Grauer Kapitalmarkt: Verhaltenstipps

Mit dem „Aktionsplan für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt“ von Justizminister Heiko Maas und Finanzminister Wolfgang Schäuble sollen Privatanleger in Zukunft besser vor Investments am Grauen Kapitalmarkt geschützt werden. Aber worauf sollen Kunden im Beratungsgespräch achten? Das Handelsblatt hat ein paar Tipps:

Misstrauen Sie hohen Renditen

Gerade in Zeiten niedriger Zinsen, sind zweistellige Renditen sowieso suspekt, aber Sie sollten auch bei mancher Anleihe mit sechs Prozent Zins kritisch sein. Wenn behauptet wird, man könne Festgeldangebote und Anleiheanbieter gehörig überbieten, ist das unglaubwürdig.

Lesen Sie alle Unterlagen

Eine Abkürzung gibt es nicht. Lesen Sie das ganze Material. Hat der Berater nur eine nette Broschüre mitgebracht, dann sollten Sie im Internet den vollständigen Prospekt herunterladen. Anbieter sind bei Fonds verpflichtet, alle Risiken aufzuzählen. Wenn Sie querlesen möchten, sollten Sie zumindest die Prognoseplanung auf Plausibilität überprüfen. Wichtig ist die komplette Lektüre des Zeichnungsscheins.

Nehmen Sie Zeugen mit

Machen Sie sich bewusst, dass Bankberatern oft unter Verkaufsdruck stehen. Es gilt zwar, dass das Besprochene im Beratungsprotokoll festgehalten wird, aber im Zweifelsfall sichert das eher den Berater als den Kunden ab. Nehmen Sie also einen Bekannten als Zeugen zum Gespräch mit.

Hinterfragen Sie die Kosten

Fragen Sie direkt, was der Bankberater bei dem von ihm empfohlenen Finanzprodukt verdient. Es ist Ihr Recht und vielleicht wird Ihnen dann klar, warum ihr Vermittler Ihnen gerade dieses Investment ans Herz legt.

Quelle: www.handelsblatt.com
Von Katharina Schneider. Donnerstag, 22. Mai, 2014

[Samstag 31. Mai 2014, 18:22]