Bankgebühren: Einzahlung von Münzgeld

Wer sein angesammeltes Kleingeld zur Bank bringt, trifft auf unterschiedliche Gebührenregelungen.

Auf das eigene Konto einzahlen:

Die meisten Geldinstitute verlangen keine Gebühren, wenn das Bargeld auf das eigene Konto des Kunden eingezahlt wird. In den allgemeinen Preisaushängen der Banken allerdings sind oft solche Dienstleistungen nicht aufgeführt, so Kerstin Papon, Redakteurin in der Finanzmarktredaktion von FAZ. Papon führt vier Kosten-Beispiele auf:

Die Sparkasse Köln-Bonn: Hier kostet die Annahme von nicht gezähltem, losem Hartgeld für Kunden 3 Euro je „Safe Bag“. Kleinstbeträge hingegen werden an der Kasse kostenlos getauscht oder gutgeschrieben.

Die Hamburger Sparkasse: Hier nimmt man Münzrollen bzw. -beutel der Kunden kostenfrei entgegen, wenn „Arbeitsaufwand und Geschäftsverbindung in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen“.

Die Frankfurter Sparkasse: Das Einzahlen auf das normale Girokonto kostet auf jeden Fall 1 Prozent der eingelieferten Summe, mindestens jedoch 4 Euro. Kostenfrei sind nur Einzahlungen, die direkt auf das Sparkonto oder auf besondere Konten von Kindern und Jugendlichen fließen.

Die Deutschen Bundesbank (41 Filialen): Hier kann jeder Bürger kostenlos seine Euromünzen – in beliebiger Stückzahl – tauschen.

Auf ein fremdes Konto einzahlen:

Wenn das Geld „ zugunsten Dritter“ eingezahlt wird, kann es teuer werden. Papon führt zwei Kosten-Beispiele auf:

Die Commerzbank: Wenn sich um ein Konto bei der Commerzbank handelt, verlangt die Bank 1 Promille des Betrages, mindestens jedoch 5 Euro. Wenn sich um ein Konto eines fremden Kreditinstituts handelt, verlangt man 2 Promille oder im Minimum 10 Euro.

Die Frankfurter Sparkasse: Für Einzahlungen auf fremden Konten sieht die Sparkasse fixe Gebühren von 10 bzw. 20 Euro je Transaktion vor.

Automaten im Vormarsch

Viele Geldautomaten ermöglichen inzwischen nicht nur das Auszahlen, sondern auch das Einzahlen von Bargeld auf das Konto oder das Aufladen einer Geldkarte. Bei den meisten Automaten allerdings ist die Einzahlung auf Banknoten beschränkt.

Quelle: www.faz.de. Von Kerstin Papon, Redakteurin in der Finanzmarktredaktion.
Donnerstag, 3. April, 2014

[Dienstag 08. April 2014, 23:25]