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Gesucht: Das gefährlichste Finanzprodukt Europas

Seit 2010 können die EU-Finanzbehörden Finanzprodukte vom Markt nehmen. Auf Initiative des Europäischen Parlamentes sind ungedeckte Leerverkäufe somit verboten worden. Doch die Liste der Finanzprodukte, die ein Totalverlustrisiko bergen, ist lang. Dennoch wurde das Instrument bislang kaum genutzt.

Das möchte der EU-Parlamentarier Sven Giegold (Grüne/EFA) nun ändern und einzelne schädliche Finanzprodukte aus dem Verkehr ziehen. Auf Initiative des Politikers wurde ein Wettbewerb unter dem Motto „das gefährlichste Finanzprodukt Europas“ ins Leben gerufen.

Bis zum 15. Februar 2013 können über die Internetseite www.gefaehrlichstes-finanzprodukt.eu Vorschläge eingereicht werden.

Eine Jury bestehend aus Ulrike Herrmann (taz-Wirtschaftskorrespondentin), Klaus Müller (Vize-Vorsitzender des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes), Markus Henn (Finanzmarktreferent WEED), Sebastian Dullien (Professor für Volkswirtschaftslehre HTW Berlin) und Antje Schneeweiß (Südwind e.V.) wählt drei der Vorschläge aus. Die drei nominierten Vorschläge werden daraufhin zur Endabstimmung ins Netz gestellt.

Giegold verspricht, sich für ein Verbot des gefährlichsten Finanzproduktes Europas stark zu machen, sobald der „Gewinner“ feststeht.

Quelle: www.sven-giegold.de; www.versicherungsbote.de; B5-Aktuell, Samstag, 25. Januar 2013

[Sonntag 27. Januar 2013, 19:07]