Bald Negativzinsen auf das Girokonto?

Nach Einschätzung des Chefs der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, sind Minuszinsen auf Sparguthaben rechtlich unzulässig.

Bis jetzt werden nur Millionenvermögen mit einem Negativzins bestraft. Sollten Banken künftig private Sparer zur Kasse bitten, so wird es entscheidend sein, wie die Geldinstitute ihren Privatkunden beibringen, dass Einlagen auf Giro-, Tagesgeld- oder Sparkonten Zinsen kosten statt Zinsen bringen, schreibt Karsten Seibel, „Die Welt“.

Verbraucherschützer sind der Auffassung, dass es nicht reicht, die Negativzinsen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hinzuzufügen und dies dem Bankkunden dann mitzuteilen. Die Deutsche Kreditwirtschaft äußert sich nicht zu einer Einführung von Negativzinsen. Dies sei die “individuelle geschäftspolitische Entscheidung des einzelnen Kreditinstituts”, so erklärt der Spitzenverband der Banken.

Negative Zinsen im Rahmen bestehender Kontoverträge sind also umstritten. Für neue Einlagenverträge hingegen wären Minuszinsen denkbar. Wahrscheinlicher als Negativzinsen auf das Guthaben der Privatkunden sind neue Gebühren, so Klaus Müller. Denn höhere Kontogebühren müssen Bankkunden hinnehmen. Unzufriedenen Kunden bleibt dann nur ein Ausweg: Die Bank zu wechseln.

Quelle:
http://www.welt.de/finanzen/article137601505/Sind-Negativzinsen-auf-dem-Girokonto-unzulaessig.html
Mittwoch 18. Februar 2015. Von Karsten Seibel, Korrespondent für Wirtschafts- und Finanzthemen in Frankfurt

[Freitag 20. Februar 2015, 16:41]