Geldoasen der globalen Elite

Die ”PanamaPapers”-Recherchen basieren nach Angaben der daran beteiligten Medien auf einem Datenleck bei der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama. Es handelt sich um 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen in Panama, auf den britischen Jungferninseln und in weiteren Steueroasen. Die Firmen wurden laut Focus von der Kanzlei gegründet und zu Preisen von 1000 Dollar aufwärts vertrieben. Es sei nicht verboten, Briefkastenfirmen zu gründen. Der Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung liege jedoch auf der Hand.

Laut Süddeutscher Zeitung zeigen die Unterlagen, dass mindestens 28 deutsche Banken tausenden Bürgern, darunter auch Prominente, dabei halfen, Geld in Briefkastenfirmen zu verstecken. Wer genau sein Geld in Panama geparkt hat, kommt nun scheibchenweise an den Tag. Laut Handelsblatt befinden sich darunter auch deutsche Firmen wie Siemens.

Quelle:
Handelsblatt Finance Today
Dienstag, 5. April 2016. Von Martin Dowideit

Focus am Dienstag, 5. April 2016

[Mittwoch 06. April 2016, 14:41]