Wie lange darf eine Überweisung dauern?

Viele Bankkunden haben es über die Feiertage bemerkt: Weil Heiligabend und Silvester auf einen Montag gefallen sind, sind Überweisungen erst sehr viel später beim Empfänger angekommen. Aber wie lange darf eine Überweisung unterwegs sein?

Laut der Bankenaufsicht (BaFin) gelten hierfür folgenden Fristen:

  • 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
  • 2 Tage für Überweisungen, die mittels eines Überweisungsvordrucks (d.h. beleghaft) in Auftrag gegeben werden.
  • 4 Tage für Überweisungen innerhalb des EWR, die nicht in Euro erfolgen.
  • Für Überweisungen in Länder außerhalb des EWR gelten keine Fristen.

Im Alltag können Überweisungen natürlich durchaus länger dauern, da sich die Fristberechnung nach den jeweiligen Geschäftstagen richtet.

Geschäftstage sind dabei die Tage, an denen alle „an der Ausführung der Überweisung Beteiligten den hierfür notwendigen Geschäftsbetrieb unterhalten“. Das heißt: Tage, an denen Ihre Bank ihre Schalter nicht geöffnet hat – somit auch Samstage, Sonn- und Feiertage sowie Tage wie Heiligabend und Silvester – sind keine Geschäftstage. Da passiert nichts.

Wenn Sie Ihre Überweisungen online tätigen, achten Sie bitte auf den jeweiligen Tageszeitpunkt. Hier hat jede Bank verschiedene Abgabefristen.

Quelle: www.bafin.de; Bayern 2, „Radiowelt“ am 10.01.2013.
Am 5. März, 2014, aktualisiert!

[Donnerstag 10. Januar 2013, 17:05]