Informationsblätter durchgefallen

Seit Juni 2012 müssen Finanzdienstleister, die geschlossene Fonds oder andere Kapitalanlagen anbieten, ihre Kunden durch ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) über das Anlageprodukt aufklären. In kurzer und verständlicher Form soll es Kunden über Chancen und Risiken des Anlageprodukts, sowie über die Provisionen für den Vermittler informieren.

In Zusammenarbeit mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Stiftung Warentest in einer Untersuchung festgestellt, dass kein einziges der untersuchten Informationsblätter gesetzeskonform ist. Der Grund sind meist zu ungenaue Angaben über die Konditionen. Schon einfachste Vorschriften wie die Veröffentlichung des Infoblatts auf der Webseite der Anbieter werden missachtet.

Wenn schon die Informationen mangelhaft sind, so Dorothea Mohn, Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, dann kann es um die Qualität der angebotenen Produkte kaum besser stehen. Das belegen auch Erfahrungen aus der Finanzberatung der Verbraucherzentralen.
Aufgrund mangelhafter Informationen und häufiger Falschberatung bei geschlossenen Fonds fordern die Verbraucherschützer „den aktiven Vertrieb solcher Vermögensanlagen an Privatanleger zu verbieten.“

Quelle: Pressemitteilung der vzbz am 21.05.2013

[Sonntag 26. Mai 2013, 16:04]