Angst vor dem Strafzins für Privatkunden

Nach der Skatbank führen auch die WGZ-Bank und bald die Commerzbank einen Strafzins auf Einlagen von Großunternehmen ein. Die genaue Höhe der Strafzinsen ist teilweise Verhandlungssache. Die Geldinstitute orientieren sich voraussichtlich an der Skatbank, die 0,25 Prozent für Einlagen über 500.000 Euro verlangt.

Privatanleger sind von der sogenannten „Guthabengebühr“ nicht betroffen, so das Handelsblatt. Aber wie lange noch? Laut SZ vertreten manche Experten die Ansicht: Je länger die Niedrigzinsphase dauert, umso wahrscheinlicher werden Geschäftsbanken den Negativzins auch an die Privatkunden weitergeben müssen.

Verbraucherschützer rechnen derzeit nicht mit Strafzinsen für kleinere Guthaben, weil der Ertrag kaum im Verhältnis zu Risiko und Aufwand steht.

Dennoch: Indirekt können Privatanleger betroffen sein. Denn hinter einem Investmentfonds, der für seine Einlagen Negativzinsen zahlen muss, stehen auch Gelder von Privatkunden, erklärt Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Quelle:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/commerzbank-ankuendigung-negativzins-trifft-auch-kleinanleger/11007916.html Donnerstag, 20. November 2014
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/wgz-bank-naechste-bank-wagt-sich-mit-strafzins-aus-der-deckung/11017152.html Freitag, 21. November 2014
Süddeutsche Zeitung, Samstag/Sonntag, 22./23. November 2014

[Montag 24. November 2014, 15:40]