Kreditkarte: Rückzahlung von Kreditzinsen

Tausende Barclays-Kreditkartenkunden in Deutschland haben einen Anspruch auf Rückerstattung für zu viel gezahlte Kreditzinsen. So beurteilt Edda Castelló, Finanzexpertin der Hamburger Verbraucherzentrale, ein „bahnbrechendes Urteil“ des Berliner Oberlandesgerichts. Voraussetzung ist, dass die Kunden eine sogenannte revolvierende Kreditkarte haben, und in ihren Kartenverträgen (zwischen 1999 und 2011 abgeschlossen) eine unklare Formulierung zur Zinsanpassung enthalten ist.

Im vorliegenden Fall hat Barclaycard den früheren Kunden Ali Yildiz verklagt, weil er sich geweigert hatte, Kreditzinsen von fast 20 Prozent zu bezahlen – diese empfand er als unsittlich. Das Gericht entschied nun, dass die zugrunde gelegten Zinssätze neu berechnet werden müssen, weil sie die Zinsanpassungsklausel als „unzweifelhaft unwirksam“ ansehen.

Generell rät Castelló Kartenkunden davon ab, einen Kreditkartenkredit in Anspruch nehmen. Vielen Kunden gelingt nämlich die Rückzahlung nur durch eine Inanspruchnahme eines immer höheren Kredits. Laut der „Welt“ werden diese sogenannten echten Kreditkarten, „weil hier tatsächlich ein Kredit gewährt wird, in Deutschland vor allem von der Barclays Bank, der Citibank und der Royal Bank of Scotland angeboten.“

Quelle: Stephan Maaß, www.welt.de, Dienstag, 12. November, 2013

[Mittwoch 13. November 2013, 22:47]