Rückzahlung von Kreditgebühren: Die Hinhalte-Taktik der Banken

Bankkunden können zu Unrecht erhobene Kreditbearbeitungsgebühren von den Banken zurückverlangen. So hat der Bundesgerichtshof im Oktober 2014 entschieden. Doch viele Kunden werden von ihrer Bank hingehalten oder erhalten bloß einen Teil der berechtigten Geldansprüche zurück. Das hat eine stichprobenartige Untersuchung der Verbraucherzentralen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen ergeben.

Nach Angaben der Verbraucherschützer haben hunderttausende Kreditnehmer mit Hilfe der Verbraucherzentralen ihr Geld sowie eine Nutzungsentschädigung zurückgefordert. Eile war geboten, denn Anfang 2015 war ein Großteil der Rückerstattungsansprüche verjährt. Betroffen waren Darlehen, die in den Jahren 2004 bis 2011 abgeschlossen wurden.

Viele Kunden berichten entweder gar keine Reaktion auf ihre Forderung oder zumindest keine Ablehnung erhalten zu haben. Andere haben sich von allgemein gehaltenen Schreiben der Banken hinhalten lassen und haben auf eine Rückzahlung gehofft. Somit wurde oft bis zum 31. Dezember 2014 keine außergerichtliche Streitschlichtungsstelle eingeschaltet. Mit Folgen. Denn Anfang Januar 2015 erhielten Kunden von der Targo Bank, der Sandander Consumer Bank sowie auch von vielen Sparkassen die Antwort, dass der Anspruch verjährt sei.

Laut FAZ können Bankkunden eine Rückerstattung von 2012 gezahlten Gebühren noch bis Ende 2015 fordern.

Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/verbraucherschuetzer-monieren-bank-tricks-bei-rueckzahlung-von-kreditgebuehren-13478898.html
Donnerstag, 12. März 2015

[Freitag 13. März 2015, 20:30]