Bausparen: Bausparkassen im Test

Auf der Suche nach den besten deutschen Bausparkassen hat die Stiftung Warentest 20 Institute getestet. Gerade mal drei Bausparkassen, nämlich die Landesbausparkasse (LBS) Baden-Würtemberg, Wüstenrot und LBS Ost, bekamen die Gesamtnote „gut“. Die Note „mangelhaft“ bekamen vier Anbieter: LBS West, Aachener, Deutsche Bank Bauspar sowie LBS Rheinland-Pfalz, so die Süddeutsche Zeitung.

Grundsätzlich, so Finanztest-Chefredakteur Heinz Landwehr, beraten Bausparkassen besser als früher und für Kunden, die ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen, ist Bausparen noch immer eine gute Idee. Nur müssen die Kunden Angebote immer genau nachrechnen.

Nord-Süd Gefälle?

Nach Erfahrungen von Finanzierungsexperte Hartmut Schwarz, Verbraucherzentrale Bremen, ist die Beratungsqualität ist sehr unterschiedlich. Der Zeitung Weser Kurier gegenüber sagt Schwarz, dass in 80 Prozent der Bremer Fälle „unzureichend beraten“ werde. „Statt auf die individuellen Bedürfnisse zu achten, wird nur verkauft“, so Schwarz.

Laut Stiftung Warentest sind die besten Beratungen eher im Südwestdeutsche Raum vorzufinden.

Die Tester weisen auf die häufigsten Fehler seitens der Anbieter nach einer Beratung hin:

  • eine zu hohe Bausparsumme
  • ein unnötig hoher Sparanteil
  • nicht ausgeschöpfte Förderungen

Weitere Fehler:

  • unsinnig hohe Tilgungsraten von bis zu 70 % des monatlichen Nettoeinkommens
  • lückenhafte Angebotsinformationen wie Höhe oder Laufzeit des Darlehens, Kreditrate oder voraussichtlicher Zuteilungszeitpunkt
  • 20 % der Tester verließen die Bank ganz ohne Spar- und Tilgungplan oder Entwurf der späteren Immobilienfinanzierung

Quelle:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Viele-Bausparer-zahlen-drauf-_arid,1037923.html
Von Maren Beneke – Mittwoch, 21. Januar 2015

Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, 21. Januar 2015

[Samstag 24. Januar 2015, 15:04]