Skimming: Mit ausgespähten Daten ans Geld

Auch wenn die Manipulation von Geldautomaten in Deutschland zurückgeht, kommen Kriminelle noch immer ans Geld von Bankkunden. Trotz neuer Sicherheitstechnik mit Bezahlkarten ohne Magnetstreifen entsteht der Bankenbranche durch Datenklau noch immer ein Millionenschaden. Laut Spiegel allein in der ersten Jahreshälfte rund acht Millionen Euro.

Eine gute Nachricht: Dank der neuen Sicherheitstechnik ist der Betrug mit Kartendubletten zurückgegangen. Dafür versuchen Kriminelle nun immer häufiger, Daten bei Zahlungen abzugreifen, die über das Internet, per E-Mail oder Telefon abgewickelt werden. Doch es gibt nach wie vor Länder, in denen Karten-Kopien genutzt werden können – vor allem: die USA.

Daher hoffen Deutschlands Banken auf der Beitritt der USA zur sogenannten EMV-Haftungsumkehr 2013. Hiernach werden die ausländischen Banken zur Kasse gebeten, sollten gefälschte Karten an nicht EMV-fähigen Geldautomaten im Ausland Schäden verursachen und eben nicht die deutschen Banken, die die Originalkarte ausgegeben haben.

Aber auch anderswo sind Skimming-Kriminelle besonders aktiv – und können direkt Geld abheben: Achten Sie besonders bei Reisen in die Türkei, in den Libanon und nach Südafrika auf Ihre EC-Karte.

Tipps: So schützen Sie sich vor Skimmern

Geben Sie die Nummer stets komplett verdeckt ein. Nutzen Sie dfür beispielsweise die freie Hand. Eine versteckte Kamera im Automatendach könnte Ihre Finger beobachten. Ohne PIN sind Ihre Kartendaten für Skimmer wertlos.

Verwenden Sie zum Betreten der Filiale und zum Geldabheben, wenn möglich, verschiedene Karten.

Geben Sie die PIN nie an Türöffnern ein. Keine Bank oder Sparkasse verlangt dies.

Quelle: www.spiegel.de

[Sonntag 14. Juli 2013, 21:28]