Baugeld: Sondertilgungen lohnen sich

Eine von biallo.de durchgeführte Umfrage zu Baugeld-Konditionen offenbart große Unterschiede zwischen verschiedenen Finanzierungen. Nicht nur die Zinsschere klafft auseinander, auch bei Sondertilgungen gibt es von Bank zu Bank erhebliche Unterschiede.

So ist es zum Beispiel bei der Eigenheimfinanzierung inzwischen Standard, dass Kreditinstitute für Sondertilgungen keinen Aufpreis mehr verlangen. Diese Angebote, so rät die Verbraucherzentrale Bremen, sollte der Bankkunde annehmen und vertraglich festhalten.

Denn das bedeutet eine hohe Rückzahlungsfreiheit zum Nulltarif. Positive Beispiele hierfür sind, laut der biallo.de-Umfrage, unter anderem 1822 direkt, ING-Diba und die BB Bank. Negativ fallen hier beispielsweise die Commerzbank, die Deutsche Bank, aber auch die Evangelische Kreditgenossenschaft, auf.

Ist eine kostenlose Sondertilgung nicht vorgesehen, wird für die Einräumung dieser Option häufig 0,1 Prozent Aufzins erhoben. Das klingt zwar erst einmal nicht nach viel, aber Max Geißler von biallo.de rechnet vor: Bei ein Kredit über 200.000 Euro fallen bei 3,1 statt 3,0 Prozent Sollzins innerhalb von zehn Jahren bis zum Ende der Zinsbindung 1.880 Euro mehr an Zinsen an.

Sondertilgungen lohnen sich praktisch immer, so Max Geißler. Wird einen Aufpreis verlangt, sollte man sicher sein, sich diesen auch tatsächlich leisten zu können. Ist keine Sondertilgung im Darlehensvertrag vorgesehen, sollte man bei langfristiger Zinsfestschreibung den Kreditvertrag nach Ablauf von zehn Jahren gebührenfrei kündigen und einen neuen Kredit mit flexiblen Sondertilgungsrechten vereinbaren.

Quelle: biallo.de Umfrage vom September 2012

[Montag 01. Oktober 2012, 12:20]