Kündigung von Bausparverträgen: Banken bekommen Schützenhilfe

Kündigungen gut verzinster Bausparverträge durch die LBS Bayern, Wüstenrot, Schwäbisch Hall und die LBS West, um sich von hohen Zinsversprechen zu befreien, haben bei Kunden Empörung ausgelöst.

Laut der Süddeutschen Zeitung können Bausparkassen sich künftig auf ein Urteil des Landesgerichts Mainz berufen (Az.:5o1/14). Das Gericht stellte klar, dass der Zweck des Bausparens die Erlangung eines Darlehens sei. Der Haken: Von der Kündigung betroffen waren Verträge, die seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind, von den Kunden aber nicht in Anspruch genommen worden waren. Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, wehrt sich gegen eine solche Auslegung: „… solange der Bundesgerichtshof für diese Praxis kein grünes Licht gegeben hat, handeln die Bausparkassen in einer Grauzone“.

Aus Sicht der Finanzaufsichtsbehörde BaFin belasten die Altverträge allerdings die Bausparkassen besorgniserregend, so berichtet die Wirtschaftswoche. Deshalb versucht die BaFin, das Bundesfinanzministerium dafür zu gewinnen, „das Bausparkassengesetz so zu ändern, dass Altsparern künftig leichter gekündigt werden kann – notfalls sogar von der Aufsichtsbehörde selbst“, so das Handelsblatt.

Quelle:
Süddeutsche Zeitung. Dienstag, 9. Dezember 2014. Von Markus Zydra
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/bausparvertraege-bafin-draengt-kassen-zu-kuendigung/11084528.html Samstag, 6. Dezember 2014

[Mittwoch 10. Dezember 2014, 07:45]