Das ABC der Geldanlage-Tipps

Die Stiftung Warentest hat den Ratgeber “Geldanlage für Faule” herausgebracht. Hier die wichtigsten Tipps:

Tipp 1: Kassensturz

Die erste Frage lautet: Wie sieht meine finanzielle Situation aus? Denn sind eventuelle Schulden höher als die Habenseite, gilt die Faustregel: Zuerst Schulden tilgen.

Tipp 2: Vorhandene Verträge überprüfen

Bevor Geld woanders investiert wird, muss Grundlegendes abgesichert sein. Mit anderen Worten: bestehende Versicherungsverträge müssen überprüfen werden. Womöglich sollten neue Verträge abgeschlossen werden oder alte ersatzlos gekündigt.

Tipp 3: Notgroschen zurücklegen

Immer ein Polster für unerwartete Ausgaben zurücklegen! Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern. In Zeiten von niedrigen Zinsen ist das Geld am besten auf das Tagesgeldkonto geparkt. Denn dann ist der Notgroschen sofort verfügbar.

Tipp 4: Sparkonto für mittelfristiges Sparen

Wer beispielsweise auf ein eigenes Auto spart, dem empfiehlt die Stiftung Warentest, ein Sparkonto anzulegen. In Unterschied zum normalen Girokonto wird zwar Geld abgehoben und eingezahlt, darüber hinaus können aber keine weiteren Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen getätigt werden. Sparkonten sind ebenso wie Tagesgeldkonten variabel verzinst. Wird das Sparkonto online geführt, gibt es etwas höhere Zinsen.

Tipp 5: Banksparplan

Wenn man auf etwas Bestimmtes sparen möchte, ist auch ein Banksparplan, laut Stiftung Warentest, eine Überlegung wert. Und das geht so: Der Kunde vereinbart mit seiner Bank einen festen Betrag, den er per Bankeinzug monatlich auf sein Konto einzahlt. Der Banksparplan hat meistens eine feste Laufzeit oder ist nach einer festgelegten Sperrfrist kündbar.

Tipp 6: Der Bausparvertrag

Bei einer längerfristigen Geldanlage (ab 7 Jahre), sollte man das sogenannte „Rendite-Bausparen“ nicht außer Acht lassen. In Frage kommen Bausparverträge nämlich nicht nur für der Erwerb einer Immobilie, sondern auch als reine Geldanlage. Hier ist das Ziel nicht, ein günstiges Darlehen zu sichern, sondern eine bestmögliche Verzinsung in der Ansparphase. Denn die Verzinsung ist in den Rendite-Bausparverträgen meist recht gut. Allerdings lohnt sich diese Geldanlage nur, wenn man bis zum Schluss durchhält. Dann winkt nämlich einen Bonus obendrauf.

Tipp 7: Festgeldkonten

Für bereits gespartes Geld lohnt sich ein Festgeldkonto oder ein Sparbrief. Bei beiden Geldanlageformen erhält man feste Zinsen für eine festgelegte Laufzeit.
Wenn man für eine längere Zeit auf das Geld verzichten kann sind Sparbriefe geeignet. „Ihr Vorteil gegenüber dem Festgeld: Sie laufen automatisch aus, müssen also nicht gekündigt werden. Und: Kauf, Verwahrung und die Einlösung von Sparbriefen sind kostenlos“, so wiwo.de.
Wegen die niedrigen Zinsen sollte man beim Festgeld sich nicht allzu lange festlegen. Stiftung Warentest rät eher zu dreijähriges als zehnjähriges Festgeld.

Tipp 8: Das Eigenheim als Altersvorsorge

Nach wie vor wird das Eigenheim als die beste Absicherung im Alter angesehen. Dennoch warnt die Stiftung Warentest: Denn auch wenn die Zinsen für einen Darlehen im Moment sehr niedrig sind, muss die finanzielle Belastung über viele Jahre geschultert werden. Auf lange Sicht darf das Geld also nicht für etwas anderes benötigt werden.
Bausparverträge und Banksparpläne – laut Stiftung Warentest insbesondere in der Riester-Variante – sind die Klassiker, wenn es um Eigenheimsparen geht. Das angesparte Geld aus einem Riester-Vertrag wird durch staatliche Zuschüsse und Steuervorteile zusätzlich aufgestockt.

Tipp 9: Der Dispo

Der Dispositionskredit ist die einfachste, aber auch sehr teure Option, sich kurzfristig Geld zu leihen. Der Kunde zahlt quasi den Kurzfrist-Kredit mit dem nächsten Geldeingang auf dem Konto wieder zurück. Achtung: Manche Banken nehmen bis zu 14 oder gar 18 % Überziehungszinsen.

Tipp 10: Der Rahmenkredit statt teuren Dispo

Vermeiden Sie die Dispo-Falle, indem Sie einen Rahmenkredit bei Ihre Bank einrichten lassen. In der Regel sind die Zinsen deutlich niedriger als die, die beim Dispo fällig werden. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie den Kredit in einem Betrag oder in Raten zurückzahlen.

Quelle: www.wiso.de/finanzen, 24.09.2013

[Mittwoch 16. Oktober 2013, 20:14]