Wucherzinsen – Was ist das?

Von Zinswucher wird ausgegangen, wenn der verlangte Zinssatz doppelt so hoch ist wie der vergleichbare marktübliche Zinssatz – also beispielsweise 8 % gegenüber einem üblichen Marktzins von 4 %. Ungeachtet dessen kann jede Bank ihre Zinsen nach eigenem Ermessen festlegen.

Banken werden dennoch Grenzen nach den Vorschriften über das Wucherverbot nach § 138 BGB gesetzt. Demnach dürfen Kreditinstitute nicht die geschäftliche Unerfahrenheit, ein Mangel an Urteilsvermögen oder Rechtskenntnissen ihrer Kreditbewerber rücksichtslos zum eigenen Vorteil ausnutzen. Sittenwidrig ist ebenso, wenn eine Bank die „schwächere wirtschaftliche Lage des Kreditnehmers bei der Festlegung der Vertragsbedingungen“ absichtlich zu ihrem Vorteil ausbeutet.

Unter diesen Umständen können solche Kreditverträge für nichtig erklärt werden – notfalls per Gericht.

Quelle: Wikipedia, www.bafin.de

[Donnerstag 04. Juli 2013, 15:03]