Fragebogen: Girokonto (Privat)
Hannoversche Volksbank

30159 Hannover
Limmerstraße

BLZ 25190001
BIC VOHADE2HXXX
Gesamtnote: 6,0

Kommentar vom Bankkunden:
Ich habe im Juni 2016 bei der Hannoverschen Volksbank ein Konto eröffnet. Dazu habe ich im Vorfeld einen telefonischen Termin mit einer Mitarbeiterin der Filiale in der Minister Stüve Str. 22 ausgemacht. Zum vereinbarten Termin stand ich in der Filiale, doch die Mitarbeiterin, mit der ich den Termin dort ausgemacht hatte, arbeitet überhaupt nicht dort, sondern in der Filiale Limmerstraße. Also bin ich zur dorthin gefahren.
Es war schwer zu übersehen, dass die Mitarbeiterin mein kostenpflichtiges Girokonto eigentlich gar nicht für mich eröffnen wollte. Grund: Ich wollte es nicht als mein Gehaltskonto führen, sondern zum Einzahlen von Geld, das ich bei mir zu Hause gelagert habe. Das mache ich grundsätzlich so, da ich lieber alles was möglich ist, bar bezahle, um die Kontrolle über meine Ausgaben zu haben. Ferner bin ich ein Motorrad- und Autofreak und möchte im Falle, dass ich ein Fahrzeug entdecke, auch kurzfristig in der Lage sein es zu kaufen.
Nach einigem Hin-und Her habe ich schließlich angeboten 4500€ direkt einzuzahlen, damit die Bank ihre Gebühren gesichert hat. Schon da hätte ich eigentlich die Filiale verlassen müssen.
Innerhalb recht kurzer Zeit habe ich dann auf dieses Konto über 30000€ in Tranchen und teils auch durch Überweisungen eingezahlt. Einmal waren es 14000€ auf einmal an einem Automaten der Bank, wovon es leider nur noch sehr wenige gibt.
Etwas später erreichte mich ein Schreiben des Kriminaldienstes Hannover mit dem Vorwurf des Verdachts der Geldwäsche. Ich fiel aus allen Wolken. Mein Geld, das ich in meinem Job verdient habe und für das ich alle möglichen Steuern und Abgaben bezahlt habe, sollte ich tatsächlich "waschen", in dem ich es auf mein eigenes Konto einzahle??? Zumal der Hintergrund der Anlegung des Kontos der war, dass ich ein Haus kaufen und hierfür Geld für anstehende Gebühren und Rechnungen haben wollte. Doch das der Bank mitzuteilen, sah ich keine Notwendigkeit.

Bislang hat mich die Angelegenheit bereits 500€ Anwaltskosten gekostet. Und ein Ende ist nicht in Sicht, obwohl alles soweit im privaten Rahmen möglich, belegbar ist.
Interessante Details, die ich der Akte der Staatsanwaltschaft entnehmen konnte sind die "Verdachtsgründe im Einzlenen" (und hier wird interessant, dass die Mitarbeiterin der Bank fast wortwörtlich widergab, was ich sie im Zuge der Eröffnung gefragt, bzw. ihr gegenüber geäußert hatte. Unter anderem wollte ich wissen wieviel ich auf einmal einzahlen könne, ohne gleich in den Fokus der Justiz zu geraten. -Sollte ich vorgehabt haben Geld zu waschen, hätte ich mit Sicherheit einen anderen Weg der Informationsbeschaffung gewählt.):
- Neukunde erkundigt sich nach geldwäscherelevanten Schwellenbeträgen
- (SB)-Bareinzahlungen, die nicht zu den der Bank bekannten wirtschaftlichen Verhältnissen des Kunden passen (ich frage mich ernsthaft warum und wie diese Bank das bewerten möchte, zumal bekannt ist, dass ich mein Gehaltskonto bei einer anderen Bank führe)
- (SB) Bareinzahlungen, deren Herkunft nicht bekannt ist (ich wusste nicht, dass ich nachweisen müsste, wie ich mein Geld von meinem Gehaltskonto entnommen und just dieses dann Monate oder Jahre später auf dieses Konto eingezahlt habe).

Insgesamt eine erbärmliche Farce. Hinzu kommen die behördenähnlichen Öffnungszeiten der Bank, so dass ich aufgrund meiner Arbeitszeiten kaum eine Chance habe diese zu den Öffnungszeiten zu erreichen. Dies wiederum macht es für mich notwendig Einzahlungen auch am Automaten vorzunehmen.

Ein Fazit erspare ich mir an der Stelle. Es wäre vernichtend. Generell ist es bestürzend wie schnell man heutzutage bei der Transferierung, bzw. freien Verwendung seines eigenen Geldes kriminalisiert wird. Allein die Höhe der Beträge ist für den staatsanwaltlichen Aufwand, der hier betrieben wurde und wird, lächerlich. Zumal ein Abgleich mit meinen letzten drei Jahressteuererklärungen sicherlich meine "wirtschaftlichen Verhältnisse" hätte verdeutlichen können.