Falsche Auskünfte: Von der Schufa kaltgestellt

Wer einen Kredit braucht, muss kreditwürdig sein. Um das zu prüfen, holt die Bank bei der Schufa eine Auskunft über die Bonität des Bankkunden ein. 66 Millionen Bundesbürger sind von der Schufa erfasst. Das ist so gut wie jede erwachsene Person in Deutschland. Deutschlands größte Auskunftei gibt jeder Person eine Note, den sogenannten Basisscore. Je höher dieser Prozentsatz, umso besser die Kreditwürdigkeit.

Bei der Berechnung des Basisscore können jedoch Fehler passieren. Für Bankkunden haben die mitunter fatale Folgen, so die ARD-Fernsendung Ratgeber Geld vom 08.06.2013. Im vorliegenden Fall tappte Herr G. in jene Schufa-Falle. Ein Hartz-4-Empfänger? Weit gefehlt.

Herr G. ist als Manager festangestellt und verdient gut, besitzt sogar eine teure Immobilie. Trotzdem wird seine Kreditkarte plötzlich eingezogen – wegen eines Schufa-Eintrags. Als er umziehen will, geht der Albtraum weiter. Aufgrund seiner negativen Bonitätseinschätzung kündigt ihm unter anderem der Stromanbieter.

Laut Verbraucherzentralen ist Herr G. kein Einzelfall. Oftmals liegt es demnach an Fehlern in der Berechnung der Schufa-Note, wenn Kunden als nicht kreditwürdig abgestempelt werden. Hier spielen, laut ARD-Ratgeber, nämlich nicht etwa der Beruf, der Arbeitgeber, der Kontostand oder der Einkommen eine Rolle. Ins Gewicht fallen vielmehr Daten wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum, sowie derzeitige und frühere Wohnorte. Wichtig sind auch Kreditanfragen, Zahlungsrückstände oder Mahnungsverfahren.

Was kann ich tun?

Wer Kredit braucht, muss zwar seine Kreditwürdigkeit offenlegen – aber keinen Nachteil durch die Schufa hinnehmen, so der ARD-Ratgeber Geld.

Holen Sie regelmäßig eine Selbstauskunft ein. Das ist Ihr gesetzliches Recht. Einmal im Jahr kann jeder deutsche Bürger kostenlos eine Eigenauskunft von der Schufa wie auch von Creditreform, Bürgel, Arvato Infoscore, Accumio, Deltavista, etc. einforden, online geht das etwa über www.meineschufa.de.

Falls Sie fehlerhafte Informationen über sich entdecken, fordern Sie die Schufa per Brief oder E-Mail zur Korrektur auf. Droht größerer Schaden – wie im Fall des Herrn G. – sollten Sie sich überlegen, einen Anwalt zu kontaktieren.

Quelle: Isabella Schels, ARD-Ratgeber Geld, Fernsehbeitrag vom 08.06.2013

[Montag 10. Juni 2013, 17:05]