Nachhaltige Geldanlagen brauchen Standards

Ethisch-ökologische Geldanlagen sind auf dem Vormarsch. Doch sind Begriffe wie „ethisch“, „ökologisch“ oder „nachhaltig“ bei Geldanlagen nicht geschützt, so die Verbraucherzentrale Bremen. Sie warnt vor „Greenwashing“ („Grüner Schein“), denn die Deutung bleibt den Anbietern überlassen. Daher können Anleger kaum einschätzen, ob Werbeaussagen zutreffen oder nicht.

Zurzeit wird das von der Bundesregierung vorgelegte Kleinanlegerschutzgesetz diskutiert. Laut der vzbv, sieht der Entwurf beispielsweise für sozial ausgerichtete Unternehmungen eine Reihe von Ausnahmen für die Regulierung von Vermögensanlagen vor. Das Ziel: Die Unternehmen sollen leichter Zugang zu Kleinanlegergeldern bekommen.

Grundsätzlich begrüßen die Verbraucherschützer dies, mahnen aber an, nur mäßige Ausnahmen zu definieren, etwa bei der Prospektpflicht, so Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzen beim vzbv. Zudem fordert sie, verbindliche Mindeststandards für ethisch-ökologische Geldanlagen festzulegen. „Nur wer diese erfüllt, sollte Finanzprodukte entsprechend bewerben dürfen“, sagt Ulrike Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen.

Quelle:
http://www.vzbv.de/pressemeldung/ethisch-oekologische-geldanlagen-brauchen-regeln
Pressemitteilung vom Freitag, 27. Februar 2015

[Montag 02. März 2015, 13:00]