Eigenheimkauf. Kostenfalle: Die monatliche Kreditrate.

Der Traum vom Eigenheim läßt sich kaum ohne einen Bankkredit verwirklichen. Viele Verbraucher rechnen sich oft den Kredit für die eigenen vier Wände schön. Vor allem verschätzen sich die Immobilienkäufer bei der Berechnung der monatlich zumutbaren Kreditrate. Ungeachtet steigender Immobilienpreise und um ein Geschäft zu machen, bieten Banken gleichwohl das Eigenheim als ideale Geldanlage und Altersvorsorge an.

Für Deutschlandfunk „Verbraucher Tipp“ rechnet die LBS Münster anhand eines Immoblieninserates eines Maklers vor, wie ein Kaufpreis von 349.000 Euro eher bei 373.430 Euro liegt. Die in dem Inserat als wörtlich „ geschätzte monatliche Rate 800,96 Euro“ hält somit nicht.
„Die tatsächliche monatliche Kreditrate hängt vor allem von der Eigenkapitalquote, der Laufzeit und der Kreditwürdigkeit des Kunden ab“, erklärt der LBS Mitarbeiter. Dazu kommen noch die Nebenkosten zum Kaufpreis – Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, Notarkosten und Gebühren.

Wenn dann das Haus gekauft ist, muss man auch leben. Die eigenen Lebenshaltungs-kosten stehen zu oft beim Immobilienkauf hinten an. Banken rechnen in der Regel bei zwei Erwachsenen, dass ungefähr 820 Euro monatlich auf jeden Fall vorhanden sein sollten. Der Bedarf von Kindern ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Diese “Haushaltspauschalen” aber sind, laut der Verbraucherzentrale NRW, viel zu niedrig. Zu gerne werden Kosten für Zeitungsabo, Zuzahlung für Medikamente, Versicherungen oder Vereinsbeiträge einfach „vergessen“, nur um der Traum in Erfüllung gehen zu lassen.

Quelle http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/2177530/

[Freitag 19. Juli 2013, 22:10]