Internet-Kriminalität. Versicherungspolicen mit Online-Schutz

Die Versicherungsbranche hat das Internet für sich entdeckt. Die Sorge der Bankkunden, dass Cyber-Kriminelle ihre Kreditkartenummern und Kontendaten abgreifen oder die Angst, bei Internet-Käufe im Netz übers Ohr gehauen zu werden, wächst. Spezielle Versicherungsprodukte mit „Online-Schutz“ sollen diese Gefahren abdecken.

Verbraucherschützer sehen diese Entwicklung kritisch, denn in der Regel ist eine Spezial-police nicht immer nötig. Oft genügt eine Versicherung wie die Haftpflichtversicherung um Internetrisiken abzudecken.

Der Schutz bei Kreditkartenmissbrauch beispielsweise gehört zum Standardumfang der meisten Rechtsschutzversicherungen, sagt Timo Voss vom Bund der Versicherten.
Phishing, also das Abgreifen von Daten z.B. über gefälschte E-Mails von Banken, ist häufig in der Hausratversicherung mitversichert. Ist dennoch der Geldverlust beim Onlinebanking erheblich, wird der Bankkunde oft auf einen Teil des Schadens sitzen bleiben. Je nach Vertrag zwischen 0,5 und 2 % der Deckungssumme, so Voss.

Quelle: Patrick Hagen, S.Z. Samstag/Sonntag, 27./28. Juli, 2013

[Mittwoch 31. Juli 2013, 19:07]