Eine moderne Form der Pfandleihe

Ihr Unternehmen steckt in einem Liquiditätsengpass. Aufträge kommen zwar rein – was aber tun, wenn die Bank trotzdem keinen Kredit gewährt?

Eine Lösung könnte die Finanzierungsform „Asset Based Finance“ (ABF) sein, eine Finanzierung auf Basis von Unternehmensaktiva. Vor allem für das produzierende Gewerbe mit teuren Maschinen kann dieses Modell interessant sein.

Und so funktioniert es: Die Firma verkauft Firmeneigentum, zum Beispiel Maschinen, an einen Spezialfinanzierer und mietet sie von diesem zurück. Dieses Instrument nennt man „sales-and-lease-back“. Zahlen muss das Unternehmen dann eine monatliche Leasingrate. Nach vier bis fünf Jahren gehören die Maschinen in der Regel wieder dem ursprünglichen Eigentümer.

Was kann man auf diese Art und Weise zu Geld machen? Grundsätzlich alles, was verkäuflich ist und nicht als Absicherung von Darlehen dient. Dazu gehören: Mobiles und immobiles Anlagevermögen, Forderungen, geistiges Eigentum, Marken und Patente.

Tipp: Unternehmer mit Liquiditätsengpässen sollten bereits bevor sie eine Anschaffung tätigen Lieferanten auf Leasingangebote ansprechen. Denn die Hersteller sind oftmals auch dann an potenziellen Kunden interessiert, wenn diese vorübergehend nicht über genügend Geld verfügen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 5. September, 2012

[Sonntag 23. September 2012, 21:09]