Schuldenfalle Studienkredit.

Laut der „Financial Times Deutschland“ drohen der Commerzbank Klagen von Studierenden in Verbindung mit alten Ausbildungskrediten der Dresdner Bank. „Zwischen 2006 und 2009 hatte die Dresdner Bank sogenannte „Flexi-Studienkredite“ vergeben. Die Rückzahlungsmodalitäten – also Zinshöhe, monatliche Tilgungsrate, Dauer der Rückzahlung – blieben zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses offen und sollten erst bei Fälligkeit vereinbart werden“, schreibt Focus.online. Als die Commerzbank die Dresdner Bank erwarb, übernahm sie auch diese Darlehen.

Nun berichten die Studenten, dass sie von der Commerzbank nach Auslaufen des Kredits vor die Wahl gestellt wurden, „entweder die gesamte Kreditschuld sofort zu bezahlen oder ein Umschuldungsangebot der Bank anzunehmen“, so Helge Petersen, der Anwalt von 30 Klägern. Die Bank habe außerdem wegen der aufgelaufenen Sollzinsen mit einem Eintrag bei der Schufa und sogar mit einem Inkassounternehmen gedroht.

„Es drängt sich die Vermutung auf, dass die Bank die Umschuldung bewusst verzögert hat, um Überziehungszinsen zu erwirtschaften“, erklärt Helge Petersen abschließend.

Quelle: www.focus.de, 18.06.2012

[Montag 25. Juni 2012, 14:41]