Gebühren, die Banken nicht verlangen dürfen

Trotz Gerichtsurteile oder gesetzlicher Vorgaben kommt es immer wieder vor, dass Banken Geld für Leistungen verlangen, die sie kostenlos erbringen müssen. Was die Bank in Rechnung stellt, sollte der Bankkunde daher immer kontrollieren, rät Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Beispiele:

Nicht erlaubt ist eine Gebühr immer dann, wenn das Geldinstitut eine gesetzliche Pflicht erfüllt wie:

  • die Änderung von Freistellungsaufträgen,
  • das Verbuchen eingehender Raten für ein Baudarlehen und eine entsprechende Information an den Kunden.

Gratis müssen auch Leistungen sein, die ein Geldinstitut im eigenen Interesse ausführt wie:

  • die Wertermittlung einer Immobilie,
  • die Bearbeitung von Verbraucherkrediten,
  • die Berechnung von Darlehen jeder Art ( BGH XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13),
  • das Einrichten oder Auflösen von Girokonten oder Sparbüchern,
  • das Führen eines Darlehenskontos (BGH XI ZR 388/10).

Außerdem dürfen Geldinstitute kein Geld für‘s Wechseln von Depots einfordern oder für die notwendige Nachforschung, ob eine Überweisung beim Empfängerkonto angekommen ist.

Achtung! Bereits abgebuchte, unzulässige Entgelte können in der Regel drei Jahre lang zurückgefordert werden, erklärt Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gebuehren-wofuer-banken-geld-verlangen-duerfen-1.2618094
Sonntag, 23. August 2015. Von Berrit Gräber

[Dienstag 25. August 2015, 21:18]