ihre Kunden oftmals nicht über ihre eigenen Gewinnmargen bei Wertpapiergeschäften. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer aktuellen Studie des Verbraucherzentrale Budesverbandes (vzbv). Eigentlich sind die Geldinstitute dazu verpflichtet, die Provisionen und Vergütungen ihren Kunden offenzulegen. Diese Aufklärungspflicht werde jedoch im großen Stil umgangen.

    Die Geldhäuser nutzen dabei Gerichtsurteile des Bundesgerichtshofs. Dieser entschied nämlich in drei Fällen, dass eine Bank bei Festpreisgeschäften nicht über erzielte Gewinnmargen aufklären muss.

    Und das geht so: Die Bank kauft das Wertpapier zuerst auf eigene Rechnung und nimmt es in ihren Bestand auf. Dann verkauft sie das Wertpapier zu einem Festpreis an ihre Bankkunden weiter. Auf den Ankaufpreis schlägt die Bank dabei eine Marge auf. Da es nun nicht mehr um ein Geschäft auf Kommissionsbasis handelt, sondern um ein Festpreisgeschäft, umgeht die Bank ihre rechtliche Pflicht diesen Gewinn den Kunden offenzulegen, so die Süddeutsche Zeitung.

    Der vzbv befragte in der Untersuchung 126 Kreditinstitute, aber nur 20 Prozent der angeschriebenen Banken und Sparkassen beantworteten die gestellten Fragen. Der Rest verweigerte eine Auskunft. Darüber hinaus geht aus den Rückantworten hervor, dass „80 Prozent der Institute Wertpapiere auch als Festpreisgeschäfte vertreiben. Das gilt besonders beim Vertrieb von Zertifikaten und Investmentfonds“.

    Das ist kein fairer Kundenumgang, so Gerd Billen, Vorstand des vzbv. Hier geht es zum wiederholten Male um Eigeninteressen der Banken. Der Gesetzgeber müsse diese Aufklärungslücken schließen und die gleichen Regeln für Festpreisgeschäfte wie für Kommissionsgeschäfte festsetzen.

    Quelle: Bundesverband der Verbraucherzentralen. Banken umgehen Transparenzpflicht. Presseerklärung vom 15.03.2013; Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 16./17. März 2013

    Dienstag 26.03.2013

  • Kriminelle Aktiengeschäfte zu Lasten der Steuerzahler?

    Laut der Süddeutschen Zeitung zeichnet sich ein neuer Wirtschaftskrimi im Finanzgewerbe ab. Der Fiskus und unter anderem die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermitteln gegen deutsche Banken, die bis 2012 eine Gesetzeslücke ausgenutzt haben sollen, um sich im großen Stil zu bereichern. Es geht um sehr viel Geld. Und wieder um das Geld der Bürger.

    „Cum-Ex-Transaktionen“ heißen die Aktiendeals, ein System ähnlich wie Geschäfte mit Verschmutzungsrechten. Hierbei werden riesige Aktienpakete ganz schnell ge- und verkauft, wenn an der Börse notierte Unternehmen die Dividende für ihre Kapitalanleger beschließen (Leerverkäufe). Laut einem noch nicht im Detail bekannten Prüfbericht der HypoVereinsbank war es auf diese Weise in bestimmten Fällen möglich, eine Steuergutschrift zweimal geltend zu machen. Die Kapitalertragsteuer wurde also mehrmals zurückerstattet.

    Der Prüfbericht der HypoVereinsbank zeigt verdächtige Geschäfte, die den Fiskus rund 200 Millionen Euro gekostet haben sollen. Und diese Summe betrifft nur die verdächtigen Geschäfte der HypoVereinsbank (HVB). Insgesamt geht es um eine mutmaßliche Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe – denn andere deutsche Banken haben ähnliche Aktiendeals betrieben, so die Süddeutsche Zeitung. Nur klärt bislang nur die HVB konsequent auf.

    Im Bankengewerbe spricht man hier von „Gestaltungsmöglichkeiten“. Es geht nicht um Moral. Die Politik sei Schuld, dass das Steuerloch nicht zugemacht wurde, so heißt es. Und dies könne durchaus für politische Unruhen sorgen, denn scheinbar haben viele Finanzminister, zuletzt Peer Steinbrück und teilweise auch noch Wolfgang Schäuble, versäumt gesetzgeberisch einzuschreiten.

    Wie viel von den Machenschaften in der Öffentlichkeit gelangt, ist die Frage aller Fragen. Die Commerzbank zum Beispiel – eine der Banken, die in der Finanzkrise mit Steuergeldern gerettet wurden – will nicht für Aufklärung sorgen. Dabei hätten die Steuerzahler wohl ein Anrecht darauf zu erfahren, was in der Bank geschehen ist.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 16./17. März 2013. Klaus Ott, Süddeutsche Zeitung, Montag, 18. März 2013.

    Dienstag 19.03.2013

  • Altes Sparbuch gefunden – was tun?

    Der Anspruch auf Geldbeträge alter Sparbücher erlischt nicht, denn das Sparbuch ist eine Urkunde mit „Wertpapiercharakter“ im Sinne des § 808 BGB. Das heißt, dass die Urkunde auch den Bestand der Forderung beweist. Sollte die betreffende Bank die Behauptung aufstellen, dass die Forderung nicht mehr besteht, muss sie dies nachweisen.

    Auf Geldbeträge in Reichsmark oder in Mark der DDR besteht laut BaFin jedoch kein Anspruch mehr. Hierfür sind die vorgesehenen Umstellungsfristen bereits abgelaufen.

    Quelle: http://www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/DE/Verbraucher/BankenBausparkassen/Allgemeines/01_altes_sparbuch.html?nn=2789792

    Montag 18.03.2013

  • Abstimmung abgeschlossen. Das Prädikat „toxisch“ ist verliehen.

    Die Gewinner des Wettbewerbes: Europas gefährlichste Finanzprodukte sind:

    In Kategorie 1: Bei Produkte, die Verbraucher oder Investorinnen schädigen, wurden mit 46,8 % der Stimmen die Kreditausfallversicherungen auf Staatsanleihen aus Schwellenländern (CDS) gekürt.

    In Kategorie 2: Bei Produkte, die Umwelt, die Armen oder Dritte schädigen, sind mit 71,4 % der Stimmen die Nahrungsmittelfonds.

    Weitere Infos: http://www.dangerous-finance.eu/?lang=de

    Freitag 15.03.2013

  • Onlineabstimmung läuft

    Die Abstimmung über die gefährlichsten Finanzprodukte Europas ist jetzt offen und läuft bis zum 14. März 2013.

    (Hintergrund: bankscore-Meldung „Schiffsbeteiligungen für Oma?“).

    Eine Expertenjury hat nun acht Vorschläge von Bürgern und Organisationen zur Auswahl gestellt. Diese sind in zwei Kategorien unterteilt:

    Kategorie 1: Produkte, die Verbrauchern oder Investoren schädigen.
    Kategorie 2: Produkte, die Umwelt, Arme oder Dritte schädigen.

    Onlineabstimmung unter: www.dangerous-finance.eu

    Freitag 08.03.2013

  • EU deckelt Banker-Boni

    Zum ersten Mal in der Geschichte der EU-Finanzmarktregulierung werden die 27 EU-Staaten die Banker-Boni begrenzen.

    Laut „Capital“ dürfen diese Extravergütungen das eigentliche Gehalt der Banker nun nicht mehr übersteigen. Die Aktionäre können jedoch auf einer Hauptversammlung unter bestimmten Bedingungen Vergütungen zustimmen, die doppelt so hoch seien wie das Grundgehalt.

    Vom 1. Januar kommenden Jahres an sollen die neuen Vorschriften in Kraft treten. Nach Angaben des Verhandlungsführers des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, gelten die neuen Regeln für Banken mit Sitz in der EU weltweit sowie für Filialen ausländischer Geldhäuser innerhalb der EU.

    Das neue Bankengesetz bedeutet auch, dass Kreditinstitute von 2014 an mehr Geld bereithalten müssen, um sie krisenfester zu machen. Dazu gehören auch Maßnahmen, die die Kreditvergabe an den Mittelstand vereinfachen sollen und somit der Finanzierung der realen Wirtschaft dienen, so Bild.

    Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-eu-deckelt-erstmals-banker-boni-protest-aus-london_aid_929584.html
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/banken-krise/eu-deckelt-banker-boni-29311580.bild.html
    http://www.capital.de/politik/:Exzessive-Aufschlaege—EU-deckelt-Banker-Boni/100049918.html

    Freitag 01.03.2013

  • Girocard: Der Magnetstreifen hat ausgedient

    Ab dem 25. Februar 2013 wird der Magnetstreifen für Girocard-Transaktionen „abgeschaltet“.

    Künftig werden Bezahlungen mit Girocard (der ehemaligen EC-Karte) und Pin sowie alle Bargeldabhebungen mit der Girocard im deutschen Geldautomatensystem nur noch über den Kartenchip bearbeitet. Ausgenommen sind Anwendungen außerhalb des Girocard-Systems wie beispielsweise das Bezahlen mit Girocard und Unterschrift (Elektronisches Lastschriftverfahren). Hierfür kann der Magnetstreifen weiterhin ausgelesen werden.

    Wegen der Umstellung kann es bei EC-Kartenzahlungen mit Pin zu erhöhten Abweisungen kommen.

    Tipp: Um Ihre Einkäufe in dem Fall nicht im Supermarkt liegen lassen zu müssen, nehmen Sie sicherheitshalber etwas Bargeld oder eine Kreditkarte mit.

    Quelle: Brigitte Watermann, biallo.de, 21.02.2013

    Montag 25.02.2013

  • Wollen Bausparkassen ältere Bausparverträge loswerden?

    Wegen zu guten Zinsen sollen Bausparkassen scheinbar Kunden zur Kündigung ihrer älteren Bausparverträge überreden, so ein Bericht in der Fernsehsendung ARD-Ratgeber Geld.

    Zuschauer berichten von seltsamen Methoden. Im konkreten Fall soll eine Wüstenrotberaterin in einem Gespräch mit einem ihrer Kunden erklärt haben, dass die Finanhaufsichtsbehörde BaFin den Bausparkassen geraten habe, ihren Kunden zu empfehlen, sich ihre zuteilungsreifen Verträge auszahlen zu lassen. Der Grund: Angeblich sei die BaFin in Sorge, dass Bausparkassen durch die hohen Zinszahlungen auf Bausparverträge finanziell zu sehr belastet würden.

    Alles Quatsch, so Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Zurzeit ließen sich Vertreter der Bausparkassen verschiedene Geschichten einfallen, um Beratungs-, Änderungs- oder Kündigungsbedarf irgendwie klarzumachen. Kunden sollen sich aber hiervon nicht einschüchtern lassen, denn ein solcher Vertrag muss bedient werden und der Verbraucher hat einen Anspruch darauf.

    Dass Bausparkassen vor ein paar Jahren – als das Zinsniveau noch deutlich höher war als heute – ungünstige Verträge mit Kunden abgeschlossen haben, hat den Kunden nicht zu interessieren. Das ist kein Kündigungsgrund, sondern eine schöne Kapitalanlage – für die Kunden.

    Quelle:
    Sebastian Hanisch/ Martina Schuster. ARD, Ratgeber Geld vom 16.02.2013. http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/geld/sendung/br/bausparkunden-16022013-100.html

    Dienstag 19.02.2013

  • Kontaktloses Bezahlen mit der EC-Karte

    Künftig sollen Sparkassen-Kunden kleine Beträge bis zu 20 Euro über Ihre EC-Karte ohne PIN oder Unterschrift bezahlen können. Diese neue Form des Bezahlens läuft kontaktlos, also per Funk, ab. Die Geldkarte muss nun nicht mehr in ein Lesegerät gesteckt werden – bezahlt wird durch kurzes Ranhalten der Karte an das Gerät. Bei Beträgen über 20 Euro sind weiterhin PIN oder Unterschrift erforderlich. Die Karte kann mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden.

    Beim Pilotprojekt „Girogo“ im Großraum Hannover haben gut 1,2 Millionen Sparkassen-Kunden und 200.000 Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken die neue Kontaktlos-Technik getestet. Nun sollen weitere Sparkassen-Kunden im Rhein-Main-Gebiet, im Rhein-Ruhr-Gebiet und im Großraum Hamburg miteinbezogen werden. Bis Ende 2013 sollen rund 30 Millionen Bankkunden über die neue Technik verfügen.

    Mit dieser Erneuerung hofft die Kreditwirtschaft auf Einsparungen. Denn wenn bargeldlos bezahlt wird, müssen die Banken nicht mehr so viel Bargeld im Umlauf halten.

    Wie sicher ist die Technik?

    Nach Angaben der Sparkassen werden beim Bezahlvorgang nur zahlungsrelevante Daten wie Betrag und Kartennummer ausgetauscht – kein Name und keine Kundeninformationen. Außerdem werden die Daten verschlüsselt an das Lesegerät an der Kasse übermittelt und nur wenn die Karte in einem Abstand von maximal vier Zentimetern davorgehalten wird.

    Wie kann man die Abbuchungen kontrollieren?

    Auf der Girogo-Karte werden die letzten 15 Bezahlvorgänge und die letzten drei Ladevorgänge gespeichert. Der Bankkunde braucht eine Applikation (App) für sein Smartphone oder muss ein Terminal im Handel aufsuchen, um die Abbuchungen auslesen zu können.

    Quelle:
    http://www.sparkasse.de/privatkunden/konto-karte/girogo.html
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/ec-karten-sparkasse-treibt-kontaktloses-bezahlen-voran/7771378.html
    Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 13. Februar, 2013

    Donnerstag 14.02.2013

  • Klage gegen die Saalesparkasse erfolgreich

    Eine Sparkasse darf ein Girokonto nicht wegen erhöhten Bearbeitungsaufwands kündigen, um so höhere Kontopreise (Kontoführungsgebühren) durchzudrücken. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg vom Januar 2012 ist somit rechtskräftig.

    Im konkreten Fall hatte die Saalesparkasse ihren Kunden mitgeteilt, dass sie statt 2,50 Euro zukünftig 12,00 Euro monatlich für den Aufwand der Kontoführung zahlen müssen – ansonsten werde das Konto gekündigt.

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband ist gegen die Saalesparkasse gerichtlich vorgegangen. Sie warf der Sparkasse vor die Zwangslage von Kunden auszunutzen. Dem stimmte das Gericht zu. Außerdem beriefen sich die Richter auf die Sparkassenverordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Nach der sind Sparkassen verpflichtet, allen Einwohnern im Geschäftsgebiet ein Girokonto einzurichten. Trotz eines gestiegenen Bearbeitungsaufwands sei das der Sparkasse zumutbar.

    Der Fall gibt Diskussionen um ein Recht auf ein Girokonto neue Nahrung. Denn in Deutschland gibt es hunderttausende Bürger, die überhaupt kein Konto haben. So fordern Verbraucherschützer erneut, dieses Recht für die gesamte Kreditwirtschaft gesetzlich zu verankern und Banken so zu verpflichten, Girokonten für angemessenen Preise anzubieten.

    Quelle:
    http://www.vzbv.de/11131.htm vom 05.02.2013, Urteil des OLG Naumburg vom 31.01.2012, Az. 9 U 128/11 www.vzbv.de

    Dienstag 12.02.2013

  • Am Geldautomaten abkassiert

    Seit 2011 müssen Banken und Sparkassen an ihren Geldautomaten vor jeder Abhebung durch Fremdkunden anzeigen, wie viel sie ihnen hierfür an Gebühren berechnen.

    Viele Privatbanken erheben seitdem maximal 1,95 Euro pro Fremdabhebung. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hingegen haben sich einer Gebührensenkung in diesem Ausmaß nicht angeschlossen. Nach einer Anfrage der SPD-Fraktion an das Bundesjustizministerium verlangen Sparkassen derzeit von Fremdkunden im Schnitt 4,26 Euro pro Abhebung, Genossenschaftsbanken 3,90 Euro. Die Banken begründen diese Gebühren damit, dass sie bundesweit mit Abstand die meisten Geldautomaten betreiben. Das sei mit enormen Kosten verbunden.

    Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn das Justizministerium bestätigt, dass die Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Zeitraum vom 1. August 2011 bis 31. Juli 2012 mehr als 389 Millionen Euro mit Fremdabhebungen verdient haben.

    Vor diesem Hintergrund fordert jetzt der SPD-Finanzexperte Carsten Sieling – wie Verbraucherschützer schon lange – eine gesetzliche Obergrenze für Gebühren am Geldautomaten.

    Quelle: Daniela Kuhr, Süddeutsche Zeitung, Freitag, 8. Februar 2013

    Sonntag 10.02.2013

  • Darf die Bank ein reines Guthabenkonto kündigen?

    Ein Guthabenkonto („Jedermann-Konto“) muss – wie schon der Name sagt – ein Guthaben vorweisen und darf nicht überzogen werden. Wie jedes andere Girokonto auch kann aber auch ein Guthabenkonto von der Bank gekündigt werden.

    Bei einer Kündigung können sich Banken darauf berufen, dass die Weiterführung des Kontos für sie unzumutbar ist (§ 675h Abs. 2 BGB). Mit der gleichen Begründung dürfen Banken auch die Eröffnung eines Guthabenkontos ablehnen.

    Auch wenn sich herausstellt, dass ein Kunde über mindestens ein weiteres Girokonto verfügt, darf ein Guthabenkonto gekündigt werden. Ein Anspruch auf Führung mehrerer Guthabenkonten besteht nämlich nicht.

    Quelle: www.BaFin.de

    Donnerstag 07.02.2013

  • Verbraucher geschützt, Beratung abgeschafft?

    Schon jetzt bieten einige Sparkassen und Genossenschaftsbanken ihre Wertpapierberatung wegen der hohen bürokratischen Hürden ausschließlich in ihrer Hauptstelle an. Bald wird es aber auch keine telefonischen Auftragsannahmen von Wertpapieren mehr geben, warnt Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon. Diese Überregulierung des Wertpapiergeschäfts durch die Politik sei eine Fehlsteuerung unter dem Motto „Verbraucher geschützt, Beratung abgeschafft, Aktienkultur geschädigt.“

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 2./3. Februar 2013

    Dienstag 05.02.2013

  • Schiffsbeteiligungen für Oma?

    Gesucht: Das gefährlichste Finanzprodukt Europas

    Seit 2010 können die EU-Finanzbehörden Finanzprodukte vom Markt nehmen. Auf Initiative des Europäischen Parlamentes sind ungedeckte Leerverkäufe somit verboten worden. Doch die Liste der Finanzprodukte, die ein Totalverlustrisiko bergen, ist lang. Dennoch wurde das Instrument bislang kaum genutzt.

    Das möchte der EU-Parlamentarier Sven Giegold (Grüne/EFA) nun ändern und einzelne schädliche Finanzprodukte aus dem Verkehr ziehen. Auf Initiative des Politikers wurde ein Wettbewerb unter dem Motto „das gefährlichste Finanzprodukt Europas“ ins Leben gerufen.

    Bis zum 15. Februar 2013 können über die Internetseite www.gefaehrlichstes-finanzprodukt.eu Vorschläge eingereicht werden.

    Eine Jury bestehend aus Ulrike Herrmann (taz-Wirtschaftskorrespondentin), Klaus Müller (Vize-Vorsitzender des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes), Markus Henn (Finanzmarktreferent WEED), Sebastian Dullien (Professor für Volkswirtschaftslehre HTW Berlin) und Antje Schneeweiß (Südwind e.V.) wählt drei der Vorschläge aus. Die drei nominierten Vorschläge werden daraufhin zur Endabstimmung ins Netz gestellt.

    Giegold verspricht, sich für ein Verbot des gefährlichsten Finanzproduktes Europas stark zu machen, sobald der „Gewinner“ feststeht.

    Quelle: www.sven-giegold.de; www.versicherungsbote.de; B5-Aktuell, Samstag, 25. Januar 2013

    Sonntag 27.01.2013

  • BaFin-Service: Online-Beschwerdeformular - Banken

    Sind Sie mit einem Anliegen bei Ihrer Bank in eine Sackgasse geraten? Fühlen Sie sich beim Kauf von Wertpapieren schlecht beraten? Haben Sie dadurch sogar Geld verloren? Dann haben Sie die Möglichkeit sich direkt bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu beschweren.

    Auf den Internetseiten der BaFin finden Sie hierfür das Online-Beschwerdeformular – Banken.

    Die BaFin empfiehlt jedoch, zunächst eine schriftliche Stellungnahme der Geschäftsleitung der Bank einzuholen. Erst wenn das nicht weiterhilft, sollte man sich an die BaFin wenden, um die Sache zu überprüfen.

    Wichtig: Laut BaFin unterliegen die „Ergebnisse einer eventuellen aufsichtsrechtlichen Wertung einer gesetzlichen Schweigepflicht“. Das heißt, wenn die BaFin Ihr Anliegen geprüft hat, werden Sie selbst das Ergebnis der Überprüfung nicht erfahren. Aber vielleicht werden hierdurch schwarze Schafe aus dem Verkehr gezogen!

    Quelle: www.bafin.de

    Donnerstag 17.01.2013

  • Der gläserne Bankkunde

    Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar lehnt Kontenabfragen im Kampf gegen Steuerbetrug ab, so die Hamburger Morgenpost im Jahr 2005. Damals hieß der Bundesfinanzminister Hans Eichel.

    Heute, im Jahr 2013, heißt der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Peter Schaar meldet sich wieder zur Wort. Denn immer häufiger überprüfen Behörden die Bankverbindungen von Privatleuten.

    Laut dem Bundesdatenschutzbeauftragten lag die Zahl der Kontenabfragen im Jahr 2005 bei knapp 9.000, ein Jahr später waren es bereits mehr als 25.000 Fälle. In den Folgejahren stieg die Zahl demnach weiterhin dramatisch: Wurden im Dezember 2011 noch durchschnittlich 136 Abrufe pro Arbeitstag registriert, so waren es im Dezember 2012 bereits 481, so die Süddeutsche Zeitung.

    Seit 2005 dürfen Finanzbehörden und andere Behörden wie Sozial- und BaföG-Ämter Kontenabfragen stellen, um Steuerhinterziehung und Sozialleistungsmissbrauch zu unterbinden. Vor 2005 hatte nur die Finanzaufsicht BaFin Zugriff auf Datensätze bei den Banken, um organisierte Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen.

    Neu ist, dass seit dem 1. Januar 2013 nun auch Gerichtsvollzieher Kontodaten abrufen können.

    Schaar kritisiert weiter, dass die Betroffenen häufig nicht von einem Kontoabruf erfahren. Obwohl die Behörden zunächst nur die Nummern der Konten des jeweiligen Bürgers ermitteln, können sie bei Verdacht nachhacken.

    Das Geldinstitut, das die Stammdaten verwaltet, erfährt übrigens nichts von einer Kontoabfrage, sodass die Bank keine negativen Schlüsse etwa zur Kreditwürdigkeit des Kunden ziehen kann, so die Süddeutsche Zeitung. Dies diene dem Schutz des Bankkunden.

    Quelle: Hamburger Morgenpost, 15. Febr. 2005; Süddeutsche Zeitung Dienstag, 15. Januar 2013; RTL Aktuell, Dienstag, 15. Januar 2013.

    Dienstag 15.01.2013

  • Wie lange darf eine Überweisung dauern?

    Viele Bankkunden haben es über die Feiertage bemerkt: Weil Heiligabend und Silvester auf einen Montag gefallen sind, sind Überweisungen erst sehr viel später beim Empfänger angekommen. Aber wie lange darf eine Überweisung unterwegs sein?

    Laut der Bankenaufsicht (BaFin) gelten hierfür folgenden Fristen:

    • 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
    • 2 Tage für Überweisungen, die mittels eines Überweisungsvordrucks (d.h. beleghaft) in Auftrag gegeben werden.
    • 4 Tage für Überweisungen innerhalb des EWR, die nicht in Euro erfolgen.
    • Für Überweisungen in Länder außerhalb des EWR gelten keine Fristen.

    Im Alltag können Überweisungen natürlich durchaus länger dauern, da sich die Fristberechnung nach den jeweiligen Geschäftstagen richtet.

    Geschäftstage sind dabei die Tage, an denen alle „an der Ausführung der Überweisung Beteiligten den hierfür notwendigen Geschäftsbetrieb unterhalten“. Das heißt: Tage, an denen Ihre Bank ihre Schalter nicht geöffnet hat – somit auch Samstage, Sonn- und Feiertage sowie Tage wie Heiligabend und Silvester – sind keine Geschäftstage. Da passiert nichts.

    Wenn Sie Ihre Überweisungen online tätigen, achten Sie bitte auf den jeweiligen Tageszeitpunkt. Hier hat jede Bank verschiedene Abgabefristen.

    Quelle: www.bafin.de; Bayern 2, „Radiowelt“ am 10.01.2013.
    Am 5. März, 2014, aktualisiert!

    Donnerstag 10.01.2013

  • BaFin will Boni kontrollieren

    Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung plant die deutsche Bankenaufsicht (BaFin) rigorose Kontrollen der Gehälter und Boni in deutschen Banken.

    Demnach will die BaFin vor allem die Entlohnungsstrukturen der zwei Dutzend Geldinstitute kontrollieren, die von der Aufsicht als “systemrelevant” eingestuft werden. Dabei handelt es sich um Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als zehn Milliarden Euro und „einem besonders umfangreichen, komplexen oder internationalen Geschäft“, so das Handelsblatt.

    Im Fokus der Bankenaufsicht stehen Banken, deren Manager als „Risikoträger“ gelten. Dies treffe laut F.A.S. auch auf die Deutsche Bank zu. Zwar sind die Anforderungen für Banker-Boni seit Ende 2010 strenger geworden, bis dato hielt sich die BaFin mit Sonderprüfungen aber zurück. Nun haben die Behörden offensichtlich Zweifel, dass alle Banken die strengeren Regeln umgesetzt haben. Sollten die Prüfer Rechtsverstöße feststellen und die Banken diese nicht beheben, drohen Bußgelder.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 5. Januar 2013; Handelsblatt, 6. Januar 2013.

    Montag 07.01.2013

  • Energiewende 2013: Zuschüsse für private und gewerbliche Sanierer

    Um die Energiewende zu beschleunigen, hat die Bundesregierung im Jahr 2013 mehr Geld für Gebäudesanierungen eingeplant – insgesamt 1,8 Milliarden Euro.

    Private Sanierungsarbeiten, wie die bessere Dämmung von Häusern, der Austausch alter Fenster, sowie der Einbau neuer Heizungen sollen mit bis zu 5000 Euro pro Einzelmaßnahme bezuschusst werden.

    Das bundesweite Programm soll über die KfW-Bank laufen. Das Programm mit der Nummer 152 vergibt zinsgünstige Darlehen für einzelne Maßnahmen. Der Zinssatz, so die Energieberaterin Beate Uhr von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, liegt dabei derzeit bei einem Prozent. Förderfähig sind Gebäude, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 1.1.1995 gestellt wurde.

    Einen Überblick über die Programme der Bundesländer finden Sie auf der Internetplattform www.baufoerderer.de der Verbraucherzentralen.

    Auch gewerbliche Sanierer gehen nicht leer aus:

    In Bayern zum Beispiel können diese durch die LfA Förderbank Bayern und ihr Programm „Intensivkredit Energie“ zinsgünstig Maßnahmen finanzieren, wenn sie in stromsparende Beleuchtung, Wärme-/Kälterückgewinnungsanlagen oder Strom- und Spitzenlastmanagementsysteme investieren wollen.

    Quelle: Abendzeitung, Samstag/Sonntag 5./6. Januar 2013; Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag 5./6. Januar 2013.

    Samstag 05.01.2013

  • Verbraucherschutz-Chef: Banken müssen stärker kontrolliert werden

    “Die ganze Branche muss wieder auf den Boden der Realität kommen”, so der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Gerd Billen, zur Nachrichtenagentur dpa. Mittlerweile tragen Privatkunden die Hauptlast dafür, dass Banken überhaupt noch Gewinne abwerfen. “Dafür sollten wir anständig behandelt werden”, fordert der Chef der Verbraucherschützer.

    Das Thema Bankenregulierung ist, seiner Meinung nach, lange nicht vom Tisch. Denn die Preisbildung der Banken sei noch immer undurchsichtig. Das betreffe unter anderem die Zinsen fürs Konto-Überziehen und Gebühren am Bankautomaten. „Jede Gebühr am Bankautomaten, die über einen Euro geht, halte ich für Wucher“, so Billen. Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken versuchen demnach, so ihre marktbeherrschende Stellung aufrechtzuerhalten.

    Billen fordert, dass das Bundeskartellamt die Lage prüfen soll. Des Weiteren fordert er die Bundesregierung auf darüber nachzudenken, wie die Gebühren tatsächlich begrenzt werden können.

    Quelle: stern.de. Montag, 31. Dezember 2012; Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 2. Januar 2013.

    Donnerstag 03.01.2013

  • BaFin sammelt Beschwerden über Anlageberater

    Beschwert sich ein Bankkunde bei seinem Geldinstitut über einen Anlageberater der Bank, werden diese Beschwerden künftig zentral bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gesammelt. So kann die Finanzaufsicht feststellen, wo sich Beschwerden häufen und sie sogar bestrafen, so Dorothea Mohn, Kapitalmarktexpertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen.

    Ab 2013 erhält die BaFin somit mehr Kompetenzen. Sie kann sogar ein Berufsverbot aussprechen. Allerdings erfahren Bankkunden nicht, wie viele Beschwerden über einen Berater eingehen, denn das Register ist nicht öffentlich.

    In der Datenbank werden zudem nur Bankberater erfasst, die in Banken tätig sind. Freie Finanzberater werden nicht registriert, weil sie nicht von der BaFin, sondern von den Gewerbeaufsichtsbehörden der Bundesländer kontrolliert werden.

    Ein Fehler, kritisiert Sascha Straub von der Verbracherzentrale Bayern. Freie Berater müssen zwar seit 2013 einen Sachkundennachweis erbringen, aber die Gewerbeaufsichtsbehörden haben kaum die nötigen Fachkenntnisse, ihrer Aufgabe nachzugehen. Experten verlangen deshalb eine einheitliche Regelung für die Kontrolle von Finanz- und Anlageberatern.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 29./30. Dezember 2012

    Montag 31.12.2012

  • Tagesgeldkonten – kurz erklärt

    Tagesgeldkonten sind besonders für Bankkunden geeignet, die eine Liquiditätsreserve benötigen oder ihr Geld kurzfristig parken wollen.

    Der große Vorteil: Anleger können jederzeit über ihr Geld verfügen.
    Nachteil: Die Banken können den Zins jederzeit ändern. Außerdem wird ein Referenzkonto benötigt.

    So funktioniert es: Die gewünschte Anlagesumme überweist der Sparer auf das Tagesgeldkonto. Soll regelmäßig eine bestimmte Sparsumme angelegt werden, kann auch ein Dauerauftrag eingerichtet werden. Dazu benötigt der Bankkunde ein Referenzkonto, meist das eigene Girokonto, von dem die Summe abgebucht wird. Auch die spätere Rückzahlung erfolgt auf dieses Konto.

    Die Bank stellt monatlich oder quartalsweise Kontoauszüge zu oder stellt sie online bzw. am Geldautomaten zur Verfügung. Zahlungsverkehr ist über Tagesgeldkonten normalerweise nicht möglich.

    Achtung: Einlagensicherung

    Seit 1. Januar 2011 beträgt die Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung in der gesamten Europäischen Union 100 000 Euro pro Anleger und Bank. Die meisten deutschen Banken sind im Insolvenzfall abgesichert. Dennoch sollte man insbesondere bei ausländischen Banken vorher die Einlagesicherung überprüfen.

    Quelle: Focus-online. Freitag, 30.11.2012

    Montag 24.12.2012

  • Tagesgeld bei türkischen Direktbanken

    Vor allem niederländische Banken sind in Deutschland ein Begriff. Aber auch türkisch-stämmige Direktbanken etablieren sich zunehmend auf dem deutschen Markt. Das könnte sich für Bankkunden lohnen, wie Brigitte Watermann von biallo.de herausgefunden hat. Laut Watermann hat jede dritte Bank unter den Top-20-Tagesgeld-Anbietern türkische Wurzeln. In Zeiten, in denen der Tagesgeldsatz durchschnittlich bei 0,86 Prozent liegt, bieten immerhin vier der Geldinstitute aus dem Süden 1,50 Prozent und mehr.

    Der deutsche Markt ist für türkische Banken natürlich nicht nur aufgrund seiner Größe attraktiv, sondern auch wegen den drei Millionen Menschen in Deutschland mit türkischem Hintergrund.

    Nach Angaben der Ziraatbank gibt es in Deutschland rund 80.000 türkisch-stämmige Unternehmen mit insgesamt etwa 400.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von geschätzten 40 Milliarden Euro. Doch natürlich richten sich türkische Direktbanken nicht nur an Unternehmer, sondern an alle Kunden ohne Einschränkungen.

    Von mehr als 120 Tagesgeldangeboten im aktuellen Biallo-Vergleich zählt die Akbank aus Frankfurt zu den Top-Drei Anbietern. Das Geldinstitut ist Mitglied im Einlagensicherungs-fonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

    Zu den zehn besten Angeboten gehören auch die der Deniz Bank und der Garanti Bank. Abgesichert sind jeweils 100.000 Euro. Bei der Deniz Bank greift die österreichische, bei der Garanti Bank die niederländische Einlagensicherung.

    Quelle: biallo.de, Mittwoch, 19. Dezember, 2012

    ACHTUNG! DenizBank A.Ş.ist ein privates Geldinstitut in der Türkei. Es ist seit Ende 2012 zu 99,85 % im Eigentum des russischen Bankkonzerns Sberbank. Quelle: Wikipedia
    Am 22.10.2014 aktualisiert

    Montag 24.12.2012

  • Verbraucherschutz „light“ statt Provisionsverbot

    In dieser Woche wird das Kabinett neue Regelungen zum Schutz von Bankkunden beschließen. Verbraucher müssen in Zukunft seitens der Bank besser über Provisionen informiert werden. Des Weiteren wird der Beruf des Honorarberaters geregelt.

    Dass diese Änderungen reichen, bezweifelt Hannah Wilhelm, Süddeutsche Zeitung. Denn die neuen Regelungen ändern kaum etwas daran, dass Banker mit großer Wahrscheinlichkeit nicht das beste Produkt empfehlen, sondern das, wofür sie die größten Provisionen kassieren können. So müssen sich Bankkunden noch immer selbst schlau machen. Das aber überfordert viele Normalbürger.

    In Großbritannien und den Niederlanden geht man ab dem 1. Januar 2013 einen anderen Weg: In der Erkenntnis, dass die Anleger ihr Vertrauen in Banken verloren haben, setzt man im europäischen Ausland auf ein Provisionsverbot. Dort sollen Verbraucher Bankern nun ein Honorar für ihre Beratung bezahlen. Hierdurch ist der Banker eher den Interessen der Anleger verpflichtet als denen der Gesellschaften, die Produkte verkaufen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Montag, 17. Dezember, 2012

    Dienstag 18.12.2012

  • Diskriminierung oder Kundensorgfaltspflicht?

    Vor kurzem zieht der iranische Staatsbürger Shahabaddin Sheiki von Mainz nach Berlin, um einen neuen Arbeitsplatz anzutreten. Zwei Jahre zuvor hat die Bundesrepublik ihm politisches Asyl gewährt. Bisher hatte er ein Konto bei der Sparkasse Mainz, nun möchte er bei der Berliner Sparkasse im Bezirk Steglitz ein Konto eröffnen, berichtet der öffentlich-rechtliche Radiosender Deutschlandfunk.

    Die Sparkasse in Berlin-Steglitz verweigert dem Iraner jedoch ein neues Konto. Die Begründung: er habe die iranische Staatsangehörigkeit. Dass er bisher bereits in Mainz ein Konto besessen habe, spiele dabei keine Rolle.

    Auf Anfrage des Radiosenders bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erklärte man, dass diese die Banken darauf hingewiesen habe, dass der Geldverkehr von und in den Iran mit dem Risiko der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung verbunden sein könne. Daher werden in diesen Fällen verstärkte Anforderungen an die Kundensorgfaltspflicht gestellt. Dies bedeute jedoch nicht, dass Iraner keine Konten in Deutschland eröffnen dürfen, betont man bei der BaFin. Diese Entscheidung trifft die jeweilige Bank ganz allein.

    Aber ein Einzelfall ist Shahabaddin Sheiki nicht. Von rund 160 weiteren iranischen Staatsbürgern ist die Rede, denen entweder ihre Kreditkarte gesperrt oder ein Konto verweigert bzw. gekündigt wurde. Befremdlich, meint die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders. Wie sollen diese Menschen hier in Deutschland leben können, wenn sie kein Konto eröffnen können?

    Ein Leben ohne Konto? Allgemein wird laut Süddeutsche Zeitung rund 500.000 Menschen in Deutschland ein Konto verwehrt. Einen Anspruch auf ein Konto gibt es in Deutschland nicht. Seit 1995 gibt es lediglich eine Selbstverpflichtung der Bankenbranche, ein Girokonto für jedermann einzurichten.

    Quelle: dradio.de vom 12.12.2012
    Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 26. April 2012

    Sonntag 23.12.2012

  • Sondertilgung. Immobilienbesitzer aufgepasst!

    Zum Jahresende könnte sich für Immobilienbesitzer ein Blick in den Darlehensvertrag lohnen. Denn im Vertrag ist festgelegt, wie viel Sondertilgung möglich ist.

    In der Regel ist eine bestimmte Summe festgeschrieben, die im laufenden Jahr maximal getilgt werden kann, so Max Herbst, FMH-Finanzberater aus Frankfurt. Sollte der Höchstbetrag nicht erreicht sein, empfiehlt es sich nachzulegen, denn mit einer Sondertilgung wird die Laufzeit des Kredites verkürzt. Das rentiert sich insbesondere für diejenigen, die einen älteren Kreditvertrag haben, da sich der Zinssatz dort meist auf bis zu fünf Prozent beläuft.

    Wer etwa Weihnachtsgeld erhält, könnte damit die Zinslast seines Kredits senken. Denn je kürzer die Laufzeit, desto geringer ist am Ende die Gesamtbelastung.

    Quelle: Abendzeitung, Samstag 8./ Sonntag 9. 2012

    Sonntag 09.12.2012

  • Sicherheitshinweis für Smartphone-Nutzer: Neue Trojaner

    Beim Onlinebanking haben Cyber-Kriminelle das M-TAN-Verfahren ausgehebelt. Betroffen sind Smartphone-Besitzer, die dazu verleitet werden, eine Schadsoftware zu installieren.
    Im aktuellen Fall versucht eine SMS über einen Download-Link einen Trojaner zu installieren. Bisher hat der neue Trojaner „Eurograbbing“ Bankkunden so um etwa 36 Millionen Euro betrogen.

    Achtung: Banken verschicken niemals SMS-Nachrichten mit der Aufforderung, einem Link zu folgen! Auch fordern Banken ihre Kunden im Onlinebanking niemals auf, ihr Betriebssystem oder ähnliche Daten preiszugeben.

    Quelle: Abendzeitung, Samstag 8./ Sonntag 9. 2012

    Sonntag 09.12.2012

  • Urteil zu Gratiskonten

    Einem aktuellen Urteil des Landesgerichts Mönchengladbach zufolge darf eine Bank Verträge mit ihren Kunden nicht ohne deren Zustimmung ändern.

    So entschied das Gericht nach einer Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gegen die Santander Consumer Bank. Das Geldinstitut hatte seinen Kunden Anfang des Jahres per Post mitgeteilt, dass es bislang kostenlose Girokonten auf ein künftig kostenpflichtiges Kontomodell umgestellt habe. (Az.: 8 0 62/12)

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Freitag, 30. November, 2012

    Samstag 01.12.2012

  • Banken schaffen Gratiskonto ab

    Einmal Gratiskonto, immer gebührenfrei? Der Bild-Zeitung zufolge verlangen immer mehr Banken von ihren Kunden wieder Kontoführungsgebühren.

    Die Deutsche Bank beispielsweise teilt in diesen Tagen ihren Kunden brieflich mit, dass ihre Konten auf das “Aktivkonto” umgestellt werden, so die “Bild”-Zeitung. Dieses koste 4,99 Euro im Monat. Neben der Deutschen Bank sollen unter anderem auch die HypoVereinsbank, die Santander Bank und mehrere Sparkassen die Gratiskonten abschaffen.

    Verbraucherschützer erwarten laut “Bild”, dass weitere Geldinstitute folgen.

    Quelle: n-tv.de, stern.de. Dienstag, 20. November 2012

    Freitag 30.11.2012

  • Onlinebanking und Sicherheit

    Viele Bankkunden überlegen sich, auf Onlinebanking umzusteigen. Aber wie sicher ist das? Denn nicht nur die Höhe von Gebühren oder Zinsen ist wichtig. Auch auf die Sicherungssysteme, die Banken beim Onlinebanking bieten, kommt es an.

    HBCI

    Fast alle Sparkassen, die großen Geschäftsbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken benutzen eines der sichersten Systeme, das „HBCI-Banking“ (Homebanking Computer Interface), so Horst Biallo von biallo.de.
    Hierbei erhält der Bankkunde eine Chipkarte, auf der ein Onlinebanking-Schlüssel gespeichert ist. Über diese Chipkarte, die in ein spezielles Lesegerät gesteckt werden muss, hat der Kunde Zugriff auf sein Konto. Jede Banktransaktion versieht die Karte so mit einer digitalen Unterschrift. Bankgeschäfte sind bei HBCI ausschließlich in Kombination mit PIN und der Chipkarte möglich. Außerdem benötigt der Bankkunde für die Verwaltung eigener Konten eine Bank-Software.

    In der Regel muss der Bankkunde das Lesegerät selbst erwerben. Dafür sind meist über 50 Euro zu berappen. Tipp von Computerbild.de: Ordern Sie nur die Chipkarte bei Ihrer Bank und erwerben Sie das Lesegerät bei einem günstigeren Online-Händler.

    I-TAN

    Die meisten Direktbanken bieten ein verbessertes TAN-Verfahren an, da das frühere TAN-Verfahren Sicherheitsprobleme aufwies, nämlich die Gefahr des „Phishings“. Hierbei werden mit Hilfe einer gefälschten Internetseite die PIN und eine TAN des Kunden von Betrügern abgefragt. Anschließend wird das Geld auf dem Konto abgeräumt.

    Beim aktuellen „i-TAN-Verfahren“ (indizierte TAN) muss sich der Kunde über eine PIN-Nummer identifizieren und die nummerierte TAN-Ziffernfolge bei Überweisungen eintippen, die die Bank nach einer Internet-Anfrage abfordert.

    Laut konto-anbieter.de werfen Kritiker dem System allerdings vor, dass es nur Überweisungen zu einem späteren Zeitpunkt verhindert. Schaltet sich ein Phisher direkt während der Überweisung zwischen Kunden und Bank, ist ein Missbrauch der Daten noch immer möglich.

    M-TAN

    Wer viel unterwegs ist, kann sicher und bequem auf das „mTAN-Verfahren“ zurückgreifen – sich zum Beispiel in einem Internet-Cafe mit seinem Kennwort einwählen und eine TAN per SMS auf sein Mobiltelefon senden lassen. Zur Sicherheit gilt diese TAN nur für diese Sitzung und eine knapp bemessene Zeit.
    Es ist von Bank zu Bank unterschiedlich, ob das Versenden der SMS kostenfrei ist oder nicht. Laut Computerbild.de werden bis zu 10 Cent pro SMS verlangt.
    Horst Biallo empfiehlt: Wer im Internet öffentlich Bankgeschäfte erledigt, sollte sich richtig abmelden und möglichst auch den Arbeitsspeicher (Cache) leeren, damit nachfolgende Nutzer nicht an wichtige Daten kommen.

    E-TAN

    Beim eTAN-Verfahren bekommt der Kunde statt einer normalen TAN-Liste einen so genannten TAN-Generator. Dieser ist optisch mit einem Taschenrechner vergleichbar.

    Um eine Transaktion von seinem Konto vornehmen, wird von der Bank eine Kontrollnummer mittels der eigenen Bankkarte erzeugt. Diese gibt der Onlinekunde in den TAN-Generator ein. Anschließend ermittelt das Gerät die sogenannte eTAN, mit welcher die Transaktion abgeschlossen werden kann.

    Mittels dieses eTAN-Verfahrens ist kein Phishing mehr möglich, so konto-anbieter.de. Denn ohne eine gültige Kontrollnummer der Bank kann keine Transaktionsnummer erzeugt werden. Somit ist kein Bankgeschäft möglich.

    Onlinebanking mittels eTan ist um einiges sicherer als andere Verfahren. Dennoch ist ein Ausspähen der Zugangsdaten mittels Trojaner immer noch möglich, warnt konto-anbieter.de.

    Quellen:
    Horst Biallo, biallo.de. 24. September, 2012
    Rainer Schuldt, computerbild.de. 04.August 2011
    konto-anbieter.de

    Samstag 24.11.2012

  • Immobilienfinanzierung: Clever sein!

    Die Hypothekenzinsen befinden sich zurzeit auf einem historischen Tief. Für einen Immobilienkredit mit zehnjähriger Zinsbindung fallen laut Focus Money derzeit 2,62 Prozent an. In dieser günstigen Situation wird Käufern empfohlen, eine eher längere Zinsbindung von mindestens 15 oder sogar 20 Jahren abzuschließen.

    Bei der Tilgung des Darlehens gilt die Faustregel: Je höher die Tilgungsrate, desto geringer ist am Ende der Laufzeit die Höhe der Restschuld und demzufolge müssen auch weniger Zinsen gezahlt werden.

    Um möglichst schnell wieder schuldenfrei zu sein, sollte die jährliche Tilgungsrate mindestens zwei Prozent, oder besser noch, drei oder gar vier Prozent betragen.

    Aber auch wenn die Zeiten für den Erwerb einer Immobilie günstig sind, sollte man andere Faktoren nicht übersehen:

    Die häufigsten Fehler beim Kauf von Immobilien zur Kapitalanlage

    Käufer …

    unterschätzt den Renovierungs-/Sanierungsaufwand  25 %
    überschätzt seine finanzielle Möglichkeiten  22 %
    kauft, obwohl wichtige Gründe dagegen sprechen  15 %
    schaut sich die direkte Umgebung nicht genau an  10 %
    erkennt mögliche Mängel nicht  8 %
    prüft die Gemeinde unzureichend  7 %
    überschätzt seine Möglichkeiten, Eigenleistung zu erbringen  3 %


    Quelle: Marktmonitor Immobilien 2012, Studie Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Focus Money, Nr. 42, Mittwoch 10. Oktober, 2012

    Montag 19.11.2012

  • Tatort Kaufhaus: EC-Karten-Diebstähle nehmen zu.

    Aktuelle Daten der zentralen Organisation deutscher Banken und Sparkassen „Euro Kartensysteme“ zeigen einerseits einen Rückgang beim Skimming-Betrug, andererseits aber einen Anstieg der Diebstähle von EC-Karten.

    Kriminelle Banden haben ihre Diebestouren dabei zunehmend auf stark besuchte Plätze verlegt, zum Beispiel in Kaufhäuser. So wird jede fünfte EC-Karte in einem Geschäft gestohlen. An zweiter Stelle folgen Diebstähle aus dem Auto.

    In den meisten Fällen heben die Täter mit den entwendeten Karten schon kurz nach dem Diebstahl Bargeld ab. Das deutet leider daraufhin, dass viele Bankkunden immer noch den Fehler begehen, die PIN auf einem Zettel zusammen mit der Geldkarte zu verwahren. Auch die Handtasche mit der EC-Karte im Auto liegen zu lassen, sollte unbedingt vermieden werden. Denn in beiden Fällen hat man vor Gericht schlechte Aussichten auf Erfolg: Die Bank kann sich auf grobe Fahrlässigkeit berufen und ersetzt den entstandenen Schaden nicht.

    Allgemein sind EC-Karten durch einen zusätzlichen Chip sicherer geworden. Mit diesem können Geldautomaten nun kopierte Karten erkennen. Aber auch die Trickbetrüger schlafen nicht: Beim Ausspähen von PIN-Codes durch Kameras werden sie immer einfallsreicher, zum Beispiel mit in Rauchmeldern versteckten Kameras an der Decke. Hier stehen die Chancen für den Bankkunden jedoch besser, das Geld zurück zu bekommen. Es handelt sich nämlich um systematische Manipulation, daher übernimmt die Bank in der Regel den entstandenen Schaden.

    Aber sicher ist sicher. Um Skimming zu vermeiden, hilft immer noch das einfachste Mittel: Handauflegen – also beim Eingeben der PIN die Tastatur mit der Hand verdecken.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Mittwoch, 14. November 2012

    Mittwoch 14.11.2012

  • „SCHUFA-frei“? Abzocke statt Kredit

    Viele Kunden, die keinen regulären Kredit von Banken erhalten, suchen nach Alternativen. Verlockend klingt hierbei das Versprechen von “SCHUFA-freien” Krediten. Denn hier sind auch Kredit-Anfragen von Menschen in finanziellen Schwierigkeiten willkommen. Schnell und unbürokratisch soll die Darlehensvergabe sein. Eher unseriös und oft sogar mit betrügerischen Geschäftspraktiken kommt der Wahrheit aber näher. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der SCHUFA in Auftrag gegebene Studie.

    Rund 400.000 Menschen jährlich werden demnach Opfer der unseriösen Versprechen der „SCHUFA-freien“ Kredite. Bei 177 Testanfragen an 69 Anbieter wäre es in nur zwei Fällen tatsächlich zu einer Kreditvergabe gekommen – dann aber mit nahezu sittenwidrigen 25 Prozent Jahreszins. Das entspricht einer Vermittlungsquote von knapp einem Prozent, so die Autoren der Untersuchung, Schuldnerberater Christian Maltry und Prof. Dr. Hugo Grote von der Fachhochschule Koblenz.

    Geld verdienen die Anbieter mit Gebühren: Vorabgebühren, Schnellbearbeitungsgebühren, Wirtschaftsberatungsverträge oder Gebühren für Auslegeerstattung oder Hausbesuche, so Maltry. Werden die Gebühren nicht bezahlt, werde mit Inkassounternehmen, also Schuldeneintreibern, gedroht.

    Der Wirtschaftsjurist Hugo Grote bringt das Geschäftsmodell auf einen Punkt: Es geht darum, bei Menschen zu kassieren, die ohnehin in Notsituationen sind. Die Kreditvermittler nutzen dabei einen Gesetzes-Paragrafen, der bei der Kreditvermittlung die Erstattung von Auslagen erlaube – in dieser Auslegung aber handele es sich eindeutig um Betrug , so Grote.

    Quelle: SCHUFA Holding AG. Studie “SCHUFA-freie” Kredite: Abzocke statt Kredit. Montag, 29.10.2012
    dpa, Montag, 29.10.2012

    Dienstag 06.11.2012

  • Mehrwertsteuer-Erhöhung für Silber 2014

    Eine Mehrwertsteuer-Erhöhung für Kunstgegenstände und Sammlungsstücke wird nicht wie ursprünglich geplant 2013, sondern zum 1. Januar 2014 eingeführt.

    Bis jetzt gilt für Silber-Anlagemünzen im Unterschied zu Silber-Barren sowie Platin- und Palladium-Münzen ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Auf Grund der Proteste seitens der Münz- und Barrenhandelsbranche soll nun erst 2014 der Steuersatz auf 19 % erhöht werden.

    Auf Gold wird weiterhin keine Mehrwertsteuer erhoben.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 25. Oktober, 2012

    Montag 29.10.2012

  • Neue Öffnungszeiten: Samstags?

    Neue Strategien um die Kundenzufriedenheit bei der Commerzbank zu steigern, stoßen bei der Gewerkschaft Verdi auf Protest. Unter anderem denkt der Vorstandschef Blessing offen über Samstagsarbeit bei der Bank nach.

    Fakt ist, dass das Privatkundengeschäft der Commerzbank nicht gut läuft und so lange die Zinsen so niedrig bleiben, müssen neue Ideen her. Demnach versucht sich die Commerzbank den Lebensumständen der Kunden anzupassen. So könnten in der Zukunft manche Filialen je nach Standort – auf dem Land oder in der Stadt – verschiedene Öffnungszeiten, auch samstags, anbieten.

    Die Gewerkschaft Verdi hingegen argumentiert gegen die Samstagsarbeit. Alle bisherigen Erfahrungen mit erweiterten Öffnungszeiten haben die Erträge nicht gesteigert, so Beate Mensch von Verdi. Zudem werden keine schlechteren Arbeitbedingungen der Bankangestellten hingenommen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Donnerstag, 25. Oktober, 2012

    Montag 29.10.2012

  • Schwarzbuch: Die Tricks der Banken

    Koste es, was es wolle – aber den Bankkunden, schreibt Stuttgarter-Nachrichten.de. So kann das “Schwarzbuch Banken und Finanzvertriebe” der Verbraucherzentrale NRW zusammengefasst werden. Das Buch führt auf, wie die Branche ihre Kunden systematisch austrickst und wie wenig deutsche Banken seit der Finanzkrise gelernt haben, so Das Handelsblatt.

    Bis zu 30 Milliarden Euro sollen deutsche Anleger jedes Jahr durch fehlerhafte Beratung verlieren, schätzen die Verbraucherschützer. Da hilft nur eins: selbst schlau machen. Die Verbraucherzentrale warnt vor Lockangebote der Banken. Wer mit einem Nulltarif wirbt, profitiert oft doppelt. Das liegt wie so oft am Kleingedruckten. Denn wenn es um Kosten geht, sind die Finanzdienstleister kreativ. Leistungen, die eigentlich als Standard gelten, entpuppen sich als gebührenpflichtig. Angeblich kostenlose Produkte sind so teilweise doch nicht zum Nulltarif zu haben, weil ein im Vertrag versteckten Kriterium nicht erfüllt ist. Oftmals bedarf es einer rechnerischen Hochleistung der Bankkunden, um die Gesamtkosten eines Produktes herauszufinden, so die Verbraucherzentrale NRW.

    Im Kapitel „Kick-back-Zahlungen: heimlich kassiert“ berichten die Verbraucherschützer außerdem von verdeckten Provisionen (Kick-back-Zahlungen), die von Investmentgesellschaften und Brokern an Banken gezahlt werden. Oft sind Banken und Sparkassen nicht gewillt, Kunden über diesen Sachverhalt Auskunft zu geben. Der Verdacht liegt nahe, dass Geldinstitute in erster Linie an ihrem eigenen Profit und weniger am Anlageerfolg ihrer Kunden interessiert sind. Hier weisen die Autoren des Buches auf ein Urteil des Karlsruher Landgerichts hin. Anleger haben demnach die Möglichkeit, die Bank zur Offenlegung der aktuellen und in der Vergangenheit kassierten Provisionen zu zwingen. (Urteil vom 22.10.2010, Az. 5 O 229/10).

    Quelle: Stuttgarter-Nachrichten.de, 24.09.2012
    wdr.de, 02.10.2012
    Handelsblatt.com, 24.09.2012
    Schwarzbuch Banken und Finanzvertriebe. So schützen Sie sich vor fiesen Tricks.
    Verbraucherzentrale NRW. 1. Auflage 2012

    Donnerstag 25.10.2012

  • Deckelung von Dispozinsen von Bundesrat abgelehnt

    Ein Vorschlag der Länder Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt, eine gesetzliche Deckelung der Überziehungszinsen bei Girokonten einzuführen, ist im Bundesrat gescheitert. Die Gegner des Gesetzes setzen auf eine freiwillige Regelung der Banken.

    Die Abzocke mit horrenden Überziehungszinsen müsse aufhören, fordert hingegen der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne). Dispo-Zinsen von teilweise über 13 Prozent seien nicht hinnehmbar, wenn Banken sich mit Hilfe der Steuerzahler zu einem Satz von unter 1 Prozent refinanzieren können. Dies belaste besonders die Bankkunden, die ohnehin in Schwierigkeiten stecken, so Bonde.

    Als Befürworter einer freiwilligen Regelung zählt Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Beim Treffen mit Branchenvertretern und Verbraucherschützern erklärt die deutsche Kreditwirtschaft, dass Dispo-Zinsen in keinem direkten Zusammenhang zum historisch niedrigen EZB-Leitzins von 0,5 Prozent stehen.

    Dispo-Kredite seien nur deshalb so teuer, weil sie besonders flexible Kredite seien und daher eine deutlich mehr Aufwand benötigten.

    Quelle: Reuters. Handelsblatt.com, 12.10.2012

    Mittwoch 17.10.2012

  • Disporahmen bei Kontowechsel mitnehmen

    Die meisten Banken übernehmen bei einem Kontowechsel die Höhe des Kreditrahmens. Dennoch sollte man immer alle Bedingungen vergleichen, so Max Herbst von der unabhängigen FMH Finanzberatung in Frankfurt. Denn die Konditionen für Neukunden können unterschiedlich sein.

    Wichtige Kriterien bei der Wahl eines Kontos sind Kontoführungsgebühren, kostenlose Kreditkarten oder die Verbreitung von Geldautomaten, denn Geldabheben an fremden Automaten ist teuer. Bankkunden, die beispielsweise auf dem Land wohnen, können günstiger wegkommen, wenn ein Konto bei einer Direktbank gewählt wird, empfiehlt Herbst.

    Quelle: dpa, 2012. Focus.de, Dienstag, 02.10.2012

    Mittwoch 17.10.2012

  • Banken im Umbruch. Facebook oder Kreditinstitut 2.0?

    Die herkömmliche Bankfiliale verschwindet zunehmend. Laut TNS Infratest geben sechs von zehn Bankkunden als Grund für den Besuch in ihrer Bankfiliale den Gang zum Geldautomaten an. Nur 7 % der Befragten wollen ein Gespräch mit einem Berater.

    Ein Umbruch in der Bankenbranche zeichnet sich ab. Dazu gehört auch, so die Statistiken der Bundesbank, dass Geldinstitute immer mehr Filialen schließen. Denn die Kunden haben nicht nur das Vertrauen in ihren Bankberater verloren, sondern können die gängigsten Bankgeschäfte auch im Internet erledigen.

    Auf der Ideensuche nach dem Bankgeschäft der Zukunft haben manche Banken Facebook für sich entdeckt. Ein Beispiel: Je mehr „Gefällt mir“- Angaben auf der Facebook-Seite der Bank registriert werden, desto höher steigt den Guthabenzins. Pro 2000 „Likes“ steigt die Verzinsung des Kontos beispielsweise um 0,1%. Ein weiterer Ansatz ist, dem bankeigenen Kunden ein Diskussionsforum für Produkte des Geldinstituts anzubieten.

    Aber auch Facebook selbst will den Banken Konkurrenz machen. In Australien wird eine Variante erprobt: Facebook stellt den Marktplatz im Netz und eine Partnerbank die Sicherheitstechnik, mit der Zahlungen an Freunde oder Dritte ermöglicht werden.

    Dennoch Netz bleibt bei diesen Modellen ein Restrisiko. Geht etwa ein Smartphone, mit dem Bankgeschäfte erledigt wurden, verloren oder wird nur ein schwaches Passwort gewählt, können andere möglicherweise Zugriff auf Konten erlangen. Eine Art Cyber-Banküberfall.

    Quelle: Tagesschau.de, 2012. Süddeutsche Zeitung, Samstag/ Sonntag, 13./14. Oktober 2012

    Montag 15.10.2012

  • Anlegerschutz. Neue Vorschriften für Finanzvermittler

    Ab 2013 gelten neue gewerbliche Vorschriften für Finanzanlagevermittler. Um eine Erlaubnis als Finanzvermittler nach § 34f Gewerbeordnung zu erhalten, muss künftig ein Nachweis über ausreichende Qualifikation erbracht werden. Die Abnahme der sogenannten Sachkundeprüfung erfolgt durch die IHK. Dies ist nicht notwendig, wenn ein Abschlusszeugnis etwa als Bank- oder Investmentfachwirt vorlegt.

    Der Gesetzgeber sieht vor, dass jeder Finanzvermittler in Zukunft eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen muss. Außerdem werden die Tätigkeitsfelder künftig unterteilt in die Vermittlung von
    1. Investmentfonds
    2. Anteilen an geschlossenen Fonds in Form einer Kommanditgesellschaft
    3. sonstigen Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes.

    Die Erlaubnis für jeden der Teilbereiche muss gesondert beantragt werden.

    Außerdem ist in der Gesetzesänderung eine ausführliche Informations-, Aufklärungs-, und Dokumentationspflicht vorgesehen. Dies dient dem Schutz der Anleger. Beim ersten Geschäftskontakt mit dem Kunden müssen statusbezogene Informationen über Risiken, Kosten, Nebenkosten und eventuelle Interessenskonflikte erteilt werden. Ebenso müssen gegebenenfalls Zuwendungen von Dritten offengelegt werden.

    Quelle: Wirtschaft. Die Zeitung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. 03/2012

    Sonntag 07.10.2012

  • Flächenoffensive mit türkischem Markenlabel

    Die HypoVereinsbank startet eine Erweiterungsstrategie mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Geplant sind zuerst 10 bis 15 neue Standorte. Das Konzept wird mit Finanzpartnern umgesetzt. So wird es an Standorten mit einem hohen türkischstämmigen Bevölkerungsanteil mit dem Markenlabel der türkischen Schwesterbank „YapiKredi“ durchgeführt.

    Quelle: Marianne E. Haas. Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 6./7. 2012

    Sonntag 07.10.2012

  • Semesterbeginn. Mit knappem Budget durchs Studium

    Mitte Oktober beginnt an vielen Universitäten das neue Studienjahr. Die meisten Studenten gehen jobben, erhalten Geld von den Eltern oder bekommen BAföG. Wenn das aber nicht reicht, greifen einige Studierende zu Studienkrediten.

    Der Studienkredit unterscheidet sich von einem herkömmlichen Darlehen dadurch, dass das Geld in monatlichen Raten ausbezahlt wird. Die Höhe kann man selbst festlegen, in der Regel beträgt sie aber maximal 800 Euro. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, den monatlichen Bedarf so knapp wie möglich zu berechnen und darauf zu achten, dass die Auszahlungssumme später geändert werden kann. Entscheidend ist auch, Angebote zu vergleichen – vor allem den Zinssatz. Bei den aktuell niedrigen Zinsen empfiehlt es sich, einen fixen Satz zu wählen. Wichtig ist auch, so die Verbraucherzentrale weiter, wann die Zinsen fällig werden. Einige Banken ziehen die Zinsen beispielsweise direkt von der Rate ab. Eine weitere Falle kann die Zeit zwischen Ende der Auszahlung und der Tilgung sein – die sogenannte Ruhephase. In der Regel bleiben dem Studenten ein bis zwei Jahre Zeit. Auch Studierende, die nur zu Beginn des Studiums einen Kredit aufgenommen haben, müssen sich an diese Frist halten: sie müssen den Kredit also noch während des Studiums zurückzahlen.

    Das Girokonto ist in der Regel für Studenten kostenlos. Dafür muss lediglich jedes Semester eine aktuelle Studienbescheinigung vorgelegt werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt Studierenden, ihr Girokonto bei einer Sparkasse zu eröffnen. Diese unterhalten das dichteste Netz von Geldautomaten. Der Vorteil: So ist man flexibel und kann Gebühren beim Abheben an Automaten anderer Banken sparen – immerhin jedes Mal zwischen zwei und sechs Euro. Generell sollten Studenten die Finger vom Dispokredit lassen, so warnen Verbraucherschützer, denn durchschnittlich zahlen Bankkunden elf Prozent Dispozinsen.

    Quelle: Süddeutsche.de, 26. September 2012, Süddeutsche Zeitung, Dienstag/Mittwoch, 2./3. Oktober 2012

    Donnerstag 04.10.2012

  • Baugeld: Sondertilgungen lohnen sich

    Eine von biallo.de durchgeführte Umfrage zu Baugeld-Konditionen offenbart große Unterschiede zwischen verschiedenen Finanzierungen. Nicht nur die Zinsschere klafft auseinander, auch bei Sondertilgungen gibt es von Bank zu Bank erhebliche Unterschiede.

    So ist es zum Beispiel bei der Eigenheimfinanzierung inzwischen Standard, dass Kreditinstitute für Sondertilgungen keinen Aufpreis mehr verlangen. Diese Angebote, so rät die Verbraucherzentrale Bremen, sollte der Bankkunde annehmen und vertraglich festhalten.

    Denn das bedeutet eine hohe Rückzahlungsfreiheit zum Nulltarif. Positive Beispiele hierfür sind, laut der biallo.de-Umfrage, unter anderem 1822 direkt, ING-Diba und die BB Bank. Negativ fallen hier beispielsweise die Commerzbank, die Deutsche Bank, aber auch die Evangelische Kreditgenossenschaft, auf.

    Ist eine kostenlose Sondertilgung nicht vorgesehen, wird für die Einräumung dieser Option häufig 0,1 Prozent Aufzins erhoben. Das klingt zwar erst einmal nicht nach viel, aber Max Geißler von biallo.de rechnet vor: Bei ein Kredit über 200.000 Euro fallen bei 3,1 statt 3,0 Prozent Sollzins innerhalb von zehn Jahren bis zum Ende der Zinsbindung 1.880 Euro mehr an Zinsen an.

    Sondertilgungen lohnen sich praktisch immer, so Max Geißler. Wird einen Aufpreis verlangt, sollte man sicher sein, sich diesen auch tatsächlich leisten zu können. Ist keine Sondertilgung im Darlehensvertrag vorgesehen, sollte man bei langfristiger Zinsfestschreibung den Kreditvertrag nach Ablauf von zehn Jahren gebührenfrei kündigen und einen neuen Kredit mit flexiblen Sondertilgungsrechten vereinbaren.

    Quelle: biallo.de Umfrage vom September 2012

    Montag 01.10.2012

  • EU: Verkaufs-Provisionen sollen an Anleger weitergereicht werden

    Eine EU-Finanzmarktrichtlinie könnte die Anlageberatung in Deutschland revolutionieren, so Der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe. Im Kern will Brüssel die Banken dazu zwingen, Provisionen, die sie für den Verkauf von Finanzprodukten bekommen, an ihre Kunden weiterzugeben.

    Müssen Banken ihre Provisionen durchreichen, führe dies zu Produkten, die den Anlegern einen Mehrwert bieten, so der CSU-Abgeordnete Markus Ferber. Die Produkte sollen für den Kunden und nicht für den Vertrieb da sein. Dem stimmt der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold zu und prophezeit das Ende der durch Provisionen manipulierten Beratung.

    Schon lange beklagen sich Verbraucherzentralen in Deutschland über die Provisionen, die Geldhäuser von Fondsgesellschaften oder Wertpapier-Emittenten bekommen. Interessenkonflikte sind hier vorprogrammiert. So würden Bankberater von ihren Vorgesetzten angehalten, dem Kunden möglichst provisionsträchtige Papiere zu empfehlen, warnt Manfred Westphal, Bankexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen.

    Die neue Richtlinie aus Brüssel, die 2013 verabschiedet werden soll, könnte dieses Verkaufsverhalten ändern. Denn muss die Provision an den Kunden weitergegeben werden, entfällt der Anreiz, dem Kunden ungeeignete Produkte zu verkaufen.

    Naturgemäß sehen Banken und Sparkassen die neuen Pläne kritisch. So stellt sich die Deutsche Kreditwirtschaft vor die provisionsbasierte Beratung und Honorarberatung, so Steffen Steudel vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Damit dürften sie mit der deutschen Bundesregierung und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) konform gehen, die die unabhängige Honorarberatung stärken wollen.

    Quelle: Der Tagesspiegel, Montag, 24. September, 2012

    Montag 24.09.2012

  • Dispozinsen: Auskunft verweigert

    Das Onlineportal girokontovergleich.org hat in einer Stichprobe versucht, die Dispozinsen von Banken zu erfragen. Neun von zehn Banken verweigerten hierbei die Auskunft mit der Begründung, dass nur in einem persönlichen Gespräch Auskunft über Dispozinsen gegeben werden könne.

    In der Stichprobe hatte nur die DAB Bank kein Problem damit zu erklären, dass die Dispozinsen der Bank derzeit bei 6,95 Prozent lägen. Die Bank wies außerdem darauf hin, dass der Preis auch im Internet zu finden sei und regelmäßig aktualisiert werde. Angesichts der Intransparenz der Banken, so die Betreiber des Onlineportals girokontovergleich.org, sei es für Bankkunden praktisch unmöglich, die Dispozinsen verschiedener Banken zu vergleichen.

    Quelle: Onlineausgabe von Financial Times Deutschland, Samstag, 22.09.2012

    Sonntag 23.09.2012

  • Eine moderne Form der Pfandleihe

    Ihr Unternehmen steckt in einem Liquiditätsengpass. Aufträge kommen zwar rein – was aber tun, wenn die Bank trotzdem keinen Kredit gewährt?

    Eine Lösung könnte die Finanzierungsform „Asset Based Finance“ (ABF) sein, eine Finanzierung auf Basis von Unternehmensaktiva. Vor allem für das produzierende Gewerbe mit teuren Maschinen kann dieses Modell interessant sein.

    Und so funktioniert es: Die Firma verkauft Firmeneigentum, zum Beispiel Maschinen, an einen Spezialfinanzierer und mietet sie von diesem zurück. Dieses Instrument nennt man „sales-and-lease-back“. Zahlen muss das Unternehmen dann eine monatliche Leasingrate. Nach vier bis fünf Jahren gehören die Maschinen in der Regel wieder dem ursprünglichen Eigentümer.

    Was kann man auf diese Art und Weise zu Geld machen? Grundsätzlich alles, was verkäuflich ist und nicht als Absicherung von Darlehen dient. Dazu gehören: Mobiles und immobiles Anlagevermögen, Forderungen, geistiges Eigentum, Marken und Patente.

    Tipp: Unternehmer mit Liquiditätsengpässen sollten bereits bevor sie eine Anschaffung tätigen Lieferanten auf Leasingangebote ansprechen. Denn die Hersteller sind oftmals auch dann an potenziellen Kunden interessiert, wenn diese vorübergehend nicht über genügend Geld verfügen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 5. September, 2012

    Sonntag 23.09.2012

  • Bankautomaten sind sicherer geworden

    Geldautomaten werden immer seltener manipuliert, so das Bundeskriminalamt (BKA).

    Im Jahr 2011 wurden etwa 1300 Angriffe auf solche Geräte registriert; 2010 waren es im Vergleich dazu noch 3180 Fälle. Das entspricht einem Rückgang von 59 Prozent.
    BKA-Präsident Jörg Ziercke begründet diesen Rückgang mit der erfolgreichen Bekämpfung des sogenannten Skimming, des illegalen Ausspähens der Magnetstreifendaten und Kunden-PINs etwa an Geld-, Fahrkarten- oder Tankautomaten.

    Im Jahr 2011 sperrten Banken mehr als 150.000 Kartendaten wegen Skimming-Angriffen. Im Jahr zuvor waren es noch doppelt so viele Sperrungen. Der Schaden wurde auf rund 35 Millionen Euro geschätzt.

    Quelle: DAPD, 19. September, 2012. www.fiducia.de

    Mittwoch 19.09.2012

  • Gesetzliche Deckelung der Dispo-Zinsen?

    Bei der gestern begonnenen Konferenz der Verbraucherschutzminister in Hamburg wollen die von SPD und Grünen regierten Länder eine gesetzliche Deckelung der Dispo-Zinsen erreichen, so der NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne).

    In dem Antrag der Länder, der der Rheinischen Post vorliegt, heißt es, die Dispo Zinsen lägen “ohne hinreichende Gründe auf zum Teil unverhältnismäßig hohem Niveau”. In die gleiche Kerbe schlägt auch der Finanzexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Manfred Westphal. Der Gesetzgeber müsse eingreifen und klare Regeln schaffen, so Westphal. In Zeiten, in denen sich Banken billig Geld besorgen können, müsse der Satz für Dispo-Zinsen deutlich unter neun Prozent liegen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnt die Begrenzung der Dispozinsen jedoch laut Süddeutscher Zeitung ab.

    Quelle: Rheinische Post, Mittwoch, 12.09.2012. Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 12.09.2012.

    Donnerstag 13.09.2012

  • Einstiegskonten für Jugendliche

    In einer aktuellen Studie vergleicht das Deutsche Institut für Service-Qualität die Konditionen und Services von Jugendkonten 28 großer regionaler und überregionaler Banken.

    Mit speziellen Girokonten für Schüler, Auszubildende und junge Erwachsene versuchen Geldinstitute, die Kunden von morgen frühzeitig an sich zu binden. Doch sind Angebote und Extraleistungen wie kostenlose Kontoführung, Prepaid-Kreditkarten oder vergünstigte Konzerttickets wirklich etwas wert? Eins ist sicher: Es lohnt sich zu vergleichen.

    Deutliche Unterschiede gab es bei den Konditionen der Einstiegskonten. So ist es zwar üblich, ein Konto ohne monatlichen Grundpreis anzubieten; 18 Prozent der untersuchten Angebote enthielten dennoch Kosten für die Kontoführung oder für eine EC-Karte.

    Auch Überweisungen sind nicht immer kostenlos. Einige Banken verlangen dafür Gebühren zwischen 75 Cent und 2,50 Euro. Geht die Karte verloren, berechnen die Finanzinstitute in drei Viertel der Fälle bis zu 20 Euro für Sperrung und Ersatz. „Speziell junge Kunden mit schmalen Budgets sollten sich genau über die zusätzlichen Kosten eines vermeintlich günstigen Jugendkontos informieren. Sonst kann es passieren, dass sie zum Beispiel für monatlich nur eine Überweisung 30 Euro im Jahr bezahlen“, warnt Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.

    In Verbindung mit Jugendkonten boten drei Viertel der getesteten Banken auch „Prepaid-Kreditkarten“ an. Hier lag die Spanne von kostenfreien Angeboten bis zu Angeboten für 22 Euro im Jahr. (Siehe auch: bankscore Meldung vom 01. Juli 2012: Prepaid-Kreditkarten – eine Mogelpackung?)

    Testsieger wurde die Sparkasse Bremen mit dem Konto Giroflexx Start (kostenfreie Kontoführung und hohe Guthabenverzinsung). Den zweiten Rang belegt die Sparkasse Pforzheim Calw mit dem Jugendkonto red young (gute Konditionen und ein dichtes Filial- und Geldautomatennetz). Auf dem dritten Platz: Die Landessparkasse zu Oldenburg mit interessanten Mehrwertservices.

    Quelle: Deutsches Institut für Service-Qualität, Freitag, 31.08.2012

    Mittwoch 12.09.2012

  • Hauskauf - ein risikoreiches Spiel

    Immer mehr Deutsche erwerben Wohneigentum mit immer weniger Eigenkapital.

    Zu diesem Ergebnis kommt das Internetportal ImmobilienScout24, nachdem es 12.000 Kreditanfragen untersucht hat. Dabei fand ImmobilienScout24 heraus, dass das zurzeit niedrige Zinsniveau zunehmend auch Personen mit niedrigem Einkommen zum Hauskauf verleitet. So sank die Eigenkapitalquote der Kreditnehmer beispielsweise im Berliner Raum von 24 Prozent im dritten Quartal 2011 auf 12 Prozent im zweiten Quartal 2012.

    Diese Entwicklung ist nicht unbedingt positiv. Denn steigt das Zinsniveau wieder, kann die Anschlussfinanzierung für viele Kreditnehmer zu Falle werden.

    Quelle: AS, 8./9. September 2012. Süddeutsche Zeitung, 8./9. September, 2012.

    Dienstag 11.09.2012

  • Zocken um jeden Preis?

    Bankkunden in Deutschland haben die Jagd der Großbanken nach Profit satt, so Mathias Irminger Sonne in der dänischen Zeitung „Kristeligt Dagblad“.

    Seit der Finanzkrise herrscht europaweit Verunsicherung. Vor allem eins ist geblieben: Ein großes Misstrauen gegenüber Banken.

    Speziell in Deutschland hat das dazu geführt, dass ethisch ausgerichtete Banken wie die 1974 gegründete westdeutsche Bank „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“ (GLS Bank), die EthikBank aus Eisenberg oder die UmweltBank AG aus Nürnberg Rückenwind bekommen haben.

    Im Zuge der Öko-Welle sind viele deutsche Verbraucher mehr als zuvor bereit ein paar Euro extra für Lebensmittel auszugeben, wenn diese Produkte nachhaltig, fair und ökologisch produziert wurden. Was aber nutzt das, wenn man an der Kasse mit einer Kreditkarte bezahlt, bei der die dahinterstehende Bank nicht nachhaltig und fair handelt? Wenn die Bank konsequent nur den höchsten Gewinn vor Augen hat und das Geld der Bankkunden in Kinderarbeit, Waffenhandel oder Atomenergie investiert?

    Diesen Widerspruch hinterfragen mittlerweile viele Bankkunden. Eine Abwanderung von Großbanken zu kleineren Banken ist belegt. Alleine die Zahlen der GLS Bank sprechen für sich: In Jahr 2011 verzeichnete diese einen Kundenzuwachs von etwa 2.300 im Monat – das entspricht insgesamt einem Zuwachs von rund 30 Prozent.

    Quelle: Kristeligt Dagblad, Montag 13. August, 2012

    Donnerstag 06.09.2012

  • Tagesgeld: Wenig Alternativen zum Park-Modus.

    Wohin mit dem Ersparten? Das fragen sich viele deutsche Anleger seit
    der europäischen Schuldenkrise.

    In Zeiten großer Unsicherheiten ist das kurzfristige Parken von
    Geldern durchaus der richtige Weg, so die Verbraucherzentrale
    Baden-Württemberg. Obwohl die Zinsen sogar unter dem Inflationsniveau
    von 1,9 Prozent liegen, geht der Trend zum Tagesgeld. Deutsche Anleger
    nehmen die Verluste dabei hin, um flexibel zu bleiben. Sich
    langfristig zu binden, scheint nicht das Gebot der Stunde zu sein, da
    niemand weiß, welche Anlageform sich morgen wie entwickelt.

    Verbraucherschützer warnen jedoch vor Lockvogel-Angeboten beim
    Tagesgeld, mit denen Banken lediglich neue Kunden gewinnen wollen. Oft
    können Verbraucher nicht wissen, wie lange ein Anbieter seine
    Top-Konditionen beibehält.
    So kann es vorkommen, dass die Zinsen deutlich sinken sobald der
    Kundenstamm einer Bank groß genug ist. Geschehen sei dies etwa bei der
    Wüstenrot-Bank, die Spitzenreiter beim Tagesgeld war, in der aktuellen
    Rangfolge aber gar nicht mehr erscheine, so die Verbraucherzentrale
    Baden-Württemberg.
    Das Verbraucherportal biallo.de empfiehlt, Tagesgeldangebote zu
    vergleichen und die Banken auswählen, die schon länger auf den Markt
    sind und in der Regel durchgehend gute Zinsen angeboten haben.

    Tipp: Behalten Sie Zinssatz und Konditionen im Auge. Vergleichen Sie
    dazu am besten an einem Stichtag jedes halbe Jahr, ob ihre Konditionen
    immer noch gut sind. Einige Geldinstitute rechnen nämlich mit der
    Trägheit der Bankkunden, die die Entwicklung über einen längeren
    Zeitraum nicht verfolgen.

    Montag 03.09.2012

  • Renminbi – Chinesische Währung stark im Kommen

    Nach einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Bank nutzt inzwischen jedes fünfte Unternehmen aus Deutschland die chinesische Währung, um Zahlungen in China-Geschäften abzuwickeln. Vorteile bringt das Zahlen in Renminbi deutschen Firmen vor allem in den Preisverhandlungen. Bis zu fünf Prozent ihrer Kosten können sie hierdurch einsparen. Außerdem erreichen die Unternehmen so mehr Kunden und Zulieferer in China, da diese nur erschwert an westliche Währungen kommen.

    Quelle: REX, 29. August 2012

    Montag 03.09.2012

  • Banken als Daten-Banken?

    Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) warnen Bankkunden, weitreichende Einwilligungserklärungen von Geldinstituten zu unterzeichnen.

    Den Verbraucherschützern liegen Schreiben von Banken vor, in denen der Anschein erweckt wird, es gehe in erster Linie um dringende Handlungsszenarien in Bezug auf vertragliche Fürsorge- und Beratungspflichten und nicht um eine weitgehende Datenfreigabe.

    Diese Vorgehensweise der Banken hat mit seriösen Geschäftspraktiken nichts zu tun, so Thilo Weichert, Leiter des ULD Schleswig-Holstein. Seine Empfehlung lautet daher, in den Schreiben, die offenkundig Werbezwecken dienen, die Datenweitergabeklauseln kritisch durchzulesen. Der Bankkunde soll gegebenenfalls Passagen streichen und sich nicht zur Unterzeichnung drängen lassen.

    Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vom 17.08.2012

    Donnerstag 23.08.2012

  • Anleger kaufen wieder Aktien.

    Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) berichtete letzte Woche in Frankfurt, dass deutsche Sparer wieder in Aktien anlegen. Im ersten Halbjahr 2012 gab es rund 10,2 Millionen Anleger, die direkt oder indirekt über Fonds in Aktien investierten. Damit lag die Anzahl der Aktionäre fast wieder auf dem Stand von 2007 – vor der Finanzkrise. Mitten in der Euro-Krise wirkt der Zuwachs auf den ersten Blick überraschend.

    Das DAI geht dennoch davon aus, dass der Trend zur Aktie nachhaltig sein könnte. Begründet durch die niedrigen Zinsen für Termingeld oder Anleihen, die nicht einmal die aktuelle Inflationsrate erreichen, stehen die Dividenden mit einer Durchschnittsrendite von vier Prozent gut da.

    Quelle: Reuters. Süddeutsche Zeitung, 8. August, 2012

    Dienstag 14.08.2012

  • Kreditklemme.

    Laut einer Umfrage der Deutschen Bank befürchten viele Mittelständler weiterhin eine Kreditklemme in der Zukunft. So gehen 55 Prozent der Befragten davon aus, dass die Geldinstitute bei der Kreditvergabe restriktiver vorgehen werden. 2011 waren es 60 Prozent. Begründet wird diese Annahme mit den strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III), die ab 2013 gelten sollen. Um Liquiditätsprobleme zu vermeiden, geben die befragten Unternehmen an, Finanzierungsalternativen wie Anleihen zu prüfen.

    Quelle: Reuters, 7. August, 2012

    Montag 13.08.2012

  • LEO – Leicht erreichbare Opfer

    Was im Bankenjargon lustig klingen mag, ist alles andere als komisch. Besonders für die Bankkunden, die als solche bezeichnet werden. Hierüber hat die Fernsehsendung ARD-Ratgeber berichtet.

    Spaß? Schon im November 2010 sorgten Recherchen von NDR Info für Aufruhr, als der Kanal des Norddeutschen Rundfunks berichtete, dass die Hamburger Sparkasse (Haspa) psychologische Profile anwendete, um effektiver Bankprodukte zu verkaufen. Demnach hatte das Geldinstitut seine Kunden nach sieben verschiedenen Typen – von Hedonisten über ängstliche Bewahrer, freiheitssuchende Abenteurer bis zu machtbewussten Performern – eingeteilt. Angeblich wurden Bankmitarbeiter geschult, mithilfe treffender Worte entweder vorsichtige Menschen einzuschüchtern oder Leistungsträger zu umgarnen, um Versicherungen oder Aktien verkaufen zu können. 

    Das Ziel dieser Methode ist vor allem, das Unterbewusstsein von Kunden anzusprechen, um sie so zu emotionalen Kaufentscheidungen zu bewegen. Problematisch, meinen Verbraucherschützer und weisen darauf hin, dass Neuromarketing in seiner reinen Form in Deutschland verboten ist.

    NDR Info gegenüber erklärte die Haspa, lediglich das Ziel zu verfolgen, die unterschiedlichen Serviceansprüche und Wünsche der Kunden berücksichtigen zu wollen. Die Verbraucherzentrale Hamburg vermutet andere Beweggründe, nämlich das Vertrauen der Kunden zu erschleichen, um höhere Profite zu erzielen, statt für ihre Kunden das passende Produkt zu finden.

    Quelle: Fernsehsendung ARD-Ratgeber, 28. Juli 2012. NDR Info, 4. November, 2010. Süddeutsche Zeitung, 8. November, 2010

    Montag 13.08.2012

  • Anlegerschutz

    Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der unter anderem strengere Vorgaben für Hedgefonds beinhaltet. Auch Investitionen in offene Immobilienfonds und geschlossene Fonds sollen darin neu geregelt werden. Mit dem Gesetz will Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) bis Juli 2013 eine neue EU-Richtlinie umsetzen.

    Ziel ist es, Anleger in Zukunft besser gegen riskante Finanzgeschäfte zu schützen. Verbraucherschützer und Anlageanwälte stehen dem Gesetzentwurf dennoch skeptisch gegenüber. Sie kritisieren, dass die Neuauflage offener Immobilienfonds künftig verboten sein soll – deutlich riskantere geschlossene Fonds hingegen nicht.

    Der Gesetzentwurf sieht außerdem neue Anlageklassen vor. Anleger dürfen demnach in Immobilien, Schiffe, Flugzeuge und erneuerbare Energien investieren. Fonds, die Filme, Kunst oder Lebensversicherungen finanzieren, soll es aber nicht mehr geben.

    Bei Verbraucherschützern stößt dies auf Unverständnis: das Segment werde zwar eingeschränkt, aber nicht abgeschafft. Solche Produkte seien riskant und undurchschaubar und somit für Kleinanleger nicht geeignet. Denn Investoren gehen hierbei eine Beteiligung mit dem Risiko, alles zu verlieren, ein.

    Weitere Änderungen wie eine Mindestbeteiligung sind vorgesehen. Anleger sollen sich künftig nur an Ein-Objekt-Fonds beteiligen können, wenn sie mindestens 50.000 Euro investieren. Für Anlageberater nicht nachvollziehbar, denn auch vermögende Anleger sind teilweise unerfahren.

    Vorgesehen ist weiterhin eine Kreditbegrenzung für Fondsgesellschaften. So dürfen ihre Projekte nur noch zu maximal 30 Prozent über Kredite finanziert werden. Beim Verband Geschlossene Fonds stößt diese Regelung auf Widerstand, denn bei mehr als der Hälfte aller geschlossenen Fonds liege der Kreditanteil höher.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 25. Juli / Donnerstag, 26. Juli 2012

    Samstag 28.07.2012

  • Beratungsprotokolle – Verbraucherrechte gestärkt?

    Seit dem 1. Januar 2010 müssen Banken bei Anlageberatungen Protokolle verfassen und ihren Kunden übergeben. Ursprünglich sollte diese Regelung dem Schutz der Verbraucher dienen. Laut der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg dient das Anlageprotokoll aber im Gegensatz dazu oftmals eher dem Schutz der Geldinstitute.

    Im konkreten Fall musste ein Kunde der Volksbank Lahr eine Empfangsbestätigung für ein Beratungsprotokoll unterschreiben; mit dieser Unterschrift bestätigte er aber zugleich falsche Angaben zu Anlagezielen, Anlagehorizont, finanzieller Situation und Risikobereitschaft als richtig und vollständig. Diese Vorgehensweise, so die Verbraucherschützer, sollte der rechtlichen Absicherung des Geldinstituts gegen spätere Einwände des Kunden dienen.

    Die Volksbank Lahr hat inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben.

    Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am 05.07.2012

    Freitag 27.07.2012

  • Willkürliche Kostenabrechung bei Kreditablösung?

    Einen Immobilienkredit vorzeitig aufzulösen, kann teuer werden. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat 224 Fälle untersucht, bei denen eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung anfiel.

    Die Berechnungen der Verbraucherschützer wichen deutlich von denen der Banken ab. So waren die Kosten, die die Banken abzogen, in vier von fünf Fällen höher als die von der Verbraucherzentrale errechneten Beträge. Durchschnittlich wich die Entschädigung um neun Prozent ab, in Einzelfällen sogar um 350 Prozent. Daher kommt die Verbraucherzentrale zu dem Schluss, dass die Banken ihre Berechungen nahezu willkürlich festlegen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Freitag, 20. Juli 2012

    Montag 23.07.2012

  • Überhöhte Dispo-Zinsen

    Was Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag verkündete, ist für Bankkunden keine Überraschung: In Deutschland werden überhöhte Dispo-Zinsen verlangt.

    Laut einer Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Instituts für Finanzdienstleistungen werden diese von Banken oftmals mit „hohen Kosten für die Abwicklung der Kredite – und mit dem vermeintlich großen Ausfallrisiko“ erklärt.

    Die Studie aber zeige, dass beides nicht stimmt, so spiegel.de. Denn die Ausfallquote der Dispokredite ist mit durchschnittlich 0,3 Prozent außerordentlich niedrig – bei normalen Konsumentenkrediten liegt sie bei 2,5 Prozent. Noch dazu hat sich der Bearbeitungs- und Verwaltungsaufwand für die Kredite, so die Forscher, in den letzten Jahren nicht erhöht.

    Verbraucherschützer fordern seit langem eine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen. Laut einer Erhebung der Stiftung Warentest könnten Banken auch mit einem Zinssatz von zehn Prozent profitabel arbeiten.

    Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will dennoch keine gesetzliche Obergrenze. Sie setzt auf mehr Wettbewerb. Banken und Sparkassen fordert sie auf, für “faire Konditionen und volle Transparenz” zu sorgen, so tagesschau.de. In Zeiten, in denen sich Banken selbst billig Geld leihen können, sei nicht vermittelbar, dass ihre Kunden bei Dispo-Zinsen übermäßig zu Kasse gebeten werden, so die Ministerin.

    Quelle: spiegel.de, tagesschau.de, Reuters

    Donnerstag 19.07.2012

  • Finanztest: Bausparen

    Ein Bausparvertrag ist im Prinzip eine gute Idee. Zurzeit gibt es zwar keine hohen Sparzinsen, aber am Ende der Sparzeit winkt nicht nur das Guthaben, sondern auch ein günstiges Darlehen.

    Laut Finanztest aber beraten Bausparkassen oft am Kunden vorbei.

    Im Test wurden 154 Beratungen durchgeführt. Dabei war fast jede vierte Beratung mangelhaft. „Mal war die Spar- oder Darlehensrate für den Kunden zu hoch, mal die Zeit bis zur Zuteilung zu lang. Oft waren die Angebote viel zu teuer.“ Nur 4 der 22 getesteten Bausparkassen waren gut, so Finanztest. So erhielten Wüstenrot und die Landesbausparkassen (LBS) Baden-Württemberg, Bremen und Nord ein „gut“.

    Quelle: Finanztest, 17.07.2012

    Mittwoch 18.07.2012

  • Verlust der EC-Karte immer der Polizei melden!

    Wenn die EC-Karte verloren gegangen ist, greifen die meisten als erstes zum Telefon, um den Verlust der Hausbank zu melden und die EC-Karte sperren zu lassen.

    Aber ist damit alles gut? Nicht unbedingt, denn Betrüger können trotzdem mit gefälschten Unterschriften auf Kosten des Diebstahlopfers einkaufen gehen, warnt die Polizei.

    Denn in allen Geschäften, die das elektronische Lastschriftverfahren anbieten, bei dem sich der Kartenbesitzer nur mit seiner Unterschrift legitimiert, wird nicht geprüft ob die Karte gesperrt ist.

    Diese Sicherheitslücke soll das KUNO-Sperrsystem – ein Bürgerservice der Polizei – schließen. Deshalb sollte man die EC-Karte bei Verlust auch unbedingt bei der Polizei als gestohlen melden. Laut polizei-beratung.de meldet die Polizei die Daten der abhanden gekommenen EC-Karte (Bankleitzahl, Kontonummer und Kartenfolgenummer) daraufhin dem Kooperationspartner des Einzelhandels. Von dort werden diese Daten an die dem KUNO-Sperrsystem angeschlossenen Einzelhandelsgeschäfte weitergeleitet. Nur so ist die Karte für die Betrüger vollkommen gesperrt.

    Quelle: www.polizei-beratung.de

    Donnerstag 12.07.2012

  • Zinssenkung.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins auf ein historisches Tief. Banken können sich jetzt für nur 0,75 % Geld leihen.

    Was bedeutet das für die Bankkunden? Deutsche Sparer erhalten zurzeit ohnehin wenig Zinsen. Dieser Trend setzt sich somit fort, so die Abendzeitung am Wochenende. Denn Zinsänderungen werden meist an den Kunden weitergegeben. Folge: Inhaber von Sparbüchern und Tagesgeldkonten bekommen nun noch niedrigere Zinsen.

    Wenn es nach den Banken geht, sind vorerst auch keine günstigeren Dispo-Zinsen zu erwarten, schätzt Georg Thanscheidt von der Abendzeitung. Seit Jahren fordert die Stiftung Warentest eine Absenkung der Überziehungszinsen auf unter 10%. Ebenso lässt Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) derzeit die Höhe der Dispo-Zinsen prüfen. Ihr Ministerium könnte planen, die Höhe der Dispo- und Überziehungszinsen per Gesetz zu deckeln.

    Quelle: Georg Thanscheidt, Abendzeitung München. 7./8. Juli 2012.

    Sonntag 08.07.2012

  • Keine neuen Bundesschatzbriefe ab 2013

    Ab 2013 wird es keine neuen Bundesschatzbriefe mehr geben.

    Seit 1969 Bundesschatzbriefe als erste Geldanlage des Staates für die Bevölkerung angeboten werden, haben laut der Süddeutschen Zeitung ca. 330.000 Deutsche ein Konto bei der Finanzagentur des Bundes angelegt, über das sie die Wertpapiere des Staates kostenfrei kaufen und verwalten lassen können. Gerade bei privaten Kleinanlegern mit Bedacht auf Sicherheit sind Bundesschatzbriefe sehr beliebt.

    Dass das Bundesfinanzministerium dieses Anlageprodukt nun zum Auslaufmodell erklärt, hängt mit den Verlusten, die der Bund durch das Geschäft mit den Privatkunden einfährt, zusammen. Die roten Zahlen werden durch die rückläufige Nachfrage nach Bundesschatzbriefen begründet. Die sinkende Nachfrage der Anleger wiederum liegt daran, dass Anleger für sie so gut wie keine Zinsen erhalten.

    Kritik an der Abschaffung kommt von Seiten der Verbraucherzentrale NRW. Diese bemängelt, dass vielen Anleger die Möglichkeit der sicheren Geldanlage in Bundesschatzbriefe genommen wird. Die parlamentarische Opposition wirft Bundesfinanzminister Schäuble außerdem vor, die Kreditaufnahme Deutschlands hierdurch komplett von den Launen des Kapitalmarkts abhängig zu machen.

    Dennoch: ganz verschwinden werden Bundespapiere ab 2013 nicht. Denn Anleger können nach wie vor über ihre Hausbank Bundesanleihen kaufen. Nur ist dafür nun ein gebührenpflichtiges Depot bei einer Bank nötig.

    Auch werde für den Kauf von Bundesanleihen oft ein Entgelt fällig, so die Süddeutsche Zeitung. Dass Banken die Staatspapiere allerdings überhaupt anbieten werden, ist unwahrscheinlich, so die Verbraucherzentrale NRW. Wahrscheinlicher sei, dass sie Ihren Kunden in Zukunft eher bankeigene Produkte anbieten werden. „Gut möglich, dass dann erheblich höhere Risiken im Depot liegen – obwohl der Verbraucher das nicht wollte“, so Annabel Oelmann, Verbraucherzentrale NRW.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung. Wirtschaft, Mittwoch 4. Juli, 2012

    Freitag 06.07.2012

  • Prepaid-Kreditkarten - eine Mogelpackung?

    Prepaid-Kreditkarten funktionieren ähnlich wie Prepaid-Karten für Mobiltelefone. Die Prepaid-Kreditkarte wird vom Kontoinhaber über das Girokonto mit einer bestimmten Geldsumme aufgeladen, die ihm dann für den Zahlungsverkehr zur Verfügung steht. Laut Banken und Sparkassen verspricht das dem Bankkunden den Vorteil, seine Ausgaben vollständig unter Kontrolle zu haben – schließlich kann dieser nur so viel Geld ausgeben, wie er auf die Karte aufgeladen hat.

    Die ARD-Sendung „Ratgeber Geld“ vom 30. Juni 2012 hat das Bankprodukt genauer unter der Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass der Begriff „Prepaid“ oftmals mit Vorsicht zu genießen ist. Einige Bankkunden berichteten, dennoch ins Minus gerutscht zu sein. In diesen Fällen wurde auf das Girokonto zurückgegriffen und der fällige Betrag von dort abgebucht.

    Auch sind diese Karten nicht unbedingt günstig. Die von der ARD-Sendung durchgeführten Stichproben waren ernüchternd. Es stellte sich beispielsweise heraus: Ein einmaliger Kaufpreis der Prepaid-Kreditkarte in Höhe von bis zu 50 Euro kann anfallen, auch Jahresgebühren bis zu 117 Euro und Gebühren für Zahlungen in Nicht-Euro-Ländern zwischen einem und 2,75 Prozent der Rechnungssumme werden mitunter fällig. „Mancher Anbieter verlangt sogar für jede Transaktion, also pro Karteneinsatz, einen Euro“ oder eine Gebühr von bis zu 50 Cent bei der Guthabenabfrage.

    Quelle: Ratgeber Geld, ARD. Fernsehbeitrag vom 30.06.2012

    Sonntag 01.07.2012

  • Grünes Geld.

    Rendite, Risiko und Liquidität sind bisher die dominierenden Kriterien auf dem Geldmarkt. Sogenannte grüne Geldanlagen fügen den Aspekt der Nachhaltigkeit hinzu. Im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 350 Fonds, die sich den Begriff Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben. Zusammen verwalten sie rund 30 Mrd. Euro.

    Unter ihnen unterscheidet man auf dem Kapitalmarkt im Groben zwischen: Nachhaltigen Investments: Geldanlagen, die nicht nur ökonomische, sondern auch soziale und ökologische Faktoren berücksichtigen. Nachhaltigkeitsthemenfonds: Fonds, die in spezielle Branchen investieren, z.B. Windkraft.
    Ethikfonds: Fonds, die vorwiegend ethische Maßstäbe anlegen. Umweltfonds/Ökofonds: Fonds, die überwiegend Umweltkriterien berücksichtigen.

    Quelle: Eve, 4. Aufgabe, Juli/August, 2012

    bankscore-Tipp
    Der Begriff Nachhaltigkeit ist dehnbar. Wer sich dafür interessiert, in eine dieser Anlageformen zu investieren, sollte sich bei einem Fondsmanager genau erkundigen, was darunter zu verstehen ist und nach welchen Kriterien die Aktien ausgesucht werden.

    Donnerstag 28.06.2012

  • Schuldenfalle Studienkredit.

    Laut der „Financial Times Deutschland“ drohen der Commerzbank Klagen von Studierenden in Verbindung mit alten Ausbildungskrediten der Dresdner Bank. „Zwischen 2006 und 2009 hatte die Dresdner Bank sogenannte „Flexi-Studienkredite“ vergeben. Die Rückzahlungsmodalitäten – also Zinshöhe, monatliche Tilgungsrate, Dauer der Rückzahlung – blieben zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses offen und sollten erst bei Fälligkeit vereinbart werden“, schreibt Focus.online. Als die Commerzbank die Dresdner Bank erwarb, übernahm sie auch diese Darlehen.

    Nun berichten die Studenten, dass sie von der Commerzbank nach Auslaufen des Kredits vor die Wahl gestellt wurden, „entweder die gesamte Kreditschuld sofort zu bezahlen oder ein Umschuldungsangebot der Bank anzunehmen“, so Helge Petersen, der Anwalt von 30 Klägern. Die Bank habe außerdem wegen der aufgelaufenen Sollzinsen mit einem Eintrag bei der Schufa und sogar mit einem Inkassounternehmen gedroht.

    „Es drängt sich die Vermutung auf, dass die Bank die Umschuldung bewusst verzögert hat, um Überziehungszinsen zu erwirtschaften“, erklärt Helge Petersen abschließend.

    Quelle: www.focus.de, 18.06.2012

    Montag 25.06.2012

  • Forschungsvereinbarung gekündigt

    Nach heftiger Kritik von Datenschützern und Politikern hat das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) den Forschungsvertrag zur Datensammlung im Internet mit der Auskunftei Schufa gekündigt.

    Dass das Institut für die Schufa doch keine Daten sammeln will, begründet der HPI-Direktor Christoph Meinel damit, dass das Vorhaben zu „Missverständnissen in der Öffentlichkeit“ geführt habe. Somit könne „ein solches wissenschaftliches Projekt nicht unbelastet und mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden“, so Meinel weiter. Es sei außerdem falsch, dass es in den konkreten Forschungsvorhaben um das Ausspionieren von Geheimdaten gehe. Schließlich untersuche das HPI lediglich öffentliche Daten.

    Quelle: AFP (Siehe auch: Aktuelle Meldung vom Do., 07. Juni 2012)

    Dienstag 12.06.2012

  • Schufa sucht in sozialen Netzwerken nach personenbezogenen Daten

    Laut dem Radioprogramm NDR Info hat die Schufa ein Potsdamer Institut damit beauftragt, im Internet gezielt Daten über Verbraucher zu sammeln. NDR Info zufolge sollen unter anderem die Kontakte von Facebook-Mitgliedern herangezogen werden, um Beziehungen zwischen Personen zu untersuchen. Die Schufa wolle diese Daten mit ihren Informationen zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern verknüpfen.

    Im Forschungsprojekt – so ein weiterer Ansatz – könnten die Wissenschaftler auch untersuchen, wie die Schufa zum Beispiel über eigene Facebook-Profile versteckt „Adressen und insbesondere Adressänderungen“ anderer Nutzer erfassen könne. Angedacht sei auch, gepostete Mitteilungen von Nutzern der sozialen Netzwerke zu analysieren, um „ein aktuelles Meinungsbild zu einer Person zu ermitteln“ sowie die „automatisierte Identifikation von Personen öffentlichen Interesses, Verbraucherschützern und Journalisten“ auszuarbeiten.

    Im Fokus stehen ebenso berufliche Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, Personensuchmaschinen wie Yasni, Geodatendienste wie Google Streetview sowie Mitarbeiterverzeichnisse von Unternehmen, aus denen Daten gewonnen werden könnten, so NDR-Info.

    Quelle: NDR Info: Schufa will Daten bei Facebook & Co. Sammeln, 07. Juni, 2012
    Golem.de, Berliner Zeitung Panorama, 07.06.2012

    Dienstag 12.06.2012

  • Kreditkarten. Neue Funktechnik birgt Sicherheitslücken.

    Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) bieten die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard in Zukunft ihre Plastikkarten mit sogenannten NFC-Chips an. Diese ermöglichen es dem Kunden, zu bezahlen, ohne dass er seine Karte in ein Lesegerät stecken muss. Zahlungsvorgänge sollen somit erleichtert werden. Die Bezahlung wird per Funk abgewickelt.

    Nach Recherchen des BR birgt die neue Funktechnik jedoch Risiken. So soll es möglich sein, handelsübliche Mobiltelefone so zu präparieren, dass Daten wie die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum ausgespäht werden können. Die Betrüger müssen dazu nur das manipulierte Handy in die Nähe einer Funkkreditkarte halten.

    Mastercard dementiert den vom BR beschriebenen Handy-Angriff. Der Kreditkartenanbieter weist darauf hin, dass auch der dreistellige Sicherheitscode oder die Geheimnummer für eine Transaktion erforderlich ist. Laut dem BR wurde in einer Stichprobe bei Online-Händlern aber nicht immer danach gefragt. Wenn bei Online-Händlern auf Prüfziffern verzichtet werde, so argumentiert Mastercard, dann trage alleine der Händler das Betrugsrisiko und nicht der Kunde.

    Quelle: BR-Online, Di., 05.06.2012

    bankscore-Tipp
    Wer auf Nummer sichergehen will, kann die Kreditkarte einfach in Alufolie einwickeln. So ist der Funkkontakt unterbunden.

    Dienstag 12.06.2012

  • Schlechte Kreditberatung?

    In der Juni-Ausgabe 2012 der Zeitschrift „Finanztest“ untersucht die Stiftung Warentest die Kreditberatung bei insgesamt 17 Banken (davon 5 sogenannte Direktbanken ohne Filialnetz). Das Ergebnis ist insbesondere bei der Kreditberatung in Filialbanken „niederschmetternd“. Oft kommen die getesteten Filialbanken nicht Ihrer Aufgabe nach, den Kunden die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen weiterzugeben, die nötig sind, um die unterschiedlichen Angebote vergleichen zu können. Häufig schädigten die Geldhäuser sogar die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden, so die Süddeutsche Zeitung. (Siehe auch bankscore-Tipp).

    Die Direktbanken hingegen schnitten deutlich besser ab, unter anderem war die telefonische Beratung durchweg „sehr gut“.

    Laut dem Internetportal „Bankmitarbeiter.de“ wurden allerdings nur Filialbanken in Berlin und nicht bundesweit getestet.

    Quelle: AFP und Süddeutsche Zeitung, 16./17. Mai 2012, S. 24. Internetportal Bankmitarbeiter.de

    bankscore-Tipp
    Achten Sie beim Bankgespräch zur Kreditanfrage auf Ihren Schufa-Eintrag:

    Wenn sich ein Bankkunde nur nach den Konditionen für einen Kredit erkundigt, sollten die Banken diese Anfrage nur noch unter dem Stichwort „Anfrage für Kreditkonditionen bzw. Immobilienkreditkonditionen“ an die Schufa richten. Diese Anfrage ist für die angeschlossenen Banken und Sparkassen nicht sichtbar und bleibt ein Jahr lang gespeichert. Anfragen von Kunden laufen dennoch meist über das „Anfrage Kredit“-Verfahren, mit entsprechend negativen Auswirkungen. Lediglich Konditionsanfragen haben laut Schufa keine Auswirkung auf das Schufa-Scoring.

    Internetportal: Bankmitarbeiter.de

    Sonntag 20.05.2012

  • Beschwerden über Banken.

    Noch nie haben sich so viele Bankkunden bei den Ombudsleuten über ihre Bank beschwert: laut der Welt mehr als 13 500 im Jahr 2011. Das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Kunden beschweren sich vor allem über die Anlageberatung. Dass die meisten Kunden Ärger mit Wertpapiergeschäften haben, überraschst Verbraucherschützer nicht. Trotz Finanzkrise hat sich nur wenig an der Beratung durch die Banken verbessert, so Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, 10. Mai, 2012, S. 25

    Freitag 11.05.2012

  • Bundesgerichtshof.

    Opfer von Pharming-Attacke. Wer seine TANs auf gefälschten Internetseiten preisgibt, muss für den Schaden selbst aufkommen. Im konkreten Fall hatte der Bankkunde die Warnhinweise seiner Bank nicht beachtet und war ohne die erforderliche Sorgfalt mit seinen Transaktionsnummern umgegangen, so der Bundesgerichtshof.

    Quelle: Focus-Online, 26 April 2012

    Mittwoch 09.05.2012

  • Gesetzesänderung?

    Etwa 500.000 Menschen wird in Deutschland ein Konto verwehrt. Aber ohne Konto und Geldkarte geht heutzutage nichts mehr. Einen Anspruch darauf gibt es in Deutschland nicht. Seit 1995 gibt es lediglich eine Selbstverpflichtung der Bankenbranche, ein Girokonto für jedermann einzurichten.
    Verbraucherschützer und nun auch EU-Kommissar Barnier drängen jetzt darauf, dass die deutsche Kreditwirtschaft dazu verpflichtet wird.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, Geld, 26. April 2012, S. 24.

    Dienstag 08.05.2012

  • „Beipackzettel“ für Finanzprodukte von Banken und Sparkassen ...

    Um Anleger besser zu informieren, wollen Banken und Sparkassen ihre Informationsblätter überarbeiten. Die Ziele sind mehr Verständlichkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz.

    Die sogenannten „Beipackzettel“ sollen auf maximal 3 Seiten wie bei Medikamenten zusammenfassen, wie Sparpläne oder Fonds funktionieren, was sie kosten und wie riskant die Anlage ist.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27. März 2012

    Freitag 06.04.2012

  • Cyberkriminalität ...

    Im Jahr 2010 gab es nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) 5331 Fälle, in denen Betrüger die Zahlencodes für den Onlinebanking-Zugang ausspionierten. Im Jahr zuvor waren es rund 3000 Betrugsfälle.

    Quelle: Verbraucherschutz Sachsen, Februar 2012

    Mittwoch 04.04.2012

  • Onlinebanking. Im Schadensfall Screenshots machen ...

    Bei Verdacht einer Manipulation – etwa weil Ihnen die nach jeder Transaktion übermittelte Überweisungsbestätigung fehlerhaft vorkommt – informieren Sie sofort telefonisch Ihre Bank.

    Quelle: Verbraucherschutz Sachsen, Februar 2012

    bankscore-Tipp
    Machen Sie unbedingt einen Screenshot des betrügerischen Überweisungsvorgangs.

    Dienstag 03.04.2012

  • Welche Daten darf meine Bank (Bankauskunft) weitergeben?

    Eine Bankauskunft enthält allgemein gehaltene Feststellungen und Bemerkungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, seine Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit. Angaben über Kontostände, Sparguthaben, Depot- oder sonstige der Bank anvertraute Vermögenswerte sowie Angaben über die Höhe von Krediten werden nicht gemacht.

    Quelle:
    Allgemeine Geschäftsbedingungen der Banken

    Mittwoch 28.03.2012

  • Onlinebanking. Wenn Banken keine Haftung übernehmen.

    Derzeit stellen viele Banken die Authentifizierungsverfahren im Onlinebanking um. Das TAN- bzw. iTAN-Verfahren wird wegen betrügerischer Angriffe aus dem Internet auf das sogenannte M-TAN- bzw. SMS-TAN-Verfahren umgestellt.

    Achtung! Beim mobile-TAN- bzw. SMS-Verfahren ist es aus Sicherheitsgründen untersagt, das Gerät, mit dem die TAN empfangen wird (zum Beispiel ein Mobiltelefon), für das Onlinebanking zu nutzen. Außerdem darf das Handy während einer Überweisung nicht per Bluetooth oder Kabel mit dem Rechner verbunden sein. Im Schadensfall übernimmt die Bank keine Haftung.

    Quelle:
    Verbraucherzentrale Bayern e. V., März 2012
    Allgemeine Geschäftsbedingungen der Banken

    Dienstag 27.03.2012

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