Provisionsverbot für Bankberater: Negative Erfahrungen aus Großbritannien

Seit Anfang 2013 sind Provisionen für den Verkauf von Finanzprodukten auf der britischen Insel verboten. Stattdessen bezahlt der Kunde dem Berater sein Honorar direkt. Damit sollte dem Verkauf von schlechten Produkten, die nur noch wegen der hohen Provisionen empfohlen wurden, ein Riegel vorgeschoben werden.

Aber der Schuss ist nach hinten los gegangen. Denn Bankkunden mit wenig Geld sind für die Banken uninteressant geworden. Da ist einfach zu wenig verdient, denn als Honorar werden laut Süddeutsche Zeitung zwischen 0,5 und 1,0 % der Anlagesumme verlangt. Die britische Erfahrung zeigt, dass die Geldinstitute sich vom Anlagegeschäft mit normalen Kunden verabschieden. Folglich haben Kunden mit geringen Einkommen weniger Chancen auf eine gute Finanzberatung.

In Deutschland besteht kein Provisionsverbot. Vielmehr müssen Banken laut Entschied des Bundesgerichtshofes ihre Provisionen offenlegen (Wie es trotzdem umgangen wird siehe: https://bankscore.de/aktuelle-meldungen.html?id=200). Ein deutscher Honorarberater verlangen derzeit zwischen 130 bis 220 Euro pro Stunde, so S.Z.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Freitag, 23. August 2013.

[Montag 26. August 2013, 16:04]