Nahrungsmittel-Spekulationen: Banken steigen aus

Investmentbanken spekulieren an den Börsen weltweit mit Agrar-Rohstoffen. Diese Finanzgeschäfte können zu Hungerkrisen beitragen, schriebt die Verbraucherschützer-Organisationen Foodwatch in einer Protest-Mail-Aktion an die Deutsche Bank.

Seit der Veröffentlichung des Foodwatch-Reports “Die Hungermacher” vom Oktober 2011 fordert die Organisation die Banken auf, alle spekulativen Handelsgeschäfte mit Agrarrohstoffen einzustellen. Jetzt folgt die DZ Bank dem Aufruf.

Die DZ Bank – Dachorganisation von 900 Volks- und Raiffeisenbanken – und ihre Fondstochter Union Investment steigen aus Spekulationsgeschäften mit Getreide und anderen Agrarrohstoffen aus. Vorstand Lars Hille erklärt, dass es “derzeit keine Nachfrage nach solchen Produkten” gebe. Wertpapiere auf Basis von Agrarrohstoffen werden somit 2013 auslaufen. Nachfolgeprodukte, auch von anderen Banken, würden nicht neu aufgelegt.

Die Deutsche Bank hingegen verzichtet nicht auf Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln. Dazu erklärt eutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen laut der Süddeutschen Zeitung, es gebe kaum stichhaltige Belege für die Behauptung, dass die zunehmende Bedeutung von Agarfinanzprodukten für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich ist.

Quelle: www.foodwatch.org, www.welt.de, Süddeutsche Zeitung, Dienstag, 28. Mai, 2013

[Samstag 01. Juni 2013, 10:10]