Prepaid-Kreditkarten - eine Mogelpackung?

Prepaid-Kreditkarten funktionieren ähnlich wie Prepaid-Karten für Mobiltelefone. Die Prepaid-Kreditkarte wird vom Kontoinhaber über das Girokonto mit einer bestimmten Geldsumme aufgeladen, die ihm dann für den Zahlungsverkehr zur Verfügung steht. Laut Banken und Sparkassen verspricht das dem Bankkunden den Vorteil, seine Ausgaben vollständig unter Kontrolle zu haben – schließlich kann dieser nur so viel Geld ausgeben, wie er auf die Karte aufgeladen hat.

Die ARD-Sendung „Ratgeber Geld“ vom 30. Juni 2012 hat das Bankprodukt genauer unter der Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass der Begriff „Prepaid“ oftmals mit Vorsicht zu genießen ist. Einige Bankkunden berichteten, dennoch ins Minus gerutscht zu sein. In diesen Fällen wurde auf das Girokonto zurückgegriffen und der fällige Betrag von dort abgebucht.

Auch sind diese Karten nicht unbedingt günstig. Die von der ARD-Sendung durchgeführten Stichproben waren ernüchternd. Es stellte sich beispielsweise heraus: Ein einmaliger Kaufpreis der Prepaid-Kreditkarte in Höhe von bis zu 50 Euro kann anfallen, auch Jahresgebühren bis zu 117 Euro und Gebühren für Zahlungen in Nicht-Euro-Ländern zwischen einem und 2,75 Prozent der Rechnungssumme werden mitunter fällig. „Mancher Anbieter verlangt sogar für jede Transaktion, also pro Karteneinsatz, einen Euro“ oder eine Gebühr von bis zu 50 Cent bei der Guthabenabfrage.

Quelle: Ratgeber Geld, ARD. Fernsehbeitrag vom 30.06.2012

[Sonntag 01. Juli 2012, 20:53]