Beratungsprotokolle – Verbraucherrechte gestärkt?

Seit dem 1. Januar 2010 müssen Banken bei Anlageberatungen Protokolle verfassen und ihren Kunden übergeben. Ursprünglich sollte diese Regelung dem Schutz der Verbraucher dienen. Laut der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg dient das Anlageprotokoll aber im Gegensatz dazu oftmals eher dem Schutz der Geldinstitute.

Im konkreten Fall musste ein Kunde der Volksbank Lahr eine Empfangsbestätigung für ein Beratungsprotokoll unterschreiben; mit dieser Unterschrift bestätigte er aber zugleich falsche Angaben zu Anlagezielen, Anlagehorizont, finanzieller Situation und Risikobereitschaft als richtig und vollständig. Diese Vorgehensweise, so die Verbraucherschützer, sollte der rechtlichen Absicherung des Geldinstituts gegen spätere Einwände des Kunden dienen.

Die Volksbank Lahr hat inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am 05.07.2012

[Freitag 27. Juli 2012, 09:05]