Darf meine Bank mein Darlehen „weiterverkaufen“?

Ja. Vor allem beim neueren Darlehensverträgen sollten Sie aufpassen. Denn in der Regel befindet sich darin eine Klausel, in der der Kunde einer Abtretung der Darlehensforderung von vornherein zustimmt, so BaFin.

Hat Ihre Bank Ihr Darlehen ohne Ihre Zustimmung “verkauft”, verweist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht maßgeblich auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27. Februar 2007 (Az.: XI ZR 195/05). Hier stellt das Gericht klar, dass eine Abtretung/Übertragung der Darlehensforderung weder gegen das Bankgeheimnis noch gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt. Denkbar wäre ein Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht bzw. gegen weitere datenschutzrechtliche Bestimmungen. Gegebenenfalls könne das zu einem Schadensersatzanspruch führen. Dies ändere jedoch nichts an die Wirksamkeit der Forderungsabtretung.

Für den Fall, dass ein Gläubigerwechsel stattgefunden hat, bleiben die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertrag unberührt. Der Forderungserwerber tritt somit in vollem Umfang in den Vertrag ein und Sie können Ihre verträgliche Rechte einfordern.

Quelle: www.bafin.de/SharedDocs/FAQs/

[Freitag 07. März 2014, 12:12]