Kreditkarten. Neue Funktechnik birgt Sicherheitslücken.

Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) bieten die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard in Zukunft ihre Plastikkarten mit sogenannten NFC-Chips an. Diese ermöglichen es dem Kunden, zu bezahlen, ohne dass er seine Karte in ein Lesegerät stecken muss. Zahlungsvorgänge sollen somit erleichtert werden. Die Bezahlung wird per Funk abgewickelt.

Nach Recherchen des BR birgt die neue Funktechnik jedoch Risiken. So soll es möglich sein, handelsübliche Mobiltelefone so zu präparieren, dass Daten wie die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum ausgespäht werden können. Die Betrüger müssen dazu nur das manipulierte Handy in die Nähe einer Funkkreditkarte halten.

Mastercard dementiert den vom BR beschriebenen Handy-Angriff. Der Kreditkartenanbieter weist darauf hin, dass auch der dreistellige Sicherheitscode oder die Geheimnummer für eine Transaktion erforderlich ist. Laut dem BR wurde in einer Stichprobe bei Online-Händlern aber nicht immer danach gefragt. Wenn bei Online-Händlern auf Prüfziffern verzichtet werde, so argumentiert Mastercard, dann trage alleine der Händler das Betrugsrisiko und nicht der Kunde.

Quelle: BR-Online, Di., 05.06.2012

bankscore-Tipp

Wer auf Nummer sichergehen will, kann die Kreditkarte einfach in Alufolie einwickeln. So ist der Funkkontakt unterbunden.

[Dienstag 12. Juni 2012, 16:39]