Entgeltaufstellung: Durchblick bei Girokonto-Gebühren

Ende Oktober 2018 tritt die letzte Stufe der EU-Zahlungskontenrichtlinie in Kraft. Ab diesen Zeitpunkt muss Ihre Bank einmal im Jahr genau aufschlüsseln, was Sie für Ihr Konto ausgegeben haben.

Denn nicht einmal die Konten, die als kostenlos beworben werden, sind wirklich gebührenfrei. Wenn Geldinstitute oder auch Vergleichsportale von „kostenlos“ reden, meinen sie in der Regel, dass keine Kontoführungsgebühren anfallen.

Wie Finanztip herausgefunden hat, gibt es keine einheitliche Linie, wie die Banken die neue Regelung umsetzen müssen. Gegenüber Finanztip erklärten einige Banken, dass ihre Kunden immer nur die Daten des Vorjahres bekämen. Und von 2018 nur die Kosten ab dem 31. Oktober. Vermutlich werden viele Banken es so handhaben. Demnach gibt es eine ganzjährige Aufstellung erst ab 2020.

Noch was: Manche der befragten Banken werden die Entgeltaufstellung nicht automatisch ihren Kunden zu senden, sondern nur auf Anfrage zur Verfügung stellen. Die Bankenaufsicht Bafin spricht jedoch davon, dass die Kostenaufstellung den Bankkunden mindestens einmal jährlich ausgehändigt werden muss.

Quelle:
Finanztip Newsletter vom Nr. 43 / 2018 – 26. Oktober

[Montag 29. Oktober 2018, 18:35]