Geldanlage: Verluste durch falsche Bankberatung

Ob offene Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen oder Goldfonds: Wenn der Bankkunde wegen falscher Informationen und Beratung alles auf ein angepriesenes Anlageprodukt setzt, verdient oft nur die Bank, die die Provision kassiert.

Warum Privatanleger immer wieder falsche Anlageentscheidungen treffen? Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, sieht vor allem zwei Verantwortliche: Die Geldinstitute und die Fondsgesellschaften. „Jedes Jahr bringen beide neue Produkte raus, diese wollen sie natürlich verkaufen – und bewerben sie deshalb als neues Wunderprodukt.“ Noch dazu komme die mangelhafte Qualifikation mancher Bankberater. „Ein guter Berater weiß, dass sein Kunde das Portfolio streuen und nicht nur in das Produkt investieren sollte, was gerade das neueste auf dem Markt ist“, erläutert Nauhauser.

Einfache Aktien- und Anleiheportfolios seien daher der beste Weg für eine langfristige Anlage, rät Nauhauser. Das richtige Portfolio könne bei überschaubarem Risiko das investierte Geld über einen langjährigen Zeitraum nicht nur sichern, sondern durchaus auch vermehren.

Um auch mit wenig Geld möglichst breit zu streuen, empfehlen Vermögensverwalter, auf die sogenannten Exchange-Traded Funds – kurz: ETFs, börsengehandelte Fonds, zu setzen. Auch Nauhauser sieht diese passiven Anlagen als den Weg zum Erfolg.

Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/geldanlage-mit-diesen-geheimtipps-lagen-bankberater-daneben-a-1053941.html
Montag, 28.12.2015. Von Tillmann Becker-Wahl

[Donnerstag 07. Januar 2016, 16:38]