Wollen Bausparkassen ältere Bausparverträge loswerden?

Wegen zu guten Zinsen sollen Bausparkassen scheinbar Kunden zur Kündigung ihrer älteren Bausparverträge überreden, so ein Bericht in der Fernsehsendung ARD-Ratgeber Geld.

Zuschauer berichten von seltsamen Methoden. Im konkreten Fall soll eine Wüstenrotberaterin in einem Gespräch mit einem ihrer Kunden erklärt haben, dass die Finanhaufsichtsbehörde BaFin den Bausparkassen geraten habe, ihren Kunden zu empfehlen, sich ihre zuteilungsreifen Verträge auszahlen zu lassen. Der Grund: Angeblich sei die BaFin in Sorge, dass Bausparkassen durch die hohen Zinszahlungen auf Bausparverträge finanziell zu sehr belastet würden.

Alles Quatsch, so Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Zurzeit ließen sich Vertreter der Bausparkassen verschiedene Geschichten einfallen, um Beratungs-, Änderungs- oder Kündigungsbedarf irgendwie klarzumachen. Kunden sollen sich aber hiervon nicht einschüchtern lassen, denn ein solcher Vertrag muss bedient werden und der Verbraucher hat einen Anspruch darauf.

Dass Bausparkassen vor ein paar Jahren – als das Zinsniveau noch deutlich höher war als heute – ungünstige Verträge mit Kunden abgeschlossen haben, hat den Kunden nicht zu interessieren. Das ist kein Kündigungsgrund, sondern eine schöne Kapitalanlage – für die Kunden.

Quelle:
Sebastian Hanisch/ Martina Schuster. ARD, Ratgeber Geld vom 16.02.2013. http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/geld/sendung/br/bausparkunden-16022013-100.html

[Dienstag 19. Februar 2013, 07:11]