BGH verbietet Mindestpauschalen für Kontoüberziehung

Wer sein Konto auch nur für kurze Zeit um ein paar Cent überzieht, kann bei manchen Banken um ein Mehrfaches an Gebühren zur Kasse gebeten werden.

Laut Bundesgerichtshof dürfen Banken jedoch Kontoinhabern für eine geduldete Überziehung keine Mindestpauschale berechnen. Damit hat der BGH in Karlsruhe Klagen von Verbraucherschützern stattgegeben. Denn derartige Klauseln, so das Gericht, benachteiligen die Kunden in unangemessener Weise, weil diese unabhängig von der Höhe und Laufzeit des Kredits den Aufwand für die Bearbeitung tragen müssen.

Geduldete Überziehung heißt, dass der Kontoinhaber nicht nur ins Minus rutscht, sondern dabei auch noch seinen Dispokredit überschreitet. Kassiert das Institut dafür nicht einfach Zinsen, sondern grundsätzlich ein Mindestentgelt, kann das für den Kunden sehr ungünstig sein. (Az. XI ZR 9/15 und XI ZR 387/15)

Quelle:
dpa
http://web.de/magazine/geld-karriere/bgh-untersagt-mindestpauschalen-kontoueberziehung-31978634
Dienstag 25. Oktober 2016

[Donnerstag 27. Oktober 2016, 08:11]